| |
| |
Dagmar Neubronner
Zur Person und Archiv
Email an diesen Blogger schreiben
Skandalöse Schikane
Weitere Themen:
AllgemeinBildungFamilieSkandalöse Schikane des brandenburgischen Jugendamtes gegen hochbegabtes Kind
Nachfolgend finden Sie Informationen zu einem skandalösen Fall von akuten Maßnahmen gegen eins von drei hochbegabten Kindern eines Elternpaares aus Brandenburg.
Die Eltern, beide Ingenieure, versuchen in vorbildlicher Weise, ihre hochbegabten Kinder optimal zu fördern, und haben ihre zehnjährige Tochter Bernicia, die in der Grundschule vor Langeweile und Frustration "die Wände hoch ging", eine Zeitlang sehr erfolgreich zu Hause unterrichtet. Deswegen wurde nun das elterliche Sorgerecht eingeschränkt. Ab Montag, 22.Juni 2009 wird das Kind, das soeben Landesmeisterin im Judo wurde, mehrere Instrumente spielt und auch sonst ungewöhnlich erfolgreich ist, mit der Diagnose "Schulphobie" zwangsweise in eine ganztägige psychiatrische Einrichtung eingewiesen. Dort muss sie sich täglich bis 18 Uhr aufhalten, wird daher weder weiter Judo machen noch sonst ihren Begabungen und Interessen nachgehen können.
Artikel weiterlesen 
ANZEIGE
| | |
| |
Ist das die Begabtenförderung, von der landauf, landab die Rede ist?
Die Eltern sind mittlerweile bereit, auf Homeschooling zu verzichten und wünschen sich lediglich, dass ihre Tochter wie ihr älterer Bruder (der bereits 4 Klassen übersprungen hat) ein für sie erträgliches Gymnasium in der Nähe besuchen darf, doch bereits dieser Wunsch wird ihnen als Arroganz und Eigenmächtigkeit ausgelegt. Schon wurde die Sorgerechtseinschränkung auch für den fünfjährigen, ebenfalls sehr begabten Jüngsten der Familie angedroht, falls die Eltern auf die Idee kommen sollten, das Kind ebenfalls z.B. durch vorzeitige Einschulung seinen Anlagen entsprechend fördern zu wollen.
Die engagierten Eltern haben bisher durch Stillhalten und größtmögliche Kooperativität versucht, das Beste für ihre Kinder zu erreichen, und sich erst jetzt in der Verzweiflung entschlossen, ihren Fall an die Öffentlichkeit zu tragen. Sie sind mit ihren drei prächtigen Kindern und einer klaren und ruhigen Ausdrucksfähigkeit sehr gut geeignet, die Übergriffigkeit deutscher Behörden zu skandalisieren, und erhoffen sich von öffentlichen Reaktionen und medialer Berichterstattung eine Schutzwirkung und die Möglichkeit, ihre Tochter vor dieser unsäglichen Maßnahme zu bewahren.
Hier kommen wir ins Spiel:
Bitte leiten Sie diese Informationen weiter, lesen Sie die Dokumente (darunter auch eine englische Kurzversion für ausländische Freunde) unter
www.netzwerk-bildungsfreiheit.de
und schreiben Sie höfliche Briefe an die beteiligten Behörden und Politiker.
Verweise darauf, dass sich ja bereits das EU-Parlament und der UN-Beauftragte Munoz rügend über die Neigung deutscher Jugendämter und Bildungsbehörden zu ungerechtfertigten Zwangsmaßnahmen und einer unerträglichen Bevormundung engagierter Eltern geäußert haben, sind sicher hilfreich.
Artikel weiterlesen 
ANZEIGE | | |
|

| |
| |
Kommentare (19)
Andreas, 11.01.2011 21:03
Ich war selber eine Zeit lang bei Stücher in der Schule. Dies ist jetzt allerdings doch schon einige Jahre her. Ich wurde bis zur 8.Klasse privat beschult, und habe meinen Hauptschulabschluß mit einem Schnitt von
1,2 gemacht. Außerdem habe ich im Anschluß ein Lehre zu Kommunikationselektroniker mit Erfolg absolviert. Ich bin heute seit mehreren Jahren selbstständig. Ich glaube nicht, daß man einen Stücher als Sektierer hinstellen sollte, ich denke eher er hat einfach immer nur für seine Überzeugung gekämpft. Was mann ihm zugute halten muß, er hat dieses Ziel bis zu seinem letzten Kind mit Erfolg durchgehalten.
Dies kiann ich leider von meinen Eltern und insbesondere von meinem Vater nicht behaubten, wo das Engagement bei meinen jüngeren Geschwistern mit den Jahren doch sehr nachgelassen hat.
Gruß
Andreas
Heike, 19.03.2010 11:16
Homeshooling sollte nicht verboten sein, wenn die Eltern über die nötige Qualifikation verfügund und es dem Kind derart schlecht geht an der regulären Schule. Es ist einfach traurig, was hier passiert.
Rina Groeneveld, 02.07.2009 12:40
"Sie beherrschen die Kunst, am Diskussionspartner vorbei zu reden."
Dann sind wir, Tobermory, da gleich geschickt. Ich selbst habe einfach das Wort "gab" bzgl. Kanada überlesen (als "gibt" gelesen), aber bei Ihnen sind ein paar Sätze ignoriert worden. Sie haben meine Frage zu England nicht beantwortet. Dazu käme auch Frankreich, Dänemark, Belgien, die Nederlände, Österreich, Italien, Irland, Norwegen, Schweden, Finnland, usw., die alle, anders als Deutschland, die Notwendigkeit für die Illegität von Homeschooling gar nicht als gegeben festgestellt haben. Sogar in China, eine Diktatur, unterliegen Expatriates (anders als in Deutschland) nicht die Schulzwang. BTW, in anderen Ländern wird Unterricht durch Fernschulen nicht mit Homeschooling gleichgestellt. So, bis die frühe 80iger Jahre gab es in Kanada kaum Homeschooler, da die Kinder, die ohne Schulpräsenz lernten, bei Fernschulen eingeschrieben waren, schon unter Aufsicht des Staates, wie im deutschen Grundgesetz vorhergesehen ist. Nur hat irgendwann in Deutschland irgendwelche Richter sich entschieden, daß nur durch physische Anwesenheit der Kinder in einer Schule werde diese Aufsichtsrolle erfüllt.
Was das Thema "Pluralismus" angeht, habe ich auch ein paar Gedanken dazu. Ich finde es gar nicht gut, daß Stücher gegen Pluralismus wettert, obwohl ich denke, daß er vielleicht in diesem Kontext das Wort anders benutzt (es könnte auch sein, daß er einer diesen Typen ist, der eine Theokratie einführen will - aber das ist nicht der Absicht der große Mehrheit der religiösen Homeschooler - sie wollen einfach in Ruhe ihre Religion leben.)
Was Pluralismus angeht, hier zitiere ich von diser Seite:
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Pluralismus.html
"Neben dem soziologischen Konzept der Toleranz ist das Konzept der Minimalität des allgemeinsten Normensystems das so genannte Subsidiaritätsprinzip das wichtigste Grundprinzip eines politisch pluralistischen Systems: Alles was nicht auf der allgemeinsten Ebene geregelt werden muss soll zu entscheiden untergeordneten...
Tobermory, 01.07.2009 23:26
Liebe Frau Groeneveld,
Sie beherrschen die Kunst, am Diskussionspartner vorbei zu reden. Ich sprach von den historischen Wurzeln des Homeschooling in Kanada, die im 19. Jh. oder noch früher in den weiten Distanzen begründet waren. Daher rührt eine ganz andere Tradition, die wir in Deutschland, wo es ein dichtes Netz von Schulen gibt, so nicht haben. Wir haben zwar heute eher weniger Schulen im ländlichen Bereich, dafür aber immer noch vergleichsweise geringe Schulwege und entsprechende Beförderung.
Was Stücher betrifft, so wollen Sie den Eindruck vermitteln, dass er missverstanden, ja sogar „absichtlich falsch interpretiert wurde“. Ich erspare es mir, die Suada Stüchers über „atheistischen Humanismus, Hedonismus, Pluralismus und Materialismus“ in deutschen Schulen einer näheren Kritik zu unterziehen. Das ist alles Sektenkram, den man bei den Zeugen Jehovas ähnlich finden kann.
Wie kann man allen Ernstes einen Mann verteidigen, der gegen „Pluralismus“ wettert? Schlimmer noch: Wie kann man von einer solchen Quelle Lehrmaterial für Kinder beziehen?
„Pluralismus“ wird von unserer Verfassung nicht nur gedeckt, sondern geradezu festgeschrieben. Was ist denn das Gegenteil von „Pluralismus“? Ich verrate es Ihnen: Diktatur. Dass Stücher neben dem christlichen Weltbild (in seiner fundamentalistischen Interpretation) nicht anderes gelten lässt, ist Ihnen nicht aufgefallen?
Stücher hat ein absolut autoritäres Menschenbild. Die Kinder haben den Eltern bedingungslos zu gehorchen. Erziehung zum kritischen Denken ist bestimmt nicht sein Anliegen.
Was soll ich mit Ihnen eigentlich noch diskutieren? Zitat aus einer „Hymne“ auf Stücher: „Die Arbeit in der christlichen Hausschule lief während all der Jahre unbeschadet weiter. Sieger in diesem Kampf war Jesus Christus selbst. Wer hätte Ihm auch widerstehen können?!
Den gleichen primitiven Unsinn verbreiten auch die Einpeitscher in der Koranschule, nur ist es dort Mohamed statt Christus.
Meine ...
Rina Groeneveld, 01.07.2009 18:15
"..Immer wieder vorgetragene Hinweise auf erlaubtes und erfolgreiches Homeschooling z.B. in Canada gehen absolut fehl. Dort, in den riesigen Weiten des Landes gab es oft keine Alternative."
Ummmm, lieber Tobermory, in der Stadt von Montreal und den herumringenden Vororte gibt es mehr als 4000 Homeschoolfamilien. Gucken Sie mal auf Google Earth die Insel von Montreal an, wenn Sie meinen, hier gehe es um große Distanzen und keine Alternativen. Davon weiß ich aus erster Hand, da wir gerade ein Haus dort gekauft haben. In unsere Nachbarschaft (die drei Schulen hat) gibt es einige Homeschoolfamilien. Eine von den Mailinglisten für Homeschoolfamilien in Toronto - auch eine Stadt ;-) - hat mehr als 400 Mitglieder und eine Bekanntin dort hat mir erzählt, sie wisse von mindestens so viele Familien in der Stadt, deren Kinder Homeschooling machen. In England (von Schottland und Wales abgesehen) gibt es geschätzte 80 000 Freilerner. Ich weiss nicht, wann Sie das letzte Mal in England gewesen sind, aber ich kann Ihnen versichern, dort muß man ziemlich hard suchen, einen abgelegten Ort zu finden, bei dem man von Distanz-bedingtes Homeschooling sprechen muss.
Bezüglich Stücher, meinte er, wenn die Behörden gegen tausende Baptisten, die Homeschooling betreiben würden, agieren würden, würden sie als totalitärisch rüberkommen. Aber hier ist seine Aussage mißverstanden worden, oder vielleicht sogar absichtlich falsch interpretiert worden.
Ich finde es schon totalitärisch, daß Familien, die nur vorübergehend in Deutschland leben (so-genannte Expats) ihre Kinder in deutsche Schulen schicken müssen, wenn die deutsche Regierung mit deutschen Steuergeldern deutsche Familien im Ausland unterstützen, deren Kinder per Fernschule ohne Schulbesuch lernen.
http://www.homeedmag.com/newscomm/1572/homeschool-petition-presented-to-european-parliament-petitions-committee/
Gladstone, 30.06.2009 15:43
Da ich viele Freunde habe, die Lehrer sind, weiß ich, welche Zustände inzwischen an öffentlichen herrschen, verstehe ich jeden gebildeten Menschen, der seine Schüler lieber selbst unterrichtet.
Tobermory, 30.06.2009 10:14
Fortsetzung und Schluss:
....Immer wieder vorgetragene Hinweise auf erlaubtes und erfolgreiches Homeschooling z.B. in Canada gehen absolut fehl. Dort, in den riesigen Weiten des Landes gab es oft keine Alternative. Frau Neubronner beklagt sich ja schon über eine „Busfahrt zum sieben Kilometer entfernten Kindergarten“. Solche Distanzen haben Kinder in der Region (Schwarzwald), in der ich aufgewachsen bin, früher zu Fuß täglich zurück gelegt. Das hat denen überhaupt nicht geschadet. Die Busfahrt, die vielleicht zehn Minuten dauert, soll ein Problem sein? Ich sehe nur Egoismus und Anspruchshaltung.
Tobermory, 30.06.2009 01:02
Ich habe den Eindruck, dass die verschwindend kleine Szene der Homeschooler zwar extrem heterogen ist, aber im Zweifel doch zusammen steht. Frau Neubronner ist bestimmt nicht so radikal, wie Herr Stücher von der “Philadelphia-Schule“, dennoch empfiehlt sie seine fundamentalistisch-religiösen Lehrmaterialien in ihrem Buch „Die Freilerner“. Das ist absolut ignorant oder aber, wenn man Schlimmeres unterstellen will, Absicht. Wie kann man im Ernst Toleranz für Homeschooling einfordern, wenn dieser Stücher an das NRW-Schulministerium u.a. geschrieben hat: „Wie sie (sc. Baptisten) in Russland zusammen gestanden haben, treten sie auch hier im Notfall brüderlich füreinander ein. Sie haben mit ihren zigtausend Kindern das Potenzial, Deutschland über Nacht in einen totalitären Unrechtsstaat zu verwandeln”. Weitere Informationen und erstaunliche Zitate findet man hier:
http://www.religionswissenschaft.info/2007/10/22/schule-ohne-gott-christliche-schulverweigerer-in-die-deutschland/
Ich habe auch gar keine Lust, hier als einsamer Mahner in der Wüste da zu stehen. Das Thema wurde ja ernsthaft und breit u.a. auf dem 31. Evangelischen Kirchentag diskutiert. Darauf bin erst heute gestoßen und stelle fest, dass sich alles, was ich bisher zu diesem Thema gesagt habe, mit der Meinung von OKR i.R. Harald Bewersdorff deckt. Der hat sehr klare Worte gefunden, die man hier nachlesen kann:
http://www.confessio.de/cms/website.php?id=/religionheute/evangelikal/dekt-schulverweigerer.html
Ich finde es äußerst bedenklich, wenn man der Homeschooling-Szene naiv begegnet. Der Staat hat das Bildungsmonopol. Jeder der vorschnell Sympathien für Leute hat, die daran sägen, sollte sich die Frage stellen, ob er es gut finden würde, wenn neben ein paar wenigen harmlos wirkenden Esoterikern oder christlichen Sektierern demnächst Anhänger von Scientology oder islamistische Fundamentalisten Schule als Privatveranstaltung organisieren.
Immer wieder vorgetragene Hinweise auf erlaubtes und erfolgreiches Homeschoolin...
Rina Groeneveld, 29.06.2009 14:49
@Kees (und ich denke, dies kann sich auch ein bisschen auf Tobermory beziehen):
Wenn man die Hintergrundgeschichte der Neubronners lernen würde, würde man wissen, daß es bei den Neubronner nicht um ideologische Interessen geht, noch, daß die Kinder Spielball sind. Alles, was Sie machten, war nach den Wünschen der Kinder. Auf der Seite von Frau Neubronners Verlag (auf den Tobermory schon hingedeutet hat) gibt es eine Loseprobe aus dem Buch zu der Erfahrungen der Familie:
http://www.genius-verlag.de/Uploads/137-Leseprobe.pdf
Man plädiert auch nicht für Homeschooling wie in den USA (und dort gibt es sowieso unterschiedliche Modelle - manch US-Staaten haben keine Kontrollen und manche kontrollieren sehr streng) wird nicht angestrebt, aber eine Anpassung an andere EU-Länder wäre nicht schlecht.
Kees Kopf, 29.06.2009 13:02
Ich kenne die Familie Neubrunner nicht persönlich, doch kenne ich aus meiner eigenen Arbeit beide Schulen mit denen die Neubrunners zu tun hatten.
Zu der eigentlich für sie zuständige Grundschule kann ich nur sagen "redet Positives oder schweiget, also schweige ich..." und somit konnte ich zunächst die Haltung der Neubrunners durchaus verstehen.
Dieses Verständnis verschwand allerdings, als ich mitbekommen habe, wie sie auch die dann zuständige Schule begegnet sind. Ich kann mich seitdem den Eindruck nicht entziehen, dass die Kinder zu einem Spielball der ideologische Interessen der Neubrunners geworden sind. Und das finde ich bedauerlich.
Was Homeschooling angeht habe ich eine differenzierte Meinung. Die US-Amerikanische Verhältnisse und der dort vorgefundene Auswüchse sind auf Deutschland SO nicht übertragbar. Problem ist bis zu ein gewisser Punkt die absolute Verweigerung in Deutschland mit genau die gleiche ideologische Argumente auf beide Seiten. Würde man für Homeschooling, wie für alle andere Schulformen, klare Lernzielkontrollen definieren die einheitlich zwei Mal im Jahr an alle Schulen, egal welcher Form, absolviert werden müssen, wären viele Probleme einfach gelöst. Schulabschlüsse wäre vergleichbar geworden, einheitliche Standards würden endlich nicht nur politisch gepredigt, sondern auch praktisch umgesetzt werden und vieles mehr. Ein großer Teil der Lehrerschaft jedoch wehrt sich hiergegen, denn damit würde auch die Arbeit einzelner Lehrkräfte und sogar ganze Schulen überprüfbar und das wäre, so leid wie es mir tut, das Ende der Herrlichkeit vieler Lehrkräfte.
Kees
Kommentar schreiben
*=Pflichtfelder
|
|
|
|
|
|
| |
|
Spruch des Tages |
"Nicht selten wird die Geschichte gleich von denen gefälscht, die sie machen." - Wieslaw Brudzinski |
|
|
|
Umfrage |
Sollte Christian Wulff vom Amt des Bundespräsidenten zurücktreten?
ErgebnisWürden Sie sich für die Einführung eines "Nord-Euro" aussprechen?
Ergebnis |
|
|
|
|