Eigentum? egal!

Oder: Der Wind des Wandels.

Veröffentlicht: | Kategorien: Blogs, Blogs - Politik, Blogs - Wirtschaft | Schlagworte: Allgemein, Demokratie, Finanzkrisen, International, Kultur, Reformen
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Es gab einmal eine EWG da galten einfache Regeln: Derjenige der kassiert, trägt auch die Verluste. Die EWG wollte voranschreiten und wurde zur EU. Es gab dort einige "neue" Ansätze. So wollte man ein Europa und eine Währung und einen Zusammenschluß von Rechtsstaaten. 

Man dachte sich Regeln für die neue Währung aus und etablierte eine zentrale Zentralbank für Europa. Und die Politiker fanden es gut. 

Direkt am Anfang wurden die Regeln aber nicht so ernst genommen, da die beiden größten Länder, die Kriterien "locker" rissen. Das war aber nicht so schlimm. Die zentralle Zentralbank von Europa half mit niedrigen Zinsen, die natürlich (es ist nun mal ein Währungsraum) auch den anderen Ländern "zu Gute kamen". Es war gut für Frankreich und Deutschland, daher wohl auch für andere Länder. Und diese griffen zu. 

Nicht nur mit neuen Krediten und einem Ausbau des Staatsapparates sondern zusätzlich noch mit "Investionshilfen" der EU. Und  siehe, es wurden alle reicher (jedenfalls an Schulden). Dieses Spiel ging in der EU etwas mehr als 1 Jahrzehnt und die Schulden waren gestiegen wie nie zuvor in Friedenszeiten. Die Politiker sahen es, fanden es aber gut, denn viele Schulden bedeutet offensichtlich auch großen Wohlstand. 

Und dann kam ein böser schwarzer Schwan vorbei, der eine der unersetzlichen Banken in den Konkurs trieb.  Eine deutsche Landesbank - geleitet von Politikern- hatte so viel Mitleid mit der fallierenden Bank, daß Sie noch mal eben 300 Mio dorthin überwies. Das war aber irgendwie doch nicht so gut. Also beschlossen die Politiker es besser zu machen und stellten finanzielle Persilscheine für systemrelevante Banken aus. Und Sie sahen, es ging "weiter". Dann aber "mußten" einige dieser Banken von Staaten "übernommen" werden und es gab noch mehr Schulden. Das fanden die Anleihekäufer nicht so gut. Also verlangten Sie höher Zinsen, das fanden wiederum die Politiker gar nicht gut.

Und so beschlossen Sie eine neues Wort zu erfinden, was schön positiv klingt und Rettung verspricht. So entstanden die Rettungsschirme. Und die Politiker fanden es gut, nur unverbesserliche Querulanten die sich noch an den EWG erinnerten und die Gesetze von Lissabon ernst nahmen, störten und beschwerten sich. Das war wirklich gemein von Ihnen. Und daher beschloss die EU die Rettung auf "rechstaatliche" Fundamente zu stellen. Die Regeln sind einfach zu verstehen.

§1 Die Politiker in den Staaten haben immer recht

§2 Haben die Politiker in den Staaten mal unrecht tritt automatisch §1 in Aktion.

§3 Klappt das nicht so richtig wird die Bevölkerung beschimpft, verunglimpft und enteignet

Und wenn die EU nicht gestorben ist, so lebt sie auch noch heute und die Freunde von Europa fragen sich: Wie kann man die Ideen Europas so pervertieren?

 

 

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