Annegret, Angelas letzter Versuch

Es ist noch nicht so lange her, da hatte Merkel in ihrem ZDF-Interview geheimnisvoll jede Menge Überraschungen angekündigt, was die Verjüngung ihres Stammpersonals betrifft.

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Nun, Überraschung Nr.1 ist ihr gelungen. Annegret Kramp-Karrenbauer, der Einfachheit halber von den Medien AKK getauft, wird mit ihren 55 Lenzen den jugendlichen Tauber als Generalsekretär der CDU ersetzen. Erschreckend jung ist AKK – wenn man das DDR-Politbüro als Bezugsgröße nimmt. Bei den SED-Oberen fing mit 55 das politische Leben erst an.

Die Merkel-Medien überschlugen sich mit Huldigungen für diese überaus kluge Wahl, hatten aber sichtliche Schwierigkeiten damit zu erklären, wieso diese Entscheidung ein Signal von Erneuerung sein soll. Die ehemals bürgerliche WELT orakelte, Merkel wäre „über ihren Schatten“ gesprungen, weil sie die Partei vor Jens Spahn bewahren wolle.
„Merkel begreift die Positionierung der CDU als Partei der Mitte hingegen als ihr Erbe: Sie will weit ins linke Spektrum ausgreifen“.

Lassen wir einmal dahingestellt, warum „ein weit ins linke Spektrum ausgreifen“ das Merkmal einer Partei der Mitte sein soll. Die CDU steht bereits so weit links, dass ein weiteres weites Ausgreifen ins linke Spektrum demnächst die Linke in Bedrängnis bringen wird, weil sie von den ehemaligen Christdemokraten links überholt wird.

Vor Merkels „Überraschung“ hatte ihr Sprecher Armin Laschet bereits klar gemacht, dass Konservative in der CDU nichts mehr zu melden haben. Das war eine klare Ansage in Richtung Werteunion, die sich als einzige Gruppierung gegen eine Neuauflage der GroKo ausgesprochen hat. Eine Werteunion will die Merkel-CDU nicht.

Behauptet wird auch unverdrossen, dass die Kanzlerin damit die Weichen für ihre Nachfolge gestellt habe. Dabei hat AKK vor ihrer Ernennung in Interviews bekräftigt, dass sie sich mit aller Kraft für weitere vier Jahre Merkel einsetzen werde. Nun hat sie die beste Gelegenheit dafür. Wenn die vier Jahre rum sind, wird Merkel zum fünften Mal als Kanzlerkandidatin antreten. Sie will unbedingt Helmut Kohl an Regierungsjahren übertrumpfen. Außerdem wäre auch Honecker fast auf zwanzig Jahre gekommen, wenn die aufmüpfigen DDRler dem im Herbst 1989 nicht einen Riegel vorgeschoben hätten.

Es wird sich Merkel auch dann niemand aus der CDU in den Weg stellen. Wer es noch nicht begriffen hat, dass die jungen „Reformer“ der CDU eine Lachnummer sind, kann das jetzt an deren Reaktionen studieren.

Mike Mohring, der als Thüringer Fraktionschef und Oppositionsführer es fertig gebracht hat, dem Linke-Ministerpräsidenten Bodo Ramelow eine ungestörte Regierungszeit zu bereiten, obwohl der nur über eine Stimme Mehrheit im Landtag verfügt, durfte den Anfang machen. Nachdem er auf Twitter stolz darauf hinwies, dass er am Vortag ein Gespräch mit Merkel in Berlin führen durfte, lobte er die Wahl der Generalsekretärin in höchsten Tönen. Erstmals sei eine erfahrene Ministerpräsidentin in dieses Amt gekommen. Worin der große Vorteil liegen soll, ließ er im Dunklen.

Es scheint sowieso ein vorgegebener Wortbaustein zu sein, denn die Nachwuchshoffnung Jens Spahn äußerte sich fast wortgleich. Spahn, der schon am Aschermittwoch nicht an sich halten konnte und um ein „junges Team mit Angela Merkel an der Spitze“ flehte, ist in seiner Sucht, unbedingt einen Ministerposten auf der Merkel-Titanic zu erhaschen, zur Karikatur seiner selbst geworden. Ihm ist offensichtlich nicht klar, dass er sich so als Hoffnungsträger selbst verbrennt.

Merkel wird eher auf Widmann-Mauz und/oder Julia Klöckner zurückgreifen und mit Bundeswehr-Verderberin Ursula von der Leyen den feministischen Flügel der GroKo-Regierung ausrufen. Das klingt modern. Und wenn eine der Damen sich dann noch in die Me too-Debatte einbringt, ist frau ganz auf der Höhe des linken Zeitgeistes. Macht sich gut für das „Ausgreifen“ nach links.

Aber stopp, warum macht sich Merkel für Desaster-Uschi als Nato-Chefin stark? Damit eine potentielle Konkurrentin weit weg ist, wenn die nächste Kanzlerkandidatur ansteht. Weder Widmann-Mauz noch Klöckner können ihr da gefährlich werden. Und Männer sind nicht in Sicht, denn die CDU hat schon längst keine Männer mehr.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Marc Hofmann

In Zukunft wird es sehr viel Platz für die AfD in der Mitte der Gesellschaft geben. Von der Mitte bis nach Rechts....die AfD wird hier in Zukunft alles mitnehmen an Wählern.
Warum...ganz einfach...weil die SPD, die Linken, die Grünen alle mit der Grün-Sozialistischen Merkel Gesinnung auf der Linken Seite sitzen und sich den kleinen Linken Haufen in Deutschland an Wählern aufteilen müssen.
Die Mehrheit in Deutschland ist immer noch Mitte-Rechts...und um so härter und schwerer die Zeiten werden um so mehr wird sich diese Mitte-Rechts Wählergesellschaft bemerkbar machen und die AfD als ihre Partei der Interessenvertretung anerkennen.
Linke Politik hat noch nie eine Antwort in schwierigen und schweren Zeiten einer Gesellschaft...darum ist der Sozialismus auch immer wieder daran gescheitert = an den Zeiten wenn es nichts mehr zum Umverteilen gibt...weil der Mangel und die Armut das Alltagsleben der Gesellschaft mehr und mehr bestimmt!

Gravatar: Angela Schweins - Rosa

Die rotbraune Grete hat eben das 'volle Vertrauen.'

Klar, für die Muffländer*Innen gilt ja schon immer alternativlos 'Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Maas noch Knarrenbauer auf.'

https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA

Je farbloser und untoter also die Apparatschiks, desto besser.

Die einzige Farbe ist das Jäckchen in Schockschweinchenrosa oder Dämlichlila.

http://www.spiegel.de/forum/politik/braucht-deutschland-einen-bundespraesidenten-thread-51593-40.html#postbit_9420012

http://www.spiegel.de/forum/politik/merkels-moratorium-gabriel-wittert-geheimen-deal-mit-atomwirtschaft-thread-31537-27.html#postbit_7411519

Gravatar: H.Roth

Die CDU wird in der Tat etwas "Jünger, weiblicher, bunter..." (soTauber) aber gewiss nicht attraktiver.

Das breite politische Feld, das beim Linksmarsch dieser Partei, bis über die Mitte hinaus, verwaist zurück gelassen wird, wird eine andere Partei besser ausfüllen.

Und wenn dann die Linke überholt wurde, kann die CDU auch gleich von der Bühne abtreten. Mit Applaus! (Fürs Abtreten versteht sich!)

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Annegret, Angelas letzter Versuch“

Nachdem Angies einstiger aus dem Saarland stammender Ziehvater 1989 so unwürdig(?) gegangen wurde, wird diese Merkel sicherlich nun doch noch nach der Devise – ich schaffe das - zur Kämpferin und zumindest versuchen, mit der ´Annegret von der Saar` ihre Nachfolge zu bestimmen!!!

Gravatar: siggi

Die Wahl von KK ist folgerichtig. Kennt sie die SPD aus Saarbrücken. Altmeier, ein U-Boot der Grünen hat nun ausgedient; Grün ist gewesen. Als Kontakt zu SPD, KK wird es über die saarländische SPD richten, Merkel auf dem Laufenden halten was im SPD-Präsidium abgeht. Trotzdem erfolgt die Berliner Politik nicht im Saarland. Die Erfahrungen mit Real-Politik des Saarlandes werden zeigen, Merkel Sachverstand fehlt, was nun sinnvoller weise getan werden muss. Die Jung-Unionisten fordern nun Leute mit klaren Ideen, kann KK liefern. Sollte Merkel doch vorzeitig vom Acker gehen, wäre eine Nachfolgerin bereits im Einmal eins Berliner "Wir sind Europa" Politik - instrumentalisiert. Klar ist, bei KK gibt es kein Küßchen-Küßchen Wellcome. Die Frau weiß was sie ist, wo sie steht, was sie kann. Der Stutenneid wird ihr das Leben in Berlin schwer machen. Quoten- und Günstling-Avancen, haben Hofschranzen entstehen lassen, wo Merkel Unfähigkeit nicht auffällt. Nun Leistung. Oh, oh, oh....

Gravatar: Hajo

Niemand wollte beim Sturz Kohl`s dessen Erbe antreten, weil sie alle Angst hatten vom Strudel erfaßt und in den Abgrund gezogen zu werden. Wer heute so naiv ist und das Erbe von Merkel antritt, lebt weit gefährlicher als nur mit der Aussicht abzustürzen, denn wenn es ganz schlecht läuft, dann wird sie mitverantwortlich gemacht und landet irgendwann mal vor einem Tribunal, denn es gibt genügend Kräfte, die sie dort gerne sehen würden und bei anderen Mehrheiten ist so etwas nie auszuschließen und deshalb ist sie schon in zweierlei Hinsicht nicht zu beneiden, denn die Zeit für die zwei großen Parteien ist abgelaufen, die haben zu viel Vertrauen verspielt und wer mit so einer Politik dem Bürger seinen Niedergang garantiert muß sich nicht wundern, wenn er sich wehrt und das zu Recht.

Gravatar: karlheinz gampe

Die Propaganda Medien der SED Merkel Regierung sind genauso verlogen wie Stasis Erika, die sie bejubeln. Ein Bsp. die SED Lüge,dass niemand eine Mauer bauen will passt auch zum beschränkten Denkvermögen einer Merkel, denn so ein Satz ist falsch von Natur aus. Ähnlich unlogische Sätze gibt eine Merkel laufend von sich. Die verlogene Presse schreibt Merkel sei klug. So klug wie der Bürgermeister in Zar und Zimmermann ? Nur absolute Volltrotteln glauben Leuten aus dem kriminellen SED Stasi Umfeld der Mauermörder. Die antidemokratischen SED Parteien CDU + SPD werden langfristig untergehen und viele mit sich in den Untergang reißen.

Gravatar: Master of Puppets

Die saarländische Büttenrednerin, das ist sie tatsächlich, ist nach geradezu prädestiniert den Posten als Generalsekretärin zu übernehmen.

Mit Peter Altmaier kann sie ein Duo Infernale des Schwachsinns bilden, beraten von dem linken Schmierfinken Deniz Yücel, der gestern von der Einheitspartei unisono für seine Hetze, von einigen sog. Abgeordneten im BT sogar mit ähnlichem rhetorischen Duktus, gegen die einzige im Bundestag verbliebene deutsche Partei, mit Verve am eigenen Untergang, verteidigt wurde.

Gravatar: egon samu

Echt schade, daß Erich Honecker nicht mehr da ist. Er wäre absolut der Richtige um den Auf- und Ausbau der sozialistischen Diktatur "EU" ohne Nationalstaaten zu vollenden. Zusammen mit Mielke wären sie viel besser als Merkel und Maaas.

Gravatar: Karl Brenner

Die Personalpolitik von Fr Merkel war schon immer Murks.
Oder kann sich jemand an irgendeinen Glücksgriff erinnern?
Das einzig Positive:
Ein Kanzler Gabriel (Oh, Schreck!) wäre dabei noch schlimmer gewesen

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