Das Bild vom freien Menschen

Friedrich Merz sagte auf dem Leipziger Parteitag der christlichen Union 2003, "Es entspricht unserem  Menschenbild, das wir den Menschen und besonders den Familien nicht durch Steuern nehmen, was wir ihnen durch Zuwendungen wieder zurückgeben müssen".

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Ein wesentlicher Punkt des Steuerkonzeptes war, dass jedes Kind, so wie beide Eltern, den Grundfreibetrag von 8000,-Euro bekommt. Große Teile der Arbeitnehmer mit Kindern sollten so vollständig von Steuern freigestellt werden.

Auch die Besteuerung der Alterseinkommen sollte neu geregelt werden.

Er sagte, "Wir dürfen den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes nicht nur das nicht nehmen, was sie zum Unterhalt der Familie brauchen, sondern wir dürfen auch das nicht nehmen, was sie zur Altersvorsorge aufwenden müssen, damit sie sich für das Alter ein angemessenes Einkommen aus Rentenversicherung, privater und betrieblicher Altersversorgung schaffen können".

Merz stellte die Bedeutung der Ehe als Basis für die Familien, und die traditionelle Rolle nicht berufstätiger Mütter in den Vordergrund.

Das Kernstück des Parteiprogramms war ein Familiengeld von 6oo,- Euro pro Monat und Kind, 3 Jahre lang.

Dieses Konzept der Wahlfreiheit,  die heute nicht besteht,  wurde von der christlich-liberalen Regierung  in den neunziger Jahren mit viel Erfolg umgesetzt.

Die Union hat ab 2005 durch die Nichtumsetzung dieser christlichen, sozialen und auch liberalen Politik Millionen Stammwähler verloren.

Christdemokraten und Liberale haben es noch in der Hand, die Richtung neu zu justieren.

Der Gedanke der individuellen Freiheit hat von der Antike bis heute überdauert. 

                                                                 
Der Liberalismus ist als Bewegung des  "kleinen Mannes" entstanden. Die Physiokraten (das Gegenstück zu Adam Smith) wollten ihn aus Zunft-Monopolen und gutsherrschaftlichen Bedingungen befreien und ihm die Möglichkeit  geben, von seinen Kräften Gebrauch zu machen und sozial aufzusteigen.

Was die Physiokraten damals noch nicht ahnten war, dass Merkel zusammen mit sozialistischen "Heilsbringern" christdemokratische und liberale Politik offensichtlich nicht erträgt.

Während Merkels Kanzlerschaft wurde die Eigenheimzulage gestrichen, der Zugewinn in Sparverträgen zur Altersvorsorge nicht mehr steuerfrei gestellt, Direktversicherungen wurden  mit  Krankenkassenbeiträgen rückwirkend zu Vertragsbeginn belastet.


Trotz Verringerung der Arbeitslosen um 2 Millionen Menschen, einer immens hohen Steuererhöhung, die dem Staat  250 Milliarden EURO in 4 Jahren brachte,  wurde  die Schuldenanhäufung weiter praktiziert. 
Die deutschen Arbeitnehmer tragen im OECD-Vergleich die dritthöchste Abgabenlast von im Schnitt  46 Prozent.

In Japan, USA, Kanada, Norwegen, Irland, Großbritannien zahlen die Arbeitnehmer im Schnitt unter 30 Prozent Abgaben.

16 Prozent mehr Netto vom Brutto würde sehr vielen Menschen den Weg als Bittsteller beim Staat ersparen. Das meinte Friedrich Merz.

Menschen werden freier werden, wenn Politiker dem Volk dienen und es nicht schröpfen.

Merkel hat hier versagt !!  

Kommentare zum Artikel

Gravatar: Elmar Oberdörffer

Merkel hat nicht nur versagt, sie hat darüber hinaus alle fähigen Köpfe wie Merck oder Koch aus der CDU und der Politik vergrault und sich mit willfährigen Jasagern umgeben. Solange Merkel die CDU dominiert, ist die CDU für mich nicht wählbar.

Gravatar: Elmar Oberdörffer

@ Z. Klimova: Daß die Verfasserin Merkel nicht besonders schätzt, haben Sie richtig beobachtet. Auch ich schätze Merkel nicht sehr, ich halte sie für ein Unglück für Deutschland und die CDU. Aber wie kommen Sie auf die Vermutung, daß sie so unsägliche Politiker wie Sigmar Gabriel, Claudia Roth, Gesine Lötsch oder den Politclown Westerwelle bevorzugt? Ich entnehme dem Blog vielmehr, daß sie den von Merkel herbeigeführten Rückzug von Friedrich Merz aus der Politik bedauert, den sie und auch ich jederzeit Frau Merkel vorziehen würde. (Nebenbei: mit Merck in meinem ersten Kommentar habe ich natürlich Merz gemeint.)

Gravatar: Stauner

@Klimowa
wer die Zusammenhänge nicht versteht, sollte nicht kommentieren.
Es ist voll daneben gedacht.

Gravatar: Freigeist

Buchhalterisch gesehen werden die angeblichen 177 Mrd. Euro eingenommen und auch ausgegeben. Nicht das Volk wird geschröpft, sondern ein Teil davon. Einige werden zu hoch belastet, dies scheint auch klar.
Und die, die sich mit allen Möglichkeiten des Steuersparens eindecken, die wirklich Reichen, werden weniger belastet. Deshalb, alle Ausnahmen abschaffen und danach einen neuen Steuertarif einführen.

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