Ex-EZB-Chefökonom Jürgen Stark:

„Das alles dürfte im Chaos enden“

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„…..Folgen die Zentralbanken ihrer bisherigen Logik, würden sie sich nicht scheuen, noch innovativer zu werden und die Belastbarkeit neuer Instrumente zu testen. Das heißt insbesondere: die Ausweitung der „mengenmäßigen Lockerung“ der Geldpolitik und Negativ-Zinsen auf breiter Front durchzusetzen.
Dafür gibt es aber Grenzen der Akzeptanz und erhöht den Anreiz zur verstärkten Bargeldhaltung, was wiederum ganz offensichtlich die Zentralbankpolitik ins Leere laufen lassen würde. In letzter Konsequenz führt dies zur Abschaffung des Bargelds und zur Entmündigung der Bürger. Das alles dürfte im Chaos enden….“ (hier)

Beitrag zuerst erschienen auf ortneronline.at

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Klaus Kolbe

Wo er recht hat, da hat er recht, der Ex-EZB-Chefökonom Jürgen Stark!
Schon Ludwig von Mises, einer der wichtigsten Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie im 20. Jahrhundert. wußte:

„Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur, ob die Krise früher durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems kommen soll.“

Gravatar: Bakelari

Wie dumm muss man sein, um Bargeld zu horten? Ausgerechnet wir Deutschen sollten es doch wissen!
Der Staat bekommt seine Schulden nur durch eine Währungsreform in den Griff, danach dürfen die Bürger ihr Bargeld zum Tapezieren verwenden. Die Währungsreformen 1924 und 1948 lassen grüßen, da hatten die Bargeldbesitzer das Nachsehen.

Gravatar: Gernot Radtke

Es geht ja keineswegs nur um das Finanz- und Schuldenchaos, das an sich schon schlimm genug ist und seit Jahren schwelt. Das politische Chaos allüberall überlagert sich, das der EU kommt hinzu, und der Bürger hat jedes Vertrauen in eine Politik verloren, die ihm erzählt, sie habe alles im Griff. Am schlimmsten aber ist das Chaos in den Köpfen und den Seelen der Bürger: keiner will sich vorstellen, für seine Werte und die ‚Wertegemeinschaft‘ kämpfen, und zwar militärisch kämpfen zu müssen. Europa sitzt gebannt in seinem Haus und wartet darauf, daß es zusammenbricht. Es soll doch gefälligst die Türkei Europas Außengrenzen schützen. Nur bricht das türkische Haus auch bald zusammen. Von Griechenland gar nicht zu reden. Auf der Titanic ‚Europa‘ redet man lieber über Gleichstellung, Gender, Mindestlohn, Dunkles und Helles, die schwarze Null, die Reformierbarkeit des Islam usf. Daß man den Eisberg schon längst gerammt hat, will keiner wahrhaben. Bald werden sich die Retter selber retten müssen. Das wird was geben!

Gravatar: Freigeist

War der New Deal in USA ein Fehler, die Depression zu beheben? Wenn man im Kapitalismus lebt, muss man den Keynesianismus akzeptieren, anders geht es nicht, vor allem aufgrund dieser Masse an Menschen auf der Erde.
Die EZB muss noch mehr tun, vor allem Geld für Null Zinsen gezielt für Infrastruktur-Investitionen in den Markt geben. Das Geld ist sicher angelegt.

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