Plenum der Ökonomen zur Energiepolitik

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Beim von Bernd Lucke gegründeten Plenum der Ökonomen gab es eine “Neue Debatte zur Energiepolitik”, konkret zu der Frage “Ist ein Nebeneinander des Europäischen Emissionshandels und der Förderung erneuerbarer Energien sinnvoll? Der erarbeitete Abstimmungstext dazu gibt eine im Wesentlichen negative Antwort. Die Subventionierung bestimmter Formen der Energieerzeugung führt zu keiner zusätzlichen Emissionsreduktion über den Emissionshandel hinaus und ist nicht sinnvoll. Anders kann es sich bei der Forschungsförderung hinsichtlich regenerativer Energien oder auch besserer Speichertechnologien verhalten.

Nun will ich kein Spoiler sein und den ganzen Beschlusstext vorab als erster veröffentlichen. Doch mit dem letzten Satz habe ich Probleme, weshalb ich hier zu Diskussion stellen möchte, ob ich bis Freitag besser zustimmen oder mich enthalten soll. Es wird erst richtig darauf hingewiesen, dass nur ein kleiner Teil (8 %) des weltweiten Kohlendioxidausstoßes vom europäischen Emissionshandel erfasst wird. Doch die Folgerung daraus finde ich zu stark: “Insofern führt an weltweiten Vereinbarungen zur Reduktion des CO2 Ausstoßes kein Weg vorbei.” Das ist von vielen weiteren Voraussetzungen abhängig, die ich als Ökonom zu großen Teilen nicht beurteilen kann. Ökonomisch beurteilen kann ich jedoch, dass es sich hier gegebenenfalls um ein gigantisches globales Kollektivgutproblem handelt, für welches momentan keine Lösung absehbar ist. Wir vergeuden also allein in Deutschland eine Billionen Euro oder mehr für das EEG und andere energiepolitische Maßnahmen, die für die Umwelt und das Weltklima überhaupt nichts bringen.

Beitrag erschien zuerst auf: alexanderdilger.wordpress.com

Kommentare zum Artikel

Gravatar: MichaelW

Mich stört bei solchen Betrachtungen immer wieder, dass weltweit der anthropogene Anteil aller Treibhausgase nur zwischen 2% und 5% liegt. Damit operiert Deutschland mit all seinen CO2-Reduzierungsbemühungen irgendwo im einstelligen Promillebereich.

Gravatar: Elmar Oberdörffer

Frage: “Ist ein Nebeneinander des Europäischen Emissionshandels und der Förderung erneuerbarer Energien sinnvoll?” Antwort: Weder der Europäische noch sonst ein Emissionshandel ist sinnvoll, da CO2 kein Schadstoff, sondern einLebenswichtiges Spurengas ist und von ihm keine Gefährdung des Klimas ausgeht. Auch die Förderung erneuerbarer Energien ist nicht sinnvoll, da sie zu teuer sind und wegen ihrer Unstetigkeit für die Stromversorgung eines Industrielandes nicht geeigent sind.
Aussage AfD: “Insofern führt an weltweiten Vereinbarungen zur Reduktion des CO2 Ausstoßes kein Weg vorbei.” Es besteht überhaupt keine Notwendigkeit, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis für die Behauptung, daß das CO2 Ursache für eine Klimaerwärmung sei, es gibt im Gegenteil viele wissenschaftliche Studien, die das bestreiten. Die Ökonomen der AfD sollten sich diese Studien mal ansehen, bevor sie solche Aussagen in die Welt setzen. Auf www.eike-klima-energie.eu z.B. wird man fündig.
Dilger: "Ökonomisch beurteilen kann ich jedoch, dass es sich hier gegebenenfalls um ein gigantisches globales Kollektivgutproblem handelt, für welches momentan keine Lösung absehbar ist. Wir vergeuden also allein in Deutschland eine Billionen Euro oder mehr für das EEG und andere energiepolitische Maßnahmen, die für die Umwelt und das Weltklima überhaupt nichts bringen." Das ist richtig erkannt, und auch die anderen Ökonomen der AfD sollten in der Lage sein, das zu erkennen, nämlich daß es sich um eine ungeheure Vergeudung von Vermögen für nichts und wieder nichts handelt, und daß alle Maßnahmen zur sogenannten Klimarettung deshalb abzulehnen sind.

Gravatar: Michael Ziefle

Die AfD und die Energie. Mag ja ihre Kompetenz was den Euro betrifft überragend sein, doch von Energie glaube ich hat diese Partei wenig Sachverstand. Man setzt anscheinend in Deutschland immer mehr auf das Pferd der Kohlekraftwerke, nachdem ja hier Konsens sein Soll mit dem Abschalten der KKWs. Für mich ist das kein Konsens, mal in ein paar Jahren die Bevölkerung fragen. Man redet jetzt wie ein Klimaforscher, dass eben das CO2 ja eigentlich eine gute Sache wäre, nachdem man es lange Jahre verteufelt hat. Denke nur an die Auflagen bei den Heizungen! Strittig ist es immer noch. Aber geschenkt. Man macht sich aber noch mehr vom Ausland abhängig in dem man Kohle aus aller Welt kaufen muss, denn die Braunkohlevorkommen sind in Deutschland wohl auch endlich. Jetzt wird die Kohlekraft heilig geschrieben, da man ja einen Ausweg aus dem Dilemma sucht. Das ist so typisch Deutsch. Hat sich mal jemand Gedanken gemacht, was man mit 20 kg Uran oder Thorium zur Energiegewinnung anstellen kann und mit 20 kg Kohle. Übrigens verlassen bei den Kohlekraftwerken nicht nur das CO2 die Schornsteine, es ist bestimmt auch etwas Feinstaub dabei. Alleine 35 000 to NOx verlassen die Schornsteine der 14 Steinkohlekraftwerke und 21 500 to SOx von wegen nur Wasserdampf. 52 900 to CO2, aber das brauchen wir ja zum Atmen, wie es von Kohlekraftwerkbetreibern immer propagiert wird. Nur ins Bergwerk will hier in Deutschland niemand mehr. Radioaktivität ist an einem Kohlekraftwerk höher als an einem deutschen Kernkraftwerk, na, warum wohl, in der Kohle befinden sich Spuren von Uran und Thorium. Der Urangehalt von Asche kann höher sein als der von Uranerz.
Viele Schlaumeier hier in Deutschland. China verkauft jetzt Kernkraftwerke, die hat früher Siemens verkauft. So sieht es aus mit den Wirtschaftsweisen der AfD. Man kann stundenlang über die Volkswirschaft Deutschlands dozieren und was man mit seinen Einnahmen besser machen kann. Aber woher kommen denn die Einnahmen Deutschlands, aus dem noch Vorsprung in Sachen Technologie. Windräder und Solarzellen sowie Kohlekraftwerke sind keine anspruchsvollen Technologien. Deutschland ist immer noch führend in der Kernkraftforschung, siehe hier die Berichte über den Dual-Fluid-Reaktor. Auch die IV Reaktor Generation ist ein Fortschritt, allerdings gibt es da noch verschiedene Wege. Jedoch ist sicher, dass sich die durchsetzen die inhärent sicher sind, es also keine Kernschmelze mehr geben kann. Das haben die Chinesen vor einigen Jahren mit einer deutschen Entwicklung eindrucksvoll vor der Presse demonstriert, dem Kugelhaufenreaktor, oder besser dem HTR (Hochtemperaturreaktor). Hochgefahren den Reaktor bis zum geht nicht mehr und die Kühlung außer Kraft gesetzt und es ist nichts passiert. Auch das Endlager würde durch diese Technologien wegfallen, aber wer nicht mehr in dieser Technologie forscht, wird das Endlagerproblem nicht in den Griff bekommen, so einfach ist die Welt Herr Dr. Adam. Denn mit den neuen Reaktoren können alte Brennstäbe wieder verwendet werden, bis sie nur noch mittlere Strahlungswerte erreichen. Das müssten sie allerdings noch akzeptieren, 200 - 300 Jahre würde das dauern. Das ist die Zeit, die für den radioaktiven Müll aus Krankenhäusern auch veranschlagt wird. Diese neuen Kernreaktoren brauchen auch sehr viel weniger Uran oder Thorium, die genannten Erze sind noch für die nächsten zig Generationen vorhanden. Es soll wohl Minister geben, die dafür zuständig sind, aber das Wort Transmutation noch nie gehört haben. Vielleicht sollten sich in der AfD auch einige damit beschäftigen, doch ich vergaß, das solche Leute, die das Wissen in dieser Partei nicht zum Zuge kommen, wie z. B. der Dr. Keil.
Deshalb werde ich die AfD nicht mehr empfehlen.

Gravatar: Michael Ziefle

Sehr geehrter Herr Oberdörffer,
ich kann Ihnen das Buch zwar nicht!!! empfehlen, aber das macht deutlich warum man sich seine Wahlentscheidung am 22.9.2013 gut überlegen sollte.
"Kampf gegen die Natur: Der gefährliche Irrweg der Wissenschaft" von Konrad Adam.
Es reicht die Kurzbeschreibung zu lesen!

Gravatar: Elmar Oberdörffer

Ich habe mir den Link “Neue Debatte zur Energiepolitik” mal angesehen und darin weiter auch den Offenen Brief zum Europäischen Emissionshandel und den Artikel von Joachim Weimann in der Ökonomenstimme, und die Kommentare dazu. Was mich fassungslos macht: Nicht mit einem einzigen Wort wird von einem der klugen Ökonomen, von keinem einzigen, auch nur die Frage gestellt, ob die mit CO2-Vermeidung und Förderung "erneuerbarer" Energien einhergehende Politik zur Rettung des Weltklimas überhaupt sinnvoll ist, ob sie überhaupt möglich ist, ob sie überhaupt eine sachliche, wissenschaftlich begründete Grundlage hat. Die sogenannte "Klimapolitik" wird einfach so hingenommen, ja begrüßt, als hinge tatsächlich das Heil der Menschheit davon ab. Dabei kann jeder naturwissenschaftlich Gebildete zu der Erkenntnis kommen, daß das Weltklima (das gibt es überhaupt nicht, es gibt auf der Welt viele verschiedene Klimazonen mit jeweils eigenem Klima) kaum von menschlichen Aktivitäten, schon gar nicht von der Politik, abhängt, sondern auf höchst verwickelte Weise von der Sonne, der kosmischen Strahlung, und deren vielfältigen und längst noch nicht vollständig verstandenen Wechselwirkungen mit Atmosphäre, Ozeanen und Festland abhängt. Die klugen Ökonomen übernehmen einfach die Lüge vom CO2 als Schadstoff, obwohl ihnen bekannt sein müßte, daß CO2 ein lebensnotwendiges Spurengas ist, dessen Zunahme in der Atmosphäre, wodurch auch immer, das Gedeihen der Pflanzen fördert und die Ernteerträge steigert. Und diese klugen Ökonomen sind bereit, etwas völlig kontraökonomisches zuzulassen und zu fordern: eine ungeheure Verschwendung von Geld, und damit Ressourcen, für die Förderung der überteuerten und instabilen "erneuerbaren" Energien und für die Reduktion des CO2-Ausstoßes in Europa, während China, Indien und anderer aufstrebende Länder ihren CO2-Ausstoß ungehemmt steigern. Mir scheint, die Ökonomen sind doch nicht so klug, wie sie sich geben.

Gravatar: Burghard Schmanck

Ergänzung: Es gibt weltweit keinen einzigen Beweis dafür, daß ein zusätzliches CO2-Molekül in der Atmosphäre wärmer wird, als seine Geschwister. Dasselbe gilt für alle anderen sogenannten Treibhausgase.

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