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24.05.2013
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     Steffen Hentrich
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Sinnlose Pressetexte zerstören die menschliche Vernunft
Weitere Themen: Allgemein, Bildung

“Sinnloses Surfen im Internet zerstört Umwelt” ist der Aufmacher einer Beitrags über die Kohlendioxidemissionen der Internetnutzung. Schon eine einzige Suche nach “Chuck Norris” würde soviel CO2 wie ein Auto verursachen, das 7,5 Zentimeter fährt.

“Sinnlos” ist zu allererst eine zutiefst subjektive Einschätzung des Journalisten, der diesen Text verfasst hat, den wiederum der Autor dieser Zeilen für ziemlich sinnlos hält.

Entscheidend ist doch die Frage, ob die Suche nach “Chuck Norris” der jeweiligen Person einen Nutzen stiftet, der höher ist als die dadurch verursachten Kosten, inklusive der durch die Emissionen einer Autofahrt von 7,5 cm verursachten Klimawandelfolgeschäden. Vielleicht sind 15.000 Google-Suchen den Surfern auch mehr Wert als der 5.400 Jahre lange Betrieb eines Tiefkühlers? Die subjektiven Präferenzen eines Journalisten allein erzeugen noch kein besonderes Umweltproblem, denn beider Klimarucksack ist ja genauso groß. Alle Kohlendioxidemissionen, ganz gleich, ob sie nun durch das Surfen im Internet, die Zubereitung von Hamburgern oder das Tiefkühlen von Lebensmitteln erzeugt werden, verursachen, folgt man der herrschenden Lehre des anthropogenen Klimawandels, den gleichen Schaden. Der wird nicht dadurch größer oder kleiner, dass seine Ursache dem Betrachter in den Kram passt oder nicht. Was zählt, ist allein die Menge an Emissionen und ihr zusätzlicher Umweltschaden, über dessen Höhe sich die Experten seit Jahren intensiv streiten. Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit, so die Ergebnisse einer Metaanalyse von Grenzschäden des Kohlendioxids durch Richard Tol, liegen die Kosten einer Tonne Kohlenstoff in der Atmosphäre unter 40 Euro, was einem Schaden von knapp 11 Euro pro Tonne Kohlendioxid entspricht. Die im Text genannte Menge von 0,3 g Kohlendioxid pro Spam-Mail, die im Übrigen auch beim Versand jeder anderen Mail entstehen, dürfte daher einen Schaden von rund 0,003 Eurocent anrichten. Es ist leicht vorzustellen, dass zusätzliche Kosten in dieser Größenordnung einen in seiner Freizeit im Internet vagabundierenden Internetsurfer kaum maßgeblich von seinem Vergnügen abhalten würden. Im Übrigen haben die Internetnutzer einen Teil dieser Kosten bereits kompensiert, denn der Stromverbrauch des Internets in Europa wird seit Jahren mit den Kosten des Emissionshandels belastet, für den die Bürger je nach Börsenpreis 5 bis 20 Euro pro Tonne Kohlendioxid extra zahlen.

Homöopatische Umweltbelastungen und subjektive Werturteile von moralisierenden Meinungsmachern sind der Stoff aus dem die Grundlagen der Klimapolitik gewebt werden. Die menschliche Vernunft, die Fähigkeit logische Schlüsse aus allgemein bekannten Wissen zu ziehen, bleibt in einer Öffentlichkeit, die sich die Zeit mit allein mit Abgabe von Werturteilen vertreibt, zwangsläufig auf der Strecke. Auf diese Weise steht die Stigmatisierung individueller Präferenzen am Anfang einer Beschneidung der individuellen Freiheiten im Namen einer falsch verstandenen Umweltschutzidee.

liberalesinstitut.wordpress.com




Kommentare (1)




 
  Kommentare (1)

Andreas, 21.05.2012 11:07
Das ist ein gutes Beispiel "Karin Weber"! Es ist schon verblüffend mit was der Ausstoß von CO2 (das atmen wir alle aus!!!) in Verbindung gebracht wird. Und wie gebetsmühlenartig die "menschengemachte" Erderwärmung propagiert wird.


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Bild: Podium beim Forum Familie
Bild: Podium beim Forum Familie

Die familienpolitischen Diskussionen in Medien, Politik und Verwaltung laufen immer stärker auf eine Zerschlagung und Vergesellschaftung der Familien hinaus. Oft wird beispielsweise auch in der Union angenommen, dass für die Aufzucht von Kindern nicht die Familie der beste Ort sei, sondern eine staatliche Kinderbetreuungseinrichtung.

Gegen diesen Trend hat sich die Initiative Familienschutz mit der Sprecherin Hedwig von Beverfoerde kurz vor der Wahl zum Bundestag 2009 gegründet mit dem Ziel, Familien in der Politik eine Stimme zu geben. Sie sollten nicht mehr nur Objekt von mehr oder (meist) weniger wohlwollendem politischem Handeln sein, sondern selber mitmischen und ihre Interessen zur Geltung bringen.

Am 14. Mai veranstaltete die Initiative vor zahlreich erschienenem Publikum in Berlin-Mitte das erste Forum Familie, auf dem vor allem eines sehr deutlich wurde: Die Zeit ist reif für eine echte Familienrevolution!

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