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Wer LIBERTAS will, muß AUF-Partei wählen
Weitere Themen: Allgemein, Reformen, Wahlen

Die LIBERTAS, erste und einzige paneuropäische Partei, wird am 7. Juni erstmals bei den Europawahlen antreten. Allerdings nicht überall unter eigenem Namen. Libertas versteht sich als „pro-europäische Bürgerbewegung, die sich zum Ziel gesetzt hat, mehr Demokratie, Rechenschaftspflicht und Transparenz in die Gesetzgebung sowie die Institutionen der EU einzubringen“. Sie kämpft dafür, daß die als Lissabonvertrag/EU-Reformvertrag getarnte EU-Verfassung sich in jedem einzelnen EU-Staat einer Volksabstimmung stellen muss.

Eine Volksabstimmung war von 27 Mitgliedsstaaten bisher einzig den Bürgern Irlands vergönnt, die nach einer intensiven öffentlichen Diskussion den Lissabonvertrag im Juni 2008 mehrheitlich abgelehnt haben. Die Aufklärungssarbeit, die zu dem „NO“ der Iren geführt hatte, ging dabei maßgeblich auf das Konto der Libertas-Bürgerbewegung, die im März 2008 von dem irischen Unternehmer Declan Ganley gegründet worden war.  

Seit die irischen Bürger den Vertrags abgelehnt haben, wird Irland in beispielloser Ignoranz der Endgültigkeit solch demokratischer Volksentscheidung, mit Zuckerbrot und Peitsche zu einer neuen Abstimmung über den Lissabon-Vertrag gedrängt. Die soll im kommenden Herbst stattfinden, aber diesmal hat bitteschön ein „YES“ dabei herauszukommen! Frei nach dem Motto: „Es wird so oft gewählt bis das Ergebnis passt.“ So wollen die EUrokraten wider alle demokratischen Regeln erreichen, daß der abgelehnte Vertrag doch noch in Kraft treten kann.  

Um solche Brüsseler Ignoranz des Bürgerwillens zu beenden und die EU grundlegend zu erneuern, tritt die Libertas-Partei in mindestens 14 Mitgliedsstaaten mit insgesamt über 600 eigenen und Kandidaten verbündeter Parteien zur Wahl des Europaparlaments an.

In Deutschland hat sich Libertas mit der christlichen AUF-Partei zu einem Wahlbündnis zusammengeschlossen. Libertas tritt hier also nicht selbst unter eigenem Namen an, sondern wird von den Kandidaten der AUF-Partei vertreten. Im nächsten Europaparlament werden die AUF-Abgeordneten mit den Libertas-Abgeordneten aus den anderen EU-Staaten eine gemeinsame Libertas-Fraktion bilden.

Wer in Deutschland seine Stimme Libertas geben will, muß also AUF-Partei wählen.

Aber wer ist diese Partei?

Im Januar 2008 gegründet, tritt die überkonfessionelle AUF-Partei bei der Europawahl erstmals an. Parteivorsitzender ist der Volkswirt und Informatiker Dr. Peter Schneider aus Volkenroda/Thüringen, Spitzenkandidat für die Europawahl der Steuerberater-Unternehmer Dieter Burr aus Weissach/Baden-Württemberg. http://www.auf-partei.de/presse/

In Ihrem Grundsatzprogramm tritt AUF für eine geistig-ethische Erneuerung auf Grundlage des christlichen Menschenbildes und für ein nachhaltig lebenswertes Deutschland ein. Zu den AUF-Grundsätzen gehören die Freiheit und die Grundrechte des Bürgers, der freiheitliche Rechtsstaat, die Meinungs- und Religionsfreiheit sowie die Förderung von Ehe und Familie. Die AUF-Partei tritt für ein Europa als Wertegemeinschaft auf Grundlage des christlichen Menschenbildes ein, will aber ein „Europa der Nationen", in dem nur diejenigen Sachverhalte zentral geregelt werden, die der Nationalstaat allein nicht regeln kann (Subsidiarität). Deshalb müssten auf Europa übertragene Kompetenzen teilweise wieder auf die Nationalstaaten zurück übertragen werden. Ein neuer EU-Vertrag dürfe nicht ohne Volksabstimmung in Kraft treten.

In der neuesten Pressemitteilung der AUF-Partei heißt es dazu:

„Die EU-Verfassung, die bereits durch die Franzosen und Niederländer abgelehnt wurde, wurde einfach in „Lissabon-Vertrag“ umbenannt, um dann ohne Beteiligung der Wähler in allen Mitgliedsstaaten beschlossen zu werden. Nur die Iren durften am 12. Juni 2008 abstimmen und stimmten mit NEIN – gegen den Willen der irischen Politiker.

Als Verfassungs-Partei möchte AUF, dass alle Bürger der 27 EU-Staaten gefragt werden. Nach ihrer Überzeugung wird ein freies Europa nur als Gemeinschaft von souveränen und demokratischen Nationen Bestand haben mit konsequent rechtsstaatlichen Prinzipien, mit Demokratie, Meinungs- und Gewissensfreiheit. Dies wird nur auf der Grundlage der Kultur des christlichen Glaubens und zeitloser, allgemein gültiger und unantastbarer Werte möglich sein.“

Das Wahlbündnis mit der Libertas-Partei dürfte für die AUF-Partei ein großer Gewinn sein. Und umgekehrt. Die Libertas-Bewegung hat in den letzten Monaten dank Internet auch in Deutschland viele Bürger ganz unterschiedlicher politischer Herkunft überzeugt. Die AUF-Partei wiederum bietet sich an als neue Wahl-Alternative für ehemalige Unionswähler und politisch heimatlos gewordene Christen aus dem Nichtwählerlager. Wenn es Libertas und AUF-Partei gelingt, dieses Wählerpotential gemeinsam zu mobilisieren, besteht eine reelle Chance, am 7. Juni bei der Europawahl die 5%-Hürde zu überwinden.

Der Einzug von AUF-Partei und Libertas-Partei ins Europaparlament könnte dort das bislang unterlegene bürgerlich-christliche Lager gegenüber dem sozialistisch-antichristlichen Block deutlich stärken. Aus deutscher Sicht wäre dafür allerdings wichtig, daß in Bayern die CSU nicht an der 5%-Hürde scheitert und damit hochengagierte christliche Abgeordnete für das Europaparlament verlorengingen.

Weiterführende Informationen zu AUF-Partei und Libertas-Bewegung finden Sie hier:
http://www.auf-partei.de/home/ und http://libertas.eu/

Lesen Sie dazu auch Karl Feldmeyer: "Die Mehrheit lehnt einen EU-Bundesstaat ab" 

und meinen früheren Blog "Bürger gegen drohende EU-Diktatur" 

Die FAZ hat am 15. Mai ein ausführliches Interview mit Libertas-Gründer Declan Ganley geführt.

 

 



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Kommentare (15)

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  Kommentare (15)

Christoph Hölker, 04.06.2009 14:28
Ich bin FÜR die AUF-Partei. Viele herzliche Grüße von Christoph Hölker aus D-45663 Recklinghausen bzw. aus D-46499 Hamminkeln.

Tim, 31.05.2009 10:29
Die AUF Partei ist die einzige Partei die ich guten Gewissens wählen kann. Zudem ist Libertas mehr als unterstützenswert. Freiheitsfeinde sind die etablierten Lobby-Parteien, allen voran die Links-Grünen Islamversther.

Dieter Steffen, 30.05.2009 22:19
CDU wählen um der SPD ein Gegengewicht zu sein?(Trott)
Wer es noch nicht begriffen hat, beide Volksparteien SPD und CDU haben ein japanisches Verhalten gezeigt, indem sie aus Angst um Wählerstimmen nun kurz vor den Wahlen Wirtschafts-Harakiri machten, indem sie die Abwrackprämie erfanden. Wer bis zu einem Viertel der eingesetzten Energie, die in jedem KFZ steckt, einfach wegschmeißt und das auch noch mit einer Prämienzahlung aus Steuergeldern begünstigt, muss irgendwo zu kurz denken. Schon mal was von Abschreibungszeiten gehört? Wer solchen Parteien noch die Stimme gibt, zeigt lediglich Traditionssympathie, jedoch keinen politischen Durchblick.
Lieber AUF wählen.


Dieter Steffen, 30.05.2009 21:37
Wer das Grundsatzprogramm von AUF liest, der wird erstaunt feststellen, dass es da eine entscheidende Aussage zur Positionierung (1.2) im Parteienspektrum gibt. Die Auf will sich bewusst nicht links, rechts oder mittig einordnen lassen, sondern macht sich frei von Parteitraditionen und Ideologischen Mustern, um für den Bürger wirklich die besten Lösungen zu erarbeiten. Mit ihrem bewusst aufwärtsgerichteten Ansatz haben diese Politiker auch tatsächlich den einer Kausalkette entsprechenden Blickwinkel, der der Präambel unseres Grundgesetzes folgt. Das ist neu, das ist original, das ist vielversprechend, das ist genial, das ist wert, gewählt zu werden. Freiheit ohne Chaos kann nur gelingen, wenn die „christliche Übereinkunft“ zwar tiefgründig, aber dennoch in so einem offenen Bewusstsein gestaltet wird, wie es AUF im „Schulterschluss“ mit Libertas gelungen ist. AUF ist die Partei für mich.

Horatio Nelson, 29.05.2009 15:06
Zu den Aufführungen von FW Trott ist festzustellen:

1) Der Artikel paßt 100% (erst recht) zu Deutschland. Die gegenwärtige BRD stellt keine demokratische politische Einheit dar. Die BRD mit ihren grundgesetzwidrigen, den Bürgern ausschließenden in camera Bundestagsentscheidungen (insbesondere bezüglich "Europa") ist das Vorbild eines Unrechtsstaates.
2)Die Bürger der BRD erleben keine "repräsentative Demokratie" - gerade bei "Europa"! Die "Führung" der BRD ist noch viel zu unreif bei solchen für Millionen von Menschen so delikaten und brisanten Themen mitreden zu dürfen. Selbst die politische "Einhit" die wir Deutschland nennen ist noch nicht einmal 150 Jahre alt - noch jünger als die USA.
3) "Irische" Politiker (in Wirklichkeit "EU" Marionetten) werden selbstverständlich von der "EU"-Maschinerie geknetet. Und ich mache keinen Witz daraus - wer den Begriff "Waterboarding" kritisch in den Mund nimmt, muß einen Blick auch noch auf "Brüsseler" "Methoden" der "Verarbeitung" von (offenen)Abweichlern, Whistleblowern und "Nestbeschmutzern" (Brunner, Connolly, Andreasen, Van Buitenan...) werfen.
4) Vertragsaddenda zu dieser unveränderten "EU"-Verfassung sind ungepanschter Hohn. Das Wesen dieses Machwerkes bleibt jungfräulich unberührt. D.h. Die Iren werden aus "Brüssel" regiert, die "EU" wird anfangen ihnen Steuern aufzuoktroyieren and Gesetze - dank Lissabon - ohne jegliche Rücksprache mit Dublin im Eilverfahren abzuändern.
5) Die CDU, erst recht seit Kohl, ist maßgeblich dabei, Deutschland für Sonderinteressen auszuverkaufen. Die deutsche Bevölkerung hat kein Wort mitzureden. Und, zum Schluß, mit großem Verlaub: die bisher unerklärlich übertriebene "positive" Haltung deutscher Regierungen (nicht, wohlgemerkt, der deutschen Bevölkerung) zum Wesen "Europa" ist inzwischen vielen von uns Briten (und nicht nur uns?) zum Grund zur Sorge geworden. Wir sehen nämlich, durch die eifrige Industriepolitik (zäher Widerstand gegenüber Vodafon, Übernahme große Teile der britischen Industrie, Haltung Verheugens) und die gleich...


Klaus Schild, 29.05.2009 11:25
...AUF die Stimme geben? Welch ein Bullshit ist das denn. Ein liberaler Blog schickt sich an, eine zutiefst paternalistisch und freiheitsfeindliche Bewegung von Egomanen zu bewerben. Welch ein Untergang der Vernunft. Si ta cuisses...

Charly W., 29.05.2009 09:49
@FW Trott
"Die CDU braucht als christliche Partei jede Stimme, um sich möglichst stark auf EU - Ebene gegen SPD und die übrigen Parteien durchzusetzen. Wer bei der EU-Wahl einer chancenreichen Partei seine Stimme verweigert, kommt seiner Bürger-pflicht nicht nach."

Was ist das für eine Auffassung von Demokratie? CDU wählen soll Bürgerpflicht sein? Die CDU ist längst eine sozialistische Partei geworden und hat das C im Namen zu unrecht.

Unsere Volksvertreter vertreten das Volk nicht mehr, wir werden belogen (Terror, Klima), betrogen (CO2-Steuer, MW-Steuer) und und bestohlen (Banken) daher ist es jedermanns Recht alternativ zu wählen. "Meine CDU" ist längst gestorben.

Darum den neuen Parteien eine Chance!


Horst Schulze, 28.05.2009 23:41
Doch, wir brauchen neue Leute. Wer von den Volksvertretern hat denn den Lissabon Vertrag wirklich gelesen, samt den Verweisen und den Fußnoten und den Verweisen in den Verweisen und das noch in Juristensprache.
haben sie auch gelesen, dass die EU notfalls ihre Kompetenzen erweitern kann, ohne erneute Abstimmung und ohne VErfassungsgericht?
Damit kann dieses GEsetz ebenso gefährlich werden wie das Ermächtigungsgesetz.

Die Repräsentanten haben sich deklassiert. Deshalb für ein demokratisches Europa. AUF!


Roland Woldag, 28.05.2009 19:08
@Johannes Resch.

ZITAT: "Wer das mit dem Hinweis auf Subsidiarität ablehnt, sollte auch Subsidiarität bei der Altersversorgung fordern und dann auch ehrlicherweise die Abschaffung unseres Rentenrechts verlangen,..."
Genau das tue ich:
http://www.freiewelt.net/blog-350/die-rentenklage.html


FW Trott, 28.05.2009 14:55
Die Ferne Welt: Ein guter Artikel, aber er passt weder zu Deutschland, noch zur EU-Wahl.

Wir haben in Deutschland eine repräsentative Demokratie. Unsere Verfassung sieht also keine Referenden vor. Stattdessen wählen wir Vertreter, die für uns entscheiden und uns gegenüber verantwortlich sind.

Irland wird nicht mit Zuckerbrot und Peitsche traktiert, es hat sich vergangenes Jahr gegen den Vertrag von Lissabon ausgesprochen, nun werden Forderungen und Vertrag angeglichen und es erfolgt ein zweites Referendum.

Um am 07. Juni in das EU-Parlament einzuziehen, braucht eine Partei in Deutschland mindestens fünf Prozent. Die EU-Wahl ist die falsche Plattform für ein Come-out klei-ner Parteien. Die CDU braucht als christliche Partei jede Stimme, um sich möglichst stark auf EU - Ebene gegen SPD und die übrigen Parteien durchzusetzen. Wer bei der EU-Wahl einer chancenreichen Partei seine Stimme verweigert, kommt seiner Bürger-pflicht nicht nach.




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