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Veröffentlicht: | Kategorien: Blogs, Blogs - Politik, Blogs - Wirtschaft, Blogs - Lebenswelt | Schlagworte: Allgemein, Autoindustrie, Bildung, DDR-Unrecht, Familie, Finanzkrisen, Justiz, Nahost-Konflikt, Reformen, Wahlen, Wirtschaftspolitik
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Gravatar: Johannes G. Klinkmüller

Keinen resignativen Unterton bitte, Herr Lenkwitz.
Es ist wichtig, dass Ihre Denkansätze und Modelle an die Öffentlichkeit kommen. Das ist der erste Schritt für weitere Enwicklungen. Soweit ich Zeit hatte, habe ich Ihre Posts mitverfolgt und hätte gern dazu mehr geschrieben.

Ich denke auch, dass wir neue Modelle brauchen, dass unsere Parteiendemokratie eigentlich mit jedem Tag beweist, wie überholt sie ist und dass große Institutionen, allen voran die EU, genau auf der Ebene versagen, für die sie geschaffen sind: Den großen Energiekonzernen bieten sie kein Paroli, den Ölkonzernen genauso wenig. Da kuschen sie. Und die Nato führt sich gerade selbst ad absurdum.
Unverantwortlich ist, wie das Geld der Steuerzahler auf die multinationalen Institutionen mit der Streubüchse gestreut wird. Im Land selbst sind viele Kommunen dagegen längst verarmt.
Mit Ihrer Sicht auf die Ölverseuchung vor einem Jahr und was daraus geworden ist, haben Sie vollkommen Recht: Die Kritik wird einfach gekauft; das ist für BP billiger, als die Schäden gründlichst zu sanieren Und die Dimensionen von Fukushima kann heute schon sehen, wer will. Was die japanische Regierung mit ihrer Bevölkerung im Umkreis der KKWs macht, ist absolut unverantwortlich. Aber kein Regierungschef, kaum eine internationale Behörde sagt etwas, denn AKWs stehen überall. Wer mag schon was sagen, wenn er nicht weiß, ob es ihn bzw. sein Land nicht als nächstes erwischt; da lässt man die Japaner lieber ausprobieren, wie man besser als in Tschernobyl mit solch einer Katastrophe umgeht.
Auch wenn die Reaktionen auf Ihre Ideen manchmal spärlich sind: Mancher Samen befindet sich lange im Boden, bevor er aufgeht. So wie der Eiserne Vorhang über Nacht fiel, so fallen morgen Bewusstseinsbarrieren, und die Menschen stehen staunend da, staunen über sich selbst, wie eine so morsche Struktur sie so lange dominieren konnte. Wenn Sie allein schauen, wie Hunderttausende von Kindern in unseren Bildungsinstitutionen verbildet werden und auf eine Leiste geschlagen werden, damit sie passend sind für den Markt und die Gesellschaft. Viele haben Fähigkeiten, die ihr Leben lang nicht zum Tragen kommen - wegen ihrer Norm-„Bildung“. Wie das Gymnasium 8 sie in eine noch neurotischere Richtung zwingt ... das ist eigentlich zum Verzweifeln ...
Wer einen Intelligenzquotienten kreiert, um Intelligenz zu messen, kreiert ihn natürlich auf der Basis dessen, was ER am besten kann. Deshalb bleiben alte Strukturen so lange. Alten Inhalten werden neue Mäntelchen umgehängt, das ist alles, was z.B. in Sachen Bildung geschieht. So stützt man fossile Türme, die eigentlich fallen wollen ...
Diese alten Strukturen in uns können wir auch Gadhafi, Mubarak, Berlusconi nennen, um deutsche Politikernamen zu vermeiden. Wie viele Menschen lassen für den Kampf Alt gegen Neu ihr Leben ...
Und dennoch geht die Gadhafi-Zeit zu Ende. Dazu tragen auch Sie bei mit Ihrem Denken außerhalb der Norm.
Deshalb: Kleine Pause machen, Herr Lenkwitz. und dann mit Schwung und Ideen weiterarbeiten - mit Sorgfalt :-))

Gravatar: Hans von Atzigen

Gute zutreffende Beschreibung des Zeitgeschehens.
Die Menschheit treibt Zeitgenössisch Plan und Ziellos durch die Zeit.
Ziele in Vorm von Wünschen gibt es zuhauf.
Blos was ist realisierbar,Wunsch und Realitäten klaffen weit ausenander.
Die Menscheit lebt in einer Globalisierten Welt,hat Sie deswegen einen Globalgemeinsinn entwickelt? Eine Kultur des Masses der Verantwortung zum wohlergehen der gesamten Menschheit.
Hat sie leider nicht,aus diesem Grunde wird das ganze im Desaster Enden.

Gravatar: Thomas

Also ich bin eher skeptisch, was Ihre Idee der "Schwarmintelligenz" betrifft. Denn eigentlich haben wir so etwas ja schon. Wenn alle mitreden, heißt das noch lange nicht, dass alle auch was davon verstehen. Auch Sie geben in Ihren Beispielen eher persönlichen dunklen Ahnungen nach, als konkretes Wissen vorweisen zu können. Und gerade die komplexen Probleme der heutigen Zeit lassen sich nicht mit einer Bündelung von möglichst viel allgemeienr Intelligenz bewältigen, sondern mit Fachwissen. Der richtige Ansatz kann daher nur sein, die Fachausbildung (beginnend in den Naturwissenschaften an den Schulen) massiv zu verbessern. Wenn es ähnlich nwie im englisch sprachigen Raum in Deutschland zu den Meldungen aus Fukushima eine Einordnung der Strahlenwerte gegeben hätte, wäre die deutsche Panik deutlich geringer ausgefallen. Und ja: Verdünnung hilft in diesem Fall enorm.
Weiter, Öl ist am Bohrloch eine Substanz mit rein organischen Ursprüngen und zum Glück für uns gibt es sehr wohl Lebewesen auf dieser Welt, denen das Zeug schmeckt. Die sind dann auch wesentlich effektiver als irgendeine menschliche Sanierung (wie sollte die denn aussehen?). Und genau das stört mich an Ihren Überlegungen: was nützt es, wenn alles es gut meinen und trotzdem in die falsche Richtung laufen, weil sie die Bestätigung für ihr Handeln und Denken nicht Fakten, sondern aus gemeiensamen Gefühlen oder dem gemeinsamen Anderssein beziehen? Im Prinzip ist das die Neuauflage des Singkreises per Internet, also nichts wirklich neues. Tut mir leid, da kann ich keien Evolution oder gar R>evolution entdecken. Eher eine Flucht.

Gravatar: Rudi Gems

Wenn ich mir hier die Kommentare durchlese, habe ich bei Eingen den Eindruck, das ich auf einer anderen Erde lebe.

Wem es noch nicht aufgefallen ist, wie sich das Leben in den letzten 30 Jahren verändert hat, hier in der BRD, dem wird es wohl auch, in den nächsten 30 Jahren nicht auffallen.

Es ist ja gar nicht so, das wir nicht bereit wären, zu Gunsten anderer, zu verzichten. Es ist die unglaubliche Ignoranz, wie einige Mächtige und Reiche, ein System Erde, gegen die Wand fahren, und mit immer abenteuerlicheren Maßnahmen, ein System aufbauen oder erhalten, das keiner mehr versteht, und wo keinerlei nachhaltige Verbesserungen draus hervorgehen. Rechtfertigungen, sind fast immer, wenn denn überhaupt welche kommen, Kurzschlussrechtfertigungen, die in sich unlogisch sind, und noch nie zum langfristigen Erfolg geführt haben.

Das beste Beispiel, sind die "Rettungsschirme". Die Erfolge lassen auf sich warten. Es wird keine geben. Rettungsschirme, sind so eklatant undurchdacht, das sie schon ein cleverer Grundschüler ad absurdum führen kann.

Auch die Vorgänge um Japan/Fukoshima, werden in einer Art behandelt, als wenn Menschen, ihren Verstand an der Kasse abgegeben hätten. Als wenn ein Super-GAU, die einzige Gefahr ist, die von der Kernenergie ausgeht? Was ist denn mit der Endlagerung?

Hier wird Ausgeblendet, Schöngeredet und Verschwiegen. Sowas kann und muss angeprangert werden. Herr Lenkewitz, hat meine volle Unterstützung.

Alleine schon die Bagatellisierungsversuche, von Rohöl und radioaktiver Strahlung, entlarft jeden Kritiker als.... na, ja, lassen wir das. Wieweit sowas schädlich ist, und eine ernste Bedrohung darstellt, wissen wir nicht. Und wenn wir es erfahren, wird es eindeutig zu spät sein, Folgerungen daraus zu schließen oder zu tätigen. Jeder halbwegs vernünftige Mensch, ist gut beraten, sowohl mit Rohöl, als auch mit Radioaktivität, so vorsichtig umzugehen, wie es nur möglich ist. Vergleiche, mit Bodenstrahlung oder Weltraumstrahlung, sind völlig abwegig. Die Gefahren, die auch aus solch einer Quelle hervorgehen, lassen sich einwandfrei belegen. Hier zu relativieren, ist Unsinn. Und auch das Rohöl, im Meer, an den arabischen Staaten, hat natürlich ganz andere Relativitäten, als im Golf von Mexiko. Auch hier, zeugt Relativierung, nicht von einem großen Geist.

Grüße, Rudi Gems

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