Trump und seine? Worte

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Es ist nun nicht ganz raus ob Trump "shithole" gesagt hat oder nicht. Ich habe dazu eine Frage

Wie wäre die Reaktion auf eine "Dreckloch-kommentar" von Herrn Trump ausgefallen, wenn er gesagt haben sollte - die korruptesten Länder der Erde? http://www.laenderdaten.de/indizes/cpi.aspx

Was anderes als ein Dreckloch ist so ein Land für einen Nichtstaatsangestellten?

Man könnte Trump und/aber auch die westlichen Politiker durchaus fragen: Wie kommt es, daß in diese korruptesten Länder weltweit noch Entwicklungshilfe geleistet wird? Man kann auch Fragen, warum sollte man kein Problem damit haben, wenn Leute die Korruption "gewohnt" sind in ein Land kommen, wo Korruption doch noch eher verpönt ist? 

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: ropow

Egal, wie er es formuliert hat, die einzig passende Antwort darauf ist diese hier:

„Persönlich hoffe ich, dass er diesen Ausdruck benutzt hat, ich denke, es zeigt eine Offenheit, eine Bereitschaft zu einer Gesprächskultur, die nicht durch politische Korrektheit beschönigt wird … Vergessen wir nicht, dass die OECD jedes Jahr eine Statistik herausgibt, die Vereinten Nationen, Transparency International, alle diese Korruptionsindizes, die jedes Jahr Statistiken veröffentlichen zeigen, dass es eine Handvoll Länder auf der Welt gibt, die ziemlich schlecht dastehen ... Sie sind Shitholes, das ist so. Um das kommt man nicht herum.

Und er sagt nicht, dass sie so sind, weil es da schlechte Menschen gibt oder so etwas ... es gibt Länder, in denen Sie und ich nicht in Urlaub fahren möchten ... es sollte für jeden schockierend sein, dass es derart schreckliche Orte auf der Welt überhaupt gibt, schrecklich für die Menschen, die dort leben und anstatt sich über den Begriff aufzuregen, müssen wir uns vielleicht fragen, warum Haiti in einer solch schlimmen Situation ist …

London ist die (pro Kopf) Säureattacken-Hauptstadt der Welt, wo es im letzten Jahr auch noch sprunghaft angestiegene Messerverbrechen, sprunghaft angestiegene Einbrüche, sprunghaft angestiegene Vergewaltigungen, sprunghaft angestiegene Jugendmorde gegeben hat - und Sadiq Khan scheint sich mehr mit Staatsangelegenheiten zu beschäftigen für die er nicht gewählt wurde, als die Situation der Kriminalität in London tatsächlich zu lösen.

Und die ist galoppierend. Und ich muss das sagen und Sie werden mich dafür entschuldigen, dass ich da unhöflich bin, aber Medien wie Sky News und die BBC und all die besten und klügsten Journalisten des Landes decken das nicht ab.

Wissen Sie, wie viel mehr Morde unter Jugendlichen es in London im letzten Jahr gegeben hat, haben Sie Ihren Zuschauern gesagt, dass es 70% sind? Haben Sie sich den Kriminalbericht vom Bürgermeister oder von der Polizei vom 12. Dezember angeschaut - sehen Sie sich das an - in fast jedem einzelner Bereich von 42 - nur in vier von ihnen, in vier Kategorien ist das Verbrechen zurückgegangen, in jedem anderen Bereich stieg die Kriminalitätsrate in London um zweistellige Prozentsätze, also wissen Sie was, um einen Ausdruck von Donald Trump zu verwenden, London verwandelt sich unter Sadiq Khan in ein Shithole,“

Raheem Kassam (Breitbart London) vs Gamal Fahnbulleh (Sky News), im Original:

https://www.youtube.com/watch?v=KBMoQRaQ-GY

Gravatar: Marc Hofmann

Trump hat Erfolge vorzuweisen. Energiewende wurde abgesagt...Energie wird Billiger und die Rohstoffverwertung damit auch. Das werden die Menschen in den USA spüren und zwar POSITIV. Auch die Steuerreform ist ein Erfolg...auch dieser Erfolg wird POSITIVE Auswirkungen auf die US Gesellschaft haben.

Und wenn jetzt diese Grün-Linke Gesinnungspresse in den USA und Deutschland wegen eines Wortes wie "Drecksloch" herum hackt und Trump Rassismus vorwirft, dann hilft das Trump eher als es ihm schadet. Ein "Drecksloch" ist eben ein "Drecksloch"...aber billige Energie (eine CO2- und Kernenergie Gesellschaft) und eine Steuerreform (Subventionsabbau und Entbürokratisierung) sind halt für den US Bürger von POSITIVER Bedeutung und das wird ein "Drecksloch" auch nichts daran ändern.

Gravatar: Ambiorix

Leg Dich mit der Scientology an: und Du hast einen harten Gegner. Trump hat sich gegen Clinton durch gesetzt. Sie war nicht Mitglied. Hat diese Vereinigung aber unterstützt. Jetzt kippen diese Leute täglich einen Eimer Scheisse über dem Präsidenten aus. Sie reichen jedoch nur bis an die Kante seiner Schuhsohlen heran. Dieser Mann mit deutschen Wurzeln ist größer und stärker. Kurz über die Fußmatte, und weiter geht's. Leider gibt es in Deutschland nur Bosse mit dickem Portemonnaie, ohne Ambitionen.

Gravatar: Hajo

Heute ist es üblich aus übergeordneten Gründen, Tatsachen nicht mehr zu benennen und Trump mach lediglich das Gegenteil und das paßt natürlich der gesamten Linken dieser Welt überhaupt nicht und deshalb dieser Aufschrei. Wer Lateinamerika und Zentralafrika durch Geschäftsreisen kennt, der weiß, daß Trump recht hat und eigenlich müßte man dort dafür sorgen, daß die korrupten Regierungen zum Teufel gejagt werden, denn deren Bestrebungen liegen nur in der eigenen Bereicherung und ihre Bürger müssen zum Teil in übelsten Verhältnissen leben. Auch die Kirchen müßten es durch ihre Missionsarbeit wissen und mit ihrer Entrüstung gegen Trump helfen sie der falschen Seite und das ist der eigentlche Skandal. Im übrigen sind einige europäische Länder auch heute noch fest dabei, viele afrikanische Staaten regelrecht auszupressen und zwar in dreistelliger Milliardenhöhe pro Jahr, indem sie sich an deren Resourcen und ihren Erträgen vergreifen und zur Armut mit beitragen. Das ist alles eine riesige Sauerei und Trump hat recht, wenn er sich vielleicht auch in der Wortwahl vergriffen hat, aber es ändert nichts an der Tatsache, daß es dort noch Verhältnisse gibt, die man aus unserer Sicht garnicht mehr beschreiben kann.

Gravatar: Dirk S

Zitat:"Wie wäre die Reaktion auf eine "Dreckloch-kommentar" von Herrn Trump ausgefallen, wenn er gesagt haben sollte - die korruptesten Länder der Erde?"

Genau gleich. Es geht nicht um Wahrheiten, sondern ums Empören. Dass Senatoren, also angeblich "würdevolle" Polititiker (ein Widerspruch in sich), unwichtige Nebensächlichkeiten durchstechen, um dem gewählten Staatsoberhaupt ans Bein zu unrinieren, wird hingegen nicht thematisiert.
Ich würde mir als US-Wähler echt die Frage stellen, ob man den Senat nicht dicht machen kann. Scheint ja nicht so, als wenn die da viel zu tun haben und dies Wenige verantwortungsbewusst erledigen. Das können die Bürger per Volksabstimmung auf Bundesebene auch, wenn nicht sogar viel besser.

Zitat:"Was anderes als ein Dreckloch ist so ein Land für einen Nichtstaatsangestellten?"

Donald hätte es natürlich diplomatischer ausdrücken können. Mit "Failed State" z.B.

Zitat:"Wie kommt es, daß in diese korruptesten Länder weltweit noch Entwicklungshilfe geleistet wird?"

Weil man so viele Produkte und Dienstleistungen der heimischen Industrie per Korruption ins Ausland vertickern kann. Welchen Sinn ergibt ein modernes Krankenhaus im Busch, vor allem wenn sich der bespendete Staat nicht den Diesel (der nach einem Jahr alle ist) für den Generator leisten kann? Keinen, es sei denn, man möchte als Entwicklungshelfer die heimische Wirtschaft fördern.
Und die Entwicklungshilfe ist voll mit solchen Vergängen.

Zitat:"Man kann auch Fragen, warum sollte man kein Problem damit haben, wenn Leute die Korruption "gewohnt" sind in ein Land kommen, wo Korruption doch noch eher verpönt ist?"

Ich pflege immer zu sagen: Es gibt überall Korruption. Korruption ist menschlich und im menschlichen Verhalten abgelegt. Man sorgt eben für die Seinen, auf vielen Wegen.
Nur ist die Art der Korruption von Land zu Land verschieden, in Ländern mit hohem Korruptionsindex ist sie offen und alltäglich (so wie in GR, wo man ohne Fakelaki nicht mal einen Arzttermin bekommt), in anderen Ländern versteckt und institutionalisiert (wie in DE).
Um mal im Lande zu bleiben: Die deutsche Korruption besteht zum einen aus der Parteienprotegierung, ab einer bestimmten Besoldungsstufe geht beim Staat nichts ohne Parteibuch und natürlich im "Wechsel" von "verdienten Politikern" in die Industrie. Dass die Politiker schon vorher bei der Auftragsvergabe dafür gesorgt haben, dass nur bestimmt Unternehmen die Aufräge bekommen, ist Teil der Sache. (Und wie läuft das? Ganz einfach: Der Staat zahlt seine Rechnungen so spät, dass kleinere Anbieter diese Zeitspanne wirtschaftlich nicht überstehen können. Also treten nur die Großen, die das können, in den Bieterwettbewerb ein. Und da gibt es pro Bereich nur ein oder zwei.) Und dann hätten wir noch Gas-Gerd. Und die niedersächsische VW-Vertretung in Hannover. Und die von Daimler in Stuttgart. Und und und....

Und um auf die Frage zurück zu kommen: Was die Korruptionsfront betrifft, da ist es egal. Das ist aber auch nicht das Problem. Die Leute scheitern aus anderen Gründen und die sind bekannt. Nur werden die gerne ignoriert.

Saubergelochte Grüße,

Dirk S

Gravatar: Dirk S

@ ropow

Zitat: "also wissen Sie was, um einen Ausdruck von Donald Trump zu verwenden, London verwandelt sich unter Sadiq Khan in ein Shithole,“ "

Da liegen die Kollegen falsch: London ist ein SH und war das auch schon vor Khan, der macht das Loch nur tiefer, damit da noch mehr Shit reinpasst.

Die Londoner Polizisten sind die einzigen in England, die bewaffnet rumlaufen und das nicht nur mit einer Pistole, nein, die latschen auch mal mit einem G36 (bevorzugt mit der K-Variante) durch die Gegend. Und London stellt bei seiner Polizei schon seit Jahren nur noch Leute ein, die zuvor beim Militär und da in Spezialeinheiten waren. Und eine neue Herausforderung suchen.
London ist im Eimer, schon seit langem. Wenn man durch die verdreckten Straßen Nord-Londons läuft, dann merkt man das sofort. Und man merkt dort auch, wenn man in die Nähe einer U-Bahnstation kommt: Alles noch dreckiger, noch asozialer. SH ist für weite Teile Londons noch zu positiv.
Aber es scheint der Mehrheit der Londoner so zu gefallen und da haben sie sich mit Sadiq Khan genau den Richtigen gewählt, weil der nichts an dem derzeitigen Zustand dieser Failed City nichts ändern wird.

Zuschüttende Grüße,

Dirk S

Gravatar: FDominicus

Zur Korruption, es geht dabei niemals ums Sachen zwischen 2 Privaten sondern auf der einen Seite einen Staatsangestellten und auf der anderen Seite einen Privaten. In der Wirtschaft ist es die normale Arbeitsteilung, Korruption besteht immer darin die normale Arbeitsteilung auszuhebeln und Vorteile zu ergattern.

Ein Zitat von Ayn Rand bringt es zum Ausdruck:
"Geld ist das Barometer der Moral einer Gesellschaft. Wenn Sie sehen, daß Geschäfte nicht mehr freiwillig abgeschlossen werden, sondern unter Zwang, daß man, um produzieren zu können, die Genehmigung von Leuten braucht, die nichts produzieren, daß das Geld denen zufließt, die nicht mit Gütern, sondern mit Vergünstigungen handeln, daß Menschen durch Bestechung und Beziehungen reich werden, nicht durch Arbeit, daß die Gesetze Sie nicht vor diesen Leuten schützen, sondern diese Leute vor Ihnen, daß Korruption belohnt und Ehrlichkeit bestraft wird, dann wissen Sie, daß Ihre Gesellschaft vor dem Untergang steht."

Darum geht es bei Korruption. Wer bekommt sagen wir mal eine "Lizenz" mit welchem Recht hat das ein Staatsangestellter etwas zu "melden". Das ist Korruption..

Gravatar: ropow

@Dirk S

„London ist ein SH und war das auch schon vor Khan“

Diese Aussage ist zu subjektiv um hilfreich zu sein. Auch eine noch so präzise Definition hilft da nicht weiter, weil alle genannten Attribute nun mal im Auge jedes Betrachters anders liegen:

Shithole := An extremely dirty, shabby, or otherwise unpleasant place.

https://en.oxforddictionaries.com/definition/shithole

Die sicherlich spannende Frage „wann ist ein Hole ein Shithole“ kann also höchstens in den philosophischen Tiefen der Erkenntnistheorie beantwortet werden - aber Sie können ja immer noch eine Dissertation daraus machen. Danach diskutieren wir weiter über London.

@FDominicus

„Korruption besteht immer darin die normale Arbeitsteilung auszuhebeln und Vorteile zu ergattern.“

Jaaa - aber der Sinn der politischen EU ist doch gerade, diese Vorteile auch der Allgemeinheit zugute kommen zu lassen. Korruption ist nämlich eine teure Angelegenheit. Müßte man in jedem einzelnen Land Staatsangestellte schmieren, dann würde sie noch teurer und man hätte nicht einmal die Garantie, dass die Beamten/Politiker nicht mit nassen Fetzen aus ihren Ämtern gejagt werden, wenn das bekannt wird.

Im fernen Brüssel, wo sowieso kein Mensch weiß, was da eigentlich vor sich geht, müssen nur vergleichsweise wenige Bürokraten bestochen werden, damit Lobby-Interessen per Dekret in der ganzen EU durchgesetzt werden können. Das verringert die Kosten und die Waren werden billiger.

Letztlich dient das doch alles nur den Konsumenten.

Gravatar: Dirk S

@ ropow

Schon mal in London abseits von Touristen- und Buisness-Gegenden gewesen?

Tourismusfreie Grüße,

Dirk S

Gravatar: FDominicus

@ropow Sie haben recht, was ich Ihnen ja bestätigte. Nur ein bisschen kurzsichtig sind Sie doch. Ich meine, Sie schreiben EU-weit wird es "günstiger" nur was meinen Sie wie es weltweit wird. Und schauen Sie mal wer bei der UNO so das Wort führt, gerade auch was Israel und Frauen angeht....

Gravatar: ropow

@Dirk S

Man kann Wohnräume nicht nur nach dem Klo beurteilen. Erst wenn Sadiq Khan London in ein Wohnklo verwandelt hat, dann ist es egal wo Sie hinschauen.

@Dominicus

Jaja, contemplari et contemplata aliis tradere. Es kann aber nicht jeder Dominicus heißen und gleich das Heil der ganzen Welt zu seinem Arbeitsfeld machen.

Gravatar: FDominicus

Ich verstehe diese Behauptung so nicht. Sie selber schreiben doch es ist günstiger für die Lobbyisten größere pol. Gruppierungen zu bestechen und ich schreibe über die UNO was die erdweite größte ist. Warum soll ich das Heil der Welt zu meinem Arbeitsfeld machen? Mir reicht es schon völlig aus wenn ich von den Politikern in Ruhe gelassen werde.

Gravatar: ropow

@FDominicus

„Warum soll ich das Heil der Welt zu meinem Arbeitsfeld machen?“

Nomen est omen, nomen obligatur, ut sementem feceris, ita metes, oder was Ihnen sonst noch dazu einfällt:

http://deacademic.com/dic.nsf/heiligen/7884

Gravatar: FDominicus

Mit den Heiligen und "Großen" habe ich es nicht so. Und nö nur weil ich Dominicus heiße, habe ich noch lange keine Ambitionen irgendeinem anderen Dominicus nachzueifern

"ut sementem feceris, ita metes,"
Schön wär's.

Aber gut, kann man für Venezuela gerade durchaus "bewundern". Sozialisten gewählt, Armut geerntet als da kommt es hin. Bei uns wird es auch nicht anders sein, wie man "this time is different" durchaus entnehmen kann

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