Der Bundestag als „Abklingbecken der Demokratie“

So jedenfalls sieht ihn die FAZ – Aber gemeint hat sie das anders – Ein missvergnügter Leitartikel über die neue Bundestagspartei – Die AfD wegen sachlich-seriöser Auftritte als „domestiziert“ herabgewürdigt

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Ein hübscher Einfall, den Bundestag als „Abklingbecken der Demokratie“ zu bezeichnen. Er stammt aus einem Leitartikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und wäre für die Zeit vor der letzten Bundestagswahl dort gar nicht so unangebracht gewesen. Hat ihn doch das Narkotikum der großen Koalition und ihren Claqueuren derart sediert, dass die für Land und Volk wichtigsten politischen Themen ausgeklammert und einer kontroversen Debatte entzogen wurden. Auf diese Weise treibt  Deutschland in eine ruinöse Richtung, was große Teile der solchermaßen ebenfalls sedierten Deutschen augenscheinlich gar nicht mitbekommen oder nicht wahrhaben wollen.

Ein Einfall mit unfreiwilliger Wirkung

Allerdings ist der Einfall gar nicht so gemeint, erzielt aber unfreiwillig und gleichsam nebenbei ebendiese Deutung. Sozusagen ein Schuss ins eigene Knie. Gemünzt nämlich ist die Formulierung eigentlich auf die AfD im Bundestag, die dort die schon zu lange ausgeklammerten Tabu-Positionen zum Missvergnügen der Altparteien klar zur Sprache bringt und damit die einstige und lange verblichene Debattenkultur wiederbelebt. Dies geschieht sachlich fundiert, auch lebhaft, aber in korrekter parlamentarischer Form – so, wie sich die sonstige Mitarbeit im Bundestag ebenfalls in ordentlicher, vorzeigbarer Weise abspielt.  Doch dem politischen und medialen Hauptstrom im Lande gefällt das ganz und gar nicht. Bitte hier weiterlesen

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

… „Oder hatten sie auf dürftige und entlarvende Hetzreden gehofft?“ …

Diese Gedanken setzte die FAZ m. E. insofern um, dass sie diesen Bender - seinem scheinbaren Naturell entsprechend überheblich-süffisant - zumindest feststellen ließ, dass es sich beim Bundestag um ein „Abklingbecken der Demokratie“ handelt!!!

Ist genau dies nicht aber einer jener Gründe, welche die AfD in ihrer Opposition immer heißer werden - und in Hochform kommen lassen???

Gravatar: Zicky

Ja die Frankfurter (Würste). Da gibt es neben der FAZ auch noch den Fußballverein. Beide offensichtlich mit Nazis durchseucht. Gerne nutzen die da genau solche Nazimethoden um der AfD und ihren 6 Mio Wählern und Steuerzahlern (GEZ nicht zu vergessen) zu denunzieren und zu schaden. Eine "weltoffene tolerante und bunte" Stadt für die, die die "richtige" Partei gewählt haben. Die reden von "brauner Brut" und sind selbst so braun, dass sie schon schwarz sind. Pui Deibel für diese lupenreinen Demokraten, dort in Frankfurt am Mainstream.

Gravatar: Bernd Büdenbender

Wie weit ist die FAZ gesunken,daß ein solch denunzierender Leitartikel auf Seite 1 des einstmals liberalkonservativen Blattes gelangen kann? Hatte man in der letzten Zeit hin und wieder den Eindruck, daß noch Reste einer qualifizierten, differenzierenden Debattenkultur in der Zeitung vorhanden war, so ist diese Schmähschrift eines Herrn Bender ein weiterer,trauriger Tiefpunkt.Aber es bringt nichts, diesen alten Zeiten nachzutrauern. Halt nur die Feststellung, daß Gesinnungsjournalismus sich auch in der FAZ ausbreitet. Umso mehr ist die neue, am unabhängigen Urteil und sich keiner Sache gemein machenden kritischen Berichterstattung, und davon getrennt,konträre Meinung zu den Lemmingen des Zeitgeistlournalismus gefordert. Mögen Tichy'Einblick.achgut.com, freie Welt und Journalisten wie Sie,sehr geehrter Herr Krause, die trägen Bürger weiter wachrütteln. Denn von woher sonst sollen sie sich ein kritisches Urteil machen können. Der Orwell'sche Krake zeigt sich nicht zuletztz in dem NetzDG. Alle sich sorgenden Bürger sind gefordert, nichts kann uns davon abhalten,mit Hilfe der o.a. Medien wichtige Erkenntnisse zu erlangen. Nur durch Wissen können wir uns gegen die drohenden Gefahren für unseren demokratischen Nationalstaat wehren!

Gravatar: Ercan Aslan

Es muss ja erstmal was zum Abklingen vorhanden sein!!!

Wer glaubt, dass wir in einer Demokratie leben, der glaubt auch an das Sandmännchen und dass Kim-Jon-Un gleich mit einem Rentierschlitten vorbeigeschwebt kommt und Geschenke mitbringt!
Ich weiß es nicht, was viele Menschen unter Demokratie verstehen.... dass man alle 4 Jahre ein Kreuzchen machen darf und hinterher alles noch minder wird, und das völlig egal, welche etablierten Parteien all die Jahre "durchrollieren": Es hat sich doch nie irgendetwas wesentlich für die Menschen gebessert! Im Gegenteil! Trotzdem meinen die Leute, sie könnten etwas wesentliches verändern, wenn der Farbenkranz (Grün, Rot, Schwarz, Gelb) wieder an einer anderen Position steht! Egal, wie man das Rädchen dreht, die Sch.... ist am Ende immer die Gleiche....nur die Farbe ist wieder anders!
Und wie wir in den letzten 2-3 Jahren gesehen haben, gelten Gesetze sowieso ja nicht für jeden gleich. Nein, denn manche sind etwas Gleicher und können gleich das ganze Grundgesetz aushebeln und GEGEN geltende(!) Gesetze verstoßen, ohne dass diese Person zur Rechenschaft gezogen wird.
Selbst erlassene Gesetze werden umgangen, oder gleich einfach gar nicht eingehalten, wenn es einem nicht passt. Der einfache Bürger darf sich das selbstverständlich nicht herausnehmen!
Also bitte erzählt mir nicht mehr, wir hätten hierzulande eine Demokratie! Hinzukommt ja auch noch Brüssel, wo Leute hier Gesetze bestimmen, die niemand auch nur im entferntesten demokratisch gewählt hat! Wie kann das sein?
Fazit: Ich fürchte, für das Abklingbecken ist nichts mehr zum Abklingen übriggeblieben!

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