Ein Kolossaldenkmal in Trier für einen Antisemiten

Seit ein paar Monaten scheint es Mode zu sein, dass die wenigen verbliebenen sozialistischen Länder den westlichen Staaten Denkmale zu Geschenk machen. So wollte die Sozialistische Republik Vietnam in Dresden einen Gedenkort für Ho Chi Minh errichten und den Wiener Donaupark mit einer Statue von „Onkel Ho“ verschönern.

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Nun ist die Volksrepublik China dem Beispiel gefolgt und hat der Heimatstadt von Karl Marx, Trier, eine 6,5 m hohe Statue des Theoretikers des Kommunismus geschenkt. Ein Abguss der Statue kann bereits in Trier bewundert werden. Im nächsten Jahr des 200. Geburtstages von Karl Marx soll das Original aufgestellt werden.

Mit Recht wird über das Danaergeschenk sehr kontrovers diskutiert, besonders seit sich der Stadtrat entschlossen hat, es anzunehmen. Die Frage ist, ob den Stadtverordneten wirklich klar war, wen sie mit einer dieser Kolossalstatue ehren und, wie es in Verlautbarungen hieß, Touristen anlocken wollen.

Eine Peinlichkeit muss hier noch vermerkt werden. Abgesehen davon, dass es sich verbieten sollte, von der turbokapitalistisch-kommunistischen Regierung Chinas, die sich überall einkauft, ein „Geschenk“ anzunehmen, gab es dann auch noch einen seltsamen Streit darüber, wer die Idee dazu hatte, die Schenkende oder die Beschenkte.

 

Ich möchte hier nicht die geschätzten 100 Millionen Opfer des von Marx inspirierten Kommunismus in den Mittelpunkt meiner Argumentation stellen. Diese Toten einer fatalen Ideologie werden gewöhnlich mit dem Hinweis vom Tisch gefegt, dass Marx ja kein Massenmörder, sondern ein Theoretiker war. Richtig. Er war nur, was man einen Schreibtischtäter nennen könnte.

Marx war ein Menschenhasser, der häufig von „Menschenkehricht“ sprach, den es zu beseitigen gelte. Vor allem war er ein aggressiver Antisemit.

Heutzutage, wo bei Martin Luther und Johann Sebastian Bach akribisch nach Äußerungen gesucht wird, die sich antisemitisch interpretieren ließen, wo sich Kirchenvertreter für Luther schämen und sogar schon Forderungen erhoben worden sind, Bach nicht mehr zu spielen, bleibt der offensichtliche, lebenslange Hass von Karl Marx auf alles Jüdische gänzlich unbeachtet. Dabei muss man bei Marx nicht lange suchen, um fündig zu werden. Der Antisemitismus zieht sich wie ein roter Faden durch sein Werk.

So schrieb er 1843 in seiner Schrift „Zur Judenfrage“:

„Welches ist der weltliche Grund des Judentums? Das praktische Bedürfnis, der Eigennutz. Welches ist der weltliche Kultus der Juden? Der Schacher. Welches ist sein weltlicher Gott? Das Geld.

Nun wohl! die Emanzipation vom Schacher und vom Geld, also vom praktischen, realen Judentum wäre die Selbstemanzipation unserer Zeit.

Wir erkennen also im Judentum ein allgemeines, gegenwärtiges antisoziales Element…Die Judenemanzipation in ihrer letzten Bedeutung ist die Emanzipation der Menschheit vom Judentum.“

Diese eine Stelle, der man zahllose andere hinzufügen könnte, soll genügen.

Die Kommunisten, denen der Marxsche Judenhass peinlich war, oder die aus Gründen politischer Opportunität davon ablenken wollten, zitieren dagegen aus einem Brief an Arnold Ruge vom 13. März 1843:

„Soeben kommt der Vorsteher der hiesigen Israeliten zu mir und ersucht mich um eine Petition für den Juden an den Landtag, und ich will´s tun.“ Der nächste Satz, der nicht mehr zitiert wird, beginnt mit: „So widerlich mir der israelitische Glaube ist…“

Dass es sich bei diesen Zitaten nicht um eine Jugendverirrung handelt, zeigt ein Satz aus einem Brief vom 11.April 1881 an seine Tochter Jenny Longuet:

„He looks well, cross zwischen Irving und Lassalle selig (doch nichts gemein mit der zynisch schmierzudriglichen Marquis-Judenmanier des letzteren)…“

Einem solchen Antisemiten ein überdimensionales Denkmal zu errichten, sollte sich von selbst verbieten. Die Stadtverordneten sollten ihre Entscheidung für das Denkmal schnellstmöglich rückgängig machen.

Als Vorbild kann Wien dienen, wo sich die Stadtväter vor wenigen Wochen entschlossen, ein bereits angenommenes Geschenk der Sozialistischen Republik Vietnam, eine Ho Chi Minh-Statue für den Donaupark, doch zurückzuweisen.

Kommentare zum Artikel

Gravatar: Gernot Radtke

Die 100 Mio Leichen des Kommunismus sind ja nicht alles. Rechnet man zwei um einen Toten Trauernde hinzu, kommen 200 Mio weitere Unglückliche dazu, und die Milliarde Menschen, die von den Kommunisten in nichts als wirtschaftliche Not gebracht und um ihre Lebens-Chancen betrogen wurden, wollen wir auch nicht vergessen. Daß heutzutage immer noch viel zu viele dem kommunistischen Höllenmodell hinterherlaufen, ist, selbst die grassierende Kollektivverblödung deutscher Politikkunst eingerechnet, nicht faßbar. Daß sie einem der Begründer des Totalitarismus und seiner Massenmördereien, der den nationalsozialistischen quantitativ noch weit übertrifft, in Trier noch ein Denkmal setzen, ist geradezu abartig. - Ich empfehle jedem, solange sie in Trier um diesen Abgesandten des Teufels herumtanzen, diese Lokalität zu meiden und weiträumig zu umfahren. Karl Marx ist einer der großen Verderber der Menschheit.

Gravatar: Klaus Friedrich Bartholomay

Wer Marx mit Denkmälern ehrt ehrt sollte aber auch gleich den Praktikern von Sozialismus / Kommunismus Denkmäler daneben stellen.
Z.B. von Lenin,Mussolini,Stalin,Hitler,Mao,Honnecker, und deren Vertreter von heute. Und nicht vergessen die Leichenberge die diese Ideologie bis heute hat hinterlassen - für den Weltfrieden und Sozialismus gegen JESUS CHRISTUS, den Juden.
Aber Murxismus ist in D.schland immer noch gängige Praxis,nicht nur der Chemnitzer "Nischel oder Straßenamen existieren.Auch Korruption und Wirtschaftskriminalität boomen,man denke nur an BER oder "Kampf gegen Rechts" und die Auftritte von Antifa.
Der Merkelismus macht`s möglich. Auch der Islam gehört zu D.schland mit seinem Unterwerfungsprogramm und hat geistig viel mit Marxismus gemeinsam.
"Ohne GOTT und Sonnenschein geht es in die Hölle rein ! " Ps. 2,4.

Gravatar: Karl Kaiser

Marx, das ist der "gute" Kommunist, der Sozialist also, der mit dem menschlichen Antlitz, der, den wir alle nur nicht verstanden haben- richtig?
Ein Philosoph, ein Denker, einer wie Rousseau, der ebenfalls mißverstanden wurde, einer, der die Welt nur wissenschaftlich definieren wollte und dann prompt mißbraucht wurde- auch richtig?
Damit hat er etwas gemeinsam mit allen Denkern und Philosophen zumindest deutscher Sprache: sie werden grundsätzlich zitiert, nicht aber gelesen.
Was sollte der Bürgermeister von Trier also tun? Er sollte anordnen, daß alle Stadträte das gesamte Werk von Marx lesen (mit anschließender Prüfung!) und erst dann abstimmen.
Dann wurden sie selbst erkennen, wie wahr der Spruch ist. Timeo danaos et dona ferentes!

Gravatar: Hans-Peter Klein

Karl Marx hat sein Hauptwerk "Das Kapital" zwischen 1863 - 1873 geschrieben, zeitlich kurz nachdem Charles Darwin sein Werk zur "Entstehung der Arten" 1859 veröffentlicht hatte.

Was war das damals für eine Zeitepoche?

Es war die Zeit des Frühkapitalismus mit elendigen Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit, Massenelend in den Arbeitervierteln, Verstädterung, Entfremdung, niedriger Lebenserwartung, Menschen wurden nach ihrem Materialwert taxiert.

Ich denke in dieser Zeit war die Kritik an den Zuständen ihrer Zeit mit all ihrer Verknöcherung im tradierten, statischen aber auch elitären Denken nicht nur berechtigt, sie war sogar notwendig.

Die Darwin'sche Evolutionstheorie und die Marx'sche Gesellschaftstheorie sind Kinder ihrer Zeit, ich sehe nicht die zwingende Notwendigkeit der extremen Auswüchse, die die 2. und 3. Garde danach daraus hat hervor gehen lassen.

Die besagten Auswüchse in der gesellschaftlichen Praxis: Darwinismus, Sozialismus, Kommunismus, Stalinismus, etc. sind ideolgisch ins Extreme extrapolierte, pseudo-zwingende Schlussfolgerungen, bei denen in erster Linie die politisch-weltanschauliche Ideologie im Vordergrund stand (und steht), im Grunde eine Pervertierung der eigentlichen Ideen.

Man muß Karl Marx heute kein überdimenioniertes 6m hohes Denkmal im Jahre 2017 errichten, dem schließe ich mich an.
Und doch war Ihr Denkansatz zu Ihrer Zeit richtig und gerechtfertigt. Wer wünscht sich schon die frühkapitalistischen Zustände wieder zurück?

Ein Denkmal in Lebensgröße würde es auch tun.

Ein Denkmal für die Freiheit, für die Einheit der Nation, für unser germanisch-keltisch kulturelles Erbe.
Das Dürfte gerne etwas größer ausfallen,
von mir aus auch 6m hoch oder noch größer.

Und wenn ich mich so umschaue, gibts die auch hierzulande.

MfG, HPK

Gravatar: H.Roth

Einem geschenkten Gaul...
Es ist schon bemerkenswert, dass eine Stadt in Deutschland, einen Antisemiten auf den Sockel stellt, während gleichzeitig Strassennamen geändert werden, weil sie im Verdacht des Antisemitismus oder Kolonialismus stehen könnten. Damit dürfte wohl klar sein, dass Antisemitismus hierzulande nur dann böse ist, wenn er von Rechts kommt. Linke und Moslems sind grundsätzlich nicht als Antisemiten zu verdächtigen!

Das ist der normale Wahnsinn, anno 2017

Gravatar: Reiner Schöne

Europa ist schon ein merkwürdiges Gebilde. Linke Massenmörder dürfen gehuldigt werden. Fahnen und Symbole dieser Menschenverachtenden Ideologie dürfen offen getragen werden und das obwohl über 100 Millionen Menschen dieser Ideologie unschuldig zum Opfer fielen. Sagt man etwas dagegen, wird man ausgesondert und in genau dem Gegenteil zugeordnet, wo selbst ein verschmitztes Lächeln verboten ist. Und das wird in Deutschland neuerdings als Freiheit verkauft und Demokratie,

Gravatar: Thomas Rießler

Marx muss man natürlich in Zusammenhang mit den 100 Millionen Toten des Kommunismus sehen, seine Verfehlungen als Antisemit sind demgegenüber vernachlässigbar klein. Dass er in linken Kreisen immer noch hoffähig ist, sagt lediglich etwas über die moralische Verkommenheit dieser Leute aus. Wenn jemand Visionen von einer besseren Welt hat, sollte er besser zum Arzt gehen und nicht in die Politik, weil ansonsten so etwas wie der Kommunismus oder eine andere Form des Kollektivismus dabei heraus kommt.

Gravatar: esther scheiner

Karl Max als Antisemiten zu bezeichnen ist meiner Meinung nach nicht korrekt. Mit sechs Jahren wurde er im Zuge eines kollektiven Familienübertrittes zum Protestantismus übergetreten. Der Vater führte für diesen Schritt an, dass er als Jude unter französischer Herrschaft nicht weiter als Rechtsanwalt würde arbeiten können. Was ihm also bereits in sehr jungen Jahren eingetrichtert wurde, war das Gefühl, Juden seien Menschen zweiter Klasse. Daraus entwickelte sich beim ihm der, den man heute als "selbsthassenden Juden" bezeichnet. Und da ist er in bester Gesellschaft: Sand, Finkelstein, Chomsky, Zuckerberg und Zuckermann.

Gravatar: francomacorisano

Nur die Fraktionen von AfD und FDP haben im Trierer Stadtrat geschlossen gegen die Aufstellung der Marx-Statue gestimmt, von den Grünen immerhin drei Stadträte.

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