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20.05.2013
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     Sacha Tamm
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Ein Weg zur Rettung der EU...
Weitere Themen: Finanzkrisen

…mit den großen Vorteilen, die der gemeinsame Wirtschaftsraum  bietet, könnte die geordnete Auflösung des Euro-Raumes sein.

Oft wird behauptet, dass vom Fortbestehen des Euro die Zukunft der EU abhänge. Wenn einige Länder den gemeinsamen Währungsraum verlassen, so führe dass zu unvorhersehbaren, in jedem Fall aber sehr gefährlichen Entwicklungen, die die europäische Integration gefährden. Umgekehrt wird ein Schuh draus – so argumentieren jedenfalls Stefan Kawalec und Ernest Pytlarczyk vom polnischen Think Tank CASE – Center for Social and Economic Researchin ihrer Studie:

Controlled Dismantlement of the Euro Area in Order to Preserve the European Union and Single European Market

Sie führen aus, dass das tiefer liegende Problem der Europäischen Union die niedrige Wettbewerbsfähigkeit einiger Volkswirtschaften sei. Dieses könne im bestehenden gemeinsamen Währungsraum kaum gelöst werden. Hier liegt die Gefahr für die EU.

Nach der Diskussion verschiedener kurzfristiger Anpassungsstrategien begründen sie anhand von Erfahrungen aus zwei EU-Mitgliedsstaaten, warum das Konzept einer Fiskalunion zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit nicht erfolgversprechend ist:

We look at southern Italy and East Germany and discuss ways of restoring competitiveness of underdeveloped regions within the single currency area through a policy of structural aid and budget transfers. We argue that such policies are so ineffective and expensive that they cannot become a significant tool of reviving competitiveness in problem euro zone countries.”

Die Autoren kommen zum Ergebnis, das seine geordnete Auflösung der Eurozone dem Austritt seiner schwächsten Mitglieder überlegen ist. Es könnten nationale Währungen oder solche, die mehrere Länder mit ähnlichen ökonomischen Charakteristika vereinen, entstehen. Zwischen diesen wäre eine Koordinierung möglich. Das wäre nicht problemlos, aber mit deutlich weniger Gefahren behaftet als ein chaotisches Auseinanderbrechen der Eurozone oder ein bedingungsloses Festhalten an der gemeinsamen Währung.

Am Ansatz der Autoren ließe sich einiges kritisieren.  So ist die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit durch eine eigene Währung nur kurzfristig wirksam, wenn nicht weitergehende Reformen folgen. Doch eines wird aus ihrem und vielen anderen Ansätzen klar: Die Rettung des gemeinsamen Währungsraumes ist nicht alternativlos – und die Alternativen sind diskussionswürdig. Die Autoren schließen:

As long as the euro zone exists, there will be a division of EU members into three groups: the euro zone members that are reasonably competitive, the Eurozone members in crisis and suffering recession, and the countries outside the euro zone and not hurrying to join. It will be a “three-speed Europe”. Controlled dismantlement will free the countries caught in the trap, will prevent the unforeseen consequences of a chaotic euro zone break-up, will allow the preservation of the EU and the Single European Market, and will help to focus on new challenges.”

 

Zuerst erschienen im Blog des Liberalen Instituts




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