Kirche in Not

Vor einiger Zeit fand in Wuppertal, unter konspirativen Umständen, eine Versammlung namhafter Theologen der evangelischen Landeskirchen statt, auf der ein Papier erarbeitet wurde, das die Anbiederung der evangelischen Kirche an den sozialistischen Zeitgeist und den Staat verurteilt sowie zur Besinnung und zur Umkehr aufruft. Mir liegt dieses Papier nun vor, aus dem ich befugt bin, hier die Kernpassagen auszubreiten:

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„,Jesus Christus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.‘ (Johannes 14,6)

Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne und müsse die Kirche als Quelle ihrer Verkündigung außer und neben diesem einen Worte Gottes auch noch andere Ereignisse und Mächte, Gestalten und Wahrheiten als Gottes Offenbarung anerkennen; als gebe es Bereiche unseres Lebens, in denen wir nicht Jesus Christus, sondern anderen Herren zu eigen wären, Bereiche, in denen wir nicht der Rechtfertigung und Heiligung durch ihn bedürften; als dürfe die Kirche die Gestalt ihrer Botschaft und ihrer Ordnung ihrem Belieben oder dem Wechsel der jeweils herrschenden weltanschaulichen und politischen Überzeugungen überlassen; als könne und dürfe sich die Kirche abseits von diesem Dienst besondere, mit Herrschaftsbefugnissen ausgestattete Führer geben und geben lassen; als solle und könne der Staat über seinen besonderen Auftrag hinaus die einzige und totale Ordnung menschlichen Lebens werden und also auch die Bestimmung der Kirche erfüllen; als solle und könne sich die Kirche über ihren besonderen Auftrag hinaus staatliche Art, staatliche Aufgaben und staatliche Würde aneignen und damit selbst zu einem Organ des Staates werden; als könne die Kirche in menschlicher Selbstherrlichkeit das Wort und Werk des Herrn in den Dienst irgendwelcher eigenmächtig gewählter Wünsche, Zwecke und Pläne stellen.“

Besonders der letzte Punkt sollte den für die Entchristlichung der deutschen Kirchen verantwortlichen Käßmanns, Bedford-Strohms, Marxens, Woelkis und den anderen zeitgeistbesoffenen, staatsnahen Opportunisten und Karrieristen in den Ohren dröhnen. Wenn es heute wieder nötig wird, die Kirchen davon abzuhalten, sich mitschuldig an den Irrungen des Parteienstaates zu machen, haben die Theologen Karl Barth (entrückt 1968), Hans Asmussen (entrückt 1968) und andere aufrechte Christen in der Bekennenden Kirche während des Sozialismus der 30er und 40er Jahre vergebens standgehalten. Die „Barmer Erklärung“ der Bekennenden Kirche von 1934 gehört zu den Statuten der EKD, wird in Zeiten des Kulturmarxismus jedoch genauso ignoriert, wie das verfasste Staatsrecht von den gleichen Ungeistern relativiert und ausgehebelt wird. Die Kirchen biedern sich heute wieder einem Staat an, der die Opfer und die Toten selbstherrlicher Gleichmacherei und Geschichtsvergessenheit als Kollateralschäden auf dem Wege in ein von den indigenen Völkern bereinigtes, multikulturelles Utopia beiseitewischt. Daher sind die oben aufgeführten Punkte, bei denen es sich – falls Sie es angesichts ihrer Aktualität nicht bemerkt haben sollten – um die Kernthesen der Barmer Erklärung handelt, so aktuell wie damals. Ihre Gültigkeit indiziert den linken Zeitgeist, repräsentiert durch die gegenwärtigen „Eliten“, auch und gerade in den Kirchen, als antichristlich-totalitär, in christlicher Diktion als satanisch.

„Der Gesetzwidrige aber wird, wenn er kommt, die Kraft des Satans haben. Er wird mit großer Macht auftreten und trügerische Zeichen und Wunder tun. Er wird alle, die verloren gehen, betrügen und zur Ungerechtigkeit verführen; sie gehen verloren, weil sie sich der Wahrheit verschlossen haben, durch die sie gerettet werden sollten“ (aus dem Paulusbrief an die Thessalonicher).

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Werner N.

Sauber! Das beginnt wieder mit der traditionellen klerikalen Gotteslästerung: Gott–Vater braucht keinen "Türsteher" (Jesus). Wo soll diese "Tür" überhaupt sein, wenn der erste– oder zweite–Herren–Gott? lt. Bibel "allmächtig" und "allgegenwärtig" ist?

Papst Franziskus bringt gewiss in einigen Punkten Fragwürdiges, aber er liegt richtig, wenn er beginnt, die Fälschungen, Widersprüche und Unklarheiten im "Buch der Bücher" zu bereinigen. So eben mit seiner Aussage, dass .."Jesus NICHT der einzige Zugang zu Gott".. ist. Der Johannes–Satz (14.6) fordert nichts weniger als die globale Allein–Herrschaft des Christentums und stellt alle anderen Weltreligionen ins Abseits. Die "Hirten" sollten allmählich erkennen, dass sie wegen solcher Irrungen und Machtinstinkte zunehmend "Schäfchen" an andere Religionen verlieren und am Ende vom Islam beherrscht werden.

Gravatar: Thomas Rießler

Die Geschichte wiederholt sich immer wieder. Es gibt nicht nur Parallelen zur Barmer Erklärung, man kann auch noch viel weiter zurückgehen in die Zeit Jesu Christi. Den Pharisäern wurde damals von Jesus ebenfalls vorgeworden, die Schriften zu studieren und doch nicht zu glauben, was da drinnen steht. Stattdessen haben sie ihre eigenen Gesetze erfunden und den Menschen aufgebürdet. Wer das Neue Testament kennt, braucht sich über die heutigen Verhältnisse inkl. konspirativer Umstände nicht zu wundern.

Gravatar: Unmensch

Alle Organisationen von Einfluss sind unterwandert von grünen Ideologen, denen die wilde Natur das Heiligste ist. Das Paradies wollen sie, im Sinne der Bibel. Es ist allerdings nicht wirklich friedlich dort, es gibt dort lediglich keine Moral die einen Maßstab dafür geben könnte.
Das, genau das bedeutet es, wenn man nicht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse essen darf. Genau das gleiche bedeutet es, wenn alle Menschen gleich viel wert sein sollen, alles toleriert werden soll, niemand ausgegrenzt werden soll - auch die Bösen nicht, man darf auch niemand so nennen.

Gravatar: Wolfram

Blasphemie ist hier unangebracht. Wer das Tor zur Ewigkeit hier zu- oder aufschließt, werden alle Spötter schon noch merken. Unser weitgehend dekadenten, weltförmiges Pfaffentum, das sich mehr in Polit-, Öko- u. Sozialfloskel ergießt, wird da jedenfalls keinen Einfluss drauf haben.

Dass sich die lauwärmsten und wenig sagendsten Amtshirten an der Spitze der beiden großen christlichen Konfessionen befinden, ist ein Hinweis auf die Gerichtswürdigkeit der Kirche und des Landes der Reformation.

Der minimale Gehalt an befreiendem oder Glauben erweckendem Evangelium in ihren Predigten ist bezeichnend für den absoluten Tiefststand der heutigen liberalen Theologie.

Das Anbiedern mit dem Heidentum und die Relativierung der Sünden helfen da auch nicht weiter.

Wenn die Kirche den Gottlosen zum Mund predigt, mag das zwar Existenz- oder Überlebensängste des Klerus besänftigen, jedoch den Zorn des Allerhöchsten provozieren.

Dass sich in diesen Vereinen überhaupt noch Geistliche aufraffen und die not der Kirchen verbalisieren, ist erfreulich. Das Besetzung die Spitzenämter auch der Kirchen jedoch durch Vitamin B(eziehungen), Seilschaften und neuerdings auch durch (ruhende) Parteimitgliedschaften bestimmt wird, ist ein Skandal - aber die Kirchen haben ja viele Skandale hinter sich.

Und vor 80 Jahre buhlte man mit den Braunen, heute mit den Roten und mit den heidnischen Christenfeinden und antisemitischen NGO's - ekelig und widerlich!!!

Die Überraschung wird kommen; wenn die gesamte historisch-kritische, liberale und befreite Theologe (die wenigen gemobbten Fundamentalisten und Kreationisten ausgenommen) mit all ihren namhaften Vertreter hinab in die glühend heiße Ewigkeit abgeurteilt wird ... - das wird dann die endgültige Befreiung von diesem verweltlichten, heuchlerischem, geldsaugenden Pack sein!!! - Amen

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Kirche in Not“?

Weil Glaube nicht nur selig macht, „sondern zumindest die Führer sicherlich aller Glaubensrichtungen auch immens reich“!?

Hier nur ein Beispiel: http://www.hotnewsblog.net/2012/10/vatikan-der-reichste-staat-der-welt.html

Brach die Zeit, von der auch empfinde - „Der Gesetzwidrige aber wird, wenn er kommt, die Kraft des Satans haben. Er wird mit großer Macht auftreten und trügerische Zeichen und Wunder tun. Er wird alle, die verloren gehen, betrügen und zur Ungerechtigkeit verführen; sie gehen verloren, weil sie sich der Wahrheit verschlossen haben, durch die sie gerettet werden sollten“ – nicht spätestens mit dem Amtsantritt einer Person anno 2005 an???

Gravatar: harald44

Alles, was wichtig ist, ist sehr einfach zu erklären. GOTT und die NATUR sind ein und dasselbe. Wer also wissen will, was GOTT will, der schaue in das Buch der Natur mit offenen Augen und wachem Verstand. Aus der Beobachtung, daß die Anzahl der Frauen und Männer fast gleich groß ist (junge Männer fallen häufig ihrem Leichtsinn zum Opfer oder in Kriegen), also 49% zu 51 % beträgt, folgt zwingend die Einehe, also eine Frau für einen Mann. Daher ist die Vielehe naturwidrig. Oder: Alles, was lebt, folgt dem inneren, dem natürlichen Zwang Leben weiterzugeben, auch u. U. um den Preis des eigenen Lebens. Daraus folgt, daß Homosexualität, gewollte Kinderlosigkeit und Abtreibung schärfstens abzulehnen sind. Zudem leben wir alle nur deshalb, weil unsere Vorfahren weder schwul waren noch ihre Nachkommen abgetrieben hatten. In der Natur verteidigt jedes Lebewesen seinen Nachwuchs bis zum äußersten, also sollten wir Deutschen dasselbe tun.
Aber: Die Natur gibt keine Lebensregel vor, außer dem Recht des Stärkeren, des Schnelleren, des Fittesten, dem es gelingt bei der Nahrungssuche erfolgreicher zu sein als konkurrierende Lebewesen. Das hatte A. Hitler in seinem Buch MEIN KAMPF völlig zu Recht festgestellt. Aber auch dieses, daß gleiche Tierart und -Gattung sich stets nur mit ihresgleichen paaren.
Jesus Christus hatte nun versucht durch vernünftige Lebensregeln, die für die Menschen untereinander gelten sollten, das menschliche Miteinander für alle Zeiten lebens- und nachahmenswert zu gestalten.Das gelang im auch mit großem Erfolg, und deswegen bin ich gerne Christ.
Nun sind aber seine Lebensregeln an das undefinierbare Wort Glauben gebunden, und um diesen Glaben zu lehren, auszulegen und zu erhalten, sind Religionen und auch die Kirche entstanden. Glaubenslehre geht aber mit Macht über die menschliche Seele Hand in Hand, und immer wieder durch die Zeiten erliegen Kirchenvertreter oder allgemein Religionsvertreter der Versuchung, aus dieser Macht über die Seelen Vorteile für ihre Organisation herauszuschlagen, und dies in einem Ablauf von kaum merkbaren kleinen Schritten oder auch in großen Schritten, z. B. durch Ketzerverfolgung, Hexenverbrennung und Glaubenskriege. Und dagegen muß der einzelne Mensch wachsam sein und ein vernünftiges Maß an Vorsicht und Zweifel gegen kirchliche und religiös sich gebende Organisationen (auch DRK, CARITAS, BROT FÜR DIE WELT, Umweltschutzbünde, usw.) in sich bewahren.
Richtschnur für das Leben sind die NATUR und also GOTT. Richtschnur für das mitmenschliche Miteinander sei unverändert Jesus Christus.

Gravatar: Niehaus

Die Kirchenleiter der ev. Kirche
(bis auf wenige Ausnahmen) streben
weg von Johannes 14,6. Deshalb
habe ich die ev. Kirche aus Gewissens-
gründen verlassen (nicht etwa aus
gewissen Gründen, um die Kirchen-
steuer nicht mehr zahlen zu müssen).
Ich kann es nicht fassen, dass ein
Bedford-Strohm, der sein Kreuz auf
dem Tempelberg in Jerusalem abge-
nommen hat, noch leitender EKD-
Mann ist.

Gravatar: Duffy

@ Harald 44: Vielen Dank, bin schon vor Jahren zu der gleichen Erkenntnis gekommen. Vorläufer des Christentums ist übrigens der Zoroastrismus, der keine Tempel kannte (wozu auch? Gott ist überall!), wo es keine Wertung zwischen den Geschlechtern gibt und wo die Natur als Gottes Schöpfung nicht dem Menschen einfach zur Plünderung freigegeben wird. Die alten, vor-islamischen Perser kannten schon Baumfrevel, Tierschutz, Gleichberechtigung und was wir sonst noch als "zivilisatorische Errungenschaften" feiern, und was uns ohne Christentum wohl auch nicht gelungen wäre.

@Niehaus: bin vollkommen Ihrer Meinung. Es gibt nur den einen Weg.

Gravatar: Thomas Waibel

Niehaus 22.03.2018 - 11:41

Vor den Heiden zu kriechen gehört in der "EKD" und in der "KK" (Konzilskirche) zum guten Ton.

Das ist einer der Gründe weshalb ich, vor langer Zeit schon, aus der "KK" ausgetreten bin.

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