Am 23.6.1999 verabschiedete das Schröder-Kabinett, völlig unbemerkt von der bundesdeutschen Öffentlichkeit, die Einführung des „Gender Mainstreaming“ für alle Bereiche der Bundesregierung. Das wäre doch ein Grund zum Feiern! Aber nicht für die Frauenministerin! Keine Festansprache, keine Festschrift, die das bisher Erreichte lobpreist…..Warum?
Die Frauenministerin von der Leyen wäre schlecht beraten, mit dem Thema „Methoden und Ergebnisse des Gender Mainstreaming“ (GM) in die breite Öffentlichkeit zu gehen. Denn das wäre das erste Mal, dass über GM, seine Netzwerke und seine staatlichen Umerziehungsmethoden öffentlich berichtet würde! Wieder mal ist Deutschland Schauplatz eines nationalen, totalitären „Erziehungsprogramms“ (Spiegel 1/2007). Und das nach dem Debakel des nationalsozialistischen, bzw. kommunistischen Experimentes…Diesmal geht es um die Gleichstellung von Mann und Frau als Leitprinzip politischen Handelns. Dieses gilt es, „bei allen politischen, normgebenden und verwaltenden Maßnahmen…zu beachten“. So weit die Theorie. Die Praxis: GM ist eine geniale Verpackung zur gezielten Frauenförderung, mit rund einer Milliarde an Fördergeldern in den letzten Jahren. Langfristziel: Zementierung des Machtanspruchs, bzw. Machtübernahme durch die Frauen. GM ist in der Öffentlichkeit so gut wie unbekannt, da ein öffentlicher Diskurs diese z. T. grundgesetzwidrigen(Artikel 3, Absatz 3) Handlungsweisen grundsätzlich hinterfragen würde.
Das Gender Axiom
Der seit Menschengedenken bekannte (biologische) Rollenteilung Mann/Frau wurde von Simone de Beauvoir das „erlernte“, kulturelle Geschlecht („Gender“) entgegengesetzt. Die Behauptung, dass „Mann“ und „Frau“ durch Erziehung und Gesellschaft geformt werden, konnte bisher von der Gender Theorie nicht bewiesen werden. Dieses Axiom wird aber logischerweise benötigt, um auf dieser Basis den Menschen zum neuen „Homunculus“ umerziehen zu können: Die Kreation eines neuen Menschen, der viele Geschlechter (nicht nur 2!) haben kann, der modellierbar ist, oder mit staatlichen Vorgaben und KiTapflicht erzogen werden kann: diese Absurdität ist kaum mehr zu überbieten!
Marsch durch die Institutionen
Auf der Basis des obigen Kabinettsbeschlusses konnte GM seinen „Marsch durch die Institutionen“ lautlos starten, 10 Jahre unbehelligt von irgendwelchen Legitimationszwängen…Das erleichtert z. B. die Durchsetzung von Gender – Checklisten („Frauenquote erfüllt“?) für fast JEDEN Verwaltungsvorgang. Das GM – Netzwerk wird zentral durch das Frauenministerium in Berlin gesteuert, mit den Hohepriesterrinnen im „Gender Kompetenzzentrum“ an der HU Berlin im Hintergrund. Das Netzwerk besteht aus „linientreuen Kadern“, das sind die fast 2000 Gleichstellungsbeauftragte (hört sich neutraler an als „Frauenbeauftragte“), und zwar in allen Politik – und kirchlichen (!!!) Bereichen, in den Jugendämtern, in den fast 100 sog. Gender-Instituten an den Hochschulen, in den Medien - Redaktionen (Mann/Frau Verhältnis inzwischen 1 zu 2). Die zentrale Steuerung übers Internet sichert ein effizientes „Streamlinen“, oder besser „Gleichschaltung“, im Sinne der GM – Philosophie. Hilfreich bei diesem Marsch war die
Allianzbildung
der Radikal - Feministinnen mit den Schwulen und Lesben. Eine Allianz, die sich verbunden fühlt und stärker wird in ihrer Geschlechtslosigkeit und besonders ihrem „Kampfesbewusstsein“. Das "Allgemeine Gleichstellungsgesetz" wäre beispielsweise ohne diese Allianz nicht zustande gekommen.
Machtübernahme
Offiziell überhaupt nicht thematisiert wird das eigentliche GM-Ziel: „Frauen an die Macht“, und zwar durch allmähliches Aufhebung der Männerdominanz. Ein Motto ist allseits bekannt: „Frauen in die Aufsichtsräte und Führungspositionen“, seltsamerweise nicht in den Straßenbau oder die anderen männlichen Risikoberufe. Die GM - Instrumente sind z.B.:
Feindbild Mann
Der Mann: DER Gewalttäter, oder der „liebenswerte Trottel“ (7. Familienbericht des Frauenministeriums). Selbst Doris Lessing ist „zunehmend schockiert über die gedankenlose Abwertung von Männern…ohne dass irgendjemand dagegen was tut..“
Zum gleichen Thema gehört auch die Bestimmung im Bundesgleichstellungsgesetz, dass Männer zur Wahl einer Gleichstellungsbeauftragten weder ein aktives noch passives Wahlrecht besitzen!!
Und: eine evtl. Ungleichbehandlung der Männer kann mit der "Diskriminierung der Frauen in der Vergangenheit" begründet werden! Ein weiteres Instrument:
Fokus Jugend
Wir wissen: Jede Diktatur richtet ihr besonderes Augenmerk als erstes auf die Jugend. So auch GM: Mädchen werden mehr als die Jungen gefördert (mehr als die Hälfte der Hochschulabgänger sind inzwischen weiblich) . Mit dem jährlichen „Girl’s Day“ werden Mädchen auf die Übernahme von Männerberufen vorbereitet. Die Folge für die Männer ist absehbar: inzwischen gibt es mehr weibliche Hauptschulabgänge, mehr Sonderschul - Fälle, höhere Selbstmordraten usw. Das Projekt des Frauenministeriums „Neue Wege für Jungs“ bereitet die Jungens auf die durch GM - Aktionen freiwerdenden Pflegeberufe und ihre Aufgaben als Hausmann vor, Tätigkeiten, die „moderne“ Frau in den Medien zunehmend ablehnt..... Begleitend dazu werden die Jungens auf Gewaltlosigkeit getrimmt, erster Ansatz aus dem vom Bund geförderten Projekt „Faustlos“: Friedliches Miteinander auf dem Pausenhof („Verhaltet Euch so wie die Mädchen“). Und wie reagieren die Männer auf solche Aktionen? Cora Stephan beschreibt es als das
„Schweigen der Männer“
Und warum? Meine Erfahrung aus der kommunalen Männerarbeit: Inzwischen handeln Männer aus purem Opportunismus so, Angst vor Ausscheren aus dem "Normalverhalten" kommt noch dazu…..Die wenigen Männer, die sich dagegen auflehnen, werden als "ewig gestrig" abgekanzelt, noch schlimmer: sie müssen immer mehr einen Karriere - Knick, oder ein Ausgrenzen befürchten. Klassische „Männlichkeit“ ist nicht mehr in.
Betrifft Sprachregelung: Lieber Leser und liebe Leserin, lieber Sympathisant und liebe Sympathisantin der „Freien Welt“ (schreiben Sie auch schon so?): Sie sind jetzt hoffentlich nach alledem trotzdem noch meiner Meinung, dass wir - Frau und Mann - alle Menschen sind, ohne Rücksicht auf die MenschInnen…….