Christentum und AfD

Die "Deutschen Wirtschafts-Nachrichten" melden: "Die Deutsche Bischofskonferenz hat die AfD offiziell für Katholiken für nicht wählbar erklärt. Das ist ein Novum: So deutlich hat die Katholische Kirche noch nie eine politische Partei abgelehnt."

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Dazu ist ohne jede Aufregung und Polemik nur zu sagen, dass ein Katholik den kirchlichen Hirten in Glaubensfragen folgen muss. Eine solche erkenne ich hier nicht. In politicis kann ein Katholik selbstverständlich anderer Meinung wie die Kirchenoberen sein.

Der Katholizismus befindet sich in einer Krise, weil er sich - wenigstens in Deutschland - immer mehr verprotestantisiert. Die EKD verwechselt z. B. Nächstenliebe mit Sozialismus. Auch solche Verirrungen wie die südamerikanische Befreiungstheologie, aus der ja der von Linken und Atheisten gefeierte aktuelle Nebenpapst geistig herstammt, gehören in diesen Kontext. Es wird zuviel über Politik und zuwenig über Sünde und Erlösung gepredigt.

Immer mehr stellt sich die vom Publizisten Michael Klonovsky gestellte Frage: "Ich bin gespannt, wer der nächste Papst nach Benedikt XVI. wird."

Kommentare zum Artikel

Gravatar: Norbert Beutel

AfD für Christen nicht wählbar?
Wer seine üppigen Bezüge (9.000 bis 12.000 Euro pro Monat) aus allgemeinen Steuermitteln (nicht aus Kirchensteuern) einer heute noch geltenden Vereinbarung (Reichskonkordat vom 20.07.1933) mit der Nazi-Regierung verdankt, sollte einfach mal die Klappe halten.
Als Beamte (B6 bis B9) vestoßen die Bischöfe hier eindeutig gegen ihre Neutralitätspflicht.
Außerdem sollen sie endlich mal nachweisen, wo und wie die AfD gegen geltendes Recht und gegen christliche Werte verstößt. Bis jetzt kam von klerikaler Seite in dieser Beziehung nur substanzlose heiße Luft.
Im Gegensatz zu Marx legen wir Christen in der AfD nicht ihr Kreuz aus Feigheit ab ("ehe der Hahn kräht... Mt. 26:34), sondern stehen gegen alle Anfeindungen zu unserer Überzeugung.
Aber solche Bischöfe gab es ja schon mal; nur hießen sie damals Pharisäer.

Gravatar: Helena

Herr Kardinal Reinhard Marx ist _n i c h t_ die katholische Kirche. Er hat es nach eigener Aussage ja auch schon abgelehnt Filiale von Rom zu sein.

Es ist auch nicht seine Aufgabe und Zuständigkeitsbereich als Kardinal, Bischof der römisch-katholischen Kirche Politik, Parteiempfehlungen oder Verbietungen zu verkünden. Die Dinge wurden bereits im 2. Vatikanischen Konzil klar dargelegt, also vor über 50 Jahren.


anbei : http://blog.forum-deutscher-katholiken.de/?p=7939

Aus aktuellem Anlass hier noch einmal: Schuster bleib bei deinen Leisten!

Gravatar: Karl Jost

Der dargebotene Gedankensplitter geht am Kern der Fragestellung vorbei, die da lautet ob Christentum und AfD zusammen passen. Diese Frage wurde von der Bischofskonferenz sehr klar beantwortet - nein, AfD und Christentum wie von der kath. Kirche verstanden passen nicht zusammen.

Die Feststellung, dass ein Christ der Bischofskonferenz nicht Folge leisten muss ist eine Trivialität, die keiner Zeile wert ist. Kein Christ wird von seinem Bischof in die Wahlkabine begleitet oder muss danach eine Beichte ablegen falls er "falsch" gewählt haben sollte.

Gravatar: Joachim Datko

Zurzeit gibt es in Deutschland ein Meinungskartell, das die AfD diffamiert und drangsaliert. Die beiden großen Kirchensteuerkirchen gehören dazu.

Wer sich als Kirchenmitglied über die Kirche ärgert, kann ja austreten.

Ich freue mich über Kirchenaustritte.

Joachim Datko - Physiker, Philosoph

Gravatar: H.Roth

Die EKD hat schon vor 200 Jahren begonnen, zum Atheismus zu konvertieren. Das aktuelle antprotestantische, antireformatorische Gebilde namens EKD ist ein Spottbild seiner selbst. Wenn also die katholische Kirche "verprotestantiert", und dabei die aktuelle EKD im Blick hat, ist das natürlich keine löbliche Entwicklung.

Man darf jedoch nicht vergessen, dass es die ersten Protestanten waren, die den Grundstein zur modernen Demokratie gelegt haben, nämlich die Puritaner in England und der USA, sowie die Reformierten in der Schweiz. Ansonsten würden wir heute noch immer in (z.T. totalitären) katholischen Fürstentümern leben,
und uns entweder der päpstlichen Diktatur beugen, oder durch die Inquisition vernichtet werden.

Ich als Christ lasse mir übrigens in Glaubensdingen nichts von einer Kirche vorschreiben, denn "mein Gewissen ist allein gebunden an Gottes Wort" (um mal einen berühmten Protestanten zu zitieren).
Ebenso fühle ich mich frei, politisch eigenständige Entscheidungen zu treffen. Und die AfD ist aktuell die einzig wählbare Partei für mich, nachdem die CDU definitiv ihr C abgeschafft hat.

Gravatar: ropow

Also so neu ist die selektive unchristliche Ablehnung der Kirche von Menschengruppen auch wiederum nicht.

Ich kann darin eigentlich nur das verstärktes Bemühen um Kontinuität mit der kirchlichen Tradition und eine vorbildliche, die Zeiten überdauernde Prinzipientreue der Kirchen erkennen:

„Rassejüdische Christen haben in der Kirche keinen Raum und kein Recht.“ - Bekanntmachung der Kirchenführer von Sachsen, Nassau-Hessen, Mecklenburg, Schleswig-Holstein, Anhalt, Thüringen und Lübeck am 22. Dezember 1941

http://www.zeit.de/1988/41/zwischen-kreuz-und-hakenkreuz/seite-4

Gravatar: Werner N.

Im Mittelalter mussten Ketzer ihre häretischen Schriften eigenhändig und öffentlich verbrennen, dann kamen sie mit dem Leben davon, wurden nur exkommuniziert. Vielleicht kann die `AfD` die Kirchen gnädiger stimmen, wenn sie ihr Parteiprogramm den Flammen übergibt? Sie sollte auch einsehen, dass die von Papst Franziskus proklamierte „Barmherzigkeit“ bei den Moslems jetzt Vorrang hat und nicht für Alle gelten kann.

Gravatar: Gerd Müller

Ich ermahne dazu, Kinder nicht mehr in katholische Einrichtungen ohne Begleitung der Eltern gehen zu lassen.
Die Gefahr des sexuellen Missbrauchs ist aufgrund der aktuell bekannt gewordenen Fälle zu groß.

Auch rate ich von der Zahlung der Kirchensteuer ab, da diese nicht bestimmungsgemäß verwendet wird, sondern wie kürzlich am Beispiel des Limburger Bischof Tebartz zu ersehen zu großen Teilen veruntreut ist.

Weiter sollte jeder großen Zweifel an deren Predigten hegen, denn es ist nicht mit den biblischen Texten und den Werten der christlichen Kirche vereinbar, den Islam der christlichen Kirche gleichzustellen.
Der Islam kennt und das bei allergrößter Strafe, nur einen Gott.
Das ist aber nicht unser Jesus-Christus, sondern deren Allah.
Jeder Moslem der daran zweifelt ist des Todes .......

Wie hört sich das an, ihr "richtigen" Christen ?
Es ist die Wahrheit und soll an die Metapher mit dem Glashaus erinnern !

Gravatar: Klaus Elmar Müller

Der Artikel enthält viel geistigen Sprengstoff. Zunächst zum letzten Satz: Ja, ob Bergoglio wirklich Papst ist, darf gefragt werden, seit er listig und indirekt, aber bewusst die katholische Morallehre auflöst. Dann: Die AfD steht mit ihrer Ablehnung von Genderismus, Frühsexualisierung und Abtreibung der t r a d i t i o n e l l e n, als wahrhaft katholischen Kirche nahe. Herr Höcke freilich nicht in dem einen Punkt, dass er Geburtenreduzierung der Afrikaner möchte, was aber -und hier hätte die Kirche längst protestieren müssen- längst die Politik der UNO ist: Gelder für arme Länder an Empfängnisverrhütung und Abtreibung zu knüpfen.

Gravatar: H.Roth

@ Adorján Kovács

Danke für die Buchempfehlung. Das beweist wieder, dass es auf den eigenen Standpunkt ankommt, wie man Geschichte/Kirchengeschichte "interpretiert", nicht wahr? Aber auch ein solches, dem Katholizismus wohlgesonnenes Buch, vermag es nicht, die durch Inquisitionsgerichte und gegenreformatorische Kriege, reichlich blutbefleckte Weste dieser Kirche, wieder weiß zu waschen. Nennen Sie das ruhig "überholte Ansichten". Ich habe die Bezeichnung "alleinseligmachende Kirche", wie sie die Katholiken gerne gebrauchen, weit mehr im Verdacht, überholt zu sein. Es gibt in der Bibel nur die eine "ekkelsia". Dazu gehören alle wiedergeborenen Christen. Sicher auch einige Katholiken und Protestanten. Vielleicht auch Sie, das würde mich freuen.

Gravatar: Gast

Die kath. "Kirche" ist keine christliche Kirche. Sie lehrt nicht das, was ich in der Bibel finde.
Der Papst ist ein Osiris-Priester, die Jesuiten folgen dem Gott PAN.
Daher ist es zu 100% egal, was diese Leute sagen und raten.

Gravatar: Gittel

An alle Bischöfe,
1.das geht Sie gar nicht 's an, wen die Katholiken wählen
2.der Islam lässt keine andere Religion zu (wobei der Islam keine Religion ist)
3.wenn die erste Kirche brennen wird, schauen wir mal, wer dann weint
4.versuchen Sie es mal mit Sex,erhöht das Denkvermögen.
AMEN

Gravatar: Aufbruch

@ Herr Datko
Ich habe mich schon öfters über Ihre antklerikalen und auch gotteslästerlichen Kommentare geärgert. Was die antiklerikalen Äußerungen betrifft, zwingt mich das Verhalten unserer Oberbischöfe dazu, Ihrer nicht gerade kirchenfreundlichen Ansicht näher zu treten. Was sich diese Herrschaften inbezug auf die AfD zur Zeit leisten, ist nicht zu akzeptieren. "Es wird zuviel über Politik und zuwenig über Sünde und Erlösung gepredigt." Genau das ist der Punkt. Schuster bleib bei deinen Leisten. Die AfD als nicht wählbar zu verleumden, ist genau so eine Sünde wie das Verstecken des Kreuzes vor den Moslems. Ich finde im Programm der AfD weit mehr christliche Werte, als in den scheinheiligen Pamphleten der "Etablierten".

Gravatar: Michel Sardou

Doch, schon 1972 haben sich die Pfaffen eindeutig gegen die Wahl von Willy Brandt ausgesprochen.

Weiss es genau, weil deswegen bin ich 1972 aus der kath. Kirche ausgetreten.

Gravatar: Klaus Elmar Müller

Zur Stellungnahme von Herrn Gerd Müller:
Die katholische Kirche hat ihre Missbrauchsfälle aufgearbeitet, was andernorts kaum geschieht, etwa bei den Sportvereinen. Die katholische Kirche ist gemessen an der Zahl jener schrecklichen, verabscheuungswürdigen Fälle der sicherste Ort für Kinder! Ferner: Exzellenz Bischof Prof. Tebartz-van Elst hat nichts veruntreut, sondern Beschlüsse seines Vorgängers und feiger Gremien umgesetzt; das Ergebnis ist ein schön restaurierter und historisch wertvoller Bau, kostengünstiger als das, was Kardinal Marx in München und Rom für Baulichkeiten ausgegeben hat. Die Hatz auf den vorigen Limburger Bischof gründet auf dessen Konservativität, deutlich etwa in der Ablehnung von hochzeitsähnlichen Segnungen für Homosexuelle. Kardinal Marx tut alles, um der Darling aller zu bleiben und hat damit Erfolg.

Gravatar: Klaus Friedrich Bartholomay

Es ist kein Wunder das eine Kirche die zur Christenverfolgung in der Welt schweigt (ca. 100 000 Tote wegen ihres Glaubens jährlich),ihre Mitglieder politisch manipuliert und gegen den "Klassenfeind" der deutschen EU - Staatspolitik (Diktatur) mobilisiert.
Im NSDAP und im SED Staat hat die Kirche diese Politik gestützt weil davon profitiert,statt gegen Aberglauben und Unrecht zu protestieren.
Kirchenführer die antibiblische Religion und Praktiken propagieren und verbreiten sind Wegbereiter in den Faschismus damals wie heute. Pfui Teufel es stinkt schon zum Himmel - dieser AfD Hass und Förderung von Antisemitismus durch den kirchlichen 666 - Kurs.

Gravatar: Ida

Herr Marx scheint auf dem linken Auge blind zu sein: Hat er sich in ähnlich engagierter Form gegen die Machenschaften der Linken gewandt? Die Erbin der SED, eine Partei, die auf dem Boden unseres Landes, gemordet und Menschen ihres Glauben wegen verfolgt hat und weswegen Christen großen Repressalien ausgesetzt waren? Oder die Haltung Linker, die dem Staat Israel keine Existenzberechtigung zuschreiben wollen? Oder hat man seine Stimme gehört gegen den aktuellen Programmentwurf von Bündnis 90/Die Grünen, der anstrebt unsere Gesellschaft komplett auf den Kopf stellen (Ehe für alle! Etc.)?
Eine Kirche die sich zum Sprachrohr einer Politik macht, hat aufgehört Kirche zu sein. Wenn Herr Marx sein Amt als Hirte ausüben würde, er hätte alle Hände voll zu tun!
Wundern muss man sich eigentlich nicht.Vor unseren Augen entwickelt sich das was im 2.Vat. Konzil festgelegt wurde. Man erkennt nun wohin die Reise gehen soll.
"Denn auf (auch) Brüssel-Ebene wird schon seit Jahren über eine „neue Seele für Europa" nachgedacht. Es wird erwartet, dass die Kirchen am Aufbau Europas mitarbeiten und die „Prinzipien der europäischen Einigung, wie Versöhnung, Frieden, Solidarität, Gerechtigkeit, Freiheit oder Menschenwürde", in die Tat umsetzen. Und da wird eines erwartet – Toleranz."
Deswegen mischt sich die KK in die aktuelle Politik ein und politische Statements sind an der Tagesordnung. Ebenso zu sehen an den Versuchen der Einflussnahme der Bürger, keinesfalls rechtspopulistisch zu denken/wählen (Bischof Marx gegen die AfD).

Dass hier Toleranz plötzlich keine Rolle spielen soll, müsste misstrauisch machen.
"Toleranz ist gut. Aber nicht gegenüber Intoleranten." (Pfarrer Wilhelm Busch)

Gravatar: p.feldmann

Aufgabe der katholischen Bischofskonferenz ist NICHT, persönliche politische und ideologische Ansichten auf das Volk zu dekretieren! Wer das Wort Gottes mit solchen Machtinteressen verwechselt, der gehört eigentlich nicht in die Hierarchie der katholischen Kirche sondern in den Parteivorstand der grünen, der spd, der cdu.

Wenn die Bischöfe diesen Weg beschreiten, dann bedingen sie die Verzwergung der Katholischen Kirche (so drückt es der kritische Katholik A.Kissler im Cicero aus und eben als Katholik sehe ich das genauso!)!
Die "Begründungen" der Bischöfe zeigen, daß sie hier nur inteessengeleitete Propaganda, die in der Sache an der AfD vorbeigeht(!), betreiben.
Die katholische Amtskirche macht sich damit zum Diener der Machthaber und verleugnet ihre1n eigentlichen Heilsauftrag- ebenso wie die evangelische Kirche.
Solchen Leuten muß niemand menr glauben und für mich als Katholik sind Marx& Co Häretiker!

Gravatar: Adorján Kovács

@H. Roth
Das Buch zeigt wirklich überzeugend nicht das, was Sie insinuieren, sondern dass es gerade die Historiker des 19. Jahrhunderts waren, die ihre Neutralität dem wütendsten Antikatholizismus geopfert haben. Übrigens haben die protestantischen Staaten schon weit mehr Menschen umgebracht als es die Katholische Kirche je vermocht hätte. Soviel Selbstkritik muss sein. Ansonsten denke ich auch, dass alle Getauften an einer ekklesia bauen sollten.

Gravatar: Dr. Peter Kunte

Religion - das ist ein Euphemismus für Aberglaube. Wer das religiöse Holzwürmchen in seinen Kopf lässt, damit ihm das ein Hohlköpfchen fräst, dem ist nicht mehr zu helfen. Und wer kann da helfen? Nein, nicht Pinoccio, der ist auch ein Lügenkasper. Das Bücherwürmchen. Das macht aus so einem Hohlkopf wieder ein helles Köpfchen. In diesem Sinne: Keine Stimme den Altparteien, sonst bleibt auch alles beim Alten. Eine Ungeheuerlichkeit so ein Aufruf. Von Marktschreiern, die Jahrtausende lang den Andersgläubigen entmenschlicht haben. Denn Tiere darf man schlachten. Widerlich.

Gravatar: Marlies Wildberg

Die Kirche vertritt nicht die biblische Lehre des Christentums, sondern ist zur Staatshure verkommen. Dasselbe hatten wir schon mal im dritten Reich.

Gravatar: Frederik Friedrich

Die katholische Kirche erklärt die einzige Partei, die sich noch zu christlichen Werten bekennt, als nicht wählbar.
Keine weiteren Fragen an den Zeugen...

Gravatar: lector

@Prof. A. Kovács

Bei aller Liebe, auf einen Vergleich zwischen den Opferzahlen "der protestantischen Staaten" mit denen der Katholischen Kirche muss man erst mal kommen, aber wer sucht, der findet; cuius religio, eius regio?

Ja, man kann auch Äpfel mit Birnen verwursten; hoffentlich gibt das einen genießbaren Kompost, äh Kompott.

Dass es im 19. Jahrhundert einen Kulturkampf um die Kirche gab, insonderheit der Katholischen, ist schon klar, und man freut sich ja immer über einen ausgeräumten oder, naja, wenigstens angekratzten Mythos mehr bzw. weniger, wenn der neue Mythos denn besser begründet sein sollte; was ja sein mag, es sei ihnen (und Ihnen) von Herzen gegönnt.

Was nicht verschwindet, ist die mangelnde Achtung vor sola scriptura, sola fide, sola gratia und solus Christus ex cathedra catholica, und das sind die Pferdefüße Nr. 1-4 des hohen Rosses, auf dem der unfehlbare "Stellvertreter Gottes" sitzt, ein Titel, welcher Petro non licet sed solo Christo in aeternitate amen.

VICARIVS FILII DEI - welcher Zahlenwert kommt dabei heraus? 666 - man rechne es nach.

Unzweifelhaft ist eine gute Anzahl Katholiken ganz bei Gott, wie andernorts aber auch, da wollen wir doch nicht sektieren.

Was der jetzige oberste Menschenfreund da aber hinlegt, heidewitzka, da geht aber die Post ab - in Richtung Allverhöhnung (sic?), ob da die Unfehlbarkeit mit ihm durchgegangen ist?
Ubi es o Benedicte?

Wer da nicht schwindelfrei und ganz allwetterfest ist, dem müsste eigentlich schon lange nahegelegt werden, dem Verein der Kartoffeln wie der staatlichen Äpfel (s.o.) schleunigst den Rücken zu kehren, natürlich nicht in Richtung Abfall, dann könnte er auch gleich drinbleiben und hätte wenigstens mal ein schönes Begräbnis in spe, sondern in Richtung von...?

Confiteor: ...einer freien evangelischen Gemeinde NICHT pfingstlich-charismatischer Prägung, sondern in paulinischer Nüchternheit, aber Scripturae Sacrae strikter Observanz, wenn so viel freie Meinungsäußerung hier einfach mal gestattet ist. Amen.

Gravatar: R. Avis

@ lector: Möchte dazu anmerken, daß es in den Vatikanischen Museen eine Abteilung für Völkerkunde gibt, die ihresgleichen sucht. Weil nämlich viel "heidnisches" Kunsthandwerk und Kulturgut in die päpstlichen Sammlungen überführt wurde, während die evangelischen Missionare, namentlich die Pietisten, das Vorgefundene vor Ort einfach verbrannten und meinten, damit ein gottgefälliges Werk zu tun.

Gravatar: kassaBlanka

Ein Mensch, der den Koran gut kennt
und ihn daher nicht göttlich nennt,
sieht dort den Boden vorbereitet,
dass Mord und Totschlag sich verbreitet.
Ein Moslem, wenn er gläubig ist,
ist potentiell ein Terrorist.
Die Nazis schätzten den Islam,
der ihrem Denken nahe kam,
quittierten es mit Hohngelächter,
dass Mohammed, der Judenschlächter,
sechshundert Juden, ganz gewiss,
enthauptet in die Grube schmiss.
Der Judenhass steckt im Koran,
er ist zentral von Anfang an.
Dass dies die Kirche nicht erkennt
und sich nicht klar vom Bösen trennt,
ist eine Schande, ein Skandal:
Ihr Geist versagt zum zweiten Mal.
Die Pfaffen schrien einst „Sieg Heil“,
heut finden sie den Mufti geil.
Der Kuss des Papstes war das Zeichen,
dass Bibel und Koran sich gleichen,
und dass er sich in Ehrfurcht neigt
vor dem Islam und Demut zeigt.
Irrlehren lehrt der Vatikan
und gleicht sich Satans Wesen an:
Der Christengott sei Allah gleich,
sein Paradies gleich Himmelreich,
wo ewiglich die Freude lacht,
für den, der Christen umgebracht.
So kann der Antichrist nur lehren
und Jesu Göttlichkeit verkehren.
Was man einst Christentum genannt,
ist heute als „Chrislam“ bekannt.

Gottloser als zu Nazizeiten
ist das, was Kirchen heut verbreiten.

Gravatar: Kirchfahrter Archangelus

Das aufgeregte Mitschnattern der DBK in Fragen der Parteipolitik wird nur erklärlich, wenn man sie sich als gesellschaftlichen Transmissionsriemen des politisch-medialen Komplexes verdeutlicht, ebenso wie DFB, DFL u. a. Deren Aufgabe ist die Sicherstellung der effizienten Durchführung des hiesigen Social Engineering als Teil der aktuellen globalen System-Transformation bei ihrer jeweiligen Klientel, möglichst ohne (weil unliebsame Aufmerksamkeit erregende) Repressionsmaßnahmen. „Gesellschaftlicher Kampfauftrag“ der DBK scheint zudem die Patenschaft für eine geräuschlose Integration des politischen Islams in diesem Gemeinwesen zu sein, was auch geradewegs die Verunglimpfung der - hierbei störenden - AfD erklärt.

Gravatar: H.M.

Protestantischerseits gibt es ähnliche politisch-korrekte und zeitgeistaffine Äußerungen. Es ist zum Jammern. Zu vielen politischen Themen (Wirtschaft, Einwanderung, aber leider auch Ehe, Familie und Abtreibung) beziehen Kirchenvertreter oft dezidiert linke Standpunkte, begründen diese dann auch gerne pseudotheologisch, um sich abzusichern. Wer die Bibel liest und selbständig denkt, d.h. auch alternative Medien liest, kann dazu nur den Kopf schütteln. Dass man den gegenwärtigen politischen Kurs mitträgt, Probleme vertuscht und die AfD verteufelt, zeigt doch nur, wes Geistes Kind man ist. Ein mutiger und wahrhaftiger Standpunkt zugunsten der Christen, zugunsten der Deutschen und Ihres Vaterlandes, sieht anders aus. Möglicherweise ist das Zölibat ein Grund dafür, dass katholische Bischöfe und Priester sich nicht um die tatsächliche Zukunft kümmern, auch wenn sie vielleicht in anderen Punkten konservativer sind (siehe Woelki, pro Bevölkerungsaustausch, kontra Abtreibung). Wer keine Frau und keine Kinder hat, um die er sich sorgen muß, dem ist es – vielleicht unbewusst – egal, was aus der angestammten deutschen Urbevölkerung wird.

Gravatar: ropow

@Adorján Kovács

Sie haben recht, trotz vieler Gemeinsamkeiten mit der NS-Ideologie (Erhalt traditioneller Werte, Ablehnung von Kommunismus und Sittenverfall, Antijudaismus) und der Zustimmung zum Ermächtigungsgesetz ist die Katholische Kirche niemals so weit gegangen wie die Evangelische, auch wenn sie sich 1937 „Mit brennender Sorge“ mehr um die Freiheiten und Rechte der Kirche als um die der jüdischen Bürger nach dem Erlass der „Nürnberger Gesetze„ 1935 kümmerten.

Immerhin erweckte meine Ungenauigkeit Ihre maliziöse Seite - aber dass der Rauch Satans die Sinne bis in die Fußsohlen belebt, wußten Sie sicher schon vorher.

Gravatar: Adorján Kovács

@kassaBlanka
Das Gedicht habe ich mir kopiert. Es zeugt von Kundigkeit und trifft leider zu. Danke.

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