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Brauchen wir die Quote für Erneuerbare Energieträger?

24. September 2012, 12:14 | Kategorien: Politik, Wirtschaft | Schlagworte:

Das sich immer deutlicher abzeichnende Scheitern der Energiewende macht die Suche nach Alternativen unumgänglich, weshalb seitens der FDP jetzt der Ruf nach Reformen der Energieförderung laut werden.

Die vorgeschlagene Quotenlösung zeichnet sich zwar gegenüber dem derzeitigen Subventionsmodell durch eine höhere Effizienz, Innovationskraft und Wettbewerbskonformität aus, stellt jedoch für eine langfristige Energiepolitik keine Lösungsalternative dar.

Quotenmodelle sind nur sinnvoll, wenn auch die Einführung einer Quote für Strom aus erneuerbaren Energieträgern sinnvoll ist. Dem ist jedoch keineswegs so, denn Ziel einer zukunftssicheren Energiepolitik ist nicht die Definition von Technologiepfaden durch den Staat, sondern die Gewährleistung von Preisgünstigkeit, Versorgungssicherheit und Umweltqualität. Diese drei Ziele lassen sich zielgenauer und wesentlich billiger durch eine Stärkung des Wettbewerbs der Energiemärkte und den Rückgriff auf Preisinstrumente bei der Reduzierung von Schadstoffemissionen erreichen. Eine Quote für Strom aus erneuerbaren Energieträgern reduziert hingegen eher den Wettbewerb, da er den Marktneueintritt von Anbietern aufgrund zusätzlicher Kosten erschwert und gleichzeitig keine kosteneffiziente, weil, wenn überhaupt, nur sehr indirekte Emissionsminderung verspricht.

Die Reform des EEG zu einer Quotenlösung ist wie ein Schnellzug, der in den falschen Bahnhof fährt. Sie würde nur eine Beschleunigung der Fahrt in die energiepolitische Sackgasse bedeuten, aus der nur eine radikale Umkehr und Neuorientierung der Energiepolitik am Wettbewerb um die besten technischen Lösungen für die zukünftige Energieversorgung führt.

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