Sexkunde oder Knast

Da er die Geldbuße nicht zahlen will, die ihm wegen des Schulversäumnisses seines Sohnes auferlegt wurde, mußte jetzt erneut ein Familienvater in Nordrhein-Westfalen (NRW) eine achttägige Erzwingungshaft antreten.

Veröffentlicht: | Kategorien: Blogs, Blogs - Empfohlen, Blogs - Politik, Blogs - Politik - Empfohlen, Sidebar - Empfohlene Blogs | Schlagworte: Akzeptanz sexueller Vielfalt, Armin Eckermann, Bildung, Bildungsplan 2015, Erzwingungshaft, Gabriel Stängle, NRW, Proteste, Schule, Schulpflicht, Schulunterricht zuhause e.V., Sexualkundeunterricht
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Am 7. April 2014 inhaftierte man Arthur Wiens, auch seiner Ehefrau droht ein Gefängnisaufenthalt. Das harsche Zwangsmittel beabsichtigt nicht so sehr, Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben und Rechnen für den Nachwuchs sicherzustellen. Durchgesetzt werden soll vielmehr schulische „Sexualerziehung“, die sich jedoch nur wenig von Sexkunde als enthemmtem Geschlechtsspaß unterscheidet. Derartige Sexkunde versuchte das Ehepaar – wie zahlreiche andere Eltern vor ihnen – durch Fernbleiben ihres Kindes vom Unterricht zu vermeiden. Erwartungsgemäß wurden die Eltern deshalb zu einem Bußgeld verurteilt, das sie aber nicht zahlten.

 

Den notorischen Versuch von Ämtern und Justiz, elterliche Überzeugungen bei der Kindererziehung durch Haftstrafen zu brechen, nennt der Rechtsanwalt Armin Eckermann „fundamentalistisch-radikalen Eifer“. Als Vorsitzender des Rechtsschutzvereins „Schulunterricht zuhause e.V.“ sieht Eckermann die „rücksichtslose und intolerante Zwangssexualisierung“ im größeren Zusammenhang eines „Sexualprogramms der 1968er Kultur- und Sexualrevolutionäre“:

Neuer Menschentyp für eine neue Gesellschaft

„Unter Mißachtung des Kindeswohls und geltender Gesetze setzt NRW eine der Vernunft widersprechende Sexualerziehung durch, die unter Zerstörung von Ehe und Familie darauf abzielt, einen neuen Menschentypus für eine neue Gesellschaft zu schaffen. Der Weg dahin verläuft über das Ausmerzen des christlich-abendländischen Sittlichkeits- und Moralverständnisses hin zum Ausleben eines von allen Schranken befreiten Sexualtriebes.“

Von NRW schlägt Eckermann den Bogen zu den jüngsten Protesten gegen das Vorhaben der grün-roten Landesregierung Baden-Württembergs, die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ zu einem Meta-Lehrziel sämtlicher Schulfächer zu machen. „Mit dem Bildungsplan 2015 will Ministerpräsident Winfried Kretschmann offenbar mit NRW (und auch Berlin) bezüglich der Sexualisierung und Umerziehung des Staatsvolkes gleichziehen. Die Familien und Bürger in Baden-Württemberg wehren sich gegen diese staatliche Umerziehung und zeigen Widerstand durch Petitionen und Demonstrationen.“

„Staatliche Sexualerziehung wird unterschätzt“

Immerhin mobilisierte eine vom Realschullehrer Gabriel Stängle auf den Weg gebrachtePetition über 200.000 Unterstützer gegen den aufgedrehten Sexkunde-Plan. Die daraus entstandene und davon begünstigte Bürgerinitiative für das Elternrecht an Schulen besitzt heute echte Kampagnenfähigkeit. Nach Einschätzung von Eckermann machen Eltern „nach fast fünzigjähriger indoktrinärer staatlicher Sexualerziehung deutlich, daß es ihnen nicht mehr egal ist, was der Staat ihre Kinder lehrt.“ Demnach lehnten Eltern es eindeutig ab, ihre Kinder in die sexuellen Überzeugungen geschlechtlicher Irrläufer einweisen zu lassen mit dem Ziel, diese in die eigenen Wertvorstellungen zu übernehmen. Den daraus entstehenden Schaden wollen sie nicht länger hinnehmen.

Schließlich führt Eckermann aus, wie es überhaupt zum Durchmarsch des Geschlechtlichen an den Schulen kommen konnte: „Die staatliche Sexualerziehung wurde und wird seit ihrer Einführung 1968 vom überwiegenden Teil der Eltern unterschätzt.“ Eltern wüßten meist nicht, womit ihre Kinder im schulischen Sexualkundeunterricht konfrontiert würden. Wann immer jedoch Eltern, die von dessen schädlicher Wirkung überzeugt wären, dagegen opponierten, würden sie als „Ewiggestrige“ abgetan. „Auf diese Weise konnte sich die staatliche Sexualerziehung im Laufe der Jahre hinter geschlossenen Klassentüren zu einer massiven ideologischen Indoktrination der Schüler im Sinne der Neomarxisten entwickeln und unsere Gesellschaft revolutionieren.“

 

Beitrag erschien auch auf: derblauebrief.net

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Gravatar: Karin Weber

Der Chef des Diskussionsforum www.weiberplage.de (Opfer des Gewaltschutzgesetzes) wurde von der Landesmedienanstalt (ein Herr Brautmeier) wegen eines von einem Troll hinterlassenen Kommentars in seinem Forum vor Gericht gezerrt und mit einer Geldstrafe belegt. Mit Verweis auf die Meinungsfreiheit verweigert er jedoch die Zahlung dieser Repressalie. Dafür droht ihm nun ebenfalls die Erzwingungshaft. Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass der Vater des Diskussionsforenbetreibers unter den Nazis aus fast gleichem Grund jahrelang im KZ gesessen hat. Über 80 Jahre später stellen wir fest: Es hat sich nichts geändert. Er wird also in den Knast einrücken und pro Tag für den Steuerzahler Kosten in Höhe von 111,00 Euro/Tag verursachen. Ich habe Respekt vor den Menschen, die sich einer solchen Diktatur nicht beugen. Wer sich hier in diesem Land nicht der Staatsmeinung beugt, gilt als Querulant und ist einem schonungslosen Gesinnungsterror ausgesetzt. Man leses sich zu dieser Tatsache nur mal diesen Beitrag durch und beachte die Argumentation der Staatsanwältin u. Richterin: http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Jobcenter-Mitarbeiter-als-Affen-beschimpft-Erbacher-erneut-verurteilt;art4329,2548559

Erschreckend! Wo leben wir denn mittlerweile wieder?

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