Auch schon die „Schweinegrippe“ gehabt? Nein, noch immer nicht? Wie schön für Sie - und für mich, denn auch ich bin noch schweinegrippefrei. Reisen wir etwa nicht genug, um die Viren aufzusammeln? Sind wir nur Stubenhocker, wo die Viren chancenlos sind, weil sie uns nicht erreichen? Oder ist alles gar nicht so schlimm?
Aber das kann natürlich gar nicht sein. Denn überall in den Medien lesen, hören, sehen wir doch, dass die Lage ganz, ganz ernst ist – wie zum Beispiel: Schweinegrippe wütet in Deutschland - Die Pandemie ist bei uns angekommen - Washington gibt mehr als eine Milliarde Dollar für einen Pandemie-Impfstoff aus - Eine Grippepandemie könnte die Wirtschaft weiter schwächen, die Furcht nimmt zu - Die echte Herausforderung steht noch bevor. *)
In den USA soll es mehr als eine Million Erkrankungsfälle geben, dieses Virus A/H1N1 in mehr als 160 Ländern sein Unwesen treiben und schon knapp tausend Menschen zu Tode gebracht haben. Aus dem Robert-Koch-Institut (RKI) war zu vernehmen, allein vom 23. auf den 24. Juli sei die Zahl der registrierten Fälle in Deutschland um 500 auf rund 3400 hochgeschnellt. Damit habe es innerhalb von drei Tagen 1500 neue Fälle gegeben. In Großbritannien habe sich die Zahl innerhalb einer Woche auf rund 100 000 Fälle verdoppelt. RKI-Vizepräsident Reinhard Burger sagte auf Befragen: „Das neue Virus hat sich innerhalb von zwei Monaten über die ganze Welt verbreitet, so schnell ging das noch nie.“
Ein Serumwerk gibt „Vollgas“
Nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation WHO ist die „Schweinegrippe“ nicht mehr aufzuhalten. Die Pharmahersteller wies sie an, unter Hochdruck an einem Impfstoff gegen das A/H1N1-Virus zu arbeiten – was diese natürlich mit Freuden tun, lockt doch ein Bombengeschäft. Selbst ihre alten Impfstoffe werden sie jetzt endlich los, zum Beispiel Tamiflu des Schweizer Pharma-Riesen Roche, auch wenn es nicht hilft, allenfalls die H1N1-Infektionen abschwächt. Ebenso Relenza des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline. Beide Produkte bekämpfen die Grippe nicht, sie verkürzen nur ihren Verlauf um durchschnittlich einen ganzen Tag, erfährt man vom Publizisten und Juristen Rolf Ehlers. Bei ihm kann man auch Ausführliches über die vielen schädlichen Nebenwirkungen beider Medikamente lesen. Aber die scheint ignoriert zu werden. Über die Hochkonjunktur freut sich das zu GlaxoSmithKline gehörende Serumwerk in Dresden. Es arbeitet an der Massenproduktion der Vakzine gegen das H1N1-Virus auf Hochtouren: „Wir geben Vollgas.“
WHO: die ganze Menschheit ist bedroht
Doch auch die wirtschaftlichen Folgen der „Schweinegrippe“ werden uns schreckensbleich an die Wand gemalt. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hatte sich schon am 3. Mai gesorgt: Was, wenn sich die Wirkungen einer weltweiten Depression und einer weltweiten Grippe addieren?“ Gut zwei Monate später sah auch das Mutterblatt FAZ (25. Juli) die Schweinegrippe als „Virus für die Konjunktur“. Ökonomen seien zunehmend beunruhigt. In Großbritannien werde die Grippewelle allein dieses Jahr drei Prozent des britischen Bruttoinlandsprodukts kosten. Millionen Beschäftigte könnten krankheitsbedingt ausfallen und damit den Betrieb in vielen Unternehmen gefährden. Schon am 11. Juni hatte die WHO die höchste Stufe der Pandemiefall, Alarmstufe 6, ausgerufen; die ganze Menschheit sei bedroht.
„Die WHO-Drohkulisse funktioniert perfekt“
Aber sehen wir uns doch einmal an, was wir von den aufgeregten, aufregungsgeneigten, politisch korrekten Mainstream- und Zeitgeist-Medien meist nicht so erfahren. Man findet es, natürlich, im Internet. Dort schreibt zum Beispiel der Journalist, Publizist, Börsenexperte und Buchautor Michael Mross: „Rings um den Globus greifen Politiker die Weisungen der WHO dankbar auf…. Die Drohkulisse der WHO funktioniert perfekt. Bei Grippe kann man schließlich immer sicher sein, dass es Tote gibt. Selbst bei einer normalen Grippe sterben schließlich allein in Deutschland nach offiziellen Statistiken rund 20 000 Menschen… Welche Nähe hat die Weltgesundheitsorganisation eigentlich zur Pharmaindustrie? Eine Frage, die nach Ansicht von Experten überflüssig ist. Denn die WHO ist von der Pharmaindustrie durchseucht.“
„Eine gesteuerte Aktion von Pharmakonzernen“
Der „Enthüllungsjournalist“ Gerhard Wisnewski sieht in der Schweinegrippe-Hysterie eine mit Hilfe der WHO gesteuerte Aktion von Pharmakonzernen, um ihren Absatz von Impfstoffen hochzutreiben. Er verweist dabei auf die Strategic Advisory Group of Experts (SAGE) on Immunization der WHO. Diese „Strategische Beratergruppe von Immunisierungsexperten“ sei dasjenige Gremium, das die „Impfempfehlungen“ der WHO ausbaldowere. Er sieht in der „geschürten Schweinegrippe-Hysterie“ eine mit Hilfe der WHO „gesteuerte Aktion von Pharmakonzernen“ und die die bisher größte und aggressivste Marketing-Kampagne“. Das Marketing könne sogar so weit gehen, das Produkt den „Konsumenten“ gleich zwangsweise zu verabreichen – nämlich im Rahmen einer Zwangsimpfung. Da könne man nur sagen: Rette sich wer kann.“
Das mit der Zwangsimpfung halten auch andere nicht für abwegig. Und Staatssekretär Klaus Theo Schröder vom Bundesgesundheitsministerium hat am 29. April in der ARD-Sendung "hartaberfair" kundgetan: "Wenn wir einen Impfstoff haben, dann ist es nur vernünftig und geboten allemal, dass alle geimpft werden bei uns im Land."
„Diese Grippe ist nicht gefährlich“
Dagegen hat der französische Medizin-Professor Bernard Debré die „Schweinegrippe“ als ganz normale Grippe bezeichnet, die sogar weniger gefährlich sei als die saisonale Grippe. Zu dieser Auffassung sei er mit vielen Fachkollegen gekommen. Frankreichs Premierminister François Fillon warf er Alarmismus vor. Der für den Höhepunkt des Ausbruches der Schweinegrippe im Herbst angekündigte „Krieg“ gegen die Grippe diene der Angstmache. „Diese Grippe ist nicht gefährlich.“
„Schweinegrippe nicht schlimmer als eine normale Grippe“
Deutsche Ärzte sagen ebenfalls, diese „Schweinegrippe“ sei auch nicht schlimmer als eine normale Grippe. Nach drei Tagen sei sie meist ausgestanden. Für den Virologen Prof. Dr. Alexander S. Kekulé sind die Symptome so mild, dass sich die meisten schon längst angesteckten Menschen der Ansteckung gar nicht bewusst seien. Leichte Kopf- oder Halsschmerzen seien oft alles an Beeinträchtigungen, manchmal auch untypische Gefühle wie Unwohlsein im Magen-Darm- Bereich. Manche Erkrankung verliefe auch ohne alle Symptome. Eigentlich kein Grund zur Panik. Kekulé leitet das Institut für Medizinische Mikrobiologie der Universität Halle-Wittenberg und das Institut für Biologische Sicherheitsforschung in Halle.
„Krankheitsverlauf mild, kein Killer-Virus“
Nicht anders hatte sich der Leiter des Marburger Instituts für Virologie Prof. Dr. Stephan Becker geäußert und den Wirbel um die Schweinegrippe so erklärt: "Diese normalen Influenzawellen, die wir jedes Jahr sehen, an die haben wir uns gewöhnt. Und wir haben uns dran gewöhnt, dass jedes Jahr zehntausend Leute an den Folgen von Influenza in Deutschland sterben." Bei dem Schweinegrippeerreger handele sich nun um ein neues Virus. "Das ist natürlich immer Anlass zur Besorgnis, aber die Erkrankungen von diesem neuen Virus verlaufen meistens mild, das ist kein Killervirus."
Gleichwohl: „Die Welt hat Tamiflu gebunkert. Die Panikmache und der politische Einfluss sorgten dafür, dass sich heute weltweit fast alle Länder mit Riesenvorräten an Tamiflu eingedeckt haben. Dieses Medikament, das nur einen ganz geringen Einfluss auf den Krankheitsverlauf nimmt, ist so zu einem der größten Renner der Pharmageschichte geworden.“
Massenhysterie – Massenterror
Für den Publizisten William Engdahl entpuppt sich die Schweinegrippe-Pandemie immer mehr als psychologischer Massenterror, von dem die wenigen internationalen Pharmariesen profitieren, die antivirale Medikamente vertreiben – allen voran Roche, GlaxoSmithKline und Novavax. „Verlierer sind wir einfachen Leute.“ Michael Mross schreibt: „Doch die von der WHO erzeugte Massenhysterie entfaltet ihre fatale Wirkung. Sie wirkt so stark, dass Regierungen rund um den Globus Milliarden ausgeben, um einen Impfstoff zu kaufen, dessen Wirkung nachgewiesenermaßen unsicher ist. Schlimmer noch: Tödliche Nebenwirkungen sind nicht ausgeschlossen. Da hilft es wenig, wenn vereinzelte Rufer in der Wüste vor einer Hysterie warnen. Es ist wie beim Klima-CO2-Wahn: Erst wird per Medien dem Volk die Message eingeimpft, und hinterher glauben sie selbst dran. Mittlerweile geht die große Mehrheit der Bevölkerung davon aus, dass eine Impfung gut und sinnvoll ist. Kritiker werden in die Ecke der Unseriosität gestellt.“
„WHO hat im Mai die Pandemie-Definition geändert“
Das Nachrichtenmagazin „der Spiegel“ ließ den Grippeexperten Tom Jefferson zu Wort kommen. Jefferson wertet für die internationale Cochrane Collaboration alle wissenschaftlichen Studien zum Thema Influenza aus und erklärt die Grippeviren für „systematisch überschätzt“. Derzeit grassiere weltweit eine weitgehend unbegründete Schweinegrippe-Hysterie. Auch Jefferson sieht keinen grundsätzlichen Unterschied zu einer normalen saisonalen Grippewelle. Die WHO habe Anfang Mai eigens ihre Pandemie-Definition geändert, um die Schweinegrippe zur Pandemie erklären zu können. Das Kriterium, dem zufolge es sich bei einer Pandemie um eine Krankheit mit hoher Sterblichkeit handeln müsse, sei dazu einfach gestrichen worden.
„Impfstoff-Wirksamkeit weit überschätzt“
Jefferson ebenfalls im Spiegel: „Ich finde es verrückt, welche Katastrophen uns Jahr für Jahr von den Grippeexperten vorausgesagt werden. Bislang ist keine von ihnen jemals eingetroffen.“ Um die Idee von der drohenden Influenza-Pandemie hätten WHO, Gesundheitsbehörden, Pharmaindustrie und Virologen im Lauf der Jahre eine ganze Maschinerie aufgebaut. Allerdings werde die Wirksamkeit von Grippeimpfstoffen gemeinhin weit überschätzt. „An der erhöhten Sterblichkeit während der Wintermonate ändert die Grippeimpfung gar nichts.“
Für Deutschland schon 50 Millionen Impfdosen geordert
Auch der deutsche Staat beugt sich der Hysterie. Die Bundesländer haben schon 50 Millionen Impfdosen geordert. „Thüringen, das gegenwärtig den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz hat, brachte nach abschließenden Gesprächen zwischen Bund und Ländern eine entsprechende Bestellung auf den Weg, wie das Thüringer Gesundheitsministerium in Erfurt mitteilte. Dem Ministerium zufolge besteht die Option zum Kauf weiterer Dosen, um gegebenenfalls die gesamte Bevölkerung impfen zu können. Die 50 Millionen Dosen kosteten rund 700 Millionen Euro. Für eine bundesweite Impfung müssten laut Ministerium insgesamt zwei Milliarden Euro aufgewendet werden.“ Die bestellten Dosen reichen derzeit für 25 Millionen Menschen oder gut 30 Prozent der Bevölkerung in Deutschland, weil jeder Mensch zweimal geimpft werden muss.
Impfen, auch wenn es nichts mehr nützt?
Virologie-Professor Kekulé sagte im Radiosender NDR info: „Ich gehe davon aus, dass wir irgendwann im November oder vielleicht noch später in Deutschland dann im großen Stil impfen werden. Nach der zweiten Impfung, die nach einem Monat erfolgt, ist der Impfschutz sicher. Man kann natürlich sagen, dass ein großer Teil der Menschen bis dahin die Infektion schon hinter sich hat.“ Anders gesagt: Geimpft wird, auch wenn es nichts mehr nützt.
Für die Medien auf jeden Fall ein wunderbares Sommerloch-Thema. Und bestens geeignet zum Ablenken des Volkes von wichtigeren Dingen. Aber leider steckt offensichtlich doch mehr dahinter.
*) Ausführlicher und mit allen Quellenangaben unter www.kpkrause.de