Arabische Christen von der Spätantike bis zum Frühmittelalter

Hat das Wissen von Tatsachen die Aussicht auf Gehör und Durchsetzung? Hemmen religiöser Glaube und Meinungsfreiheit der lautesten Marktschreier, gepaart mit Verschwörungstheorien, jegliche Möglichkeit, die menschlichen Zivilisationen zu erforschen und die wissenschaftlichen Ergebnisse zu verbreiten? Die Religionsfreiheit ist grundgesetzlich geschützt. Der Verbreitung von Irrlehren sind somit keine Grenzen gesetzt.

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Die Erzbischöfin von Uppsala sitzt der Schwedischen Kirche vor. Mit Erlangung der höchsten kirchlichen Würde Schwedens behält sie ihren bisherigen religiösen Wahlspruch bei: „Gott ist größer„, schwedisch: „Gud är större“, arabisch: „Allahu akbar“. Einige Leser mögen der Ansicht neigen, dass arabisch: „Allahu akbar“ übersetztGott ist großbedeutet. Das ist falsch! Allahu akbar“ bedeutet „Gott ist größer“ und wird von den meisten Muslimen weltweit, auch in Europa und den USA, mehrmals täglich gebetet.

Nun geht es hier nicht darum darzustellen, dass die Schwedische Kirche zum Islam neigt. Mögen die Christen Schwedens glauben, was ihnen gefällt. Denn auch in Schweden herrscht eine, wenn auch eingeschränkte Meinungsfreiheit, die speziell Schriftsteller und Verleger zur Verzweiflung führen (S. Lindgrens Negerkönig). Hier wollen wir herausarbeiten, was „Gott ist größer“ bedeutet: Gott ist größer als wer? Zur Beantwortung dieser Frage muss man die Geschichte des Islams und des Christentums kennen.

Im ersten Jahrtausend nach seiner Entstehung breitet sich das Christentum innerhalb und außerhalb des Römischen Reiches aus nicht nur in Europa und Nordafrika, sondern auch im Orient. Nicht alle Christen akzeptieren die gleichberechtigte Dreifaltigkeit von Gottvater (Gott), Sohn (Jesus Christus) und Geist (heilig), die eine unzerstörbare Einheit bilden und somit alle zusammen und jeder für sich gleich heilig sind. Die heute verschwundenen arianischen Christen, die nur Gottvater als ursprünglichen Gott betrachten und nicht den Sohn, gelten bald als Ketzer, die aus christlicher Nächstenliebe zu eliminieren sind. Zu den Arianern gehören Westgoten auf der Iberischen Halbinsel (Spanien), Vandalen in Nordafrika, Germanen und Araber. Araber und verbündete Vandalen, beide christliche Arianer, bekämpfen die westgotische Arianer in Spanien, wobei die Araber und die Vandalen, die noch keine Muslime sind, siegen. Irgendwann werden arianische Westgoten, Wandalen und Germanen katholisch oder ausgerottet. Die Araber werden im 9. und 10. Jahrhundert Muslime, was zahlreiche Münzfunde (Münzen lügen nicht!) bezeugen. Vorher hat es keinen Islam gegeben!

Christus Jesus, der Sohn Marias, ist doch nur der Gesandte Gottes und sein Wort, das Er zu Maria hinüberbrachte, und ein Geist von ihm. So glaubt an Gott und seine Gesandten. Und sagt nicht: Drei.Koran 4:171

Er [Gott] hat nicht gezeugt, und Er ist nicht gezeugt worden. Koran 112:3

Diese Glaubenssätze, die im Koran nachlesbar sind, sind die Glaubensbekenntnisse der Arianer.

Welche Bedeutung hat die Erkenntnis, dass der Islam aus dem arianischen Christentum hervorgeht? Der Felsendom auf dem Tempelberg in Jerusalem gilt bis heute grob-fälschlicherweise als Meisterwerk der islamischen Baukunst, der den frühchristlich-byzantinischen Zentralbautyp übernimmt. Er wird unter dem „Kalifen“ ʿAbd al-Malik ibn Marwān Ende des 7. Jahrhunderts errichtet. Tatsächlich hat der christlich-arianische Herrscher ʿAbd al-Malik ibn Marwān zu seinen Ehren diese Kirche auf dem Tempelberg unweit der in den Jahrhunderten heruntergekommenen Grabeskirche bauen lassen. Dieses Wissen könnte den tödlichen Streit zwischen Muslimen und Juden entschärfen, wer den Felsendom betreten und wer dort beten darf. Auch bräuchten deutsche Bischöfe, die den Tempelberg aufsuchen, aus political Correctness nicht mehr ihre Jesus-losen Kreuze unter dem verschwitzten Hemd verbergen.

Interessanter ist die Frage nach dem Übergang vom Arianismus zum Islam. Sind noch Überreste der alten Religion im Islam nachweisbar? Wenn ja: Könnten die Schwedische Kirche und andere christliche Konfessionen die muslimischen Flüchtlinge zumindest religiös integrieren?

Die nur zum Teil neuen Erkenntnisse sind unter inarah.de penibel aufgeführt und werden laufend erweitert. Inarah“ bedeutet im gesprochenen Arabisch „Lampenladen“, auf Hocharabisch „Aufklärung“ und „Erleuchtung“. Einige der Wissenschaftler publizieren unter einem Pseudonym, um der Ermordung durch Rechtgläubige zu entgehen. Eine wissenschaftliche und aufklärerische Zusammenarbeit mit in Deutschland integrierten Muslimen ist bisher nicht gelungen. Zu groß ist die Angst vor der gesellschaftlich verordneten politisch korrekten Meinungsfreiheit. Dabei könnte eine intensive Erforschung des arabischen Christentums, an der Muslime mitbeteiligt sind, einen bevorstehenden Kulturkampf vermeiden, zumindest abmildern,.

Im 19. Jahrhundert ist Deutschland führend in der nicht von Religionsgemeinschaften diktierten wissenschaftlichen Erforschung des Islams. Diese Tradition wird von den Nationalsozialisten jäh unterbrochen, da die universal gebildeten deutschen Islamforscher oft Juden sind. Heute wird die Wiederaufnahme der Islamforschung in Deutschland bei unzureichend ergebnisoffenen Forschungsfreiheit behindert. Die wenigsten (muslimischen) Deutschen verfügen über ausreichende Kenntnisse des Arabischen und des Aramäischen wie ihre jüdischen Vorgänger, in denen der Koran im 9. und 10. Jahrhundert verfasst worden ist. Zusammengetragen und geschrieben wird der „ewig unveränderbare“ Koran im heutigen Irak, dessen „Original“ über die kommenden Jahrhunderte noch viele Male modifiziert wird. In der kulturfernen Arabischen Wüste ohne Zugang zu Wissen und zu Büchern, wo der Analphabet und spätere Prophet Mohammed vorgibt, vom Erzengel Gabriel aufgesucht worden zu sein, ist der Koran mit Sicherheit nicht verfasst worden. Der Koran hat im heutigen Irak mindestens 300 Jahre nach dem festgesetzten Tod Mohammeds das Licht der Welt erblickt. Die Existenz Mohammeds ist unwahrscheinlicher als die von Jesus und von Moses. Möglicherweise hat ein weiser Mann den Islam forciert. Ihm wird der Name „Mohammed“ zugeteilt, was der „gepriesene“ oder „geliebte Sohn“, also Jesus, bedeutet. Aus einem pharisäischen Wanderprediger aus dem unbedeutenden Nazareth in Galiläa wird der christliche Sohn Gottes und aus dem arianischen Sohn Gottes wird der islamische Prophet Mohammed aus der Arabischen Wüste. Wahrlich, kein Jude hat es weiter gebracht!

Wie bei den anderen monotheistischen Religionen wird der Beginn des Islams um einige Jahrhunderte zurückversetzt, um der Religion einen alt-ehrwürdigen Edelrost zu verschaffen. Zudem treffen Prophezeiungen genauer zu, wenn sie bereits eingetroffen sind. Religiöse Schriften mögen die Anhänger zu moralisch wertvollen Menschen machen. Als Geschichtsbücher taugen sie nicht, wenn die ideologisch korrekte Forschung statt der wissenschaftlichen Forschung einen offenen Zugang erhält, um die Angaben aus Heiligen Büchern zu überprüfen. Dieses Verlangen wird bereits in der Katholischen Kirche extrem erschwert. Im Islam bleibt die Forderung nach wissenschaftlicher Überprüfung bisher ungehört.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Catilina

Mißtrauen ist angesagt. Fake News gibt es nicht erst seit Kurzem und Geschichtsbücher wurden schon immer dem herrschenden Zeitgeist "angepaßt".
Die jüdisch-christlichen Wurzeln des Islam sind bekannt, es wird jedoch nicht erklärt, wie daraus eine Ideologie der Eroberung und Versklavung, mit Parasitierung der unterworfenen Völker werden konnte.
Der Koran hat den gleichen absoluten Anspruch und die gleiche zerstörerische Wirkung wie das kommunistische Manifest, nur ist der eine islamischen, das andere jüdischen Ursprungs.
Die christliche Religion garantiert als einzige die Freiheit des Individuums ohne Aggressivität nach außen oder innen.

Gravatar: Unmensch

Ein interessanter Einblick, nur: diejenigen Moslems, mit denen man darüber offen sprechen kann, sind nicht die von denen eine Gefahr aus geht. Die anderen aber, die Abweichlern mit Ermordung drohen, mit denen kann man auch über so etwas nicht sprechen. Die Aussicht auf Konfliktlösung bleibt weiterhin minimal.

Gravatar: Quecal

Domini vobiscum !

Gott ist tatsächlich größer - vermutlich das unvorstellbar Größte, das All - Eine und Immerwährende. Das ist kein Glaube sondern ein Wissen, ich muß das nicht ausführen oder beweisen es wird eines Tages klar sein wie das Internet oder kosmische Signale die wir jetzt erst nach und nach empfangen und entschlüsseln können - nein keine grünen Männchen sondern eine unvorstellbare, unnennbare schöpferische lebendige Energie. Man mag gespannt sein ob wir Menschlein noch die Chancen kriegen es zu begreifen - oder ob wir uns vorher gegenseitig für die richtige Aussprache des Wortes 'Gott' umbringen. Dem All Einen ist dies wahrscheinlich völlig gleichgültig. Möglicherweise sorgt es sich um das Leben auf diesem unscheinbaren kleinen Punkt in irgendeinem Universum den wir Erde nennen und wo wir uns das Leben schwer machen. Idiotischerweise wegen ein paar Seiten unverständlichen Zeugs, dabei ist es so einfach - es gibt nur diese eine Erde und unser Leben ist begrenzt also wäre es doch ganz einfach mit dem 'Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst'. Egal ob der Nazarener nun 'der Christos' war oder nicht; gelebt hat er jedenfalls, und dank römischer Bürokratie sogar nachweislich.
Der Hinweis auf die Arianer ist hochinteressant - Peter Illig ? Richtig?- Würde das Entstehen des Islam plausibilisieren - sowie der Zaratustrakult das Christentum möglicherweise vorbereitet hat. Für das Universelle ist dies jedoch ohne Belang, hoffentlich schaffen wir das noch mit der 'Erleuchtung' sonst wäre das Menschsein umsonst gewesen.
Und der Friede des Herrn der größer ist als alle Vernunft möge dringlich mit uns sein !

Gravatar: Jürg Rückert

Ja, so ist der Stand ehrlicher Forschung.
Aber der Islam, der Jesus ein göttliches Wesen abspricht, hat seine christlichen Wurzeln im Lauf der Zeit immer mehr verloren. Er wurde geentert von einer anderen Macht.
Muhammad, eine Anrede (wie „der zu Preisende“), findet sich vor Mohammed (z.B. vor 500 n.Chr.) auf Münzen mit christlichen Symbolen. Er war eine Chiffre für Christus. Die Muslime erklären die Sachlage damit, dass Allah auf den kommenden Propheten habe hinweisen wollen, eine wenig tragfähige Erklärung.
Literatur: N. Pressburg: Good Bye Mohammed

Gravatar: quecal

sorry - ich meinte natürlich Heribert Illig - das erfundene Mittelalter
Euch allen eine schöne Adventszeit !

Gravatar: KB

Ein Hinweis: Es ist der Westen, der Allah mit Gott übersetzt, der Islam verneint dass Gott und Allah identisch sind. Auch wenn arabische Christen für Gott das Wort Allah verwenden, so ist eine Gleichsetzung Gott = Allah doch zu verneinen, würde damit doch die Unterschiedlichkeit der begrifflichen Inhalte verwischen. Allah ist ein willkürlicher Gott, der Gott der Christen ein Gott der Liebe, um nur einen wesentlichen inhaltlichen Unterschied heraus zu heben. Man sollte sich dem immer bewusst sein, wenn man Allah und Gott, sowie in diesem Artikel gleichsetzt. Gewunschen hätte ich mir noch ausführlicher die im Artikel aufgeworfene Frage, nach Allah ist größer als wer? Für christliches Verständnis kann Gott nur größer sein als unsere Vorstellung. Wie ist dies aber eigentlich sowohl ursprünglich als auch heute gemeint im Islam?

Gravatar: t

Die Erzbischöfin von Uppsala aus Schweden behält mit ihrem religiösen Wahlspruch:“ „Gud är större“, arabisch: „Allahu akbar“, deutsch“ Gott ist größer “ in einer ihr unbekannten Deutung recht, die sie ablehnen müsste.“ Denn “ Gott ist größer “ als jede menschliche Obrigkeit, ob Kaiser, König, Kanzler(-in), Papst, Prophet(-in) oder Bischof(-in)! Weshalb diese praktisch völlig überflüssig seien!
In diesem Verständnis greifen die aus zwei verschiedenen Bibelausgaben, einer katholischen und einer frei kirchlichen, entnehmbaren gleiche Aussagen, nämlich zunächst die aus dem frei kirchlichen NT. Matthäus 6.24:" Kein Knecht kann gleichzeitig zwei Herren dienen!"
Wie die aus dem NT. der katholischen Bibelausgabe gleicher Stelle: " Niemand kann zwei Herren dienen!" In der zuletzt genannten ist von “ Knecht “ und “ gleichzeitig “ allerdings keine Rede mehr.
Wird diese im Prinzip gleiche Aussage auf die fundamentale, finanzielle glaubensbezügliche Grundlage von Staat und Kirche übertragen, nämlich der nach NT. Markus 12.17: „ So gebt dem Kaiser, was? des Kaisers ist und Gott, was? Gottes ist!“ So entfallen diese als zweite Herren(in) oder menschliche Herrschaftsformen, als Staat und Kirche samt ihrer jeweiligen Oberhäupter. Und ihnen sind folglich keine Steuern zu entrichten!
Gestützt wird dieser Standpunkt durch NT. Lukas 23.2 aus der Anklage vor Pilatus: „ Wir haben festgestellt, dass dieser Mensch unser Volk aufwiegelt und es dazu verleitet, keine Steuern mehr an den Kaiser zu zahlen…!“ Wie diese menschlichen Herren oder Herrschaftsformen friedlich auflösbar seien, erklärte dieser Mensch in seinem “ Weinberg = Erde – Gleichnis“! Siehe NT. Markus 12.1-17 Nämlich durch ausnahmslos meistbietungspachtrechtliche Nutzung und Bewirtschaftung der ganzen Erde von Grundstück zu Grundstück, von Land zu Land, von Kontinent zu Kontinent, an der alle, die Menschenantlitz tragen, teilnehmen können, und der vollständigen, ungekürzten Pachtzinsauszahlung an die Mütter nach Zahl ihrer Kinder! Für die er die Symbolik wählte: „… in den Wasserstrom des Lebens, klar wie Kristall…aus dem Throne Gottes. Joh. Off. 22.1
Dieser Mensch erklärt sich als der nach seinem Kreuzestod in Namen und gegenteiliger Lehre zum Jesus von Nazareth bzw. Jesus Christus verfälschte wahre Jeshua oder auch Joshua von Nazareth. Der seine Foltern nicht mit eigenen Steuern bezahlte noch sein Kreuz selbst zur Hinrichtungsstätte trug. Was sehr, sehr nachdenklich stimmen sollte.
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