Anti-Lucke-Sendung

Wie steht es um Ihr demokratisches Parteien-Verständnis, Herr Jauch? Immerhin bekommen unsere europäischen Nachbarn derzeit mit, dass in Deutschland selbst nicht alles, was so brillant glänzt, tatsächlich GOLD ist. Ich hoffe, dass Sie Ihre Sendung künftig demokratischer gestalten.

Veröffentlicht: | Kategorien: Blogs, Blogs - Empfohlen, Blogs - Politik, Blogs - Politik - Empfohlen | Schlagworte: AfD, Bernd Lucke, Günther Jauch, Hetzjagd, Merkel, Politik, Sendung
von

Sehr geehrter Herr Jauch,

billig, billig kann ich nur sagen, wenn ich an Ihre gestrige Sendung vom 14. 12. 2014 denke. Ich habe die Vermutung, dass sich die gesamten Medien einschließlich der etablierten Politiker darauf verständigt haben, die AfD fertig zu machen.  Sie lassen, Herr Jauch, nicht eine einzige Gelegenheit aus, um Herrn Lucke in die rechte äußere Ecke zu schieben, egal was er sagt. Sie merken nicht einmal, dass er nichts anderes vertritt als z. B. Frau Schwan oder Herr Stenger. Nur was diese sagen ist hoffähig, was Herr Lucke sagt ist in Ihrer Sendung immer GAGA.  Auch für eine Nicht- AfD-Sympathisantin  wird dieses Ziel in seiner bangen Ängstlichkeit überdeutlich, dass die Erfolge der AfD die Pfründe von CDU/ CSU/ SPD gefährden könnten. Die etablierten Parteien sehen offenbar ihre profitablen Felle davon schwimmen.

Wir TV-Zuschauer hofften gestern auf eine Sendung, die uns erklärt, was die PEGIDA-Demonstranten tatsächlich bewegt. Die Antworten blieben leider aus. Statt dessen erlebten wir eine Hetzjagd auf Herrn Lucke und seine AfD. Warum gibt sich ein “neutraler” Sender zu einer solchen Hetzjagd her? Hat er Vorteile vom Status quo, oder befürchtet er etwa Nachteile, wenn sich das Blatt wenden sollte?

Wie steht es um Ihr demokratisches Parteien-Verständnis, Herr Jauch? Immerhin bekommen unsere europäischen Nachbarn derzeit mit, dass in Deutschland selbst nicht alles, was so brillant glänzt, tatsächlich GOLD ist. Sie können erkennen, dass unser wirtschaftlicher Erfolg auf Ausbeutung menschlicher Ressourcen beruht, so auch auf Ausbeutung elterlicher und kindlicher Bedürfnisse bzgl. familiärer Autonomie und Autarkie.

Was die Pegida-Demonstranten wollen ist eine ALTERNATIVE zur alternativlosen Merkel-Politik. Deswegen gehen sie auf die Straße. Ich vermute stark, dass genau Ihr arroganter, undemokratischer, polit-medialer Umgang mit der AfD die Nochwähler scharenweise erst recht zur AfD treiben. Ihr Vorgehen in der Sendung erreicht auf diese Weise genau das, was Sie nicht wollen, nämlich eine Abkehr von der gängigen, die normalen Bürger vergessenden Politik.

Ich vermute, Herr Jauch, dass Ihnen dieses Schreiben völlig belanglos erscheint. Es wird nur eines von vielen sein, daher zu vernachlässigen! Allerdings nur kurzfristig!

In der Hoffnung, dass Sie Ihre Sendung künftig demokratischer gestalten, grüße ich Sie im Namen der mit uns verbundenen Bürger.

Bärbel Fischer

Zuerst erschienen auf familiengerechtigkeit-rv.de

Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Burger

Danke für Ihren offenen Brief an Herrn Jauch.
Er findet in allen Punkten meine Zustimmung.

Gravatar: Patrioit

Werte Frau Fischer! Ihre Einlassung Richtung Jauch verpufft deshalb, weil dieser Herr Jauch auch nur ein bezahlter Claqueur der Medien ist. Vermuten Sie ernsthaft, daß er dort wäre wo er ist, wenn bei ihm auch nur ansatzweise Rückgrat zu erkennen wäre? Im Übrigen ist Rückgrat plus eigene Meinung hinderlich. Vor allem dann, wenn man von nichts eine Ahnung hat und geschmeidig bleiben will. Und diese Mischung hat einen Namen: Jauch!

Gravatar: Bolko Sena

Die einzige Sprache, die dieser Zwangsgebühren-finanzierte Systemling versteht: Das Drücken des Aus- bzw. Umschaltknopfes!

Gravatar: Georg

Auch ich bedanke mich für den offenen Brief an Herrn Jauch.
Sie haben mir aus der Seele gesprochen.
Anstatt jeden Satz eines Andersdenkenden mit dem Ziel zu zerlegen, ihn ins schlechte Licht zu rücken, hätten sich die Mitstreiter der Sendung die Forderungen von Pegidia durchlesen sollen.
Es geht natürlich auch um Zuwanderung / Einwanderung aber viele wichtige Themen wurden nicht angesprochen.
Herrn Jauch hätte ich auch eine neutralere Rolle gewünscht.

Gravatar: Anne

Danke Frau Fischer!

Hätten wir doch mehr Politiker wie Herrn Lucke, der sich nicht scheut, in die Höhlen der Löwen zu steigen.
Letzten Sonntag in die Jauch-Grube.
Weiß Gesine Schwan nicht, was los ist in unserm Land, oder - noch schlimmer - will sie es nicht wissen....

Gravatar: Karl Brenner

Nachdem Frau Schawan von der SPD gestern bei Günther Jauch vor einem Millionenpublikum unwidersprochen heraus posaunt hat, dass die Muslime in Deutschland nun die neuen Juden von damals sein, ist endgültig klar, was diese Leute wollen. Sich einen Heiligenschein verdienen und Wählerstimmen gewinnen.
Die geschichtlichen Ereignisse haben diese ganzen Linken und Grünen in ihrer Selbstzufiriedenheit längst vergessen. Sie verwenden formelhafte Schlüsselreize, bei denen sie sofort losschlagen, wenn sich eine Möglichkeit bietet.
Diese ganze Bande, welche gestern mit fünf Leuten (incl. Jauch) auf den großartig parierenden Herrn Lucke herum gehackt haben, hätte auch gut in einem Film von einem Polizeiverhör in einem totalitären Staat gepasst.

So etwas schäbiges und feiges hat man lange nicht im Staatsfernsehen zu sehen bekommen.

Gravatar: kassandro

Bei einem Verhältnis 4:1 der Kontrahenten stand Bernd Lucke von Anfang an auf verlorenem Posten. Jens Spahn, der gerne als AfD-Killer in der Union Karriere machen möchte, hatte im Vorfeld jedes Lucke-Wort studiert und versuchte mit Jauch als Stichwortgeber Lucke ständig auf frühere Äußerungen festzunageln. Ein übles Spielchen wurde hier getrieben, Lucke und die AfD vorzuführen, und zum Teil ist das auch gelungen.

Gravatar: Karin Weber

Ich habe mich von dem Gedanken verabschiedet, dass man mit diesen Leuten reden kann. Vor 25 hätten man mit einem SED-Parteisekretär auch nicht reden können. Im Gegenteil, hätte man was Kritisches geäußert, hätte einen die Stasi abgeholt.

Gravatar: a riesener

So erging es auch Heern Gysi und Oskar Lafontaine von den Linken

Gravatar: mestro

Ich habe die Reaktionen auf Jauch im Netz verfolgt, auch bei der ARD. Fast durchweg empfanden auch hier die Menschen den Talk als unfaire Anti-Lucke-Sendung. Es gab viel Empörung und Protest.
Ich vermute mal, dass Herr Jauch der AfD und Herrn Lucke mehr genutzt als geschadet hat. Manchmal geht der Schuss eben nach hinten los.

Gravatar: MAX

Gezielte und gutbezahlte AfD Hetze mit bestellten rot-linken Dummenpublikum.
Ein von Zwangsgebühren gut bezahlter Jauch gibt sich
für diese Diffamierung einer demokratischen Partei her.
Diese Sendungen sind eine Schande für die Demokratie und die
Neutralität der deutschen Medien.

Gravatar: Günter S.

Ein Hinweis für Herrn Jauch: "Vieleicht versuchen Sie es das nächste Mal in Anlehung an "Der schwarze Kanal". Wenns nicht so recht klappt: Karl Eduard von Schnitzler hat sicherlich kompetente Nachkommen.

Schreibe einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang