Imad Karim oder: Wo man Daten löscht, verbrennt man bald auch Bücher

Unter »Faschismus« ist eine Ideologie zu verstehen, die anderen bei Prügelstrafe die Äußerung ihrer eigenen Meinung verbietet. »Fasces« hießen die Ruten in Rom, mit denen man zuschlug. Zugeschlagen haben Liktoren; die Handlanger der Autoritäten. Sie setzten deren Macht durch. In diesem Sinne sind alle Ideologien, die den Andersdenkenden mit Züchtigung drohen, faschistisch: Der Kommunismus nicht anders als der so genannte Faschismus, der Islam sowieso, und noch einige mehr; die Liste wird lang.

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Sicher, es gibt akademische Definition des Begriffes Faschismus; Bücher wurden darüber geschrieben, Doktorarbeiten gefüllt. An der simplen Wahrheit der römischen Ruten ändern sie nichts. Und genau deshalb ist Gutdeutschland faschistisch. Denn es prügelt systematisch auf jeden ein, der seine Meinung nicht der Meinung der Herrschenden anpasst. Nur herrschen heute nicht mehr die Römer, sondern die selbsternannten Vertreter eben des Guten Deutschlands: Politiker, Medien, Pfaffen, linke Schreiberlinge, die Hilfsindustrie. Auch das ergibt eine Liste, die lang wird.

Doch schon in Rom wußte man zwischen Androhung und Machausübung zu unterscheiden: Die Ruten hatten nur einen symbolischen Wert. Sie deuteten an. Darunter verbargen sich Beile. Und die reißen Wunden. Zu diesen Beilen gehört das Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Schon der Name sagt alles. Hier wird durchgesetzt, wird geschlagen, gehackt. Und einen ersten hat es erwischt: Imad Karim, einen Migranten der ersten Stunde, der aus dem Libanon kam und Deutschland liebt. Also das Deutschland einer liberalen Kultur. Das Deutschland himmlischer Musik und tiefschürfendem Geistes. Das Deutschland, das wieder einmal Vergangenheit wird.

Imad Karim wurde bei facebook gesperrt; seine Daten von der Platte gelöscht – wie auch immer die Beschreibungen lauten, die im Grund einer Bücherverbrennung entsprechen, auch wenn »löschen« das Gegenteil suggeriert. Dabei gilt das Netzwerkdurchsetzungsgesetz noch überhaupt nicht; es ist nur ein Vorschlag, eine Rute. Und nun knickt ausgerechnet ein US-Unternehmen der Internetindustrie vor dem gutdeutschen Justizminister vorsorglich ein. Ach, würden sich diese Herrschaften doch nur ähnlich verhalten, wenn Steuern gezahlt werden müssen.

Doch es geht nur um die Freiheit der Meinung. Da unterwirft man sich gern auch einmal im voraus. Da lässt man die Verfassung der Vereinigten Staaten links liegen, in deren erstem Zusatz es heißt: Der Kongress darf kein Gesetz erlassen, »das die Freiheit der Rede beschränkt«. Ein gutdeutscher Minister darf. Er darf in schlimmster stalinistischer Manier einen Gesetzestext in Umlauf bringen, der es dem Unternehmen facebook erlaubt, Richter und Liktor in einem zu sein. Eine feine Gesellschaft wird da nach oben gespült: Ein sozialistischer Minister in der Tradition eines Berija und ein kapitalistisches Unternehmen in der Tradition eines, sagen wir, Krupp. Staatskapitalismus in Reinkultur. Und das 100 Jahre nach der kommunistischen Blutrevolution im Oktober.

Und das gegen einen, der nichts weiter gemacht hat, als seine Liebe zu diesem Land und seiner Kultur in großartige, mitreißende Worte zu fassen. Aber so ist das mit Worten: Sie sind gefährlich. Werden sie zudem von einem Migranten ausformuliert, gedichtet, gesungen – oder wie immer die deutschen Wörter für stimmige Sätze nun lauten mögen. Dann ist die gesamte Willkommenskultur und das Gutmenschentum mit seiner Anhänglichkeit an Islam und marodierende Horden dunkler Männern gefährdet. Er, der aus dem Libanon kam, dem Land, das wohl am besten weiß, wer Assad ist und was der Islam ist, hat mit allem vereinbarten Regeln gebrochen: Für deutsche Kultur und nicht gegen den freien Westen, gegen den politischen Islam und nicht für die Scharia, auf Deutsch und nicht auf Arabisch in Hetzreden in einer Moschee, bei der Alternative für Deutschland Vorträge halten und sich damit gegen die Herrscher in Deutschland stellen. Weiß denn der Mann nicht, in welchem Land er Unterschlupf suchte und fand?

Das schlechte Deutschland darf im guten heute fröhliche Urstände feiern. Endlich ist Unterdrücken wieder erlaubt. Endlich darf man den politischen Gegner durch die Ortschaften jagen. Endlich einem nicht genehmen Araber das Schreiben verbieten. Und der feige Minister macht die Arbeit nicht einmal selber. Kein Wunder, das sein Gesichtsausdruck so gut zu dem Mann im leeren Glaskasten in Jerusalem passte.

Dort, wo man Daten löscht, verbrennt man bald auch die Bücher des vorher Gelöschten. Oder die Filme, um bei Imad Karim zu bleiben. Er, der nach Deutschland vor einem Bürgerkrieg flüchtete, der im wesentlichen durch jene Syrer angefacht worden war, die heute Sicherheit in Deutschland suchen, hat sich vielleicht das falsche Land ausgesucht. Islamisten fühlen sich sicher in Deutschland. Prediger falscher Propheten, egal, ob sie Marx oder Mohammed heißen. Sie fühlen sich sicher in Deutschland. Aber ein friedlicher Liberaler mit einem sentimentalen Hang, seinen Liberalismus in langsam gesprochene, einfühlsam denkende Worte zu kleiden – einen solchen Liberalen wollen die Herrschenden in Deutschland nicht mehr.

Imad Karim sei gewarnt vor diesem Gutdeutschland. Denn, das wusste schon Heine: Wo man Daten löscht und Bücher verbrennt, da verbrennt man bald auch die Menschen.

Kommentare zum Artikel

Gravatar: H.von Bugenhagen

Na iss denn dass
Die zwölf Thesen wider den undeutschen Geist
Bücherverbrennung in Deutschland am 10. Mai 1933
Die zwölf Thesen wider den unmoslemischen Geist ?
????? in Deutschland am 10. Mai 2017

Gravatar: RA Martin Schmid

Unfassbarer Unfug.

Sie vermischen ostinat zweierlei:

Konservativ-gemässigte Linke wie die DKP oder die MLDP, die jegliche Form der Gewalt ablehnt, und Linkschaoten, die man - genauer gesagt - einfach nur als Randalierer bezeichnen sollte.

Die sog. konservativen Linken wie die DKP verachtet jegliche Gewalt gegenüber Mensch, Tier und Sachen. Wir sind als im Kern Spiesser, die die alten Werte der Ostzone aufrecht erhalten (gut, die DKP hat sich von der SED gelöst, programmatisch - sei es drum). Friede, Freiheit, unbedingter Gewaltverzicht und Menschlichkeit Dafür stehen wir.

Hiervon striktest zu trennen ist die andere Seite: Gewaltbereite Chaoten aller coleur, die mit den alten Werten des Kommunismus nichts aber auch gar nichts zu tun haben, sondern zwekcs Randale die alten, kommunistischen Werte verbrennen und missachten.

Das wird hier andauernd und seit Jahren durcheinander geworfen und das ist schlicht und nachweisbar falsch.

Gravatar: Karin Weber

@RA Martin Schmid 18.04.2017 - 19:56

In Leipzig gibts eine Linke, namens Juliane Nagel, die ist Landtagsabgeordnete von "Die Linke". Es gibt in Leipzig eigentlich kein Event, wo die nicht dabei ist. Deren "Parteisitz" beherbergt u. a. auch Organisationen wie die "Rote Hilfe" etc. Also wenn irgendwo ein "Aktivist", einer der was bewegen will, in juristische Bedrängnis kommt, dann helfen die. Wer das finanziert, thematisieren wir mal nicht. Und das die "Die Linke" die SED-Nachfolgepartei ist, ist sicherlich unstrittig. Aus meiner Sicht schreiben Sie da ganz schönen Unfug, die Realität sieht anders aus.

Das Linke = Chaoten sind, werden wir am kommenden Samstag in Köln beim AFD-Parteitag erleben. Die ersten Vorboten hat´s schon gegeben. Und wenn dort "breite gesellschaftliche Bündnisse" auflaufen, dann muss man zeitgleich feststellen, dass die "bürgerliche Mitte" offenbar hoffnungslos von den Linken/Gewalttätern in den Würgegriff genommen wurde. Die übergroße Mehrheit der Deutschen will aber in einer Demokratie leben und nicht unter der erneuten Diktatur eines solchen linken Mobs.

PS.: Googlen Sie mal unter "Leipzig, bornaische 3d" und erfahren Sie, was bei den Linken für "Organisationen" ansässig sind. Da muss sich keiner mehr wundern, dass Leipzig eine der Linksextremismushochburgen ist.

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