USA und der "Westen": Too big to fail?

In der amerikanischen Medienwelt werden seit Monaten die Riemen angeschmissen und die Temperaturen auf mediale Siedehitze gebracht. Wer sich eine Vorstellung davon machen will, wie Staatschefs der Länder, die im amerikanischen Interesse entweder beseitigt oder auf Vordermann gebracht werden müssen, fertiggemacht werden, sollte sich seit Monaten ansehen, wie auf CNN und auch auf BBC mit dem noch im Amt befindlichen US-Präsidenten Donald Trump umgesprungen wird.

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In der amerikanischen Medienwelt werden seit Monaten die Riemen angeschmissen und die Temperaturen auf mediale Siedehitze gebracht. Wer sich eine Vorstellung davon machen will, wie Staatschefs der Länder, die im amerikanischen Interesse entweder beseitigt oder auf Vordermann gebracht werden müssen, fertiggemacht werden, sollte sich seit Monaten ansehen, wie auf CNN und auch auf BBC mit dem noch im Amt befindlichen US-Präsidenten Donald Trump umgesprungen wird. Aus der Munitionskiste möglicher Vorwürfe gegen ihn bleibt wenig ungenutzt. Die Art und Weise, wie unisono gegen Trump gegeifert wird, erfüllt den Tatbestand eines "publizistischen Standgerichts gegen den gewählten Präsidenten". Die einst bei uns so gefeierten Medien sind am Endpunkt ihres Ansehens angekommen. Nach staatlich verordneter Publikation von fake news zur Begründung von Kriegen im US-Interesse und der Förderung von "hate speech" ist man jetzt gegen Trump bei "hate news" angekommen. Der Weg der "Main Stream"-Presse führt diese Form von Presse ad absurdum. War sie ehemals dazu auserkoren, dem Staatsbürgr zu einer eigenen Meinung zu verhelfen, sieht sie heute ihre Aufgabe darin, dem  Konsumenten eine Meinung vorzuschreiben. Das ist jeden Tag auf CNN und leider auch gegen Trump auf BBC zu bewundern. Dabei ist man gut beraten, im Haus die Rolladen herunterzulassen, wenn man CNN hört und sieht. Bei dem Gegeifere und der sich überbietenden Lautstärke in der Auseinandersetzung mit dem Präsidenten würden sonst die  Nachbarn zusammenlaufen.

Ist Trump der Sargnagel für die USA?


Sollte man eigentlich nicht annehmen. Es war Trump, der für eine historische Sekunde in Aussicht stellte, mit der Russischen Föderation nach den anerkannten Regeln des Völkerrechts die beiderseitigen Beziehungen zu gestalten. Den CNN, McCain und Soros dieser Welt war es vorbehalten, das amerikanische Kriegsestablisment dagegen in Stellung zu bringen. Gegen diese Übelegung spricht auch nicht der Umstand, daß Äußerungen des neugewählten amerikanischen Präsidenten Trump gegenüber anderen Staaten wie Iran und China etwas anderes nahezulegen schienen. Wenn man  vom Balkan und Osteuropa über den Nahen und Mittleren Osten, Iran und Afghanistan, von Nordkorea und China mit Taiwan ganz zu schweigen, alle Krisenherde durchgeht, kommt es auf  Rußland ebenso an wie auf China und andere. Die Rechnung, die da aufgemacht wurde, war einleuchtend. Konfliktregelung auf allen diesen Feldern oder die Gewißheit, diese Konflikte alle auskämpfen zu müssen. Außer Unterstellungen infamer Art, die seit dem Staatsstreich in der Ukraine gegen die Russische Föderation zur Begründung eigener aggressiver Absichten seitens des Westens gegen Moskau vorgebracht worden sind, spricht nichts gegen die erklärte Bereitschaft der Russischen Föderation und ihres Präsidenten, genau diesen Überlegungen auf friedliche Konfliktbeilegung zu entsprechen. Das Aufscheinen eines Konfliktes auf der koreanischen Halbinsel in den letzten Monaten hat eines deutlich gemacht. Die USA werden von einem Habenichts in einer Weise herausgefordert, daß sie in ihrer Substanz bedroht sind. Wer, wie der als Trump-Gegner ausgewiesene republikanische Senator Graham, leichtfertig über die Vernichtung eines ganzen Volkes spricht und das Nordkorea in Aussicht stellt, muß in Rechnung stellen, daß er keine Verbündeten sondern nur noch Zwangsmitglieder in seiner NATO hat.

Überlegenheitsfanatiker und andere Nazis auf amerikanischen Straßen


Es können in Europa nur diejenigen empört-überrascht tun, was die Ereignisse in Charlttesville, Virginia, anbetrifft, die seit Jahren Augen und Ohren davor verschließen, was sich in den USA wirklich abspielt. Der Rassismus blüht und anti-semitische Vorfälle haben seit langem Rekordniveau. In eine solche Situation hinein und kurz nach dem Todesfall in Charlottesville formuliert der amerikanische Präsident Sätze, die auf die Gefahren hinweisen, wenn man die haufenweise vorhandenen Gründungsmythen der USA sich ansieht. Natürlich waren George Washington und Thomas Jefferson Sklavenhalter. In diesen Tagen hat ein angesehener Bürgerrechtler in den Kommentarsendungen auf CNN darauf hingewiesen, wie sehr die  heutigen USA eine "post-Völkermordgesellschaft" sein würden. Unwidersprochen hat er nicht nur auf die Vernichtung der Ureinwohner auf dem heutigen Gebiet der USA hingewiesen und auf die Tatsache, das sich die amerikanische Gesellschaft darüber hinwegheuchelt. Ist es fair, auf George Washington als Sklavenhalter seitens der Nordstaaten-Yankees hinzuweisen? Diejenigen, die heute mit Nazi-Flaggen über amerikanische Straßen pöbeln, berufen sich doch auf das aus England stammende Yankee-Konzept von der "Überlegenheit der angelsächsischen Rasse". Das kommt uns historisch bekannt vor. Über die gezielt vom Kriegsausbruch über Versailles betriebene Zerstörung  moderner mitteleuropäischer  Staaten wie Österreich-Ungarn und Deutschland hat man die Saaten des nicht nur des Rassenwahns  in Berlin und Wien gelegt, wie sie heute auf amerikanischen Straßen demonstriert werden. Oder, wie ist die Rolle des damaligen amerikanischen Militärattaches im Berlin der zwanziger Jahre zu verstehen, dem die Anschubfinanzierung eines gewissen Adolf Hitler publizistsisch nachgesagt wird? Wenn man den Weg der eigenen Geschichte betrachtet, muß einem das, was sich heute in Amerika abspielt, Schrecken einjagen. In allen Staaten auf diesem Globus wird man sich genau ansehen, wie die amerikanische Gesellschaft dabei ist, sich selbst zu zerlegen. Da hat sich soviel angestaut, daß niemand von Trump Wunder erwarten kann. Was bleibt übrig? Die Antwort haben die Vereinigten Stabschefs der Streitkräfte der USA in diesen Tagen gegeben. Sie stehen zu Recht und Gesetz. Wenn man sich die Führungspositionen in Washington derzeit ansieht, wird gerade die zivile Kontrolle des Militärs auf die militärische Kontrolle des politischen Gemeinwesens umgestellt. Damit sich daran nichts ändert, hat bereits Präsident Obama den Finanzrahmen für den militärischen Bereich im NATO-Rahmen auf eine zweiprozentige Steigerung der Militärausgaben erhöht. Von der ehemaligen Wertegemeinschaft "NATO" bleibt nur noch die Zwangsmitgliedschaft einer Vasallentruppe im Interesse des amerikanischen Militärs übrig.

Willy Wimmer, Jüchen



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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: R. Avis

Man könnte meinen, die "vierte Macht im Staat", also Presse, Funk und Fernsehen, sei inzwischen die Einzige, und von Gewaltenteilung keine Rede mehr.
Tatsächlich ist die Demokratie an ihrem Ende angelangt: statt Dialog ist die herrschende Meinung zur Doktrin erhoben worden, der man ebensowenig widersprechen darf wie im Mittelalter der Heiligen Römischen Kirche. Nur, die kirchliche Doktrin ist ein Ergebnis langer Debatten und großer Konzile, von denen es auch Protokolle gibt.
Heutzutage weiß niemand, wie und wo das ausgehandelt wird, was wir alle gefälligst zu sagen und zu "glauben" haben; noch wissen wir, wer und in wessen Auftrag das alles ausgeheckt hat. Natürlich gibt es Schriftstücke wie Thomas Barnett's "New World Order", den Houton-Plan, den ominösen Kalergi-Plan; es gab im Laufe der Geschichte immer wieder abstruse Versuche, den natürlichen Umbau einer Gesellschaft gewaltsam zu erzwingen oder zu beschleunigen. Beispiele wie die französche Revolution, die von der Hauptstadt aus in alle Landesteile getragen wurde, wo die arglose Bevölkerung den Delegierten zur Begrüßung entgegenzog um dann mit unvorstellbarer Grausamkeit niedergemetzelt zu werden; die sinnlose Ermordung der Zarenfamilie als Beispiel für die vielen Millionen Tote bei der Russischen Revolution, bieten ein erschreckendes Bild: der psychotische Blutrausch derer, die Macht erlangen ohne legitimiert zu sein.
Was gerade in den USA abläuft ist nichts weniger als ein versuchter Staatsstreich. Ein aus undurchsichtigen Quellen finanzierter Mob zerschlägt Identität und Geschichte der ersten wirklich freiheitlichen Demokratie. Es ist erst einmal nebensächlich, wer dahintersteckt. Es ist nicht einmal sicher, ob das alles nur von einer Seite orchestriert wurde oder ob da nicht ebenfalls Richtungskämpfe hinter den Kulissen laufen. Wie auch immer, es wird blutig enden.
Die Anfänge des Ganzen liegen schon Jahre zurück. Wie mit Hitlers berühmter "Salamitaktik" wurde das amerikanische Selbstverständnis ausgehöhlt. Die Geheimdienste entwickelten sich zu einem Staat im Staat; der jeweils gewählte Präsident bekam ein "Angebot das er nicht ablehnen konnte". Der letzte, der das Spiel nicht mitmachen wolte, war J.F. Kennedy.
Nun erhebt sich für mich die große Frage: Wem nützt das alles? Diejenigen, welche diesen Umsturz finanzieren, sind so reich, daß man ihnen keine Geldgier vorwerfen kann. Es sind in Wesentlichen Personen weißer Hautfarbe, die dafür sorgen wollen, daß der weiße Anteil der Weltbevölkerung verschwindet. Dieser macht zur Zeit etwa zehn (10) % aus und es ist ein Märchen, daß diese Personengruppe besonders privilegiert oder besonders wohlhabend ist. Aber das ist natürlich relativ: diese Personengruppe hat es geschafft, sich unter schlechten Umweltbedingungen (kalte Winter, kurze Vegetationszeit) zu behaupten und sogar einen höheren Lebensstandard zu erreichen. Sie werden verteufelt, trotzdem wollen alle anderen an diesem Standard teilhaben.
Was Kriege und Gewalt nicht geschafft haben, besorgt nun die innere Zersetzung: Fakten werden manipuliert, Lehrmeinungen verändert, die Bevölkerung gegeneinander aufgehetzt und Randgruppen bekommen soviel Aufmerksamkeit und so viele Zugeständnisse, daß ein entspannter Umgang miteinander nicht mehr möglich ist.
Eine Hoffnung bleibt: unter einer Präsidentin Clinton hätte sich dieser Prozeß unterschwellig vollzogen und wäre nicht mehr umkehrbar gewesen. Präsident Trump war in dieser Strategie nicht vorgesehen, deswegen zeigt der innere Feind jetzt endlich sein wahres Gesicht: der "Westen" soll durch eine Art gesellschaftlicher Lobotomie dazu gebracht werden, sich selbst zu zerstören. Aber noch sind wir in der Lage, dagegen anzukämpfen.

Gravatar: Unmensch

Der Machtmissbrauch der alten Medien hat zur Folge, dass diese immer unerträglicher werden, und die vernünftigen Leute sich nach Alternativen umsehen müssen. Leider gibt es aber auch viele unvernünftige, die sich dem medialen Machtrausch anschliessen...

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Wer sich eine Vorstellung davon machen will, wie Staatschefs der Länder, die im amerikanischen Interesse entweder beseitigt oder auf Vordermann gebracht werden müssen, fertiggemacht werden, sollte sich seit Monaten ansehen, wie auf CNN und auch auf BBC mit dem noch im Amt befindlichen US-Präsidenten Donald Trump umgesprungen wird.“

Betrachte ich mir aber, wer diese Merkel ist, was sie wirklich war http://www.chronik-berlin.de/news/merkel.htm und lese jetzt, dass sie in verschiedenen Interviews behauptete, „sie habe zu Beginn der 1980er Jahre die Politik des Westens begrüßt. Es war die Zeit des Wettrüstens, der damalige US-Präsident Ronald Reagan trieb den Rüstungswettlauf sogar noch mit einem Weltraumprogramm voran“ – dann stellt sich auch mir die Frage: „Kann ich zum einen FDJ-Beauftragte für Agitation und Propaganda sein und gleichzeitig mit der Politik des Westens sympathisieren? Schließlich fürchteten die Menschen in der DDR die atomare Bedrohung durch die vielen am Eisernen Vorhang stationierten Atomwaffen ebenso wie die Friedensbewegungen im Westen. Ein Moderator des ostdeutschen Senders MDR sagte mir dieser Tage dazu, Merkels Aussage, als FDJ-Sekretärin die Rüstungspolitik des Westen begrüßt zu haben, sei halt „real-existierende Schizophrenie“ gewesen“.
http://www.geolitico.de/2013/05/19/wer-wissen-will-wer-merkel-ist-sollte-ihre-forderer-kennen/

Nun, auch ich empfinde bei dieser Merkel, dass sie unter „real-existierender Schizophrenie“ leidet!!!

Wenn aber mit dem noch im Amt befindlichen US-Präsidenten Donald Trump wie beschrieben umgesprungen wird:

Sollte man dies mit dieser Merkel nicht auch zumindest so lange, bis sie sich ihr scheinbares Gebrechen erfolgreich behandeln ließ?

Oder stellte sie die CDU auch aus dem Grunde erneut als Kanzlerkandidatin auf, weil man sich bei ihr z.B. auch der Rückkehr des deutschen Militarismus sogar nach Afrika sicher sein kann??? https://www.wsws.org/de/articles/2016/10/11/bund-o11.html

Gravatar: Michel ut Jasmund

Wimmers Beitrag scheint zutreffend zu sein, auch die Kommentare dazu. Herr Beyer bescheinigt Merkel der „real-existierende Schizophrenie“. Mag sein, dass es so ist. Ich sehe im Verhalten dieser unsäglichen Frau eine "real-existierende Lüge". Meine Erfahrungen aus der DDR-Zeit sehen anders aus. Ein SED- oder FDJ-Funktionär konnte keine so zur SED-Doktrin abweichende Meinung haben, sonnst wäre er erst gar nicht in diese Position gekommen. Und wo hat sie (Merkel) diese Abweichung verlautbaren können?
Nun zu Trump: Es ist wahr, er wird von allen Seiten der westlichen Medien mit allen Mittel beschossen. Angefangen mit Richtigstellungen, was beim sprunghaften Charakter dieses Mannes auch leicht ist, bis hin zum Werfen von Sch ... , äh Kot.
Wenn man sich die oftmals irrationalen Handlungen Trumps ansieht, kommt einen der Verdacht auf, dass dieser entweder ein Dilettant oder ein Idiot ist. Leider tendiere ich zur letzteren Wahrscheinlichkeit. Sein einziger Verdienst war es, Clinton zu verhindern. Ich hoffe nur, dass er die Welt in keinen Atomkrieg stürzt!

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