Verhunzung der Sprache

Man fühlt sich immer weniger zuhause in der eigenen Sprache und damit auch in Deutschland. Erst Flüchtlinge, dann „Geflüchtete“. Erst Studenten, dann „Studierende“. Und neuerdings prangt in Frankfurt auf einer Informationstafel folgender Satz:

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„Achten Sie bitte auf Rad Fahrende und zu Fuß Gehende.“

Schon beim ersten Lesen zuckt man zusammen. Das ist falsches Deutsch. Aber für die genderisierten Behörden ist es politisch korrektes Deutsch. 

Es will den Sprachingenieuren nicht in den Kopf, dass das grammatische Geschlecht nichts mit dem biologischen Geschlecht zu tun hat. Das Wort „Radfahrer“ beinhaltet in der deutschen Sprache natürlich ebenso wie das Wort „Fußgänger“ Verkehrsteilnehmer weiblichen und männlichen Geschlechts.

Lesen Sie nochmal: „Achten Sie bitte auf Rad Fahrende und zu Fuß Gehende.“

Da wird einem schlecht. Das ist kein Fehler, wie er im Dialekt vorkommt und damit trotzdem richtiges Deutsch ist, weil es gewissermaßen auf der Zunge von Deutschen gewachsen ist. Das ist Kunstdeutsch. So kann einem die Heimat, die ja auch einen Ort bedeutet, an dem richtig Deutsch gesprochen wird, verleidet werden. Aber das ist ja auch das Ziel der Bürokraten. Da täuscht auch kein „Heimatministerium“ drüber hinweg.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hand Meier

Ich finde es liegt bei denen die diese „Sprachverhunzung“ hauptberuflich betreiben eine Gemeinsamkeit vor. Es sind Personen ohne eine abgeschlossene praktische Berufs-Ausbildung, die sich deshalb an der Sprache zu schaffen machen, um damit eine Beschäftigung und eine formale Wichtigkeit zu ergattern.
Was mich stört ist, diese Wortklauberei, denn es gibt in der allgemeinen Kommunikation nicht nur die Worte, es gibt eine enorme Vielzahl von technischen Kommunikations-Mitteln, in dem Symbole benutzt werden, die eine verbindliche, Fehler freie Verständigung ermöglichen.
Die Sprachverhunzer sind aber offensichtlich zu keiner anderen produktiven, sinnvollen Tätigkeit in der Lage, weil sie dafür über eine kognitive Intelligenz verfügen müssten.

Gravatar: ropow

Im Plural ist das ja noch harmlos.

Die entscheidende Verhunzung der Sprache findet doch erst bei bei der Genderschlacht um den Singular von „Rad Fahrende“ und „zu Fuß Gehende“ statt. Das Gemetzel versuche ich mir gar nicht erst vorzustellen…

Gravatar: t.r.

Kann mir jemand sage, wo genau das Schild steht?
Ich brauche das Bild (Foto) für meinen Schulunterricht...

Gravatar: Ede Wachsam

Ich halte es da mit Obelix, etwas abgewandelt: "Die Spinnen die Gendertussen!" Von den Weicheiern im Nadelstreifen redet Obelix nicht, denn zu seiner Zeit gab es die offenbar noch nicht. Also Weicheier, dass sind diese Gegenderten die immer sofort schön Männchen machen, wenn seine Domina das Stöckchen hebt. Wie sagte noch Albert Einstein so treffend? Ich weiß dass die menschliche Dummheit Grenzenlos ist, beim Univrsum bin ich mir da nicht so sicher.

Gravatar: Catilina

Das eröffnet doch ganz neue Möglichkeiten, wie statt "Sprachverhunzer" "Radebrechende", oder statt "bildungsferne Buchstabenklauber" "ideologieverseuchte Wichtigtuende".
Oder statt "nützliche Idioten" "unterwürfig Vorauseilende".

Gravatar: Emmanuel Precht

Und correct soll es fortan heißen: "Rasistinnen bzw Rassitierende".
Wohlan...

Gravatar: Heinz

Es ist doch eigentlich ganz einfach.
Wenn man etwas nicht will, was einem eindiktiert werden soll, so macht man es einfach nicht mit.
So wie ich nicht bewußt von der sog. neuen Rechtschreibung keinen Gebrauch mache, so kann man diese idiotische Spachverbiegung ignorieren.

Aufgehängte Schilder werden mitunter einfach "verändert".

Gravatar: karli

Sie haben recht: "Das ist das Ziel!"

Umerziehung, und sie funktioniert!
Erstaunlich gut!
Erstaunlich schnell!

Eine "Deutsche Kultur" ist nicht feststellbar hatte die "Nah-Ost-Beauftragte" unserer großen Volkspartei verlauten lassen.
Vielleicht hatte sie sogar recht?

Gravatar: Dirk S

Bei mir im Zug hängt ein Schild, man möge den Bereich für "Rollstuhlfahrende" freihalten. Was das heißen soll, ist klar und natürlich macht man da für einen Rollstuhlfahrer Platz.
Nur, und jetzt kommt die Sprache ins Spiel, fordert das Schild nur dazu auf, den Platz für Rollstuhlfahrer frei zu halten, die ihren Rollstuhl selbst bewegen, denn nur die fahren Rollstuhl, sind also "Rollstuhlfahrende" (Aktiv). Rollstuhlfahrer, die geschoben werden, also passiv unterwegs sind, sind keine "Fahrende", sondern allenfalls "Geschobene", für die man, nach Worten des Schildes, den Platz nicht freihalten braucht.

Und einen noch größeren Bock haben bei der Umschreibung der STVO geschossen, denn nun gibt es ein Konstellation, bei der das Handytelefonieren am Steuer nicht verboten ist (§ 23(1a) StVO): Man startet den Anruf bei ausgeschalteten Motor (wer eine Start-Stopp-Automatik hat, macht das an der Ampel), klemmt sich das Gerät ins Kopftuch, startet dann und fährt los. Solange man das Handy nicht in die Hand nimmt, ist das legal, selbst wenn man seine Birne verdrehen muss, um das Handy zwischen Ohrmuschel und Schulterpolster zu halten. Es macht eben einen Unterschied, ob jemand "ein Fahrzeug führt" oder "Fahrzeugführer" ist.

So was hat nichts mehr mit Sprachverhunzung zu tun, das ist nur noch gemeingefährlicher Unsinn. Ich ware auf den Tag, an dem es nach Umschreibung des StGB eine legale Möglichkeit des Mordens gibt. Mal sehen, ob dann das Volk aufwacht.

Feierabendliche Grüße,

Dirk S

Gravatar: Karl Brenner

Man will zeigen, dass man selbst auch die Sprache unter Kontrolle hat. Es ist eine Herrschaftsgeste. Man sollte das einfach ignorieren und so weiter reden wie man es gewohnt ist

Gravatar: Ede Wachsam

Also ist die Fatima Roth eine Rassisitin, wenn Sie hinter Bannern mit der Aufschrift "Deutschland verrecke" u. Schlimmeren Aufschriften hinterherläuft? Hab ich's mir doch gedacht. Ach ist das aufregend.

Gravatar: Britta

An manchen Schulen wird bereits türkisch als Zweit-
sprache angeboten, gelegentlich auch arabisch.
Eigentlich ist hier bei uns im schönen Deutschland
Englisch die Zweitsprache.

Was mich hier bei uns auch stört,die Verabschiedung
vieler Menschen auf italienisch. Sie wissen dieses
Ciao, (Tschau) das höre ich auch hier im hohen Norden
jeden Tag, in der Regel beim Einkauf. Und es geht mir
tierisch auf den Geist.
Und leider muss ich befürchten, dass sich die Leute
irgendwann auf türkisch verabschieden oder begrüßen.

Für heute sag ich ADE.

Gravatar: Adorján Kovács

@t.r.
Es handelt sich um eine elektronische Tafel an der AB 648 / Theodor-Heuss-Allee, wenn man Richtung Messe nach Frankfurt am Main hineinfährt.

Gravatar: R o d a g o n

"Der Taxi Fahrende" ... ist das jetzt der Taxifahrer oder der Fahrgast?

Der Irrsinn kennt keine Grenzen - so wie das BRD Regime.

Gravatar: Mathias B.

@Hand Meier
"Was mich stört ist, diese Wortklauberei, denn es gibt.." und "..Fehler frei.." sind Zitate aus Ihrem Text.
Inhaltlich gehe ich mit Ihnen, klar. Nur haben Sie sich eben auch kleine, aber doch Fehler, geleistet.
Das Komma im ersten Teil gehört nach 'stört' gesetzt, das können Sie schon anhand der Satzmelodie hören.
Beim "Fehler frei" handelt es sich um Satire? Wenn nicht, ist auch das falsch. Soviel zu Sprachkompetenz. Ich hoffe, Sie verzeihen mir. Beste Grüsse

Gravatar: Wolfgang Adler

So lange im gesprochenen Wort (nicht nur..) der Jugend in jedem fünften Satz das Wort ""geil"" vorkommt, bin ich noch einigermaßen zufrieden! Denn die Verwahrlosung
unserer Sprache geht auch hiermit schon lange einher.

Gravatar: E. Ludwig

@Dirk S

Zitat: Ich ware auf den Tag, an dem es nach Umschreibung des StGB eine legale Möglichkeit des Mordens gibt. Mal sehen, ob dann das Volk aufwacht.

Lieber Dirk S.,
Vielleicht warten Sie vergebens, denn unser früherer Justizminister Heiko Maas wollte den Straftatbestand Mord ja abschaffen mit der Begründung, die Nationalsozialisten (Nazis) hätten ihn ja eingeführt, so zu hören in einer Maischberger Talkshow.

Süffisante Grüße
E. Ludwig

Gravatar: Regina Ott

Die Verblödung sogenannter Intelektueller schreitet fort. Besonders ist dies bei unseren Berufspolitikern zu beobachten. Die neueste Schöpfung: Kinder und Kinderinnen. Dabei wird mir buchstäblich übel! Aber so läuft es eben im Land der Migrantenkanzlerin....

Ein weiteres Kapitel, wie unsere Sprache verhunzt wird, das ist der Deppenapostroph, den auch schon manche Politiker verwenden. Beispiel: PKW´s....Dümmer gehts nimmer!

Gravatar: Christa Hergeth

Regina Ott, stimme Ihnen beim Deppenapostroph zu, aber manchmal muss das Häkchen doch gesetzt werden, z.B. bei geht's!

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