Juncker will Euro und Schengen für ganze EU

Heute sprach sich EU-Kommissionspräsident Jean-Claude „Juncker für Euro-Einführung in allen EU-Ländern“ aus. Dieses Ansinnen ist sowohl inhaltlich als auch formal falsch. Inhaltlich wäre es richtig, die Eurozone komplett aufzulösen. Grundsätzlich braucht jeder souveräne Staat eine eigene Währung. Das schließt die Anbindung an eine andere Währung nicht aus. Für ein wirtschaftlich und institutionell schwaches Land kann es sogar ratsam sein, eine fremde Währung zu übernehmen. Aber eine Gemeinschaftswährung funktioniert theoretisch wie empirisch nicht, wie auch der Euro zeigt.

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Formal ist es so, dass sich bereits fast alle EU-Staaten verpflichtet haben, den Euro zu übernehmen, wenn sie bestimmte Kriterien erfüllen. Will Herr Juncker einmal mehr die Verträge brechen und auf die Einhaltung der Kriterien verzichten, um Länder wie Bulgarien und Rumänien schneller in die Eurozone aufnehmen zu können? Will er außerdem ein Land wie Schweden zwingen, gegen das Votum in einem Volksentscheid der Eurozone beizutreten? Will er schließlich die Verträge ändern, damit auch Dänemark sich zum Beitritt verpflichtet, was es aber auch in neuen Vertragsverhandlungen nicht tun wird?

Der EU-Kommissionspräsident möchte nicht nur die Eurozone, sondern auch den Schengen-Raum auf die ganze EU ausdehnen. Auch das geht in die völlig falsche Richtung. Ein freies, demokratisches und pluralistisches Europa der Vaterländer kann nur ein ‚Europa à la carte‘ sein, bei dem sich Länder in den verschiedensten Konstellationen für unterschiedliche Zwecke zusammentun oder auch nicht. Dann wäre auch der Brexit nicht mehr so schlimm oder gar nicht mehr nötig, wenn sich die Briten aussuchen dürften, wo sie mit anderen Europäern zusammenarbeiten wollen und wo nicht. Das Einheitseuropa, welches dem EU-Kommissionspräsidenten oder gar dem französischen Präsidenten vorschwebt, ist hingegen ein sicherer Weg, um weitere Staaten aus der EU zu treiben und noch mehr Menschen die EU zu entfremden, die keine Einheitswährung wollen, keine Zwangszuteilung von Flüchtlingen und Migranten, keine vereinheitlichten Steuern, keine europaweiten Mindestlöhne, keine Strafen für andere Meinungen etc.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Marc Hofmann

Wein und Bier für die ganze EU....nur im Suff ist dieser Junker, diese Merkel, dieser Tusk, dieser Schulz und Co. zu ertragen!

Gravatar: Hand Meier

Juncker versucht das tatsächliche Auseinanderbrechen der EU zu kaschieren.
Fakt ist, die Briten haben abgedreht, die Skandinavier sehen was der Euro ist, und die Visegard-Staaten werden Jucker und seinen Spießgesellen zeigen „wo der Hammer hängt“.
Keiner brauch ein Zentral-Kommitee in Brüssel als zivile Dienststelle neben der Nato-Zentrale. Keiner brauch komplett käufliche Europa-Politiker, die sogar den „Menschenhandel“ nach Europa fördern, wobei die auf Tour geschickten, pro Kopf locker bis zu 5000$ an die Transporteure abdrücken müssen, und es läuft unter Juncker „wie geschmiert“ weil auch Merkel voll von der Aktion profitieren will.

Nach dem 24. werden die Karten neu gemischt, und die EU-Macht geht voll den Bach runter.
Die Briten haben Realitäten wahr werden lassen, wer sein Volk der Plünderung freigibt, hat nichts auf dem Kommando-Deck verloren, der wird in Ketten gelegt und anschließend vor Gericht gestellt und zur Warnung ...

Gravatar: Aufbruch

@ Marc Hofmann Da Juncker sich selbst nictt mehr ertragen und in den Spiegel schauen kann, säuft er ja so. Und dann kommt sowas dabei heraus.

Gravatar: Petra

Sehr geehrter Herr Professor Dilger
Sie und viele Intellektuelle haben das Problem Junker genau erkannt. Der Mann ist durch Alkohol, Nikotin und eine Anzahl von Straftaten weitgehend angeshlagen. Frau Merkel hat, wie es Psychopaten bestens beherrschen, dies sofort erkannt (ebenso wie bei Kohl) und ihn in Abhängigkeit zu ihr gebrachtauch wie Seehofer.
Herr Junker und Frau Merkel nebst Schulz und vor Allem Frankreich mit Macron müssen das Ziel der absoluten Vergemeinschaftung verfolgen. Es ist eine win-win Situation für diese, Länder, welche die Kriterien der Staatsverschuldung von 3% nie erfüllen können, weil sie auf dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähig sind. Am Besten sieht man es bei Macron in Frankreich, da protestieren Hunderttausende Arbeiter gegen jegliche Art von Beschneidung ihrer in langjährigen Streiks erworbenen Rechte, die für sie zwar lukrativ sind, den Staat aber wirtschaftlich kaputt machen. Daher kann Frankreich die Grande Nation diese Kriterien seit Jahren nicht mehr erfüllen, muß aber die fälligen Strafen dafür nicht zahlen. Weiterhin auch für Merkel ist es eine win-Situation, weil sie ihre Machtgier durch die Erfolge der fleißigen und sparsamen Deutschen befriedigen kann und weiterhin als Chef der übrigen Staaten und Juncker weiter in Europa regieren kann. Dafür verteilt sie die Vermögen der Deutschen unter die erfolglosen Staaten in Europa und läßt unbegrenzt Analphabeten und Terroristen in unser schönes Land (2/3 wollen nur nach Deutschland, das Schlaraffenland des Islam als Vorstufe zum Paradies mit 72 Jungfrauen, das Islampuff ohne Grenzen. Dass dies Alles auf Kosten Deutschlands geht interessiert sie überhaupt nicht. Merkel First heißt die einzige Devise der von der Evolution zu kurz Gekommene unförmige Tonne mit Altersstarrsinn. Deutschland zu schwächen ist ihre Aufgabe, von Sorros und und den amerikanischen Finanzinstitutionen angeordnet um einen Konkurrenten auf den Weltmarkt zu beseitigen. Der Dieselskandal war eine Vorstufe dazu.. Die meisten Länder lassen kaum Flüchtlinge rein und sind der Meinung es sind Merkels Flüchtlinge, die Deutschland aufnehmen muss Vor Allem unsere ostdeutschen Bürger, die den Sozialismus 40 Jahre kennengelernt haben, wollen niemals mehr Merkel und bereiten ihr einen entsprechenden Empfang (Hau Ab, Staatsfeindin vor Untersuchungsausschuss etc ) ist die Meinung der Bevölkerung. Dies stört sie kaum, wenn ich wieder Kanzlerin zahle ich es euch heim in meiner neuen DDR ist ihr Trost.
Weg mit Merkel, der Staatsfeindin Nr. 1 ist die beste Wahlkampfparole.

Gravatar: die Vernunft

Wenn das die Wahl ist, dann sollen alle Völker Europas darüber abstimmen, ob sie alle Demokratie, alle Staatlichkeit, alles Recht, auf diese EU- Bosse übertragen wollen.

Oder wollen Sie eine Neugründung der EU nach vorheriger vollständiger Auflösung der EU? Dabei sollen die Völker vorher abstimmen, welche staatlichen Aufgaben des jeweiligen Staates der EU übertagen werden dürfen.

Oder wollen sie eine ersatzlose Auflösung der EU?

Gravatar: wolle01

Herr Juncker hat offenbar aus den Folgen der übereilten undifferenzierten Erweiterungsorgie des Herrn Verheugen genauso wenig gelernt wie aus den Ursachen für die Euro-Schulden-Krise der Südländer, angefangen bei Griechen-land u. erst am Anfang mit dem völlig überschuldeten Italien, das bei den Rettungsfonds immer noch als Geberland gezählt ist. Wenn Italien ausfällt,darf jemand anders
einspringen. Wer wird das wohl sein? Und Frankreichs Jung-Manager versucht das sich anbahnende Finanzde-saster gerade mit der Umwandlung der EU in eine vertragswidrige Schuldentransferunion zu verhindern, womit der a) wieder mal den dt. Steuerzahler in die Pflicht nimmt, b) Merkel dem als Verräterin deutscher Interessen erkennbar wohlwollend gegenüber steht, c) alle auf Linie mit Jucker sind, alles mittels erneutem Vertragsbruch. Das schafft unbedingtes Vertrauen in den Brüsseler Demokratur-Moloch. Und dann nicht zu vergessen, die ehemals solventen Niederländer, deren Privatverschuldung inzwischen 120 % des Bruttosoz.-Produktes ausmachen soll. Viele Niederländer laufen offenbar Gefahr, ihre privaten Zahlungsverpflichtungen / Hypothken nicht mehr bedienen zu können. Da könnte in absehbarer Zeit der nächste Dominostein kippen. Und auch hier - wer darf einspringen? Da paßt es sicher gut ins Bild, Länder, die am Existenzminimum herum krebsen, auch noch in die €-Zone aufzunehmen. Und dann mal abgesehen von den auf Germoney zukommenden Lasten - Man läßt bewußt die Situation der Otto-Normalos in diesen Ländern außer acht, die schon jetzt kaum noch mit den zu erwirtschaftenden Einkommen über die Runden kommen. Wie in allen bisherigen Beitrittsländern erkennbar, wird die Währung auch dort zu erheblichen Kostensteigerungen führen, die kaum mehr jemand auffangen kann, über eine gewisse Zeit versuchen wird mit Verschuldung zu strecken. WEs sind nur ein paar Beispiele für den Berg an Problemen, die die €-Einführung bringt, incl. einer Kappung der Altersrückstellungen. Wenn Herr Juncker samt Vasallen nicht in der Lage ist, dies und anderes zu erkennen, sollte er aufhören, die "Wahrheit im Geist des Weines" zu suchen, stattdessen abtreten u. die um ihre Daseinsvorsorge kämpfenden Menschen in Europa von sich und seinen rechtsbrüchigen Visionen befreien. Das wäre der einzig sinnvolle Dienst, den er den Menschen leisten kann. Vielleicht hat sein demnächst frei gestellter Bruder im Geiste noch ein Zimmer in Würselen für ihn frei. Dann können sie gemeinsam über die verpaßten u. versemmelten Chancen für ein offenes u. wirklich freies Europa sinnieren.

Gravatar: F. Kaatz

Also der Blitzkrieg hat an Wallung verloren, jetzt geht es daran mühsam wie zu Stalingrads Zeiten um jeden Millimeter zu kämpfen...

Ein Schelm wer böses dabei denkt... Unsere Führerin samt Führungsriege bis zum Politbüro sind emsig am machen...

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