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Siemens-Aktionäre gegen Frauenquote
Weitere Themen: Wirtschaftspolitik

93 Prozent der Siemens-Anleger haben sich gegen die Einführung einer Frauenquote im Aufsichtsrat des Unternehmens ausgesprochen.

Nach Informationen von RP-Online stimmten 93 Prozent der Siemens-Aktionäre gegen die Einführung einer Frauenquote im Aufsichtsrat des Unternehmens. Eine Frauenquote in diesem Gremium haben die Belegschaftsaktionäre gefordert.
Für Markus Kienle von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger ist die Forderung nach einer Frauenquote „verfassungswidrig, da sie gegen das geschlechtsspezifische Diskriminierungsverbot verstoße“. Johannes Ries von der Fondsgesellschaft Apus Capital betont, dass es ihm „völlig egal“ ist, „ob Frauen, Männer, Inländer oder Ausländer im Aufsichtsrat säßen“. Von entscheidender Bedeutung ist für die Aktionäre die Dividente. Siemens-Chef Peter Löscher möchte die besten Kandidaten und Kandidatinnen in seinem Unternehmen beschäftigen.
Es ist ein gutes Zeichen, dass sich Aktionäre und wichtige Repräsentanten eines großen Unternehmens gegen die Frauenquote aussprechen. Sie verweisen auf die Verfassungswidrigkeit der Frauenquote, setzen auf individuelle Qualifikation der Bewerber anstatt auf deren Gruppenzugehörigkeit und stellen die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens in den Vordergund. Das steht im Widerspruch zu der „Berliner Erklärung“, in der Bundestagsabgeordnete und einige prominente Frauen für die Einführung der Frauenquote plädieren. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Wirtschaft dem Druck dieser Lobby nicht beugen wird und dass wenigstens einige der Unterzeichnerinnen der „Berliner Erklärung“ zur besseren Einsicht gelangen werden.




Kommentare (8)




 
  Kommentare (8)

Michael Klein, 31.01.2012 13:32
@DieIngenieurin
Wenn, die Tatsache, dass 93% derjenigen, denen ein Unternehmen GEHÖRT für die Quote spricht, dann haben Sie gerade sehr deutlich gemacht, dass eine Frauenquote ein Mittel der Enteignung darstellt. Es geht also nicht um Gerechtigkeit, sondern darum, die Eigentümer von Unternehmen in ihren Eigentumsrechten zu bestehlen.


Widersacher, 27.01.2012 13:32
@ dw-seneca
Und den Niedergang der Betriebe wo sie auftreten.
Es sei denn, sie stehen wegen ihrer Leistung da.


qed, 27.01.2012 11:50
"93% des Kapitals hat gegen die Frauenquote gestimmt. Das, meine Herren, spricht für die Quote."

Ich weiß, 'Ingenieurin', daß Frauen manchmal etwas irrational sind.
Versuchen wir es mal mit Logik:

Was ist denn so schlimm daran, wenn 'das Kapital' bestimmen will, was mit seinem Besitz geschieht? Tun Sie mit ihrem doch auch.

Was bedeutet Quote? Festlegen einer beliebigen Eigenschaft als ausschlaggebendes Auswahlkriterium.In unserem Falle der Besitz eines weiblichen Geschlechtsteils.
Nun stehen Auswahlkriterien in einem gewissen Zusammenhang zur Qualität:
nehmen wir mal an, in der BRD würde die Frauenquote für- sagen wir Fußballmannschaften befohlen und fortan müßten bei den Spielen der Nationalmannschaft 5 Frauen mitspielen. Ob sich dadurch die Chancen auf einen Titelgewinn ändern, dürfen sie jetzt selbst versuchen herauszufinden. Na, ging ein Lichtlein auf?
Gruppenbevorzugung geht immer auf Kosten der Qualität. Im Wissenschaftsbereich wurde das sehr anschaulich demonstriert am Beispiel des Kaiser- Wilhelm- Institutes: nach seiner 'Arisierung' versank es in der Bedeutungslosigkeit.
Was glauben Sie wohl, hat die USA dazu bewogen, von den groß angelegten 'Affirmation acts' für Schwarze an den Universitäten wieder abzurücken?

Und letztlich wäre da noch die schlichte Frage 'Gerechtigkeit' zu klären: wie gerecht ist es, jemanden aufgrund des Geschlechts zu behindern/ zu bevorzugen?

Ich weiß nicht, 'Ingenieurin', ob das mit den 'Frauenstudiengängen' so eine tolle Idee war...


Karin Weber, 26.01.2012 14:05
@Kai Laubach: Das solcherlei positive Ansichten von vernünftigen Menschen bei Feministinnen zu einem Wutgeheul führen, ist logisch. Da wird auch nicht substantiiert auf der Sachebene argumentiert, sondern ganz bodenständig, wie gewohnt, Rabulistik angewendet. Völlig Feminismus-konformes Verhalten im Stile "AlleFrauen sind Opfer!" Nein, ich z.B. nicht!

Karin Weber, 26.01.2012 11:35
Ich bin schon lange ein Turbo-Feind des weiblichen Geschlechterrasissmus (Feminismus) und ich finde es toll, dass die SIEMENS-Leute eine so klare Meinung haben. Ich habe im ersten Moment sofort gedacht: "Hut ab, die muss man unterstützen! Ab heute achtet man beim Kauf besonders auf SIEMENS-Produkte!" Solch ein Engagement, zweifelsfrei eine Ohrfeige für Fr. Schwarzer und Frau von den Leyen, verdient doch höchsten Respekt.

Es kann schließlich nicht sein, dass Leistung & Wissen nicht mehr das ausschlaggebende Argument für Führungsfunktionen sind. Wo leben wir denn hier?


Frank Martin, 26.01.2012 10:49
Feministen haben Frauen und Männer zur Genüge verunglimpft, voneinander getrennt und entwürdigt. Nun beginnt die Trendwende weg von geschlechtsspezifischer Diskriminierung durch den Gesetzgeber. Die wachsende Aufregung der Quotenfrauen deutet auf das Abnehmen ihrer Macht hin.

dw-seneca, 26.01.2012 10:38
Selbst wenn Ihre Ausführungen völlig korrekt wären, spricht nicht nur nichts sondern gar nichts für eine Frauenquote. Eine Quote benötigen nur Leute, die nichts drauf haben. Wenn eine Frau den Karriereweg gehen möchte, dann steht dem nämlich nichts im Wege. Ich empfinde die Frauenquote auf jeden als Beleidigung.

DieIngenieurin, 26.01.2012 01:05
Bitte nehmt zur Kenntnis: bei Hauptversammlungen stimmen nicht "% der xxx-Anleger" ab, sondern Aktienanteile werden gezählt. Wenn ihr Euch anschaut, wer die Aktien hält, wisst ihr, wer da abstimmt. 93% der Anleger gegen egal-was ist immer eine Falschaussage. Ich unterstelle, eine bewusste Falschaussage. 93% des Kapitals hat gegen die Frauenquote gestimmt. Das, meine Herren, spricht für die Quote.


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