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27.05.2012
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     Fabian Heinzel
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Liebe Kapitalismuskritiker,
Weitere Themen: Allgemein, Wirtschaftspolitik

was habt Ihr eigentlich anzubieten? Natürlich versteht unter Kapitalismus nicht jeder dasselbe, doch

 die in der Wikipedia unter Berufung auf Karl Bachinger, Gerhard Willke und Max Weber aufgeführte Definition „Allgemein begreift man Kapitalismus als eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, die auf Privateigentum an den Produktionsmitteln und einer Steuerung von Produktion und Konsum über den Markt beruht. Als weitere Merkmale werden genannt: die Akkumulation und das „Streben nach Gewinn im kontinuierlichen, rationalen kapitalistischen Betrieb“, dürfte seine wesentlichen Eigenschaften zusammenfassen.

Eigenschaften, die erstaunlich nüchtern klingen, wenn man bedenkt, was für Emotionen, vor allem was für einen Hass, schon der Begriff Kapitalismus zu wecken vermag. Gut, dass ein Medium, das sich selbst „scharf links“ nennt, ein Interview mit einem Organisatoren einer Silvesterdemo in Stuttgart veröffentlicht, der Sachen von sich gibt wie „[...] das herrschende Rechtssystem ist darauf ausgelegt, jedes eigenmächtige Handeln dieser Mehrheit, das die Eigentums- und Machtverhältnisse untergräbt, konsequent zu bestrafen und zu unterbinden. Dabei ist ganz egal ob die „Täterinnen und Täter“ aus Verzweiflung, Wut oder Überzeugung handeln.
Dieses System ist organisierte Ungerechtigkeit und Entmündigung. Unsere Antwort lautet daher: Solange der Kapitalismus besteht, werden wir ihm keinen Frieden gönnen!
No Justice, No Peace …“, mag so überraschend nicht sein, aber Kritik am Kapitalismus geht weit über die radikale Linke hinaus. So bezeichnet die „Grüne Jugend Niedersachsen“ den „menschenfeindlichen Antikapitalismus“ zwar als „noch schlimmeres System“ als den Kapitalismus, will aber dennoch den „Kapitalismus überwinden“. Vor allem die „soziale Ungleichheit“ schmeckt den Mitgliedern der grünen Jugendorganisation nicht, auch vom Fortschritt haben sie ihre ganz eigene Vorstellung: „[... ] wir kritisieren seine zwangsläufig unermüdliche Dynamik des Fortschritts, die einen Entwicklungsstand als immer währende Voraussetzung für eine gedachte zivilisatorische "Weiterentwicklung" sieht.

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Technische Innovation muss konkrete menschliche Bedürfnisse befriedigen und nicht Zweck einer weiteren Verwertungslogik sein - auch außerhalb von industriellem Einsatz in den sozialen Beziehungen.“ Wie genau die Überwindung des Kapitalismus aussehen soll, wollen uns die Nachwuchspolitiker aber trotzdem nicht verraten. „Schlussendlich können und wollen wir nicht sagen, wie wir uns ein anderes Gesellschaftssystem fernab des Kapitalismus bis ins letzte Detail vorstellen. Zu viele linke Vorschläge sind in der Geschichte daran gescheitert, dass sie zuerst autoritär erdacht und dann direkt umgesetzt wurden. Jede_r von uns ist Teil dieser Gesellschaft und wir werden von dieser Gesellschaft geprägt. Wir können uns gar nicht ausmalen unter welchen Verhältnissen Menschen vielleicht in Tausend Jahren leben werden. Wir wissen nur, dass wir nicht an das "There-is-no-alternative"-Prinzip glauben. Es gibt Alternativen zum Kapitalismus. Unser Weg zur Überwindung des Kapitalismus ist ein Weg der Negation, ein Weg der Auseinandersetzung, ein Weg des Diskurses und des gemeinsamen Entwickelns einer neuen politischen Idee“, heißt es auf ihrer Internetseite. Auch „Attac“, die „Naturfreundejugend“ und natürlich „Die Linke“ würden gern den Kapitalismus überwinden. Die Argumente sind bekannt: Das verhasste System begünstige Armut, Ungleichheit und Umweltzerstörung, eine gerechtere Gesellschaft sei möglich.

Begünstigt der Kapitalismus aber wirklich Armut? Werden einige Wenige reich auf Kosten Vieler, die immer ärmer werden? Wenn man sich einer der Definitionen der relativen Armut bedient, kann dies zumindest insofern zutreffend sein, als dass bei diesen ein Wohlstandswachstum bei den finanziell besser Gestellten die „Schere zwischen Arm und Reich“ weiter auseinander gehen lässt. Ein etwas anderes Bild ergibt sich, wenn man den Menschen in den Mittelpunkt stellt und zwei ausgesprochen aussagekräftige Indikatoren miteinander vergleicht: Die Säuglingssterblichkeit und die Lebenserwartung. Besonders hoch ist die Säuglingssterblichkeit im weltweiten Vergleich in Angola, Afghanistan, Niger, Mali und Somalia. Besonders niedrig ist sie hingegen in Japan, Schweden, Bermuda, Singapur und Monaco. Die Lebenserwartung ist in Monaco, Macao, San Marino, Andorra und Japan besonders hoch, in Swasiland, Tschad, Nigeria, Afghanistan und Angola besonders niedrig. Damit steht also die Steueroase Monaco, gleichzeitig Glücksspielparadies und Banken- und Finanzplatz besonders gut da. Kein allzu schlagkräftiges Argument für die Überwindung des Kapitalismus. Mal angenommen, man könnte größere soziale Gleichheit schaffen, indem man zum Beispiel jedes Einkommen, das oberhalb von 120.000 Euro jährlich liegt, komplett wegbesteuert, dafür aber eine höhere Säuglingssterblichkeit in Kauf nimmt, wäre das auch für die Verfechter größtmöglicher sozialer Gleichheit in der Regel wohl kein akzeptabler Preis. Dieses Beispiel ist auch keineswegs völlig aus der Luft gegriffen, so haben Bill Gates und Warren Buffett beide Milliarden für Gesundheitsprojekte gespendet – wenn ein beliebiger Staat dieselben Summen an Steuern eingezogen hätte, wäre zwangsläufig ein großer Teil des Geldes für Verwaltungskosten verwendet worden.

Zudem können Produktionsmittel, wenn sie nicht in privater Hand sind, logischerweise nur unter der Kontrolle irgendeiner Verwaltung stehen. Damit aber ist allzu oft der Willkür Tür und Tor geöffnet. Denn in diesem Moment sind diejenigen, die auf die mit den Produktionsmitteln hergestellten Produkte angewiesen sind, nicht mehr Kunden, sondern von dem Willen eines Verwaltungsbeamten abhängige Untertanen. Ein Unternehmer, der seine Produkte in Konkurrenz zu anderen Unternehmern absetzen muss, handelt äußerst unklug, wenn er etwa nicht an Menschen einer bestimmten Hautfarbe verkauft. Ein Verwaltungsbeamter kann nur durch entsprechende Vorschriften an einem derartigen Verhalten gehindert werden, aber diese lassen sich ändern. Auch besteht für den Beamten keine Notwendigkeit, an einer ständigen Verbesserung der Produkte zu arbeiten. Da in einem solchen System sehr viel seltener Verbesserungen, also auch sehr viel seltener Effizienzgewinne erzielt werden, ist darüber hinaus von einer höheren Umweltbelastung auszugehen. Also, liebe Kapitalismuskritiker, welche konkreten Alternativen habt ihr anzubieten?

ebenfalls erschienen auf "kingofblog.de"



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Kommentare (16)




 
  Kommentare (16)

Matthias, 12.01.2012 20:11
Nur Bilder!
http://www.goldreporter.de/schuldenkrise-visualisiert-wie-viel-sind-eine-billion-euro/news/8340/

In der Geschäftswelt nehmen unkluge Menschen mehr, als sie geben. Sie erkennen nicht, dass sie das Universale Gesetz brechen, das schließlich in einem gleich starken Ausmaß sie brechen wird. Der Ausgleich mag nicht in der Form von Dollars und Cents kommen, sondern durch den Verlust des guten Rufes, von dem ihr zukünftiger Geschäftserfolg abhängt.
Die Unwissenheit des Menschen über das Gesetz der Liebe in Beziehungen zu anderen Menschen und zur Welt ist keine wirksame Entschuldigung, um ihn vor Unglück zu bewahren.
Wohlstand kann nicht mit Gewalt von anderen erlangt werden, denn ein Wohlstand, der so genommen wird, wird denjenigen, der etwas nimmt, was nicht gegeben ist, arm machen. Auch Stärke kann so nicht erlangt werden, denn die Schwäche der Beraubten wird die Oberhand über die Macht des Räubers gewinnen.
Walter Russel

Ich habe nichts anzubieten, außer
erkenne dein SELBST


Matthias, 07.01.2012 20:46
Die Frage ist eigentlich an uns alle gestellt und müsste lauten: Was haben wir unseren Kindern anzubieten, wie wollen wir als Menschen in Zukunft miteinander leben. Über Weihnachten habe ich Felix zu Löwensteins Buch
"FOOD CRASH: Wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr" gelesen.
Darin schreibt er das von 1950 bis 1990
1\3 der weltweit nutzbaren humushaltigen Ackerflächen durch Degeneration verloren gegangen sind.
Unsere jetzigen Systeme sind am Ende, wir müssen alle umdenken,fangen wir bei der Ernährung an.


RealDeal, 04.01.2012 16:30
Wenn Kapitalismus ein System beschreibt, das unter einem zentralplanwirtschaftlichen Geldsystem betrieben wird, dann bedeutet Kapitalismus NICHT Marktwirtschaft.

Templarii, 03.01.2012 08:43
Der Kapitalismus ist kein "System" wie der Sozialismus. Der "Kapitalismus" wird nicht erschaffen und geplant. Er ist das was sich entwickelt wenn man die Menschen frei handeln lässt. Es ist schlicht "handel" und "wirtschaften".

Man soll nicht auf die Worte der Menschen hereinfallen die nur in "Systemen" denken können und sich Freiheit gar nicht vorstellen können.

Templarii


Otto Normalverdiener, 02.01.2012 23:45
@Wiebitte
Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Obwohl ich wirklich Otto Normalverdiener bin, habe ich schon geahnt, dass im Vergleich meine Einkünfte die Ihren übersteigen. Ihre liegen vermutlich bei 0, wenn man als Basis Einkünfte durch Arbeit und nicht durch Sozialtransfer zu Grunde legt.
Sollte ich Ihnen Unrecht tun, bitte ich von ganzem Herzen um Entschuldigung. Durch Ihren unglücklichen Kommentar fühle ich mich jedoch bestätigt in meiner ursprünglichen Meinung.


Wiebitte, 02.01.2012 10:54
@ Elmar Oberdörffer und FDominicus und ganz besonders Otto Normalverdiener

Eben, das meine ich, aber ich dachte das wäre klar.

Ach übrigens, zum nachdenken, was habe ich über "Nichtkapitalismus" und "antikapitalismus" geschrieben?

Da geht aber jemand gleich ganz schön hoch, super!

Vor allem, wer, was alles aus einem kleinen Satz herrauslesen will/kann, klasse.

Nur auf eines will ich etwas eingehen
Herr/Frau Otto Normalverdiener aus ihnen spricht die absolute Erfahrung, wenn sie wüssten wie Recht sie haben, sie würden sofort in ein Loch verschwinden wollen, hi hi. Wir können ja mal unsere Einkünfte und die Leistung dafür hier im Netz darlegen und die Leser abstimmen lassen, ich verwette Haus und Hof das sie sich vor Scham die Kugel geben!
Weiteres erpar ich mir, sonst liegen hier einige für den Rest des Tages flach!

Mit solchen Leuten kein Wunder das hierzulande einem somalischem Piraten, Schadenersatz zugesprochen wird, Wahnsinn.


Sascha Stefanovski, 02.01.2012 05:07
Innerhalb einer dynamischen Komplexen Realität, die frei von allen Extremen der Dauerhaftigkeit und Nichtexistenz ist, funktionieren ganz offensichtlich alle eternalistischen/nihilistischen bzw. egoistische Konzepte, Verfassungen, Gesetze, Normen und Regeln nicht, denn ein dementsprechendes egoistisches Leben verursacht eben Chaos und Leid. Auch z.B. Marxismus bzw. Kommunismus als auch Sozialismus sind aufgrund aller eternalistischen und nihilistischen Aspekte, darum auch extremistische Lehren die nichts mit der Realität zu tun haben und ein dementsprechendes egoistisches Leben wird darum lediglich alles verschlimmern. Das Problem ist, seien wir doch einfach mal ehrlich, nicht im geringsten dass Menschen Bedürfnisse haben, sich aus diesen Bedürfnissen Produktionen ergeben, sich Märkte ergeben und ein Konsum stattfindet, damit Menschen eben leben können und dies Kapitalismus genannt wird, sondern, dass all dies auf eine egoistische Art und Weise geschehen ist und sogar auch noch weiterhin geschieht. Kapitalismus selbst, ist, wie auch das Geld selbst, nicht im geringsten das Problem, sondern ganz offensichtlich ein egoistischer Lebensstil der privaten Haushalte, öffentlichen Hand und Unternehmen. Private Haushalte, Unternehmen und öffentliche Hand können sich auch für einen weisen und mitfühlenden Bedarf und Konsum bzw. weise und mitfühlende Aktivitäten entscheiden und für eine weise und mitfühlende Produktion und dementsprechende weise und mitfühlende Märkte sorgt. Es ist aufgrund der Tatsache von Ursache und Wirkung nicht im geringsten etwas falsch daran dass Menschen die etwas heilsames produzieren und vermarkten als Wirkung eben sehr viel Geld als Wirkung zurückbekommen, sondern entspricht einfach der Realität. Weil jedoch alles vergänglich ist, kann kein jedoch kein Mensch irgendetwas besitzen, es ist eben so. Haben alle privaten Haushalte, alle Unternehmen und die öffentliche Hand für einen ökologischen und ethischen Lebensstil ausreichend Einkommen oder sind alle oder einige mit ausreichend Einkommen unterversorgt, so dass diese gezwungen sind sowohl die Umwelt als auch sich Selbst und die Gesellschaft durch einen unökologischen und unethischen Lebensstil zu zerstören? Warum gibt es keine dynamischen Einkommen die in einem gesunden Verhältnis zu allen dynamischen Preisen/Kosten stehen, so dass sowohl eine Unterversorgung als auch eine Überversorgung mit Geld ausgeschlossen werden kann, also alle Extreme ausgeschlossen werden können und Menschen auf eine weise und mitfühlende Art und Weise bzw. ökoligisch und ethisch leben können, so dass sich innerhalb aller Bereiche einer Gesellschaft alles zyklisch regenerieren und heilen kann - wie es auch innerhalb der Natur und den Elemente geschieht. Wenn innerhalb der privaten Haushalte, Unternehmen und öffentlichen Hand ausreichend Geld vorhanden ist, so können diese auch ökologische und ethische Produkte/Leistungen konsumieren bzw. heilsam Aktiv sein und somit auch die Gesundheit aller Bereiche einer Gesellschaft sowohl erreichen als auch stabiliseren und aufrechterhalten. Dies würde auch ein Rückgang des Egoismus in allen Bereichen und eine Regeneration aller Bereiche der Gesellschaft ermöglichen. Aber ist dafür eine weise und mitfühlende Forschung und Aufklärung gegeben der soll weiterhin nach egoistischen Konzepten, Verfassungen, Gesetzen, Normen und Regeln gelebt werden, was letztendlich für noch mehr Chaos, Leid als auch den totalen Untergang sorgen wird?

Klaus Kolbe, 01.01.2012 15:28
Beim Begriff Kapitalismus ist selbstverständlich noch zwischen dem überaus erfolgreichen Modell des sogen. „Rheinischen Kapitalismus“ der Nachkriegszeit (Ludwig Erhard, Wilh. Röpke u. a.) in Deutschland und dem „Angelsächsischen“ oder auch „Heuschrecken-Kapitalismus“ zu unterscheiden. Die deutsche Variante ist die für mich zukunftweisende, auch wenn in den 80er Jahren die damals regierende Rot-Grün-Regierung unter Schröder und Fischer es sich auf ihre Fahne schreiben kann, gerade diesem deutschen Modell durch entsprechende gesetzgeberische „Lenkung“ (dahingehend, daß dem „Heuschreckenkapitalismus“ Tür und Tor in der Bundesrepublik geöffnet wurden) der Garaus gemacht wurde. Schade eigentlich – man beachte aber, welchen Parteien dieses anzulasten ist und vergleiche mit denen der jetzigen Zeit, die vehement für die sofortige Einführung des sogen. ESM-Vertrages votieren, dann weiß jedermann, was er von Sozialisten zu erwarten hat.

Otto Normalverdiener, 01.01.2012 11:37
@Antije Kapital-Ist
@Wiebitte
Aus Ihren Zeilen spricht ausschließlich der Wunsch, etwas besitzen zu wollen, was andere erwirtschaftet haben. Information ist für mich nicht erkennbar, höchstens Missgunst.
Meinen Sie, Produktionsmittel seien für den Unternehmer vom Himmel gefallen und dürften deshalb nicht ihm allein gehören? Und meinen Sie weiter, dass er däumchendrehend dasitze, während sich seine ach so armen Arbeiter und Angestellten im Schweiße ihres Angesichts die Gesundheit an den Produktionsmitteln ruinieren? Er ist Ihrer Vorstellung nach wahrscheinlich ein einziger Lebemann, während sich die anderen geradezu aufopfern müssen für diesen Ausbeuter.
Derlei primitive Neidvorstellungen machen mich regelmäßig wütend. Am meisten ärgert mich jedoch die Beobachtung, dass sie auffällig oft von Leuten kommen, die ihren Hintern kaum hochkriegen, um sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Anstatt mit der eigenen Person ins Gericht zu gehen, tun sie das lieber mit anderen und wünschen deren vollständige Enteignung. Dass diese durch eine immer sozialistischere Politik schon längst im Gange ist - wenn auch "nur" häppchenweise - genügt ihnen nicht. Alles wollen sie möglichst im Handstreich umverteilen, das gilt dann als "gerechte" Lösung für alle.
Zurück bleibt die Frage: Wer, bitte schön, ist denn hier der Ausbeuter?


Klaus Kolbe, 01.01.2012 10:22
Man muß nicht in allen Punkten den Ausführungen Fabian Heinzels zustimmen, jedoch sollte auch endlich einmal mit der Mär aufgeräumt werden, wir würden „im Kapitalismus“ leben. Zu diesem Thema kann sich jeder ganz hervorragend informieren beim „Forum Ordnungspolitik“. Nachfolgend nur drei Beispiele daraus:

Sozialismus – eine gute Idee, die nur schlecht umgesetzt wurde
http://www.forum-ordnungspolitik.de/zur-ordnungspolitik/populaere-irrtuemer/42-sozialismus--eine-gute-idee-die-nur-schlecht-umgesetzt-wurde

Kapitalismus
Kampfbegriff von Kritikern und Befürwortern („I love capitalism“), der im Grunde genommen allenfalls tauglich ist, wenn er als Bezeichnung für historische Abschnitte der Geschichte dient, z.B. Hochkapitalismus für die Zeit ab der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert. Grundsätzlich bezeichnet Kapitalismus eine Wirtschaftsform, die durch Privateigentum an Produktionsmitteln und Steuerung des Wirtschaftsgeschehens über den Markt gekennzeichnet ist, wobei dem Produktionsfaktor Kapital eine herausgehobene Bedeutung zugemessen wird.
Der Begriff begegnet seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts, wurde aber vor allem von Karl Marx in seiner Bedeutung als Frontstellung zum Sozialismus geprägt. Vertreter des Ordoliberalismus halten den Begriff für vollends entbehrlich: Für das zu allen Zeiten gleiche Problem des Wirtschaftens mit knappen Ressourcen einschließlich der Leitung sowie der Verteilung der Güter gibt es zwei Lösungsmöglichkeiten – dezentrale Planung, also Marktwirtschaft, oder zentrale Planung, also Zentralverwaltungswirtschaft.
http://www.forum-ordnungspolitik.de/zur-ordnungspolitik/kleines-lexikon/51-kapitalismus

Sozialismus, die Wirtschaftsordnung ohne Privateigentum – und ohne Perspektive!
"Der Sozialismus ist keine Utopie, sondern eine Tragödie, das ist der
Punkt, um den es sich heute handelt." schrieb Wilhelm Röpke 1942
in „Die Gesellschaftskrisis der Gegenwart“, seiner vielbeachteten
Diagnose zeitgenössischer Mißstände.
Fünf Jahre zuvor hatte der heute nur wenigen bekannte Gründervater
der Bundesrepublik Deutschland die Bedrohung durch den
Kollektivismus, zu dem für ihn Sozialismus und Faschismus
gleichermaßen gehörten, in einer zeitlosen Einführung in die
Volkswirtschaftslehre mit dem Titel „Die Lehre von der Wirtschaft“
knapp und verständlich zusammengefaßt.
http://www.forum-ordnungspolitik.de/images/stories/Literatur/fop_broschre_100617_sozialismus-gesellschaftsordnung_ohne_perspektive.pdf




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