Die "Strategie" der CDU und ihrer Vosrsitzenden Angela Merkel scheint (bislang) aufzugehen: Wenig tun, nichts sagen und damit gute Umfragewerte erzielen. Für Konzepte sind momentan die Opposition, sowie SPD und CSU zuständig. In der "Sommerpause" mag dies gut gehen, doch was passiert, wenn der Wahlkampf wirklich beginnt?
Man ist an die Geschichte von der Grille und der Ameise erinnert. Die Grille genießt den Sommer ohne etwas zu tun, während die Ameise Vorräte sammelt. Im Winter überlebt sie, während die Grille erfriert.
SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier reist nun mit seinem "Deutschland-Plan" (egal was man davon halten mag) durch die Republik und wirbt um Wählerstimmen.
Wirtschaftsminister zu Guttenberg erarbeitet Pläne, um den Unternehmen bessere Chancen zu ermöglichen. Seine Partei ist federführend in der Steuerdiskussion der CSU.
Die FDP hat ebenfalls klare Steuerkonzepte auzuweisen. Und Linke und Grüne haben Programme erarbeitet, die die Schaffung von Millionen Arbeitsplätzen vorsehen.
Die Kanzlerin und mit ihr die CDU dagegen, haben nichts konkretes vorzuweisen. Dieses Unbestimmte tut natürlich keinem Wähler weh und so scheint man in Umfragen darauf zu setzen, dass die Merkel-CDU vor allem eines nicht tut: Irgendetwas. Dies beruhigt den Wähler und läßt ihn nicht um Geldbeutel oder Job fürchten.
Die Frage ist nun, wie Frank Walter Steinmeier es formulierte, kommt Angela Merkel "im Schlafwagen" wiedr zur Macht? Dass sie Kanzlerin bleibt ist sehr sicher, aber angesichts der koalitionsinternen Meinungverschiedenheiten wird ziemlich wenig für eine ander Koalition getan, schon garnicht für eine bürgerliche.
Wenn der Wahlkampf nach den Sommerferien richtig beginnt, darf man gespannt sein, was die Kanzlerin den Wählern anzubieten hat, um Schwarz-Gelb zu erreichen.
Der Eindruck drängt sich auf, dass Angela Merkel ein Bündnis mit der FDP gern annimmt - sofern es ihr geschenkt wird.
Bei dieser "motivierten" Wahlkämpferin wird am Ende wohl wieder die Große Koalition stehen.
Auch dies wird Merkel dankend annehmen.