Die Blaue Partei als Realsatire

Eigentlich ist Die PARTEI die Satirepartei in Deutschland. Deren Satire wirkt jedoch oft ziemlich aufgesetzt und dahinter verbergen sich echte (und ziemlich linke) politische Anliegen. Die Blaue Partei, die Frauke Petry bereits vor der Bundestagswahl gründen ließ (siehe „‚Blaue Partei“ wurde bereits eine Woche vor der Bundestagswahl gegründet'“ und „Petry bekennt sich öffentlich zur Gründung der ‚Blauen Partei'“), als sie noch AfD-Bundessprecherin war, macht es genau umgekehrt.

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Vordergründig soll das eine ernsthafte Partei werden, doch tatsächlich handelt es sich um Realsatire. „Petry und Pretzell sind ‚gnadenlose Opportunisten'“, wie Hans-Olaf Henkel feststellt, und übertreffen noch das Klischee von prinzipienlosen Politikern. Sie haben Bernd Lucke gestürzt, die AfD nach rechts gerückt und eine Beutegemeinschaft gebildet, der es nur um Posten und Mandate ohne jeden politischen Inhalt ging, um jetzt angeblich wegen eines Rechtsrucks und Postengeschacher auszutreten. Dabei mussten sie nur um ihre AfD-Parteiämter fürchten, weshalb sie die über die AfD errungenen Mandate lieber mitnehmen und jetzt ihr Glück als Nachfolger von „Toni Geller (‚Die blaue Partei‘)“versuchen.

Das wird nichts werden, doch sie hinterlassen auch in der AfD ein ziemliches Chaos. Die „AfD NRW sagt Parteitag ab“, und zwar heute für Samstag und Sonntag. Angeblich könne die Polizei nicht für die Sicherheit garantieren, was diese jedoch sogleich dementierte. Selbst die Antifa macht sich darüber lustig, denn deutlich erkennbar handelt es sich um Feigheit, jedoch nicht vor Parteigegnern, sondern den eigenen Parteifreunden, da die Mehrheitsverhältnisse nach dem Austritt von Marcus Pretzell und einigen Getreuen wohl alles andere als klar sind und in den nächsten Wochen durch weitere Austritte und auch die Neuwahl von Delegierten geändert werden könnten. Das rechtfertigt nicht die kurzfristige Absage eines Parteitags mit falscher Begründung, doch auf die Einhaltung demokratischer und rechtsstaatlicher Grundsätze wird wohl auch zukünftig kein besonderer Wert gelegt, wie auch der Bundesparteitag entgegen einem klaren Mitgliedervotum als Delegierten- statt Mitgliederparteitag stattfinden wird.

Kommentare zum Artikel

Gravatar: OttoVB

Ist es die Blauen dann gelungen Verwirrung in die AfD Partei zu stiften?
Dass will ich nicht glauben.

Gravatar: Pedro

Frauke Petry und Marcus Pretzell sehen die "Blaue Partei" sicherlich als ihre Firma an. Man wird sehen, ob sie die auch so führen wollen. Oder ob sie demokratisch sind und sie die Partei demokratisch führen wollen, was ich mir nicht richtig vorstellen kann. Denn dann sind sie ja auch abwählbar. Und das sollten ihre Mitglieder schnellstens tun. Das was sie anderen zugefügt haben, sollte ihnen selbst widerfahren.

Gravatar: Marc Hofmann

Die AfD wird weiter ihren Weg gehen und ein Guido Reil kann sich jetzt in NRW beweisen. Der Abgang von Petry und Pretzell ist mehr ein Segen als ein Fluch für die AfD. In NRW wie auch in Niedersachsen müssen jetzt Führungsspieler her.
Was die "Blaue Partei" betrifft.....wie schwer hat sich die AfD getan und mit welcher geballten Kraft musste die AfD sich ihren Platz in der Deutschen Parteienlandschaft erstreiten...all dies muss erst einmal eine Neue Partei ob jetzt von Petry oder auch Lucke geführt, LEISTEN!
Politik und Parteien leben von Mehrheiten...Mehrheiten bei den Wahlen und die kommen mit dem Vertrauen und Glaubwürdigkeit von Wählern zu einer Partei/Person!
Weder Petry noch Lucke haben genug Vertrauen in der Deutschen Wählerschaft um ernsthaft über die 5% Hürde zu kommen....die AfD kann mit ihren Kurs Mehrheiten gewinnen...dass hat die AfD unter Gauland, Meuthen, Weidel in den letzten Monaten und Jahren ausreichend genug bewiesen! Auch in Niedersachsen wird man in den Landtag einziehen. Und die AfD ist schon jetzt die erfoglreichste neugegründet Partei in Deutschland!

Gravatar: Mathias Baumgärtel

Und diese Frau habe ich einmal für gut befunden, bis mich dann bald einmal Zweifel beschlichen. Mit ihren Eskapaden rund um die Bundestagswahl hat sie allerdings den Vogel abgeschossen. Ich halte diese Person für eine eiskalte Karrieristin, die für ihre zweifelhaften Ziele über Leichen geht. Man schaue sich einmal bewusst ihr bleiches und angestrengtes Gesicht an, wenn sie im Kampfmodus ist. Ihr Verhalten ist nicht nur unwürdig, sondern zutiefst zu verachten. Sie passt mit diesem Politikstil hervorragend zu diesem verantwortungslosen Regierungssystem Deutschlands. Fremdgesteuert und das Volk verachtend, sucht die nur ihre eigenen Pfründe zu ergaunern. Dass sie mit diesem erbärmlichen Tun nicht nur ihre Wähler für das Direktmandat verraten hat, ist eine Sache. Dass diese Frau aber auch der AfD massiv schaden wollte und damit den zweiten Verrat beging, ist die andere, noch schlimmere Tat. Ich fürchte sogar, dass diese Petry im Auftrag und gegen Belohnung handelte. Die Zeit wird es bald zeigen, wer ihre Auftraggeber sind. Da es in der Regel eine moralische Gerechtigkeit gibt (..was ich anderen Böses antue, fällt mit Sicherheit irgendwann auf mich zurück..), wird Frau Petry sehr wahrscheinlich nicht lange Freude an ihren Belohnungen haben und hoffentlich in der politischen Versenkung verschwinden.

Gravatar: Hans Jürgen Legler

Warum das Ganze, Frau Petry warum?? Warum lassen Sie Ihre Wähler im Stich und folglich im Chaos zurück?! Und warum diese "Blaue Partei", von der viele zunächst angenommen haben, es handele sich um eine Partei der anonymen Alkoholiker. Was ist los mit Ihnen???

Gravatar: Klaus Elmar Müller

Die "Blaue Partei" war vor Jahren ein fester Bestandteil des Kölner Sitzungskarnevals. Ihre Vorsitzende hieß "Maria Kron" und die Mitglieder standen "voll" hinter ihr. Als Rheinländer finde ich deshalb den Namen der neuen Partei unglücklich. Überdies: Wer mit der AfD in den Bundestag kommt und sie dann verlässt, ist nicht jemand, dem ich noch ein Wort glauben möchte.

Gravatar: H.M.

Eine Weile dachte ich tatsächlich, dass negative Meldungen über Petry und Pretzell nur das übliche einseitige Kotwerfen der Lückenpresse ggb. Bürgerlich-Konservativen darstellen. Aber wenn Leute aus ihrem Umfeld (Michael Klonovsky et al.) ihnen einen schlechten Charakter bescheinigen, wird es wohl wirklich so sein.

Wieso braucht Deutschland eine weitere Kleinpartei, die anderen Parteien ein paar Stimmen abzieht? In der sich Menschen in den Burnout arbeiten und die irgendwann enttäuscht aufgeben, weil auch beim vierten Antritt bei einer Wahl nur maximal 0,3% erreicht wurden, oder meinetwegen auch maximal 0,7%?

Es geht um Deutschland und um einen Wechsel des politischen Klimas in Deutschland. Die Eitelkeit und der Kleinkrieg von Pretzell und Petry vs. Alle interessiert mich nicht.

Gravatar: Rolf Fleckner

Was Frau Petry hier veranstaltet hat ist aus meiner Sicht
Betrug an den Wählern, die ihr ihre Stimme gegeben haben. Um es simpel zu formulieren: diese haben ein Produkt gekauft, dass in seiner Mogelverpackung angeboten wurde. Mit anderen Worten, die Darsstellung
und Beschreibung waren etwas anderes als der wahre Inhalt
Ich habe Frau Petry früher sehr geschätzt und bin wirklich
masslos enttäuscht

Gravatar: Reinhold

Petry könnte die Schwester oder Tochter von Merkel sein. Die gleichen Charakterzüge sind unverkennbar.

Gravatar: Manfred Sippe

Petry selbst ist eine intellektuell und rhetorisch gute Frau. Nur für die Politik ist sie gänzlich ungeeignet.

Ihre Lebensgeschichte seit 2013 ist weitaus verrückter als sie irgendein Dramatiker auch nur ansatzweise hätte erfinden können.

Gravatar: Ein unbequemer Geist

Wie Prof. Lucke, versucht sich Frau Dr. Petry nun auch in der tiefen Verneigung vor dem "friedliebenden" Islam.

Während Prof. im innerparteilichen Konflikt doch noch sehr viel geradliniger war, kann ich dieses von Frau Dr. Petry und ihren immer schon dubiosen Ehepartner, Herr Pretzell, wirklich nicht sagen.

Bei Herrn Pretzell hat mich dieses betrügerische Verhalten gegenüber den Wählern und der AfD nicht wirklich überrascht.
Frau Dr. Petry hatte hierzu hin und wieder zwar Ansätze erkennen lassen, die ich jedoch eher auf eine gewisse politische Unerfahrenheit zurückführen glaubte oder auf den nicht so guten Einfluss von Herrn Pretzell.

Doch mit ihrem letzten Akt hat ihr wahres Gesicht gezeigt.

Die "Blaue Partei" wurde von P + P schon eine Woche vor den Wahlen gegründet, um dann, unmittelbar nach der Wahl, ihren Austritt aus der AfD kaltschnäuzig zu verkünden.
Dieser dreiste Vorgang hat diesem Wahlbetrug an den AfD-Wählern durch Frau Dr. Petry sogar noch die Krone aufgesetzt.

Viel schlimmer und entlarvender geht es wohl kaum noch.

Heute "Blaue Partei" und morgen vielleicht schon "Schwarze Halbmond-Partei"?
Alles und nichts ist bei diesem Gespann möglich.

Obwohl die Äußerung von Herrn Pretzell, "Israel ist unsere Zukunft", eine bisher ungeahnte Variante in diesem unseriösen Spiel, einen völlig neuen Sinn verleihen kann.

"Bonny & Ckyde" werden auch künftig für unterhaltsame Überraschungen sorgen.

Gravatar: Max Moritz

Frauke Petry will die wert-konservative bürgerliche Mitte ansprechen, die sich von allen Etablierten verraten fühlt, mitnichten aber rechtes Gedankengut pflegt.

Sollten "Die Blauen" sich ökologischen Politikansätzen gegenüber aufgeschlossen zeigen, dann wäre da auf jeden Fall ein großes Wählerpotenzial oberhalb der 5%.

Frauke Petry hat bis zum letzten Wahlkampftag die AfD voll unterstützt und ihr viele Wählerstimmen eingebracht, zum AfD Sieg hat Frauke Petry maßgeblich beigetragen.

Warum jetzt sich alle gegen Sie richten, will mir nicht einleuchten, Sie vertritt eine politische Position mit hohem Wählerpotenzial, was es neu auszudifferenzieren gilt. Wer ihre Positionen nicht teilt, der kann ja weiter AfD wählen.
Oder Die Blauen.
Das ist in der Politik völlig legitim.
MM

Gravatar: Armin Helm

Im Prinzip ist das, was die beiden ins Werk zu setzen versuchen, eine infame Form der Wählertäuschung. Erst lassen sie sich für die AfD wählen und sagen direkt nach der Wahl, Ätsch, wir machen die AfD kaputt und hatten das schon lange vor.

Wenn etwas so riecht und so aussieht, dann würde es mich nicht wundern, wenn Pauke Fetry und Brezelt vor der Wahl irgendwo und sowieso einen Koffer mit Geld überreicht bekamen. Denn nichts arbeitet den anderen Parteien in dieser Form zu, wie eine Abspaltung von der AfD. Sollte die AfD auch noch die Fraktionsstärke verlieren, hat Pauke der Partei einen echten Dolchstoß in den Rücken gegeben.

Ich hoffe inständig, dass sie und ihr Lebensabschnittsparter für diesen Verrat mit Pauken und Trompeten untergehen.

Gravatar: wolle01

Zum Duo Pretzell-Petry hat sich Herr Klonovsky zurn Genüge ausgelassen. Gut daß sie weg sind. Und die "Blaue Partei" paßt schon ganz gut zu ihnen. Die gabs schon mal, stand jedes Jahr zum Karneval neu auf, stand erkennbar unter Alk, und gab im Gegensatz zu den beiden Blendern Sinnvolles dem Lauschenden zu Gehör. "PP" werden den selben Weg gehen wie die merkwürdigen von "Alfa" oder wie der Verein inzwischen heißt, frei nach dem Motto "Wenns dem Esel zu wohl...."

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