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Einreiseverbot für Günter Grass gerechtfertigt
Weitere Themen: Nahost-Konflikt, Allgemein, Bildung

Pressemitteilung der DIG-Hochschulgruppe Rostock, 10.4.2012

Die Hochschulgruppe Rostock der Deutsch-Israelischen Gesellschaft erklärt sich solidarisch mit den Initiativen des Staates Israel, den wüsten Verleumdungen der jüdischen Republik entgegenzutreten, denen Günter Grass‘ „Gedicht“ „Was gesagt werden muss“ Nahrung bietet. Das gegen Grass verhängte Einreiseverbot ist völlig gerechtfertigt. Unserer Auffassung nach hat Israel durchaus nicht „überzogen“ gehandelt, sondern vielmehr auf ein adäquates Mittel zurückgegriffen, um zu unterstreichen, dass antisemitische Hetze keinesfalls als ein legitimer Beitrag zu einem internationalen und interkulturellen Dialog gelten kann.

Zu begrüßen ist in diesem Kontext nicht zuletzt auch, dass dieser Schritt unter ausdrücklicher Bezugnahme auf ein Gesetz erfolgte, das ein Einreiseverbot ehemaliger Nationalsozialisten ermöglicht. Premierminister Netanjahu hatte im Hinblick auf Grass‘ politische Biographie treffend festgestellt: Sechzig Jahre lang hat Herr Grass seine Vergangenheit als Mitglied der Waffen-SS verschwiegen. Daher überrascht es nicht, dass er den einzigen jüdischen Staat auf der Welt als größte Bedrohung für den Weltfrieden ansieht und ihm sein Recht auf Selbstverteidigung abspricht.“

Die energischen Reaktionen Israels haben jedenfalls die Bemühungen aller Parteigänger einer Appeasement-Politik gegenüber den Feinden des jüdischen Volkes durchkreuzt, den Fall Grass als einen Fall eines harmlosen Fehlgriffs eines geläuterten Deutschen weichzuzeichnen, um ihr Anliegen, den „konstruktiven Dialog“ mit der Hamas und der Islamischen „Republik“ Iran, nicht zu gefährden. Dass hier mit der Maxime „Schöner leben ohne Nazis“ ernst gemacht wurde, dokumentiert die Vitalität eines republikanischen Gemeinwesens, das sich von Verleumdern, die sich als „Kritiker“ präsentieren, nicht einschüchtern lässt.

Daniel Leon Schikora




Kommentare (4)




 
  Kommentare (4)

Markus Ewerding, 13.04.2012 21:12
Grass hätte meiner Meinung nach nicht von Israel sondern von der momentanen Regierung schreiben sollen. Das ist alles was ich an dem Gedicht auszusetzen hätte. Es gibt sehr viele friedliebende Menschen (und Organisationen) in Israel die keinen Überfall auf den Iran wollen.

Beobachter, 12.04.2012 12:33
Wen wundert das, Daniel Schikora verteidigt durch die Bank alles was Israel tut. Da ist nicht ein Funken Klarsicht oder gar Objektivität vorhanden.

Lawsken, 11.04.2012 19:56
Die israelische Regierung zeigt nur, was Sie von unseren (berechtigten) Sorgen hält.

pirat, 11.04.2012 15:52
das ist Populismus, Herr Schikora. Denken Sie bitte nochmal darüber nach.

Es ist erschreckend, wie hier von Mainstream-Gleichschaltung gesprochen wird und dann junge, "elitäre" Schreiberlinge fast schon reflexartig alles widerkäuen, was sie irgendwo aufgeschnappt haben.



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