Warum nur vertreiben Papst und Bischöfe die Christen?

Papst, Kardinal und die diversen evangelischen Bischöfe sowieso: Sie alle haben mit ihren Neujahrsansprachen gezeigt, dass sie die größte Gefahr für die Zukunft ihrer Kirchen nicht begreifen. Ja, dass sie sogar alles tun, um diese Gefahren zu vergrößern. Nicht nur durch das Wort, sondern wie die letzten Tage erst gezeigt haben, auch sehr konkret durch die Tat.

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Die Krise der Kirchen war ja schon länger zu sehen. Ihr Kern lautet auf den Punkt gebracht: Die Amtskirchen marschieren in ihrer Mehrheit scharf nach links, während sich die Gläubigen in ihrer großen Mehrheit nach rechts wenden.

Das konnte man z.B.  auch daran sehen, dass sich etwa die konservativeren Teile der katholischen Kirche von Heiligenkreuz bis zum Opus Dei eines starken Andrangs erfreuen können, während die Amtskirche und ganz besonders die stark links orientierten Orden wie etwa die Jesuiten vielerorts von rapider Ausdünnung, Überalterung und Nachwuchsmangel bedroht sind.

Lediglich priesterlicher Nachwuchs aus den christlichen Teilen Afrikas und den zwei katholischen Regionen Indiens kann vielerorts den Kollaps verhindern (nachdem in den letzten Jahren auch der Priesternachwuchs aus Spanien und Polen versiegt ist, der in den Jahrzehnten davor den Absturz der Priesterzahlen abgemildert hat). Diese Importe helfen freilich nur statistisch: In der Seelsorge sind Priester, deren Deutsch kaum verständlich ist, weitgehend irrelevant.

Die protestantischen Kirchen Europas haben eine ähnliche Krise schon viel früher und noch viel intensiver erlitten. Ihnen hat weder des Fehlen des Zölibats geholfen noch die Einführung des Frauenpriestertums (was ja beides innerhalb der katholischen Kirche von manchen als Zaubermittel in der Not angesehen wird).

Den Protestanten hat zusätzlich geschadet, dass die katholische Kirche selbst in vielem protestantischer geworden ist. Dass Unterschiede nur noch mit der Lupe erkennbar sind. Wie man retrospektiv feststellen muss, hat das Aneinanderrücken beiden Kirchen nicht genutzt. Offenbar waren die Zeiten des pluralistischen Wetteiferns, wer denn die besseren Christen wären, für beide Seiten viel fruchtbarer (was natürlich weder Glaubenskriege noch Katholikenverfolgung noch Protestantenverfolgung meint oder gar rechtfertigt).

Auch die beliebte Erklärung, dass die Kirchenkrisen nur mit dem steigenden Wohlstand zu tun haben, greift zum Teil zu kurz. Denn es gibt ja Staaten wie die USA, die trotz eines weltweit führenden Wohlstandes ein hohes Ausmaß an Religiosität zeigen.

Aber auch in Amerika stecken Protestanten wie Katholiken in einer ähnlichen Krise. Gleichzeitig aber ist dort binnen kurzer Zeit eine ganz neue christliche Richtung rasant angewachsen: die der sogenannten Evangelikalen. Es würde jetzt den Rahmen dieses Textes sprengen, diese – auch in ihrer Vielfalt – darzustellen oder gar zu bewerten. Weitgehend gemeinsam ist diesen Bewegungen aber jedenfalls, dass sie sich nicht gegen eine der traditionellen Kirchen stellen, dass sie ein zu direkter Religiosität neigendes Verständnis vom Christentum haben, und dass sie politisch ganz eindeutig konservativ und etwa auch der größte Rückhalt von Donald Trump sind.

Besonderen Zulauf dürften die evangelikalen Gruppen und Freikirchen nun auch in Europa rund um das Thema Völkerwanderung und Massenmigration finden. Denn immer mehr Christen fühlen sich von ihren bisherigen Kirchen alleine gelassen und suchen Heimat, Orientierung und Identifikation. Die traditionellen Kirchen haben weitgehend vergessen, dass sie immer dann am erfolgreichsten waren, wenn sie in den Augen der Menschen Hand in Hand mit der nationalen Identität auftraten. In Polen, Kroatien oder der Slowakei ist der europäische Katholizismus heute genau deshalb am stärksten von allen Nationen, weil er immer an der Seite des Volkes gegen Fremdherrschaft gestanden ist.

Gruppen-Identität – seit dem 19. Jahrhundert meist zum nationalen Zugehörigkeitsgefühl geworden – und Heimat-Bindung sind ganze starke Konstanten der menschlichen Psyche. Und kluge Kirchen sind daher immer auch in dieser Hinsicht an der Seite der Menschen gestanden, weil sie diesen geistliche, geistige und nationale Heimat, weil sie ihnen Halt geben wollen.

Das wollen viele in den heutigen Kirchen nicht mehr. Oder sie begreifen die Notwendigkeit nicht. Wenn es jetzt gerade katholische und protestantische Funktionsträger sind (unter der Flagge der Bewegung San Egidio), die jetzt zusammen mit einem linken und vor einer schweren Wahlniederlage stehenden italienischen Innenminister begonnen haben, zu Tausenden Afrikaner per Flugzeug nach Europa zu schaffen, dann verschrecken sie Millionen Christen. Diese spüren instinktiv: Da will ihnen jemand die Heimat nehmen. Und sie stellen sich die Frage: Können Kirchen, die das oft nicht nur stillschweigend mitansehen, sondern sogar noch aktiv beschleunigen, noch meine Heimat sein?

Aber die katholisch-protestantischen Migrantenimporteure agieren mit allerhöchstem Segen. So hat der Papst zu Neujahr neuerlich zu verstärkten Anstrengungen bei der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und Migranten aufgerufen. Das ist nicht gerade das, was die Mehrheit der Katholiken als gut oder gar sinnvoll erachtet.

  • Spricht doch der Papst dabei sogar ausdrücklich neben "Flüchtlingen" auch von "Migranten", also damit von jenen, die gar keiner unmittelbaren persönlichen Verfolgung entkommen müssen.

  • Er begreift nicht, dass die Millionen, die – nicht zuletzt aus Verschulden Italiens – schon nach Europa gekommen sind, ein völlig unbewältigtes und explosives Problem darstellen, das Europa so verändern wird wie zuletzt die beiden Weltkriege und wie die roten wie braunen Totalitarismen. Und das will der Papst also noch "verstärken".

  • Er begreift auch nicht, dass der Ruf nach "Integration" absurd ist, wenn ein starker Teil der Gekommenen sich nicht primär selber integrieren will oder zumindest keinerlei Anstrengung in diese Richtung unternommen hat. Von den Moslems, die durchaus offensiv eine Islamisierung Europas (und damit Entchristlichung) wollen, gar nicht zu reden.

  • Und erst recht liegt der Papst voll daneben, wenn er in seiner Neujahrsrede so tut, als ob die Menschen auf der Suche nach Frieden gekommen sind. Denn inzwischen ist praktisch keiner der nach Europa Kommenden ein Kriegsflüchtling (ganz abgesehen davon, dass auch die einstigen Flüchtlinge aus dem heute praktisch zum Stillstand gelangten Syrienkrieg spätestens ab Betreten der Türkei keine Kriegsflüchtlinge mehr gewesen sind und dass Krieg auch gemäß dem von Gerichtshöfen ohnedies extensiv interpretierten Völkerrecht nur vorübergehenden Schutz zur Folge hat).

Die traurigen Gefühle, die die päpstliche Botschaft auslöst, werden durch die des Wiener Kardinals noch verstärkt. Das Wort Asyl dürfe nicht zu einem Schimpfwort werden, forderte Christoph Schönborn zum Jahreswechsel. Er begreift offenbar nicht, dass das schon längst passiert ist. Er begreift nicht, dass jedes Gute in der Welt durch ein "Nimis", durch ein Zuviel zum Negativum werden kann, wie schon die Antike wusste. Und durch millionenfachen Missbrauch erst recht.

Natürlich ist Asyl, wenn man es in der ganz klaren Definition der Flüchtlingskonvention versteht und nicht überinterpretiert, etwas Gutes. So wie Essen, Trinken, Sport, eine Arznei und vieles Andere. Aber alles kann vom Segen zum Fluch werden. Und auch ein österreichischer Bischof müsste eigentlich erkennen,

  • dass dieser Wendepunkt bei der Völkerwanderung längst erreicht worden ist,

  • dass es ein seltsames Engagement eines Oberhirten ist, an der Zerrüttung und Destabilisierung seiner Diözese führend mitzuarbeiten,

  • dass es auch ethisch viel sinnvoller wäre, die vielen Milliarden Euro an Asylantenkosten besser vor Ort einzusetzen, womit man viel mehr Menschen helfen könnte (wobei die beste Hilfe freilich eindeutig globaler Freihandel und rechtsstaatliche Strukturen im Lande sind),

  • dass ein Bischof seine Gläubigen zutiefst entfremdet, wenn er – ohne jedes Wort der Kritik – offen ankündigt, dass in Zukunft weitere "enorme Migrationsströme" kommen werden.

Wenn Schönborn dann in der gleichen Ansprache den ersten österreichischen Nachkriegsbundeskanzler mit "Glaubt an dieses Österreich!" zitiert, dann kann das eigentlich nur noch als zynisch empfunden werden.

Interessant ist freilich, dass die übrigen österreichischen Bischöfe – mit Ausnahme des ganz besonders radikal ins Flüchtlingshorn blasenden neuen Innsbrucker Bischofs Glettler – diesem zentralen Thema weitgehend aus dem Weg gegangen sind. Das zeugt zwar auch noch von keinem besonderen Mut, aber doch von einem gewachsenen Ausmaß an Klugheit und Weisheit.

Wirkliche neue Kraft wird die Kirche erst dann gewinnen, wenn sie sich wieder mutig und weise an die Seite ihrer Gläubigen stellt. Was ihr großes Erfolgsrezept durch die Jahrtausende gewesen ist. Was in der Kirche viele wissen, sich aber nur wenige zu sagen trauen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Das konnte man z.B. auch daran sehen, dass sich etwa die konservativeren Teile der katholischen Kirche von Heiligenkreuz bis zum Opus Dei eines starken Andrangs erfreuen können, während die Amtskirche und ganz besonders die stark links orientierten Orden wie etwa die Jesuiten vielerorts von rapider Ausdünnung, Überalterung und Nachwuchsmangel bedroht sind.“ …

Da der Papst als ´nur Stellvertreter Gottes auf Erden` gegenüber seinem angeblich geschlechtslosen Chef allerdings wohl weisungsgebunden ist:

Sollten nicht auch die konservativeren Teile der katholischen Kirche - von Heiligenkreuz bis zum Opus Dei - etwas mehr Verständnis gegenüber ihrem Franzi aufbringen, der auch seiner Göttin und ihrem Diktat zur Islamisierung der Welt – besonders aber Deutschlands – unterworfen scheint???

Gravatar: Klaus Elmar Müller

Danke für die klaren Worte! Als Katholik muss ich leider erkennen, dass wir zur Zeit einen der in 2000 Jahren sehr wenigen schlechten Päpste haben.

Gravatar: Dr. phil. Joerg Johannsen

Bd Wildbd, 04 - 01 - 2018

Ich kann Ihnen nur von ganzem Herzen zu Ihren richtigen und klaren aussagen gratulieren. - Was die ev. und kath. Kirchen auch nicht sehen: dass sie - ungewollt meistens - das (unchristliche) Geschäft der Freimaurer betreiben, die anti-national tätig sind - und beileibe keinen christlichen Welt-Frieden wollen - und somit auch gegen Zusammen-schlüsse von Staaten (EU oder NATO) kämpfen.

Gravatar: Jürg Rückert

Frau Merkel und ihr „Christen“- Schwarm,
Die tanzen uns jetzt richtig arm.
Sie betatschen uns von Fuß bis Kopf,
Und greifen ab für ihren Kropf.
Sie ernten ab das große Feld,
Das Hab und Gut, das wir bestellt.
Sie rissen ein den sichren Wall,
Und ließen ein die Wölfe all.
Die halten bald ihr blutig Mahl,
Es schwindet weg der Deutschen Zahl.
Die Hirten segnen diesen Lauf,
Der Teufel hat sie aufgekauft.

Gravatar: Unmensch

Die egoistischen Helfer wollen die Anzahl ihrer Hilfsbedürftigen und damit ihre Wichtigkeit und ihr Einkommen maximieren. Mehr ist da nicht.
Helfer fühlen sich an allem Übel schuld und müssen immer helfen, um ihre Schuld zu tilgen. Wer aber nicht hilft, ist böse und wird gehasst.
Ausgenommen davon sind die Schützlinge, die müssen selbstverständlich garnichts, dürfen aber alles, weil sie doch so arm sind, so unschuldig, etc.

Gravatar: caesar

Hier hilft nur eines : Austreten ! Noch ist das möglich und äußerst wirksam.

Gravatar: Pater Rolf Hermann Lingen

Die Gruppe von "Vatikanum 2" ist nicht die katholische Kirche. Lt. "Vatikanum 2" können nichtkatholische Gemeinschaften "Mittel des Heiles" sein (Unitatis Redintegratio 3). Pseudo-Papst Franziskus wird (wie auch seine V2-Vorgänger) mittlerweile öffentlich als "Häretiker" bezeichnet, wenngleich auch fast niemand die zwingend notwendige Konsequenz des "Sedisvakantismus" zieht.

Gravatar: Karl Napp

Dr. Unterberger, jedes Ihrer Worte kann ich unterschreiben. Meine Frau und ich waren gerne und überzeugte Katholiken. Aber nachdem dieser jesuitische Kommunist Papst geworden ist, sind wir ausgetreten. Wir können es z. Zt. mit unserem Gewissen nicht vereinbaren, Kirchensteuer zahlende Mitglieder dieser katholischen Kirche zu sein. Unsere Mitgliedschaft ist "temporarily suspended", bis die Kardinäle wieder einen würdigen Papst gewählt haben. Wir haben Sehnsucht nach Benedetto XVI.

Gravatar: Emma

Das frag ich mich auch immer ?
Ist es Naivität, Machtgeilheit, Geldgierheit oder die Angst vor Fremdenfeindlichkeit ?
Oder alles zusammen ????
Was sich besonders seit 2015 auch von Seite der Kirchen in Deutschland abspielt ist ein Skandal, denn es kann ja wohl nicht sein das die KIRCHEN ihre Christen verscheuchen .......und warum ?!

Gravatar: Es kann nur einen geben: Seine Eiligkeit Spontifex II.♗

So, nachdem mein account bei Spiegel online nun also gesperrt ist, um spontifex I mit seinem 'Großen Basar' und den Superkühen, die eigentlich er erfunden hat, gewissermaßen das letzte Wort zu überlassen und Geschichtsklitterung zu betreiben ...

http://www.spiegel.de/einestages/hermann-goering-und-das-heckrind-reservat-in-bialowieza-a-1170491.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/daniel-cohn-bendit-sieht-brexit-als-vorbild-fuer-andere-eu-mitglieder-a-1185651.html ,

... muss ich eben noch einmal versuchen, ob der Beitrag, den Spiegel online in seinem Superkuh - Forum nicht haben will, ob der nicht vielleicht hier durchkommt:

'Die Super - Kuh, die man gleichzeitig fliegen lassen, melken, fressen und verkaufen kann ...

http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//NONSGML+CRE+20070627+SIT+DOC+PDF+V0//DE&language=DE#page=14 ,

... die ist nicht eine Erfindung von Hermann Göring, sondern von Daniel Cohn Bendit alias Spontifex I ...

https://www.schweizerzeit.ch/0501/kinder.htm ,

.... dem Zurückgetretenen.

Menschen, Tiere, Sensationen, Visionen, Projekte, Ärzte ...

MfG
Ihre und Seine Eiligkeit Spontifex II.♗'

Gravatar: Ede Wachsam

Da habe ich heute Morgen per Mail ein kleines Gedicht als Antwort auf die Warum-Frage in der Haedline bekommen:

Pont ifex maximus

Ein Mensch ist vor Entsetzen starr,
weil er erkennt, dass dieser Narr,
der sich als Papst „Franziskus“ nennt,
den „Heiligen Koran“ nicht kennt,
und trotzdem sagt, blind wie ein Huhn,
Gewalt hat nichts mit dem zu tun,
was er als Religion betrachtet
und als Islam in Demut achtet,
wo man nur andere Wege weist
zum gleichen Gott, der Allah heißt .
.
Folgerichtig
Ein Mensch vermag den Grund zu sehen,
warum die Kirchen untergehen.
Wenn selbst der Papst den Geist verkennt,
und Satan, den man Allah nennt,
gleichsetzt dem Gott der Christenheit,
ist Rom dem Untergang geweiht.
.
Kirchenabtritt
Ein Mensch, der fest im Glauben war
und hoffnungsvoll auf Jesus sah,
ist sehr enttäuscht und tief betroffen,
denn auch die Kirchen stehen offen
für jenen Ungeist, der vermehrt
sie selbst und auch den Staat zerstört.
Der böse Geist steckt im Koran,
der ihn enthielt von Anfang an.
Selbst Päpste, diese Geistesnieten,
verkünden: „Der Islam ist Frieden“.
Die Kirchen werden untergehen,
die Zeichen dafür sind zu sehen.
-Helmut Zott-

Gravatar: Thomas Rießler

Herr Lingen, die Sache mit dem Pseudo-Papst ist ein weites Feld. Für mich als Außenstehenden zeigt dies vor allem, wie hohl diese Organisation eigentlich ist, wenn nur von wenigen ihrer Leute bemerkt wird, dass das Papstamt gar nicht besetzt ist. Das ist etwa so wie bei einem Scharlatan, der sich einen weißen Kittel überzieht und als Oberarzt an einem Krankenhaus arbeitet, ohne als Scharlatan erkannt zu werden. Die Patienten wundern sich zwar hin und wieder über seine Taten, aber keiner getraut sich, gegen ihn vorzugehen, weil sie sonst entlassen werden. Die leben lieber in der Illusion, in guten Händen zu sein. Verrückt eben.

Allerdings denke ich, dass die Sache in dieser Organisation schon seit viel längerer Zeit aus dem Ruder gelaufen ist als erst seit dem zweiten Vatikanischen Konzil. Der Übergang der römischen Organisation von einer apostolischen Gemeinde zu einer Sekte scheint sich laut eines Dokuments, das dem ersten Gegenpapst, Hippolyt von Rom, zugeschrieben wird, bereits im frühen dritten Jahrhundert während der Amtszeit Calixt I. vollzogen zu haben. Eine Passage aus dieser Schrift, die von Calixt I. handelt, passt besonders gut auf die heutigen Verhältnisse. Bergoglio ist eigentlich ein Calixt und kein Franziskus:

„Er war der Ansicht, daß ein Bischof nicht abgesetzt werden müsse, wenn er sündige und sei es auch zum Tod. Von dieser Zeit an begann man zwei- und dreimal verheiratete Bischöfe, Priester und Diakonen zu den Weihen zuzulassen, und wenn einer geweiht eine Ehe eingehe, so bleibe ein solcher im Klerus, als ob er nicht gesündigt hätte; hierüber handle, wie er behauptet, der Ausspruch des Apostels: „Wer bist du, der du über den fremden Knecht Urteil sprichst?“ Ja auch die Parabel vom Unkraut , sagt er, beziehe sich hierauf: „Laßt das Unkraut wachsen mit dem Weizen“, das ist die Sünder in der Kirche. Ja er sagte, auch die Arche Noah sei ein Gleichnis für die Kirche, in der sich Hunde und Wölfe und Raben, alles Reine und Unreine fand, und so soll es in der Kirche sein; was er noch in diesem Betreff herbeibringen konnte, hat er so ausgelegt, und seine Hörer, denen diese Ansichten gefallen, fahren fort, sich selbst und viele (andere) zum Besten zu haben, die scharenweise zu dieser Schule strömen. Gerade wegen der Lüste, die Christus nicht erlaubt hat, nahmen sie immer zu, auf ihren Massenanhang stolz. Christum verachten sie und hindern keine Sünde, indem sie aufstellen, er verzeihe denen, die guten Willens sind.“

Gravatar: Ambiorix

Seitdem das Christentum zur Zeit der Römer zur staatstragenden Philosophie wurde, hat es sich vom Wort Jesu immer weiter entfernt. Die Situation heute, wo Kirchen Bistümer Milliarden besitzen, Geld im Ausland anlegen, Priester sich untereinander sehr lieben, ist sehr schlimm. Aus der Speerspitze der Christenheit würden butterweiche Latten, die Multikulti lieben, und selbst dem Unterschied zwischen dem friedliebenden Jesus und mörderischen Sekten nicht wahrhaben wollen. Die Ängste der Bevölkerung vor Terror und Kriminalität kann diese Kirche nicht annehmen, unterstützt die Gläubigen nicht im Geringsten. Trotzdem gibt es gute Menschen und Christen im Sinne Jesu. Für diese sollte man ein Kerzchen anzünden, oder beten. Sie halten der Kirche die Treue und hoffen auf eine moralische Wende.

Gravatar: H.Roth

"...zu Tausenden Afrikaner per Flugzeug nach Europa zu schaffen, dann verschrecken sie Millionen Christen. Diese spüren instinktiv: Da will ihnen jemand die Heimat nehmen."

Es ist wohl weniger die Sorge um den Verlust der Heimat, weil "Afrikaner eingeflogen werden". Es geht um den Islam, der überall wo er vorherrscht, sich durch die massive Verfolgung und Unterdrückung bis hin zur Ermordung von Christen und Juden auszeichnet. Wer einer solchen Ideologie in Europa Tür und Tore öffnet, ist zu Recht mit einem wahnsinnig gewordenen Hirten zu vergleichen, der rudelweise Wölfe in den Schafpferch hineinläßt.
Das Hauptproblem der christlichen Kirchen ist es, dass sie nichts vom Christentum verstehen. Es wird ein falsches, unbiblisches Evangelium gepredigt, sofern es überhaupt noch gepredigt wird. Und leider folgen auch viele Evangelikale Gemeinden schon diesem Trend.

Gravatar: Anne R.

Sich als Katholikin zu outen, die nicht aus 'dieser Kirche mit diesem Papst' austreten mag, ruft in manchen Kreisen das gleiche Unverständnis hervor wie sich als AfD-Wählerin zu outen in anderen Kreisen.
Bei aller berechtigten Kritik zum Zustand der katholischen Kirche und zu Papstäußerungen, die, nebenbei bemerkt, von Journalisten gerne aus dem Kontext gerissen werden, das Jammern über diese Kirche erinnert an die meckernden Greise aus der Loge der Muppetshow.
Diese altehrwürdige Institution wird auch 'diesen Papst' nebst - zugegeben - eher blassen Bischöfen und Kardinälen, überstehen.
Sogar Lenin mußte einsehen: "Ich glaube jedoch, dass unter den Trümmern der gegenwärtigen Institutionen noch die katholische Hierarchie weiterleben wird."

Gravatar: MoSte

"Von den Moslems, die durchaus offensiv eine Islamisierung Europas (und damit Entchristlichung) wollen, gar nicht zu reden." ... gefährliche Generalisierungen sollte man vermeiden. "Die Moslems", über die sie sprechen, machen eine extrem marginale Zahl aus, und ganz sicher geht es vielen Konservativen in Deutschland eben NICHT um die Wahrung der eigenen Kultur und Tradition, was folgender Artikel klar und deutlich entblößt hat: http://www.multiperspektivisch.de/nachricht/detail/23.html

Gravatar: Gast

Den jetzigen Popen als jesuitischen Kommunisten zu bezeichnen, trifft ins Schwarze.
Will die katholische Kirche überleben, muß jetzt ein Gegenpapst her!

Gravatar: Ron Ceval

@ MoSte: sie verweisen auf einen link von Musels für Musels, wo fröhlich pro-islamische Ansichten verbreitet werden. Dort wird geschummelt und getrickst: Bilder eingestellt, die weder mit dem Text noch mit dem angeblichen Autor etwas zu tun haben. Die Texte sind entweder zusammenhangloses Geschwurbel oder Halb-Informationen, die den Eindruck erwecken sollen, daß der Islam sozusagen ein Geburtsrecht im christlichen Westen hat. Die Kommentare dazu sind natürlich unkritisch.
Lassen Sie mich dem etwas gegenüberstellen, was leider den Tatsachen entspricht:

"In jedem Land, wo Muslime in der Minderheit sind, sind sie besessen von Minderheitsrechten. In jedem Land, Muslime die Mehrheit stellen, gibt es keine Rechte für Minderheiten."

"Muslimische Logik: sie fühlen sich von bildlichen Darstellungen (Cartoons) und Kritik beleidigt.
Sie haben dagegen kein Problem mit Vergewaltigung, Sklaverei, Pädophilie, Enthauptungen, "Ehrenmorden", Geiselnahme, Genitalverstümmelung, Selbstmordattentaten und dem Verbrennen von Menschen bei lebendigem Leibe."

Gravatar: madelaine chaproll

Die Antwort ist einfach und kurz. Die Kirche in Deutschland besitzt so viel Geld, wie kein anderen produktiver Unternehmen. Ich war schockiert als ich einmal gelesen habe, wieviele Milliarde Caritas zur Verfügung, hat. Deswegen fabrizieren die sogenannten Hochschulen, jährlich unnützliche Sozialarbeiter. Besteht etwa Deutschland zur Zeit die hälfte von Einwohner nur von Behinderten? Ingenieure, Techniker, Chemiker, Instalateure, Fliesenleger, Elektriker, Architekten, solche Berufe braucht eine Industrienation. Früher war die Kirche Platz für Forschung, Philosophie, Abstinenz, heute hören wir von Luxuspartys, Pornographie, ein Versteckt von Homosexuelle, die ganz legal ihre Perversität auf unschuldiger Kinder probieren. Kein Wunder, dass die Kirche so sehr in der Politik sich einmischen, solange der bescheidene Sparbuch der normale Bürger von Finanzamt ständig kontrolliert wird und ohne Scham mehrere Mal besteuert wird, während die Milliarden von der Kirche an Steuerzahlungen vorbei geht. Als direkte Angestellten der liebe Gott, dürfen die Sutanen wie Götter auf der Erde leben. Sie haben immer gut für die eigenen Wohl gesorgt, dafür versprechen sie den Gläubigen, das Himmel Paradies, nach dem Tod. Nach dem Motto, dumm, aber viele, funktioniert auch die Steuerabgabe aus der Geldbeutel von Fußvolk . Sie besitzen zwar wenig Geld, nur wenn von Millionen 2-3 Euro für das Wohl der Privelegierten durch Zwangsmaßnahme kassiert wird, dann werden sie königlich versorgt. So ist auch der Islam entstanden. Eine korrupte, schamlose Klerus, die vor den Tod ein Erdeparadies für sie selber, ausgedacht haben. Nur in Schottland war ihr Eckel für ehrliche Arbeit schnell geheilt, und aus lethargische Meditation auf Kosten von anderen, wurden sie Schaff Hirte geworden. Wahrscheinlich die plötzliche Liebe der christliche Kirche für Islam, ist gar nicht so schlimm. Schaff und Ziege züchten, ist in islamistischer Länder traditionell, also der christliche Klerus marschiert auf sicherer Pfaden wie die schottische Mönche früher. Erfahrung gibt es genug, es bleibt nur der Koran nach der Arbeit, zu lesen. Diesmal ohne Hochschule Abschluss als Sozialarbeitern. Der Mensch vermehrt sich jährlich wie die Ratten, trotzdem lebt er weiter nach Statistikern, die Ihn weiß machen wollen, es sind absolut notwendig Fachkräfte für die Zukunft der Menschheit. Während dessen, junge, kräftige Menschen sitzen bequem auf der Couch um die Idiokratie auf TV Kanäle zu verfolgen. Wenn sie satt haben von Faulenzen, studieren sie Sozialarbeiter oder Theologie. So wurden aus den meisten Altenheime, eine Art Sterbereservationen, wo hochqualifizierte Fachkräfte die Vorbereitung von die, die am Ende ihrer Reise sich befindet, zur Hölle macht. Auf der britische Insel, vor nicht mal zwei Hundert Jahren lebten einigen Millionen Menschen, heute laut Statistiken, reicht es nicht einmal 70 Millionen Einwohner. Skandinavien, Australen, Kanada, USA, Russland sind immer noch so dünn besiedelt, dass sie alle Europa Einwohner verkraftet können, doch Norwegen hat eine sehr restriktive Einwanderungspolitik, genau wie Australien oder alle großflächige Ländern. Deutschland ist kleiner als Frankreich, hat aber mehrere Einwohner, Ausnahme, fehlende Fachkräfte. Rumänien, fast so groß wie Deutschland, zählt wahrscheinlich etwa 17 Millionen, davon 4 bis 5 Millionen Rentner, und circa 3 Millionen Berufstätig, mit ein monatlich Durschnittslohn von ungefähr drei-vier hundert Euro. Statistiken sind nur dann gültig, wenn der Grund von Übel in eine Gesellschaft spiegelt, sie dürfen nie mit Zahlen oder Prozente arbeiten, wenn diese nicht realistisch argumentiert werden können. Kirche gehört auch in der Statistiken, woher sie so viel Geld zu Verfügung hat, wieviel Steuer Zahl, was für eine Berechtigung als Institution in der Gesellschaft hat, wenn sie sich verweigert eine alte, wertvolle Kirche Gebäude, zu restaurieren. Erstaunlich ist nur, dass sie für neue Moschee sehr tolerant sich zeigt. Wer gute, luxuriöse Leben liebt, soll nie Theologie als Beruf wählen. Leider in der christliche Glaube läuft etwas schiff, das ist auch der Grund warum immer Menschen kein Gott in Sutane mehr braucht. Bald wird die westliche Welt ein neue Luther erleben, weil der inszenierte Luther im Kino hat kein Gläubiger überzeugt. Schon Ambrosius hat die Kirche von Staat getrennt, heute mischt sich der Klerus in der Politik und ignoriert von zu viel Wohlstand die seelische Sorge von Menschen. Von Judentum zum Christentum, dann zum Islam, wie der neue religiöse Zweig sich nennen wird, weiss keiner, sicher ist, die Christen brauchen endlich eine Institution, die ihre Interesse vertritt. Madelaine Chaproll

Gravatar: Thomas Waibel

Pater Rolf Hermann Lingen 04.01.2018 - 20:15

Vollkommen einverstanden!

Gravatar: Thomas Waibel

Für beiden Kirchen gilt: Je mehr die "Kirchen" nach links abrutschen, desto mehr laufen ihnen die Menschen weg.

Es wäre interessant festzustellen, wie viele als Folge der Einwanderungspolitik von Bergoglio, Marx, Woelki und Käßmann in den letzten Jahren aus diesen beiden Vereine ausgetreten sind.

Gravatar: Thomas Waibel

Gast 11.01.2018 - 10:54

Bergoglio ist ja ein Gegenpapst, der vortäuscht Papst zu sein.

Was die Kirche braucht, ist einen Papst, wenn möglich einen heiligen, wie der hl. Pius X.

Gravatar: Alfred

Bischöfe lieben es im Pomp zu leben. Wenn die Christen - angeblich - aussterben, muss man sich rechtzeitig nach anderen Geschäftsfeldern umsehen.
Vielleicht sollte die Katholische Kirche an die Böse gehen?
Schließlich ist alles bei Licht besehen nur Geschäft und Profit - liebe Schäfchen.

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