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24.05.2013
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     Professor Adorján F. Kovács
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Das Gras der Frau Kiyak
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Die Spaltung der deutschen Gesellschaft  geht weiter. Was zwischen den Zeilen der Kolumne einer Journalistin steht, sagt viel aus darüber, wie sich in Deutschland geborene türkischstämmige Menschen fühlen. Die Fronten verhärten sich auch bei den Gebildeten.

Die Kolumnistin der FR, Mely Kiyak, die neben bissigen Texten gerne auch sprachliche Zweideutigkeiten produziert, von denen man nicht weiß, ob sie absichtlich oder ungewollt entstehen, hat kürzlich, am 21. September, unter der Überschrift „Liebes Gras!“ ein interessantes Gedankenspiel formuliert.

Es geht um das Versagen des Verfassungsschutzes bei der Überwachung der Mitglieder des NSU. Kiyak stellt sich vor, wie die Sache aussähe, wenn es sich bei den Observationsobjekten nicht um Rechtsextreme, sondern um Islamisten gehandelt hätte. Sie wundert sich u. a. über die schlaffe Strafverfolgung und relativ zurückhaltende mediale Berichterstattung. Sie suggeriert, dass Rechtsextremismus in Deutschland eher toleriert wird als Islamismus.

Sie schreibt: „Wann immer ein neuer staatlicher Vertuschungsversuch in der NSU-Affäre auffliegt, gibt es nicht etwa Sonderberichterstattungen, Brennpunkte oder Zeitungsstrecken darüber, sondern aufgeregte Debatten über religiöse Rituale, Praktiken, Eifer, Humorlosigkeit, Intoleranz, Antisemitismus, Fahnenverbrennungen ‚der Anderen‘, der Muslime. Zufälligkeiten?

Als 2007 drei Islamisten im Sauerland eine Bombe bastelten, traf der Staat alle zur Verfügung stehenden Vorkehrungen und nahm die Gruppe fest. Der Staat ist stark und scheut weder exorbitanten Aufwand noch Kosten – wenn er will. Wenige Monate zuvor beging der NSU seinen, nach heutigem Kenntnisstand, 10. Mord in einer nach wie vor ungeklärten Mordserie. Wäre den Sauerländern das Attentat geglückt und hätten sie überdies zehn Menschen immer am helllichten Tag hingerichtet, wäre in diesem Land kein Stein auf dem anderen geblieben.“

Mag sein, dass sie mit Beidem recht hat, mit der Beschreibung der Eigenschaften und Auffassungen der Muslime wie auch der deprimierenden Blindheit deutscher Behörden auf dem rechten Auge. Indem sie allerdings meint, hierzulande wäre kein Stein auf dem anderen geblieben, unterstellt sie der Mehrheit der Deutschen Fremdenfeindlichkeit, anders wäre das gar nicht möglich mit den Steinen. Aber es kommt noch besser. Es gibt viele Menschen mit sogenanntem Migrationshintergrund in Deutschland. Warum fokussiert Kiyak nur auf die Muslime? Auch Rumänen oder Vietnamesen waren Opfer rassistischer Gewalt. Erst in ihrem Schlußsatz, auf den ich noch komme, bezieht sie diese Menschen mit ein, damit es nicht zu einseitig wird. Nun muss man wissen, was mit den nichtmuslimischen Pogromopfern von Hoyerswerda und Lichtenhagen passiert ist: Sie wurden entlassen und abgeschoben. Letztlich ein beschämender Erfolg der Rassisten, der Kiyak fast recht zu geben scheint. Ähnliches wird den Türken, die die meisten Todesopfer durch fremdenfeindliche Gewalt, gerade auch durch den NSU, zu beklagen hatten, nicht passieren. Kiyak formuliert ihren Schlußsatz - absichtlich? ungewollt? - so, dass eine latente Drohung daraus wird:

„Wiederholt werden die Minderheiten in Deutschland mit einer Katastrophe alleingelassen. Ich glaube nicht, dass die Generation Mölln, Solingen, Lichtenhagen dieses Mal Gras über die Sache wachsen lassen wird.“

Was meint sie damit, dass diese Generation kein Gras darüber wachsen lassen wird?




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Bild: Podium beim Forum Familie
Bild: Podium beim Forum Familie

Die familienpolitischen Diskussionen in Medien, Politik und Verwaltung laufen immer stärker auf eine Zerschlagung und Vergesellschaftung der Familien hinaus. Oft wird beispielsweise auch in der Union angenommen, dass für die Aufzucht von Kindern nicht die Familie der beste Ort sei, sondern eine staatliche Kinderbetreuungseinrichtung.

Gegen diesen Trend hat sich die Initiative Familienschutz mit der Sprecherin Hedwig von Beverfoerde kurz vor der Wahl zum Bundestag 2009 gegründet mit dem Ziel, Familien in der Politik eine Stimme zu geben. Sie sollten nicht mehr nur Objekt von mehr oder (meist) weniger wohlwollendem politischem Handeln sein, sondern selber mitmischen und ihre Interessen zur Geltung bringen.

Am 14. Mai veranstaltete die Initiative vor zahlreich erschienenem Publikum in Berlin-Mitte das erste Forum Familie, auf dem vor allem eines sehr deutlich wurde: Die Zeit ist reif für eine echte Familienrevolution!

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