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Weitere Themen: Bildung, Familie

Eltern entsetzt über den Zugriff zweier Mitarbeiterinnen des Jugendamtes Ansbach auf ihre Kinder

Eine Familie erlebte starr vor Entsetzen, wie Mitarbeiterinnen des Jugendamtes Ansbach ihnen mit Hilfe von Polizisten überraschend ihre drei Kinder entrissen haben. Der Zugriff wurde nach Schilderung der Eltern damit begründet, dass angeblich akute Gefahr für ihre Kinder bestanden haben soll, denn ein Gerichtsbeschluß erging erst Tage nach dem gewaltsamen Eingreifen des Jugendamtes.

Ein fehlender Arzttermin, die Zweifel zweier Mitarbeiterinnen des Ansbacher Jugendamtes, ob für die Kinder der Familie H.  vernünftige Mahlzeiten durch die Eltern bereitet werden, und schließlich der Verdacht, dass die 9-jährige Isabell zur Strafe wegen schlechten Verhaltens angeblich nicht die Erlaubnis hatte, die Wohnung verlassen zu dürfen, um draußen spielen zu können, führten womöglich zur Wegnahme ihrer Kinder durch das Jugendamt. Nach Schilderung der Eltern schien dies Grund gewesen zu sein, um bei Familie H. mit Polizisten als Amtshilfe zu erscheinen und ihre drei Kinder Isabell (9 Jahre), Maximilian (5 Jahre) und Paula Vanessa (5 ½ Wochen) in einem Überraschungscoups in Obhut zu nehmen.

Die Familie beschreibt mit tiefer Bestürzung die Ereignisse des 21. August 2009. An diesem Tag erschienen vormittags zwei Mitarbeiterinnen des Jugendamtes vor ihrer Türe, um ihr Wächteramt auszuüben. Wächteramt hieß in diesem Fall: die Eltern zur Rede zu stellen, weil sie Arzttermine nicht vereinbart hätten, sie zu fragen, welche Mittagsmahlzeit sie vorbereitet hätten, und Tochter Isabell ins Verhör zu nehmen, ob sie denn nicht von ihren Eltern bestraft worden sei. Die Antwort auf diese Fragen sind schnell erteilt. Die Eltern hatten einen Arzttermin für die 9-jährige Isabell, die sich schon vor Jahren wegen eines Nephrotischen Syndroms in ärztliche Behandlung begeben musste, und einen Termin für die U3-Untersuchung der knapp 6 Wochen alten Paula Vanessa, offenbar entgegen der Vorstellungen der Behördenvertreter noch nicht vereinbart. Die Antwort der Kinder zum Frühstück und Mittagessen lautete, sie hätten Kekse, Käse, Wurst und Toast zum Frühstück gegessen, und zum Mittagessen gebe es Nudeln, Fleisch und Ketchup. Das schien den Jugendamtsmitarbeiterinnen nicht überzeugend genug gewesen zu sein. Sie beharrten darauf, den Inhalt des Kühlschranks in Augenschein zu nehmen. Er war gefüllt, wie die Eltern berichten. Gegenüber Isabell bestanden die Behördenvertreter nachdrücklich darauf, dass das Mädchen ihnen die Wahrheit darüber sagen sollte, ob sie denn nicht böse gewesen und bestraft worden sei. Sie brauche keine Angst zu haben und brauche nicht zu lügen, konnten Eltern und Kinder aus dem Munde der pflichtbewußten Behördenmitarbeiterinnen vernehmen. Sie wollten das Kind offenbar dazu bringen, ihnen ihre Vermutung zu bestätigen, die auf Hinweisen irgendeiner Person zu beruhen schienen. Der Versuch mißglückte. Isabell blieb bei ihrer Darstellung, dass sie weder böse gewesen noch bestraft worden sei. Sie habe lieber in der Wohnung bleiben wollen, anstatt nach draußen zu gehen, so berichten die Eltern Isabells wiederholt gegebene Antwort.

Diese Aktionen und Interaktionen sind Teil der Schilderung der Eltern, die sich beim überraschenden morgendlichen Besuch zwischen Mitgliedern der Familie H. und Jugendamtsvertreterinnen abspielten. Die Familie erlebte diesen Besuch nicht als Fürsorgebesuch, sondern als behördliche Durchsuchung mit Kreuzverhör, an dem sich wohl mancher Fernsehkommissar ein Beispiel nehmen könnte. Jeglichen Versuch des Gesprächs erlebten die Eltern als fruchtlos. Nachdem die Eltern schließlich aufgegeben und die beiden Frauen der Behörde mehrfach vergebens aufgefordert hatten, ihre Wohnung wieder zu verlassen, wurden sie gewarnt: "Wenn Sie uns rausschmeißen, kommen wir gleich anschließend mit der Polizei wieder", sollen die Mitarbeiterinnen entgegnet haben. Diese störrische Widerspenstigkeit konnten sich die Eltern ebenso wenig erklären wie den danach folgenden Zugriff auf ihre drei Kinder, der noch am gleichen Tage vollstreckt wurde.

Nachdem die Mitarbeiterinnen des Jugendamtes die Wohnung der Familie mit Beendigung ihres Kontrollbesuches wieder verlassen hatten, ahnten die Eltern nicht, dass bei ihnen Grund zu irgendeiner ernsthaften Besorgnis vorgefunden worden sein könnte. Umso überraschter waren sie, dass sie nur kurze Zeit später erneut von den beiden Amtsfrauen aufgesucht wurden. Dieses Mal kamen sie mit Polizeiunterstützung. Die uniformierten Staatsdiener brachte das Jugendamt als Verstärkung mit, um nun alle drei Kinder der Familie in Obhut zu nehmen. Sie waren das Signal an die Eltern: "Widerstand zwecklos". Alles Reden, Fragen und Appellieren der Eltern und Kinder erwiesen sich auch jetzt als fruchtlos. Sie seien zu der Überzeugung gekommen, es läge eine akute Kindeswohlgefährung vor und sie nähmen die Kinder jetzt mit. Auf diese Bemerkung reduzierte sich die Erklärung der Behördenmitarbeiterinnen zur Frage der Eltern nach dem Warum. Eine einleuchtende Begründung, weshalb angeblich eine akute Gefährdung vorliege, erhielten sie nicht. Auch ein richterlicher Beschluß lag nicht vor. Ein solcher Beschluß wurde nach Schilderung der Eltern erst Tage danach gefasst.

Die Eltern haben dieses Erlebnis mit trauriger Fassungslosigkeit berichtet. Ihre Schilderung zeichnet ein Schreckensszenario vom Zugriff eines Jugendamtes nach, das eine Familie in ihrem innersten Kern trifft und zerreißt. Es scheint in diesem Fall ausreichend gewesen zu sein, dass die Eltern nach Überzeugung der Mitarbeiterinnen dieses Amtes die Pflege und Erziehung ihrer Kinder nicht so wahrnehmen, wie sie und ihre Behörde es für richtig befunden hatten. Eltern und Kinder wurden in einen regelrechten Schock- und Ohnmachtszustand versetzt, von dem sie sich noch nicht erholt haben. Die Eltern vor allem deshalb, weil sie sich keiner Schuld bewußt sind, die eine Kindeswegnahme gerechtfertigt hätte. Sie lieben ihre Kinder und flehten wie diese darum, zusammenbleiben zu dürfen. Das Jugendamt und ein Richter wollten dies anders. In ihrer Verzweiflung erzählen die Eltern von ihrem Fall auf einer eilig eingerichteten Internetseite. Sie hoffen darauf, dass ihnen aus der Öffentlichkeit in einer Situation Hilfe zuteil wird, in der sie sich den übermächtigen, krakenhaften Armen staatlicher Stellen nahezu hilflos ausgeliefert fühlen. Ihre Geschichte ist auf der Internetseite http://famhecht.npage.de nachzulesen.



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Kommentare (8)




 
  Kommentare (8)

Lena, 17.09.2009 17:34
zu "macht mich stutzig dass Kinder ins Zimmer gehen wenn das JA klingelt"
Also erstens das große Kind war bereits mehrfach fortgenommen worden, dass MUSS Kindern Angst machen. Zweitens wer das schreibt, hat nie erlebt wie ein Jugendamt vorgeht.
Wir haben wirklich gute Gesetze in Deutschland, aber kaum einer der Sozialpädagogen kennt sie oder wendet sie an.
Zur Transparenz: Jugendamtsnamen stehen auf der Webseite der Familie Hecht, wichtig ist der Name von Frau Clausen, hier im Raum Anbach bekannt als Frau Kinderklausen, und ihr Macher Herr Herrschner der Leiter der unteren Behörde des Kreises. Sie haben mehrfach bewiesen wir gut sie gegen die falschen vorgehen und wie gut sie Akten verschwinden lassen können. Im Gericht währe in diesem Fall zu benennen Frau Hüftlein, gefolgt von Herrn Horndasch der lieber neuer Landrat werden möchte. Viel Spaß beim Anschreiben der netten Beamten. Eure Lena


Anna Schulz, 31.08.2009 02:01
Kinder sind fuer die JA, Geldmacher. Sie verdienen fuer jedes entfuehrte Kind,sowie auch die Heime/Pflegeeltern. Die Jugendarbeiter/innen nennen dies Kids "Wegschnappkinder" Wenn die Eltern diese enormen grossen Summen (4000 pro Kind fuers Heim) Geiselgeld nicht zahlen koennen, zocken die JA den Steurzahler ab. Die JA, Heime, Pflegeeltern, Diakonien, Kirchen, Caritas, Rote Kreuz, sogar Richter, verdienen an diesen deutschlegalen Kinderhandel.
Ich weiss wovon ich rede. Meiner Familie haben das JA Hildesheim, seit 4 Generationen die Kinder entfuehrt und verschachert, ich bin auch ein geklautes Kind. Wenn die sich so um das Wohl der Kinder besorgt sind (siehe, die klauen nur plazierbare Kinder, aber nicht die in Not)dann weshalb werden diese Wuermchen total von der Familie entrissen und entfremedet, und wenn diese Kinder volljaehrig werden, stehen sie auf der Strasse, ohne HIlfe, Familie, Zukunft, aber seelisch und koerperlich so kaputt (ja, Heime schaden Kinder)das sie sich entweder umbringen, kriminell werden, in Pschychtrien landen oder Fruehrentner werden.
Bin dagewesen, deshalb floh ich aus Deutschland.


Klaus D., 30.08.2009 21:31
es ist erschreckend zu sehen wieviele Menschen Urteilen ohne sich ein Bild zu machen oder die Sache zu hinterfragen.
Wer diesen Artikel aufmerksam liest, erkennt am Ende des Artikels, ein verweis auf eine Internetseite auf welcher alles detaliert beschrieben ist. Genau solche Menschen die stupide Ihre Meinung kund tun ohne etwas zu hinterfragen, sich zu erkundigen, sind der Grund warum Deutschland in sämtlichen Bereichen so schlecht da steht.
Zu dem Sachverhalt kann ich nur sagen, es ist traurig zu lesen, wie deutsche Behörden, Ämter und Justiz, die ein Vorbildsmonopol der deutschen Rechtssprechung vertretten aggieren.
Ich trauere mit der Familie und hoffe für sie das es sich bald zum besseren wenden.


anne, 30.08.2009 20:23
Die Kinder wurden in der Vergangenheit mehrmals vom Jugendamt für ein paar Monate zu Plegeeltern gegeben.
Wenn es klingelt müssen die Kinder in ihre Zimmer gehen? Warum denn das? Und welches Kind sagt "ich möchte einfach nur lernen und Mama helfen und nicht raus"? Mit anderen Worten die Kinder dürfen auch nicht nach draußen.


Amelie E.S., 30.08.2009 16:31
Ich bin ganz sicher, dass es diese Fälle gibt und daß das eine unfaßbare Entwicklung ist. Aber der Bericht dieses Falles macht mich stutzig: Die Antworten des kindes auf die Fragen der Jugendamtsmitarbeiter klingen irgendwie merkwürdig. Sie klingen so, als ob die Kinder wüßten, worum es ginge bei dem Hintergrund des Amtsbesuches und den von den Damen gestellten Fragen. Sie betonen, freiwillig im Zimmer gewesen zu sein- etwa komisch, wie ich finde. Ausserdem finde ich merkwürdig, dass es heißt, die Kinder gehen immer in ihre Zimmer, wenn es an de Tür klingelt. Was ist denn das? Ein neunjähriges Kind entschwindet, wenn Besuch naht? Und dann kommt es nach kürzester Zeit aus dem Zimmer wieder raus? Ich finde das alles merkwürdig. Also: Achtung, wenn solche Berichte auftauchen. Die können auch immer von Menschen lanciert werden, die alle Lügen strafen wollen, die solche Geschichten berichten. Denn wenn einmal so ein Fall als vollkommen falsch oder komplett frei erfunden entlarvt ist, wird man den echten Fällen später auch keinen Glauben mehr schenken. Und das wird dann gefährlich. Denn: der Staat greift ganz sicher nach den Kindern.

Luisa, 30.08.2009 13:02
Dieser Artikel enthält so gut wie überhaupt keine information. Was ist denn nun der Grund für das Eingreifen des Jugendamtes? Was wird der Familie vorgeworfen?
Einfach nur emotional das Leiden der Familie schildern ist dann doch ein bisschen einseitig...


Elmar Oberdörffer, 30.08.2009 12:25
Da nehmen sich zwei subalterne Beamtinnen des Jugendamtes wichtig und beweisen sich ihre Wichtigkeit, indem Sie ihre amtliche Macht mißbrauchen, um eine Familie schwer zu schädigen. Daß sie sich in ihrer Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls geirrt haben könnten, wie es die Aussagen der Nachbarn, der Kinderärztin und des Lehrers belegen, können sie ja nicht zugeben, also wird die von ihnen eingeleitete Kindesentziehung mit Amtshilfe der Polizei gnadenlos durchgezogen. Auf welcher rechtlichen Grundlage die Polizei derartige Amtshilfe ohne richterliche Anweisung leistet, ist mir ein Rätsel. Ich hoffe nur, daß die betroffenen Familie mit Hilfe eines guten Anwalts erstens ihre Kinder bald wieder in die Arme schließen kann, zweitens die Beamtinnen des Jugendamtes erfolgreich auf Amtsmißbrauch verklagt und Schadenersatz und ein nennenswertes Schmerzensgeld einklagt. Derartige Behördenwillkür dürfen wir Bürger uns nicht gefallen lassen!

Michael S., 30.08.2009 11:31
Es ist wichtig, Jugendamt und Mitarbeiterinnen namentlich zu nennen. Diese Transparenz ist nötig.


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