Leben wie Macron in Frankreich: Mit Volldampf in die westeuropäische Schein-Demokratie

Warnungen vor dem Zerfall der Europäischen Union sind wohlfeil. Warum sollte deshalb nicht die jüngste Warnung vor dem Zerfall der Europäischen Union vom frisch gewählten Präsidenten der Französischen Republik, Herrn Macron, kommen...

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Warnungen vor dem Zerfall der Europäischen Union sind wohlfeil. Warum sollte deshalb nicht die jüngste Warnung vor dem Zerfall der Europäischen Union vom frisch gewählten Präsidenten der Französischen Republik, Herrn Macron, kommen. Das ist aus zwei  Gründen etwas, das "besonders" genannt werden muß. Bisher stammten Warnungen dieser Art von den Amtsinhabern in Europa, die uns seit der Lehman-brothers Pleite in Europa in die heutige Lage erst hineingebracht haben. Die ganze Dimension der Fehlleistungen dieser Amtsinhaber kann man in einem Aspekt der sogenannten "politischen Kultur" ermessen. Es scheint völlig ausgeschlossen zu sein, diese Amtsinhaber mit den verfassungsmäßig vorgesehenen Methoden aus dem Amt zu entfernen, wenn sie die verfassungsmäßige Struktur des eigenen Landes oder die Grundlagen des europäischen Zusammenlebens außer Kraft gesetzt hatten. Ein Musterbeispiel dafür ist die deutsche Bundeskanzlerin Merkel. Die eigenmächtigen Entscheidungen über die millionenfache Migration nach Deutschland und Europa sind nur mit den Worten des Ministerpräsidenten Horst Seehofer aus München von "Unrechtsstaat" bis hin zum staatlichen Kontrollverlust, wie es in Zeiten des internationalen Terrorismus andere beschrieben haben, zu klassifizieren. Konsequenzen für diesen "Putsch von oben"? Selbst die Aufgabe des eigenen Heimatlandes scheint zwischen Rostock und Überlingen die wenigsten Menschen zu stören.

Was bedeuten heute noch Wahlen für Parlamente?


Im Frankreich des Präsidenten Macron jedenfalls nicht viel. Vermutlich wird es im Zuge des von ihm betriebenen europäischen Angleichung demnächst auch bei uns so ablaufen, daß man mit knapp dreißig
Prozent der abgegebenen Wählerstimmen siebzig Prozent der Mandate erhalten kann. Das versetzt einen dann in die Lage, über jene befreundeten Staaten herzufallen, die einsame Entscheidungen
des europäischen Spitzen-Duos nicht für sich gelten lassen. Jedenfalls nicht auf den Gebieten, die an die Substanz der Staaten gehen, die sich noch als Nationalstaaten verstehen. Macrons Frankreich hat sich selbst nicht an der Aufnahme der "Merkelistas" beteiligt. Warum fällt Präsident Macron über die Polen oder Herrn Orban her? Schön wäre es, wenn Präsident Macron sich der Probleme Frankreichs so annehmen würde, daß er den Blanko-Scheck, den ihm die Franzosen bei den Wahlen insgesamt ausgestellt haben, mit Substanz erfüllt. Damit hätte er auf absehbare Zeit genug und könnte uns mit mehr oder weniger guten Ratschlägen verschonen.

Aber auch für uns gehen die Zumutungen innerstaatlich weiter, bis auf den Umstand, das Amt des Bundeskanzlers noch nicht vererben zu können. Nach dem heutigen Stand der Dinge und vor der Beisetzung des ebenso langjährigen wie erfolgreichen Bundeskanzlers Helmut Kohl, drängt sich ein deutscher Eindruck auf. Die nächste Bundestagswahl wird nur noch um die Frage geführt, welche die Partei sein dürfte, mit der Frau Dr. Merkel die nächste Koalition wird durchziehen können? Da hat Präsident Macron den deutschen Sozialdemokaraten bei seiner Elysee-Garten-Rede am 21. Juni 2017 einiges mit auf den Weg gegeben, als er die französischen Unterschiede zu den Vereinigten
Staaten deutlich gemacht hat. Es sei die Frage nach der gesellschaftlichen Gerechtigkeit, die den Unterschied zu den USA ausmachen würde. Für einen Nationalstaat stellt sich diese Frage anders als für ein Multi-Kulti-Gemeinwesen in der Verfassung der USA. Auf diesem Feld haben die deutschen Sozialdemokraten mit Schröders Agenda 2010 ihren Markenkern längst abgeben und ihn seither auch nicht zurück erhalten. Macron hat es im Sinne des französischen Staats-Verständnisses immerhin deutlich gemacht. Es ist Darwin, der den Westen bestimmt und inzwischen eine Qualität erreicht hat, an sich selbst zu ersticken und nicht eine imaginäre "Werte-Gemeinschaft". Diese wurde als letzte Abschreckung gegen die seinerzeit bestehende Sowjetunion beschworen. Die gibt es längst nicht mehr, ebensowenig wie die "Werte-Gemeinschaft"

Aber die  neu erstarkte Lindner-Formation lohnt einen Blick, der sich sofort auf nationaler Ebene niederschlagen wird. Lindner selbst hat nicht den Westerwelle-Weg mitgemacht, sich jeder Zumutung von Frau Dr. Merkel freudig auch noch hinzugeben. Er weiß, gen-technisch genau, was die Bundestagswahl 2013 im Verhältnis zwischen der CDU-Bundeskanzlerin und der FDP so besonders hat werden lassen. Was die FDP selbst anbetrifft, bleibt unvergessen, welchen Eindruck der deutsche Wähler in diesem Kontext haben mußte. Im außen- und finanzpolitischen Zusammenhang schien die FDP über mehr oder wenige führende Persönlichkeiten zu dem internationalen Unterstützer-Kreis
des russischen Milliardärs Michael Chodorkowski zu zählen. Eine Lindner-Blendgranaten-Truppe am Kabinetts-Tisch wäre insoweit mit Zoff im Interesse Dritter gleichzusetzen. Es wird natürlich keine
Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderen Staaten durch uns geben, weil das Monopol für ein derartiges Vorgehen im Washington zu liegen scheint. Hinzu kommt, daß nach Abschluß des Maastrichter Vertrages 1992 der Staatsbürger als Wähler ohnehin nur ein "Schatten seiner selbst" ist und längst in der Führung unserer Staaten durch internationale Netzwerke im Modell von Herrn Soros abgelöst worden ist.

Präsident Macron sieht im Verhältnis zu Deutschland die Wirkungsmacht des Zweiten Weltkrieges.


Das Bild sollten wir aus deutscher Sicht nicht in Frage stellen. Dafür gibt es zahlreiche Gründe. Präsident Macron wird in der gleichen Weise Verständnis dafür haben, wenn viele Deutsche weitere
Beurteilungskriterien heranziehen. Dazu zählt vor allem die noble, von Grund auf europäische und weitsichtige Art des Generals-Präsidenten Charles de Gaulle. Er überstrahlt, gemeinsam mit Konrad Adenauer, selbst den ehrenwerten Francois Mitterand, auf den man sich von dem Augenblick an verlassen konnte, als es mit der deutsche Wiedervereinigung nicht mehr anders ging. Aber heute lediglich den Zweiten Weltkrieg seitens des Präsidenten Macron anzusprechen, fällt - knapp einhundert Jahre 2019 nach Versailles - arg aus der Geschichte. Warum sollen wir keine Lehre aus derart verbrecherischem Vorgehen gegenüber Deutschland, mit allen Konsequenzen für den Zweiten Weltkrieg, ziehen, indem wir mit unseren Nachbarn nah und fern nicht so umgehen, wie es gegenüber Deutschland an den Tag gelegt worden ist, von den Verheerungen durch Napoleon ganz zu schweigen? Neben dem strahlenden Stern des Charles de Gaulle gibt es eben auch dunkle Sterne neben dem Lothringer-Kreuz. In Frankreich wird man wissen, warum alles aus dem öffentlichen Leben so beseite geschoben worden ist, was an den großen Herrn aus Lothringen erinnerte?

Präsident Macron muß wissen, in welches Bild er Frankreich in den Beziehungen zu Deutschland stellt


Berlin erweckt den Eindruck, als könne es ihm nicht schnell genug gehen mit der Aufgabe Deutschlands. Den Menschen im Lande, die für dieses politische Verhalten kein Verständnis haben, ist die Erinnerung an die Einführung des Euro als französisches Beherrschungsinstrument gegenüber Deutschland sehr präsent. Alles zu tun, um den Nachbarn Deutschland auch unter veränderten weltpolitischen Konstellationen unter Kontrolle zu halten. Gerade die Entwicklung des Euro hat deutlich gemacht, daß Geburtsfehler oder andere Fehlentwicklungen sich schlimmer auswirken können, als die  Durchsetzung des urprünglichen Zieles der reinen Beherrschung des Nachbarn. Hinzu kommt natürlich eine verhängnisvolle deutsche Entscheidung, die Schrödersche Agenda 2010 nicht darauf abgeklopft zu haben, ob sie überhaupt europatauglich sein würde oder welche sonstigen Auswirkungen sie auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Frankreichs haben würde. Solange auch bei den neuesten Elysee-Vorschlägen, bei denen es um gemeinsame Regierungs-Strukturen oder die Kontrolle über die Finanzen, nicht die Sache im Vordergrund steht sondern die Kontrolle über Deutschland bis in den letzten Winkel, kann dieses Macron-Vorhaben nicht von Erfolg gekrönt sein. Es macht keinen Sinn, Deutschland vor die Wahl zwischen Versailles und Tauroggen zu stellen, wenn es um die wohlverstandene Zukunft des gemeinsamen Europa geht. Wir haben kein anderes Europa als das, dessen Interessen so schmählich malträitiert werden.


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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Anton

Prima Artikel verehrter Herr Wimmer Sie haben die Problematik zwischen Frankreich und Deutschland in allen Facetten verständlich beschrieben. Es geht vor Allem um die beiden Player Macron und Merkel, die sich nie gescheut hat, das Wohl unseres Landes für ihr eigenes Machtstreben zu opfern. Mit Gaunern und Steuerbetrügern wie Junker, die sie in ihre Abhängigkeit gebracht hat, hat sie ihre Machtposition weitgehenst abgesichert. Ebenso hat sie den deutschen Bundestag im Griff mit ihrer Verteilung der Mandate. Als gerissener Bänker hat Macron sofort erkannt wie sein persönliche r Aufstieg zu bewerkstelligen ist. Er geht nur über Frau Merkel und das wirtschaftliche enorme Potential Deutschlands , das sich Frau Merkel in großen Teilen untertan gemacht hat. Deshalb hat der ehrgeizige Macron seinen gesamten Playboy Charme aufgewendet um Frau Merkel mal in eine andere Welt zu bringen, die sie bisher nur von unsäglichen Typen wie Kanzleramtsminister Peter Altmaier, Schäuble etc. gekannt hat. Sie, die graue Maus, ist dieser neuen, vielleicht letzten Versuchung in ihrem Alter erlegen, vom Glanz und Aussehen des Herrn Macrons Etwas abzukriegen.(Beim Obama hatte sie sich schon angebiedert)Macron wiederum scheut sich nicht für seinen Weg nach oben, sich auch mit älteren Damen internsivst zu befassen( eine Alte sogar zu heiraten). Das Problem dabei ist, dass wir die Zeche dafür zu zahlen haben. Auch Macron wird sich an den französischen Gewerkschaften die Zähne ausbeißen, da auch diese mit allen Mitteln ihre erkämpfte Macht erhalten wollen und für ihre Mitglieder mit hohen garantierten Sozialleistungen massivst kämpfen. Die französischen Arbeiter sind keineswegs gewillt, jemals wie die deutschen Malocher hart zu arbeiten und für ihr Alter zu sparen.
Schon der schwachsinnige machtgeile Hitler ist schließlich zu der Überzeugung gekommen, dass das Deutsche Volk nicht Wert sei, ihn als Führer zu haben. Da sieht man gewisse Parallelen zu der völlig abgehobenen Merkel, wie lang andauernde Macht den Menschen korrumpiert. (Auch der Kohl und Adenauer hielten sich schließlich für unersetzlich und wenn er nicht auf sein Mädchen Merkel hereingefallen wäre, hätte er noch viele Jahre regiert.
Ein bedeutsames Macht-Mittel war die deutsche Mark im Gegensatz zu den wertlosen französischen France. Die D-Mark praktisch Leitwährung in fast allen Ostblockstaaten musste unter allen Umständen weg. Deshalb wurde die Abschaffung der D-Mark Voraussetzung für die Wiedervereinigung, für die Helmut Kohl bereit war Alles zu opfern um in die Geschichte einzugehen. (ebenso Frau Merkel)
Endlich muss mal klar gestellt werden, was Freundschaft oder friedliches respektvolles Nebeneinanderleben bedeutet. Freundschaft als bedingungslose Hilfe untereinander wird es mit Frankreich niemals geben, weil wir von Natur aus zu unterschiedlich erfolgreich sind. Schon bei Kindern in der Schule bemerkt man, dass erfolgreiche Schüler häufig angefeindet und als Streber abqualifiziert werden und ausgegrenzt werden. Frankreich, die sich immer noch als Grande Nation fühlen, wollen es nicht wahrhaben, dass sie in der heutigern globalen Welt nicht konkurrenzfähig und 2.klassisch sind, ihre ständigen Schuldenübertretungen, für die sie gemäß abgeschlossener Verträge bestraft werden müssten, beweisen es. Die träumen immer noch von ständigen Zahlungen aus Deutschland gemäß Versailler Verträge. So wie jede Pleitefirma versucht mit Mercedes oder Siemens eine gemeinsame Plattform zu bilden (Hier ist es die EU) versucht der gerissene Macron eine gemeinsame Schuldenunion mit Deutschland zu konstruieren.(Deshalb sein Wahlerfolg) Gegebenenfalls würde er sich dafür sogar bei Angela privat opfern, gemäß seinem bisherigen Motto, Augen zu und durch. Ha-Ha

Gravatar: Karl Brenner

Wenn die Bürger der einzelnen Nationen nicht an Europa glauben, kann man es vergessen.

Die Vertreter sind einfach unglaubwürdig und benehmen sich unwürdig. Das EU Parlament ist ein Witz.

Die Menschen wollen ihre nationalstaaten behalten und in Frieden leben. Das was die EU zusammen mit den USA in der Ost-Ukraine angerichtet haben, raubt den letzten Bürger den Glauben an dieser Brüsseler Fehlkonstruktion.

Gravatar: R. Avis

Da muß man unterscheiden, nämlich zwischen Europa und dem Superstaat EU. Genauso wie Naturschutz und Umweltschutz zwei völlig verschiedene Paar Stiefel sind, denn nirgendwo wird soviel Natur zerstört wie im Namen des Umweltschutz, Stichwort Windparks.
Noch vor wenigen Jahren schien es unvorstellbar, daß ein innereuropäischer Krieg sich wiederholen könnte. Durch Studienprogramme und Tourismus sind wir friedlich zusammengewachsen; nun wird im Interesse einer globalen Mafia wie mit der Brechstange versucht, alle Nationalstaaten zu destabilisieren, aufzulösen und eine totalitäre EU herbeizuzwingen, mit totaler Überwachung, Entmündigung und Entmachtung der Völker.
Ich sehe nicht Europa als Verbund der vielsprachigen Länder und Kulturen als das Problem, sondern daß Brüssel mit einer EU-Zwangsjacke für alle kommen will, um möglichst schnell unumkehrbare Verhältnisse zu schaffen. Wenn dann z. B. in Deutschland eine Bürgerinitiative zum bewaffneten Widerstand aufrufen würde, etwa weil bisherige Grundrechte verloren gingen, könnte EU-Brüssel den Ausnahmezustand verhängen und den Aufstand gewaltsam niederschlagen; nicht mit deutschen Truppeneinheiten, die wohl nicht auf ihre eigenen Leute schießen würden, sondern mit Bataillonen aus anderen Teilen der EU.
Je eher das Brüsseler Monster in sich zusammenfällt, desto besser.

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