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23.05.2013
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     Steffen Hentrich
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Greenpeace vergleicht Äpfel mit Birnen
Weitere Themen: Allgemein, Wirtschaftspolitik

Mit markigen Worten betreibt Greenpeace dieser Tage Lobbyismus für die Erneuerbare-Energien-Industrie.

Weltweiten Investitionen in Kohlekraftewerke im Umfang von 350 bis 400 GW wird entgegengehalten, dass in Erneuerbaren Energien – vor allem Wind und Solarenergie – im gleichen Maße investiert wird. Der feine Unterschied ist nur, dass die Stromerzeugung aus dieser Leistung nur einem Bruchteil dessen entspricht, was neue Kohlekraftwerke erwarten lassen. Selbst im Musterländle Deutschland, das in den vergangenen Jahren massiv in den Ausbau der Leistung von Erneuerbare-Energien (EE)-Kraftwerken gesetzt hat, betrug der Kapazitätsfaktor aller EE-Anlagen 2010 nur 18 Prozent, bei den Windkraftanlagen nur 16 Prozent und den Solaranlagen gar nur knapp 8 Prozent. Moderne Kohlekraftwerke hingegen erzielen Kapazitätsfaktoren von bis zu 88 Prozent. Den größten Teil des Jahres stehen EE-Anlagen aufgrund ihrer hohen Witterungsabhängigkeit und vergleichsweise hohen Störanfälligkeit ungenutzt herum.

Wenn die Greenpeace-Autoren daran glauben, innerhalb eines halben Jahrhunderts unter diesen Bedingungen die Energiewirtschaft revolutionieren  und dabei noch Wachstum und Arbeitsplätze schaffen zu können, dann fehlen den Aktivisten offenbar grundlegende energiewirtschaftliche Einsichten. Wie soll eine Technologie, die angewiesen auf Energieträger mit geringer Energiedichte und hoher Schwankung ihrer Verfügbarkeit einen extrem hohen spezifischen Kapitaleinsatz erfordert, ohne absehbare Aussichten auf wirtschaftlich tragbare Speichermöglichkeiten, bald den Löwenanteil der Energieversorgung übernehmen? Was hier als Jobmotor erscheint, ist ja gerade der Ausdruck extremer volkswirtschaftlicher Verschwendung, da für nur einen Bruchteil an Stromoutput noch höhere Mengen an Kapital- und Arbeit gebunden werden als bei konventioneller Stromerzeugungstechnik. Dass diese Produktionsfaktoren für nicht anderes, im Zweifel auch nicht für Klimaschutzmaßnahmen, mehr zur Verfügung stehen, kommt bei Greenpeace offenbar niemandem in den Sinn.

Kein Wunder, dass Greenpeace in seinen Projektionen große Hoffnungen auf die Erhöhung der Energieeffizienz der Wirtschaft setzt und von “Kontrolle des globalen Strombedarfs” spricht. Doch ebenso wie die Nutzung erneuerbarer Energieträger klare physikalische und ökonomische Grenzen kennt, darf auch nicht unterschätzt werden, wie schnell die Einschränkung der Energienutzung in Konflikt mit Wachstum und Entwicklung gerät. Es gibt keine Frage, dass sich mit Energieeinsparung durch Prozessoptimierung so manches Einsparpotential erschließen lässt, doch häufig ist Energieeinsparung synonym mit Nutzeneinbußen und erhöhtem Kapitaleinsatz. Vor allem die vielfach empfohlenen staatlichen Eingriffe zur Erhöhung der Energieeffizienz verkennen die Tatsache, dass es einen gewaltigen Unterschied zwischen ökonomischer und energetischer Effizienz gibt. Während rentable Energiesparmaßnahmen explizit auch die Knappheit von Ressourcen und Nutzenverluste berücksichtigen, vernachlässigt der engstirnige Fokus auf die Senkung der Energienutzung, dass dem Mehrverbrauch an Ressourcen zur Energieverbrauchsreduzierung nicht immer hinreichenden Nutzeffekte gegenüber stehen. Kein Wunder, dass Energieeffizienz fast immer mit staatlichem Zwang induziert werden muss. Wer hier wie Greenpeace willkürlich die Schere ansetzt nimmt wissentlich die Einschränkung ökonomischer Chancen und der Handlungsfreiheit der Menschen in Kauf. Entsprechend oft wird in dem Greenpaece-Gutachten von “Kontrolle” und “Reduktion” gesprochen, wobei dies stets gegen den Willen der Menschen erfolgt. Dass es neben staatlicher Planung, Regulierung und Subventionierung der globalen Energiewirtschaft noch andere Wege zu mehr Versorgungssicherheit und Umweltschutz gibt, kann man sich bei Greenpeace nicht vorstellen. Ebenso wenig wie den Zweifel am alles beherrschenden Ziel einer Begrenzung der Erderwärmung um 2 Grad Celsius. Es soll Menschen auf dieser Erde geben, die ganz andere Probleme haben.

liberalesinstitut.wordpress.com




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Zeit für eine Familienrevolution

Bild: Podium beim Forum Familie
Bild: Podium beim Forum Familie

Die familienpolitischen Diskussionen in Medien, Politik und Verwaltung laufen immer stärker auf eine Zerschlagung und Vergesellschaftung der Familien hinaus. Oft wird beispielsweise auch in der Union angenommen, dass für die Aufzucht von Kindern nicht die Familie der beste Ort sei, sondern eine staatliche Kinderbetreuungseinrichtung.

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Am 14. Mai veranstaltete die Initiative vor zahlreich erschienenem Publikum in Berlin-Mitte das erste Forum Familie, auf dem vor allem eines sehr deutlich wurde: Die Zeit ist reif für eine echte Familienrevolution!

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