Vom Arbeit geben und Arbeit nehmen

Das Tauschen nach den Regeln des Marktes, also ohne Zwang und in freier Wahl, ist in unserer Gesellschaft Alltag. 

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So alltäglich, dass wir es gar nicht mehr richtig wahrnehmen. Das zeigt sich beim wohl wichtigsten Tauschverhältnis: beim Arbeitsvertrag. Da herrscht eine eigentümliche Begriffsverwirrung: Wer gibt denn in diesem Tausch eigentlich was? Gibt mir der Arbeitgeber tatsächlich Arbeit - so als Akt der Gnade - und ich muss sie nehmen? Es ist doch zumal in unseren Wissensgesellschaften gerade umgekehrt. Ich gebe dem Unternehmen meine Arbeit, meine Firma nimmt sie und gibt mir dafür Lohn. Der Arbeitgeber ist eigentlich Arbeitnehmer - und umgekehrt. Die Sprache ist noch einem Tauschverhältnis verpflichtet, das keineswegs der Realität entspricht - jeder Einzelne tut gut daran, sich als Arbeitgeber zu fühlen. Und sie auch so im Arbeitsmarkt anzubieten. (www.ordnungspolitik.ch/2012/08/28/vom-arbeit-geben-und-arbeit-nehmen/)

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