Bundesverfassungsgericht erfindet drittes Geschlecht

Das ‚Bundesverfassungsgericht dankt ab‘, indem es sich in wirklich wichtigen Fragen vor Entscheidungen drückt (siehe auch ‚Bundesverfassungsgericht legt Anleihenkaufprogramm der EZB wie zuvor OMT dem EuGH zur Absegnung vor‘). Zugleich trifft es willkürliche Entscheidungen, die das eigentlich zuständige Parlament zu bestimmten Gesetzen zwingen sollen. So meint es, das „Personenstandsrecht muss weiteren positiven Geschlechtseintrag zulassen“. Es erfindet also ein drittes Geschlecht, obwohl es biologisch nur zwei Geschlechter gibt (und das Grundgesetz explizit „Männer und Frauen“ benennt).

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Tatsächlich geht es um „Intersexualität“, bei der sich Menschen vom Geno- oder Phänotyp nicht eindeutig dem weiblichen oder männlichen Geschlecht zuordnen lassen. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein drittes Geschlecht, sondern es existiert eine Reihe von Mischformen. Das war übrigens schon immer so. An den Fakten hat sich also nichts geändert, auch das Grundgesetz wurde an den entscheidenden Stellen (Artikel 1 bis 3) nicht angepasst, doch plötzlich soll nach fast 70 Jahren das geltende Recht verfassungswidrig sein. Dabei wurde § 22 Abs. 3 Personenstandsgesetz bereits 2013 geändert, so dass seither nicht mehr zwingend das weibliche oder männliche Geschlecht eingetragen werden muss, sondern eine solche Eintragung auch unterbleiben kann.

Aber das verletzt nun nach Ansicht der Verfassungsrichter die Menschenwürde und es muss positiv ein drittes Geschlecht eingetragen werden können, wobei an der Eintragung dann zahlreiche weitere Rechtsfolgen hängen. Wird es zukünftig z. B. auch Quoten für Intersexuelle geben? Brauchen sie eigene Toiletten und Gefängnisse? Warum sollen nur drei Geschlechter differenziert werden und nicht 43.046.721 (siehe „60 Geschlechter: Was Facebooks Gender-Wahl über unsere Welt verrät“)?

Das Bundesverfassungsgericht zeigt immerhin noch eine bessere Alternative auf: „So könnte der Gesetzgeber auf einen personenstandsrechtlichen Geschlechtseintrag generell verzichten.“ Dadurch würde das Diskriminierungsverbot von Artikel 3 Abs. 3 Grundgesetz tatsächlich verwirklicht und auch aller angeblich positiven Diskriminierung bis hin zu Frauenquoten der Boden entzogen. Die „Ehe für alle“ (siehe ‚“Ehe für alle“ als Merkels jüngste Volte‘) bzw. unabhängig vom Geschlecht wäre dann ebenfalls kein Problem mehr. Schließlich könnte der Staat auch jedem erlauben, sein Geschlecht frei zu wählen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Freigeist

Alles Ablenkungen von den wirklich wichtigen Problemen, die Deutschland, die EU und die Welt hat. Mir ist schnurz egal, ob es noch ein 3. Geschlecht gibt.

Gravatar: S.Kampflesbe - Feminazi

Gehen Sie davon aus, dass Frau Baer den Vorsitz und die Geschäftsstelle ihres sogenannten 'Gender Kompetenz Zentrums' von Berlin einfach nach Karlsruhe verlegt hat, als sie zur Richterin am Bundesverfassungsgericht dort bestimmt wurde.

Wenn sie in Karlsruhe fertig ist, saugt sie wahrscheinlich noch ein Jahr lang Geld aus einem trudelnden deutschen Großkonzern ab, möglichst nicht unter 10.000.000 Euro 'Entschädigung' über die monatliche Vergütung hinaus, streitet sich mit anderen Aufsichtsratsmitgliedern, mit denen sie sich nicht 'versteht' und mit denen die Kommunikation 'nicht zumutbar' ist, weil die so 'frauenfeindlich' sind, um sich dann endlich vom Acker zu machen.

Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf einschlägige Aufsätze von Herrn Danisch verwiesen.

http://www.danisch.de/blog/2017/03/15/neues-zur-verfassungsrichterin-susanne-baer/

Wenn Sie sich Gedanken darüber machen wollen, welche Einflüsse wirken und von wo aus sie wirken, dann kann Ihnen möglicherweise Herr Peterson Anregungen bieten.

https://www.youtube.com/watch?v=MPojltjv4M0

Gravatar: Karl Napp

Das Bundesverfassungsgericht hat sich im Laufe der Jahrzehnte vom Wahrer des Grundgesetzes zum Herrn des Grundgesetzes entwickelt. Es hat im Soldatenurteil den Schutz der persönlichen Ehre abgeschafft, es hat in Salami-Taktik den besonderen Schutz von Ehe und Familie abgeschafft, es hat ein neues Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung erfunden und nun auch ein Drittes Geschlecht. Warum sollte sich dann die Bundeskanzlerin nicht auch kreativ über die geltenden Immigrationsgesetze hinwegsetzen?

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