LKR drückt sich vor der Wahl in NRW

Die Liberal-Konservativen Reformer (LKR) waren eigentlich schon wenige Wochen nach ihrer Gründung als Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA) (siehe ‚Lucke wird einziger Vorsitzender von ALFA‘) ein völlig hoffnungsloser Fall.

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Bei der Gründung gab es noch die kleine Chance, dass hinreichend große und vor allem vernünftige Teile Herrn Lucke aus der AfD folgen würden, so dass diese hätte beerbt werden können. Doch schon nach kurzer Zeit war klar, dass das nicht passierte, sondern Frau Merkel durch ihre Einladung an alle Welt der AfD eine zweite Chance gegeben hatte, während zur ALFA nur wenige Mitglieder wechselten oder neu kamen, darunter etliche Problemfälle. Die Parallelen zur AfD sind erstaunlich, nur dass der Erfolg beim Wähler fehlt. Jetzt geht man in NRW noch einen Schritt weiter und will sich gar nicht mehr dem Wähler stellen (siehe „Weiße Flagge bei Kleinstpartei: AfD-Abspaltung gibt Teilnahme an Landtagswahl auf“).

Dabei gab es schon eine Landesliste, Unterstützungsunterschriften dafür, ein Wahlprogramm zur Landtagswahl und sogar eine Mitgliederbefragung, bei der sich eine deutliche Mehrheit für den Wahlantritt aussprach. Doch der Landesparteitag stimmte gestern dagegen und wählte einen neuen Landesvorstand, der den AfD-Landesvorstand wie ein echtes Kompetenzteam erscheinen lässt. Der Anteil an Pleitiers und Extremisten ist jetzt bei LKR höher, so dass es sich definitiv nicht um eine bürgerliche und gemäßigte Alternative zur Alternative handelt. Offiziell schätzt man die Chancen bei der Landtagswahl als zu gering ein, so dass man sich auf die Bundestagswahl konzentrieren will. Doch auch dort wird man wie im Saarland und in Schleswig-Holstein im Promillebereich bleiben. Wer braucht noch eine radikale Kleinstpartei, die die Wähler nicht nur nicht umwirbt, sondern regelrecht fürchtet?

Kommentare zum Artikel

Gravatar: H.M.

Die LKR und Lucke… irgendwie ein nerviges Thema. Man weiß auch gar nicht, wofür die LKR nun wirklich da sein sollen. Merkel-Politik wie bisher mit ein paar kosmetischen Änderungen (wer braucht das?) oder eine klare Alternative - die gibt es, bei allen Problemfällen und-fragen - schon in Form der AfD. Fakt ist doch nun einmal, dass entweder im September die SPD (mit Schulz) gewinnt und Deutschland in einem Linksbündnis endgültig und irreparabel ruiniert, oder aber die Union (mit Merkel) gewinnt und Deutschland weiter endgültig und irreparabel ruiniert, vielleicht etwas langsamer als eine Rot-rot-grüne Bundesregierung das täte. Aber das, was Merkel bereits angerichtet hat, noch anrichtet und noch anrichten wird, ist katastrophal und skandalös. Natürlich gibt es in der AfD schräge Vögel, wobei ich in Zeiten der Lückenpresse lieber genau im Original lesen möchte, was ein Björn Höcke angeblich gesagt haben soll, bevor ich glaube, was mir SPIEGEL, Tagesschau & Co. verkaufen möchten. Für mich ist die AfD zur Zeit die einzige Alternative. Auf dem Weg zur Arbeit im ÖPNV höre ich ein Sprachenwirrwarr und sehe ca. 50% autochthone Deutsche. Schrecklich, sich so fremd zu fühlen, und zu wissen, dass das kein schönes Phantasialand wird, sondern sozial, finanziell zum Nachteil von uns Deutschen wird. Seien es erhöhte Abgaben, seien es die Bedrohung durch Islamismus und Kriminalität, sei es die Rücksichtnahme auf die Kultur der Neubürger, die uns an die Wand drängt. All das ist nicht akzeptabel. Niemand weiß, wie im Mai in NRW oder im September im Bund gewählt wird. Es ist auf jeden Fall zu begrüßen, wenn Stimmen nicht an aussichtslose Kleinparteien gehen, sondern stattdessen an die AfD. Wer die AfD problematisch findet, möge mir bitte eine bessere und realistischere Alternative zu Merkel oder Schulz nennen.

Gravatar: Karl Böger

Kleines Rätsel: Von wem stammt dieser Satz? "Wir sind das Gehirn, das die AfD verließ". - Richtig, von Ulrike Trebesius, ehemalige Bundesvorsitzende der ALFA (jetzt LKR).
Dieses fleischgewordene AfD-Gehirn wollte nun als Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl am 7. Mai in Schleswig-Holstein antreten. Pech nur, dass die Europaabgeordnete die notwendigen Unterlagen nicht fristgerecht eingereicht hat. Nun wurde sie von der Landesliste gestrichen. Wie sechs weitere Kandidaten übrigens auch.
Fazit: Die LKR ist nur noch peinlich.

Gravatar: Jörg L.

LKR= Luckes Kläglicher Rest
Dem ist nichts hinzuzufügen.

Gravatar: Christian Dettenhammer

Die LKR ist in keiner Weise eine radikale Partei. Radikale und extreme Positionen werden nicht toleriert. Auch aus diesem Grund ist die Partei für " Rechte " völlig uninteressant.
Die Partei arbeitet seriös und sachorientiert. Die 5 Europaabgeordneten sind in der ECR-Fraktion hoch anerkannt. Da jedoch die Medien die LKR weitgehend ignorieren, ist die Partei in der Bevölkerung auch ziemlich unbekannt. Da die LKR erst 2015 gegründet wurde, wäre es verfrüht, von einem Scheitern zu sprechen.

Gravatar: adlerauge

Der Todesstoß für die LKR fand schon vor ihrer Geburt statt in Form des namensrechtlichen Debakels der Alfa.

Dieser Fehler, dass man einen Parteinamen verwendet, der namensrechlich bereits anderweitig belegt ist, zeugt vom Dilettantismus und der Unprofessionalität der Agierenden. So etwas ist ein absolutes NO-GO!

Alfa war gerade dabei ins politische Fahrwasser zu gelangen und von den Medien nicht mehr totgeschwiegen werden zu können, da bricht der Partei der Namensklau das Genick.

Seither spielt die Ex-Alfa und jetzige LKR keine politische Rolle mehr.

Ich schließe mich den Worten von "H.M"s Kommentar. an, da ist weitgehend alles gesagt.

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