Ein Mann will nicht von Frauen bedient werden – und dann…

Mail eines Kunden der Wiener Bäckereikette „Mann“ an die dortige Geschäftsführung:

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Heute, Dienstag den 2.3.2016, bin ich um ca. 1/2 11 Uhr an Ihrem Verkaufsstand in der U6 Station Michelbeuern-AKH gewesen und musste folgendes mit ansehen: Ein offensichtlich moslemischer Kunde wollte nicht von Ihrer Verkäuferin bedient werden, da sie eine Frau ist und verlangte ihren Kollegen. Daraufhin zog sich Ihre Mitarbeiterin zurück und ließ den Kollegen den Kunden bedienen.
Ich finde, wir leben in einem westlichen Land, wo auch Frauen als Verkaufspersonal tätig sind und müssen uns nicht in die moslemische Kultur integrieren, es sollte wohl umgekehrt sein.
Ich weiß zwar nicht, ob dieses Verhalten von der Firmenleitung angeordnet wurde, aber das richtige Verhalten wäre, den Kunden darauf aufmerksam zu machen, dass er von einer Frau bedient wird, andernfalls müsse er in eine orientalische Bäckerei gehen. Sonst wird die Integration niemals funktionieren.Mit freundlichen Grüßen, N.N.      

Das Unternehmen antwortet umgehend:
Sehr geehrter Herr N.N.,
zunächst einmal möchten wir uns für die Zusendung Ihrer Nachricht bedanken.
In allen unseren Aktivitäten ist es unser höchstes Bestreben, sowohl bei den Produkten, den Filialen, als auch bei den Dienstleistungen höchste Qualität zu bieten und deswegen sind wir immer um eine kundenfreundliche Lösung bemüht!
Wir wünschen Ihnen noch einen schönen Tag und freuen uns auf Ihren nächsten Besuch in einer unserer Filialen.
Mit freundlichen Grüßen, X.X.

Beitrag zuerst erschienen auf ortneronline.at

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: K.Becker

An deren Sitten und Bräuche sollen wir uns gemäß der Gutmenschen ja auch anpassen.
Ich muss auch Platz machen, ausweichen, wenn die mir auf dem Bürgersteig oder beim Einkaufen entgegenkommen. Sie lassen keinen Platz zum Vorbeigehen.
Sie wissen, sie sind willkommen, und wir sind die Armseligen.

Gravatar: H.Roth

Mehr Männer an die Verkaufstheken! Mehr Männer in die Pflegeberufe! Mehr Männer in die Putzkolonne! Die Sozialdemokraten schaffen es, auch ohne "Herdprämie", die Frauen aus ihren Berufen, zurück in die Familien und an den eigenen Herd zu bringen! Dieses Opfer werden sogar radikale Feministinnen, aus Rücksicht auf den, in unsere Gesellschaft zu integrierenden Kunden, in Zukunft gerne bringen! :-)

Gravatar: Gernot Radtke

Die Überlegung des Bäckers war eine einfache: Warum soll ich, solange es noch Ausweichlösungen gibt, mir und meinem Personal für etwas in den Schritt fassen lassen, das nicht ich, der kleine Bäcker, sondern eine völlig verrückt gewordene Politik angerichtet und völlig versaubeutelt hat? Natürlich wäre es bewunderungswürdiger gewesen, dem integrationsunwilligen Musel mit gezogenem Kuchenmesser eine Integrationslektion zu erteilen: ‚Entweder Du kaufst jetzt von der Frau, oder ich schneid dir die Hoden ab!‘ – Was wäre passiert? Jede Menge TV-Sondersendungen über Österreichs perverse (Zucker-) Bäcker, die mit ihren Kipferln und Torten nach den Autochthonen nun auch noch die fitten Bio-Museln verderben wollten.

Gravatar: Adorján Kovács

Klar, dem Kapitalisten ist es völlig wurscht, in welcher Gesellschaft er seinen Gewinn macht.

Gravatar: Wolfgang Prabel

In Arabien kann in einer Bäckerei auch eine Frau bedienen. In Arabien kann in einer Kaufhalle auch eine Frau an der Kasse sitzen. Nur in Europa geht das nicht. Weil hier nicht erbarmungslos durchgegriffen wird. Die Grünen müssen abgewählt werden, dann werden auch hier wieder Recht und Ordnung herrschen!

Gravatar: Mag. Lothar Krist

Was ich dichter Dichter von Heute kommen sehe? Ich habe das folgende Gedicht angesichts des brennenden Bildschirms am 11.9.2001 geschrieben, es beginnt also mit dem World-Trade-Center und beschreibt den dann kommenden Multi-Kulti-Bürger-Krieg (andere nennen ihn den Clash of Cultures):

der krieg

flammen züngeln fenster splittern
qualmend tost erstickend tod
mauern zittern bersten brechen
hosen röcke stinken kot
puppen fallen fliehen feuer
auf asphalt
in augen wimmernd stechen
flugzeuge durch türme fliegen
wie die teufel ungeheuer

finster wird der himmelsklumpen
tosend rächt sich sklavenheer
nego-ego-isten juppi-truppi-lumpen
brennen nieder ohne wiederkehr
polternd winseln tivi-reporter
zeternd klagend alte welt
zeit anbricht von massentodgemorter
ha, glauben alle - unbestellt

auferstanden wieder einer
der schon lange tot geglaubt
oder fern und tief verstaubt
in heißen wüsten baum-entlaubt
sich umgetrieben purzelnd
wütend blutend geifernd
gnadenlos in dritter welt
während eine erste fröhnt
in laster - unbedauernd eifernd
zählt und schwimmt im geld

nun bomben fallen gifte kriechen
hasser schallen parolen recht
raketen knallen granaten zischen
positionen verwischen waffenecht
von mensch zu mensch ein siechen
wenn das fletschend haupt er senkt
sein geifer brennt in tausend graden
nieder glassturz und uns humanismus-maden
zivilisierter westen denkt und lenkt
schreit sieg mit der linken Hand
und nieder mit bin laden

doch die fratz dahinter
die die noch keiner sieht
und die die noch keine kennt
heißt unbarmherzig
krieg
gott-satan selber ist´s
der krieg

© Copyright by Lothar Krist

Gravatar: Mag. Lothar Krist

Ich habe dieses Gedicht damals in gut 20 Minuten geschrieben, und habe dann noch gut 40 Stunden daran herum gedoktert! Man achte auf
1 Hauptwort, 1 Zeitwort, 1 H, 1 Z,
1 Eigenschaftswort, 1 H, 1 E, 1 H,
1 H, 1 Z, 1 Z, 1 Z,
uswusf, und dann immer wieder fließend.

Der Stil ist angepasst an den Verfall unserer Zeit. Die Worte knattern, sie stellen die Attentate, die Skandale dar. Dann fließt der Text wieder, was die Zeit zwischen den bösen Dingen darstellen soll, unser Hoffen, dass sich wieder Alles normalisieren und wieder besser wird.

Ich habe für den Gedichtband "der krieg" von keinem Verlag eine ISBN-Nummer bekommen, die man als Dichter aber braucht, um im Buchhandel bestellbar, verkaufbar zu sein.
Ich hätte Worte verharmlosen müssen, wie die "juppi-truppi-lumpen", die Börsianer aus dem WTC, oder "uns humanismus-maden", unsere Gutmenschen, uswusf.

Verdammt, da scheiß ich doch drauf! Ich nehme doch nicht die Kugel aus dem Gewehr, wenn ich ein Wild erlegen will, oder?

Scheiß Gutmenschen-Zensur! Ich kann unsere Gutmenschen-Bestie von Heute nicht mehr ausstehen! Okay, unser Gutmenschen-Gesindel vergewaltigt nicht mehr selber, doch sie lassen vergewaltigen, und sie sorgen auch gutmensch-brav dafür, dass unsere Frauen und Töchter auch von ihren importierten Freunden angetanzt, ausgeraubt, sexuell genötigt und sogar vergewaltigt werden.

Verdammt! IN WAS für einer ZEIT leben WIR? WIR lassen UNS von UNS hassenden und religiös vollkommen Verwirrten, die dem finstersten Mittelalter entstiegen sind, "vergewaltigen", in welcher Weise nun auch immer! Und WIR lassen auch zu, dass diesen UNS so böse gesinnten Fremden von unserem Gutmenschen-Gesindel auch geholfen wird. Ich pfeife auf die Nazi-Keule! Ich bin kein Nazi, nur weil ich die Wahrheit in Worte fasse!

Ich kann diesen Irrsinn nicht mehr begreifen! Weder als Mensch noch als Dichter!

Nun ja, EU!

Gravatar: Gernot Radtke

@ Mag. Lothar Krist
.
Verehrter Herr Magister! Sie sind nicht der erste unter den Leser-Kommentatoren, der aus der knallharten Realitäts-Prosa in deren Lyrisierung transzendiert und dort im Gesang den Verstand verliert. Das Nero-Schicksal. Das ist ein eindeutiges Zeichen, daß der Weltuntergang nicht mehr fern ist, dem man in unerschütterlicher Haltung mit bis in die Kommata hinein gestalteter Klage (Elegie) das große Dennoch seiner Ohnmachten entgegenzuhalten versucht. Ich kenne diese Existenzialerfahrung auch. Wenn ich Ihr Gedicht so lese und dann auch noch Ihre liebe Mühe miterleide, es uns zu erklären – na ja, ich will nicht der sein, der Ihnen den allerletzten Schlag versetzt, aber einen Spaziergang mit einem erwachsenen Menschen voller professioneller Wärme und Herzensgüte, wie ich leider keiner bin, sollten Sie vielleicht doch noch mal ernstlich in Erwägung ziehen.

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