Pogrom und Stimmung

Oder: Warum es keine brennenden Kathedralen braucht, um besorgt zu sein.

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Zugegeben: Ich war zunächst auch überrascht. Darüber, dass das Wort „Pogrom“ in einer Beschreibung der medialen und öffentlichen Rezeption der Katholischen Kirche auftaucht. Ein Unwort im zeitgenössischen Diskurs, auch als Wortbestandteil. Noch dazu in einer Äußerung, die nicht in einem Ad hoc-Interview erfolgte, sondern in einer wohlbedachten Stellungnahme. Schließlich war es auch nicht irgendwer, der hier sprach, sondern der Präfekt der Glaubenskongregation, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller.

Pogrom „stammt aus dem Russischen und bedeutet übersetzt: Verwüstung, Zerstörung, Krawall“ (Wikipedia). Pogrome sind „gewaltsame Ausschreitungen gegen Menschen, die entweder einer abgrenzbaren gesellschaftlichen Gruppe angehören oder aber von den Tätern einer realen bzw. vermeintlichen gesellschaftlichen Gruppe zugeordnet werden“ (nochmal Wikipedia). Finden tatsächlich „gewaltsame Ausschreitungen“ gegen Katholiken statt? In Deutschland? „Verwüstung, Zerstörung, Krawall“? Abgesehen von Einzelfällen, von denen ich (auch aus eigener Erfahrung) berichten könnte, wird man wohl nicht sagen können, dass Katholiken in Deutschland widerfährt, was das Wort Pogrom zum Ausdruck bringt.

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Kommentare zum Artikel

Gravatar: Elmar Oberdörffer

Der Link zum Weiterlesen ist unbedingt zu empfehlen.
Eine sehr scharfsichtige und beunruhigende Analyse, Herr Bordat.

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