suchen
27.05.2012
Einloggen | Registrieren
 
 
 
     Beatrix von Storch
Zur Person und Archiv      Email an diesen Blogger schreiben

Totalversagen der Politik
Weitere Themen: Finanzkrisen, Allgemein, Wirtschaftspolitik

Die Lage spitzt sich zu.  Das vollständige Versagen der verantwortlichen Spitzenpolitiker in der EU und den – immerhin ja noch existierenden – nationalen Regierungen wird jeden Tag aufs neue amtlich belegt und dokumentiert. Alle, aber auch wirklich alle Prognosen erweisen sich innerhalb von Tagen als grotesk falsch.

Sämtliche Maßnahmen laufen bestenfalls ins Leere, meist verschlimmern sie aber die Lage, Beschleunigen den Absturz und kosten wertvolle Zeit und Milliarden hart erarbeiteter Steuergelder. Ich möchte hier zunächst die gängigsten Propagandafloskeln zusammentragen und die Alternativlosigkeit der EU-Zentralstaatslogik dem Prinzip der dezentralen Konsolidierung gegenüberstellen.

 Die Propagandafloskeln:

 "Scheitert der Euro, dann scheitert Europa."

 Zu Europa sind etwa 50 Staaten zu zählen. Davon sind nur etwas mehr als die Hälfte, nämlich 27 Mitglied der EU und 34 % (=17 Staaten) Mitglied des Euro. Wenn nun aus dem Verbund der 17 fünf ausscheiden, wieso sollte das Europa der 50 untergehen? Wenn der Euro scheitert, dann mag der zu dessen „Rettung“ geplante Versuch scheitern, aus dem Verbund souveräner Einzelstaaten eine zentralistische Zwangsgemeinschaft zu schaffen, regiert von demokratisch nicht legitimierten Minister-, Gouverneurs- und sonstigen Räten und einer nie gewählten Kommission. Aber „Europa“ scheitert nicht. Vielleicht sollten wir vorher auch einmal die Frage klären: Was ist eigentlich Europa?

„Deutschland profitiert am meisten vom Euro“.

Hier werden gleich zwei Tatsachen vollkommen ignoriert:

Deutschland hat nicht nur weltmeisterlich Waren exportiert, z.B. nach Griechenland und Italien, sondern – weil die Käuferländer sich den Einkauf bei uns schlicht gar nicht leisten konnten - gleich auch noch das Kapital dazu mitgeliefert. Und nun sind die Käufer pleite und zahlen das Kapital nicht zurück. Wir arbeiten hart, produzieren hochwertigste Waren, verzichten auf Konsum und Lohnerhöhungen und tragen unsere knappen Löhne dann auch noch als Spareinlagen zu unseren Banken und jetzt sind unsere Waren in Griechenland konsumiert und unsere Spareinlagen verzockt. Das mag ein tolles Geschäft und ein großer Profit sein - allerdings nicht für den deutschen Arbeiter und Sparer.

Außerdem:  Erinnern Sie noch, daß Deutschland mit der harten DM und ganz ohne Euro nicht nur Vize-Exportweltmeister, sondern sogar Weltmeister war? Wissen Sie, daß seit dem Euro unsere Exporte in den Euro-Raum abgenommen haben? Und wer spricht aus, daß Deutschlands Wettbewerbsvorteil nicht im Preis, sondern in der Qualität seiner Produkte liegt? Wir produzieren nicht Billigpreisprodukte, deren Absatz auch noch über die Krücke einer möglichst schwachen Währung gestützt werden muß, sondern internationale Spitzenprodukte im Hochpreissegment. Wer gibt zu, daß wir Deutschen früher gerne, weil günstig Urlaub in Italien machen konnten, oder anders gesagt: Eine harte Währung machte den Import fremder Waren billiger. Auch dieser Aspekt  des  Kaufkraftverlustes fehlt in jeder  Wir-profitieren-am-meisten-vom-Euro-Lyrik. Schließlich: war nicht sogar öffentlich erklärtes Ziel der Euroeinführung,   Deutschland „einzubinden“, oder war Ziel des Euro, Deutschland möglichst viele Wettbewerbsvorteile zu Lasten aller anderer Staaten zu schaffen, Deutschland möglichst deutlich zu stärken und möglichst hohe Profite herausschlagen zu lassen?

„Die Spekulanten und Ratingagenturen sind schuld.“

Dieses Argument ist nun wirklich zu unklug, um lange darauf einzugehen. Wenn unsere Politiker nicht dauernd mehr Geld ausgeben würden als da ist und also nicht ständig und laufend Kredite vom Kapitalmarkt aufnähmen würden, welchen Einfluß hätten dann alle Spekulanten und Ratingagenturen der Welt? Genau. Keinen.

„Die Lösung der Krise kann nur ein „Mehr an Europa“ sein.“

„Europa“ heißt in diesem Zusammenhang immer mehr Zentralismus, mehr  Eingriffe in die nationalen Souveränitäten, mehr Befugnisse an EU-Räte, an EU-Kommissare, an EU-Gouverneure, ein weniger an Demokratie und Selbstbestimmung. Die Misere ist aber doch entstanden, das geben unsere „Spitzen“-Politiker allenthalben zu, weil die ihrem Volk gegenüber verantwortlichen Regierungen entweder nie sparen wollten oder es nicht konnten. Wenn das französische Volk und die französische Regierung aber nicht sparen wollen, dann wird auch der deutsche Sparkommissar mit diktatorischer Vollmacht und EU-Zwangsrechten ausgestattet nur eines erreichen: Wut und Zorn auf Frankreichs Straßen. Und wenn die Griechen nicht sparen können, dann kann es auch der deutsche Kolonialherr nicht. Im übrigen ist die Abschaffung der Demokratie, die mit allen Maßnahmen der Abschaffung der nationalen Souveränitäten einhergeht, verfassungswidrig und brandgefährlich. 

„Die Euro-Rettung ist alternativlos. Es gibt kein Zrück.“

Das ist das dümmste und gefährlichste aller „Argumente“, denn es verbietet das Nachdenken über Alternativen. Im Prinzip ist man sich ja bei der Analyse einig: Ursache der „Euro-Krise“ ist die von nationalen Politikern verursachte Staatsschuldenkrise. Schäuble & Co schwadronieren nun, das „Regelungsmonopol der klassischen Nationalstaaten“ sei ein Relikt aus „vergangenen Jahrhunderten“ und schlicht nicht mehr zeitgemäß. „European gouvernance“ sei die Lösung. Faktisch ist die These also die: Die Nationen haben versagt. Also brauchen wir jetzt eine ganz, ganz große Nation, den EU-Zentralstaat nämlich, und dann wird alles besser. Denn im EU-Superstaat herrschen einige wenige Weise, die mit kluger Weitsicht allein das Gute für die Menschen in Europa wollen, die den Märkten ein Schnippchen schlagen, die wissen, was wir wollen und uns in eine rosige Zukunft führen. Statt vieler kleiner Fehler werden dann wenige große Fehler gemacht... ach nein. Die großen Fehler werde ja nicht gemacht. Die EU-Räte sind weise und gut.

Anstatt dezentral zu konsolidieren regiert der Zentralismus. Wir „harmonisieren“ den Wettbewerb, schaffen ihn also innereuropäisch ab und werden dadurch außereuropäisch wahnsinnig wettbewerbsfähig. Wir bleiben bei für alle Euro-Ländern gleich niedrigen Zinsen, sonst würden die Zinsen für die Schuldenstaaten explodieren und sie könnten sich gar nicht mehr immer tiefer und tiefer und tiefer verschulden. Wir halten daran fest, daß die Griechen zur Herstellung ihrer Wettbewerbsfähigkeit ihre Produkte nicht einfach billiger verkaufen können (= über eine schlichte Abwertung einer eigenen Währung), sondern wir zwingen ihnen immer weitere Kredite auf und prügeln auf sie ein, bis sie innovativ, effizient, organisiert und strukturiert sind und auf diesem Wege wettbewerbsfähig über die Qualität ihrer Produkte werden und eben nicht über den Preis. Wir beschlagnahmen ihre nationalen Vermögen (= Privatisierungserlöse zur Bezahlung bestehender und künftiger Kredite) und schinden sie solange, bis die Kiste Oliven ebenso einen Ertrag erwirtschaftet wie eine Kiste hochentwickelter Spezialwerkzeuge für den internationalen Maschinenbau.

„Der Euro sichert den Frieden in Europa.“

Mit dieser Floskel wird zum einen suggeriert, daß also beim „Scheitern des Euro“ wieder Krieg in Europa ausbricht. Das Ausmaß der Ausblendung von Tatsachen ist schon erstaunlich. Zum einen endete der 2. Weltkrieg nicht erst 2002 mit Einführung des Euro, sondern knapp vorher. Und: Es sind nicht die Schweden und die Schweizer (= Nicht-Euro-Länder), die gerade deutsche Fahnen verbrennen und uns Deutsche vom Platz 1 ihrer beliebtesten  Nationen auf Platz 1 der meist gehassten Nationen katapultierten. Das sind die Griechen. Und der Unmut in Italien, Spanien und Frankreich wird sich spätestens dann entladen, wenn der deutsche Sparkommissar einmarschiert und den Südländern mal zeigt, wie man preußisch knallhart richtig wirtschaftet und wo man noch überall so richtig sparen kann.

Lösungsansätze

Ganze Staaten sollen wir retten, damit die Banken nicht pleite gehen. Es drohe die „Kernschmelze“.

Sehen wir uns dieses ultimative Panik-Argument einmal ein kleines wenig genauer an und bilden einen einfachen Fall:

In den Bilanzen der Banken steht auf der Aktivseite, wo das Vermögen der Bank steckt: Die Bankimmobilie (Wert: 50), etwas Gold (Wert: 100) und ganz viele „Wertpapiere“, nämlich z.B. griechische Staatsanleihen (Wert laut Bilanz: 850). In Summe hat die Bank auf der Aktivseite also einen Wert von 1.000 stehen. Und auf der Passivseite steht, woher dieses Geld kommt, und das sind vor allem unsere Spareinlagen (Wert: 600). Diese 600 sind also Schulden, die die Bank bei uns Sparern hat. Wenn wir wollen, muß die Bank uns das Geld zurückzahlen. Und wenn wir jetzt alle auf einmal unser Geld abheben wollen, dann muß die Bank nur ihr Vermögen flüssig machen, also Gold und Anleihen und die Immobilie verkaufen (= Wert 1.000) und dann kann sie uns unsere Spareinlagen (=Wert 600) auszahlen. Der Rest (= 1.000 Aktivvermögen minus 600 Schulden bei uns Sparern = 400) ist das Eigenkapital der Bankaktionäre.

Allerdings gibt es nun ein Problem: Sollte Griechenland nicht „gerettet“ werden und also pleite sein, sind die Anleihen in der Bilanz der Bank nicht mit Wert 850 in der Bilanz zu führen, sondern mit NULL. Und wenn jetzt alle Sparer ihr Geld abheben wollen, dann ist nicht mehr genug da. Die Sparer kriegen ihre Einlagen nicht voll zurück, und (GANZ WICHTIG!): die Eigentümer der Bank verlieren ihr Eigenkapital (Wert 400) vollständig (!). Die Politik will uns jetzt verkaufen, daß der deutsche Steuerzahler 850 an Griechenland zahlen muss, so daß Griechenland diese 850 an die französische Bank zahlen kann, damit so das Geld der französischen Sparer (Wert 600)  und ganz nebenbei eben auch das Eigenkapital der Bankaktionäre (Wert 400) „gerettet“ ist. Warum zahlt nicht der französische Staat an die französischen Sparer 400, (die restlichen 200 für die Sparer kann die Bank aus ihrer Immobilie und dem Gold selber stemmen) und fertig. So sind die Spareinlagen gerettet und die Bankaktionäre bekommen das, was jeder Unternehmer eines Pleiteunternehmens bekommt: nichts nämlich. Etwas verkürzt kann man sagen: Die deutschen Rettungsmilliarden retten das Eigenkapital französischer Bankaktionäre. Warum diskutieren wir nicht darüber, dass der deutsche Staat deutsche Spareinlagen sichert („400“), der französische Staat die Einlagen der Franzosen und daß die Eigentümer insolventer Banken komplett leer ausgehen? Ist das keine Alternative? Und ebenso wie die „Rettung“ der Spareinlagen sind Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehres unter den Banken nötig. Aber zu all dem müssen nicht Staaten gerettet werden.

„Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren“ heißt die von unserer Politik alternativlos betriebene Perversion der Marktwirtschaft. Die Bankaktionäre können  risikolos jahrelang herumzocken und sich eine goldene Nase verdienen (= „Gewinne privatisieren“) und dann die Verluste  dem Steuerzahler vor die Füße kippen (= “Verluste sozialisieren“). Nur wenn wir dieses perverse Modell beenden, werden sie lernen, daß Investition Risiko bedeutet und Risiko sich in Haftung niederschlägt.

Aber das ist natürlich nicht alles. Es muß mehr passieren, damit die Schuldenstaaten wieder wettbewerbsfähig werden und das können sie entweder durch Austreten aus dem Euro und Einführung ihrer eigenen Währung, die dann stark abwertet oder aber die starken Euro-Länder treten aus dem Euro aus und schaffen den Henkel´schen Nord-Euro. Das Ergebnis wäre das gleiche: Der „Rest-Euro“ würde abwerten.

Und was passiert beim x-ten Krisengipfel am Wochenende des 9. und 10.Dezember 2011?

www.Abgeordneten-Check.de



Artikel weiterlesen  
ANZEIGE


Kommentare (14)




 
  Kommentare (14)

Prila, 16.03.2012 07:28
In meiner Rage hab ich grad berkmet, dass mein Kommentar ein wenig potschat formuliert wurde inkl. Grammatikfehler aber ich denke man weidf, was gemeint ist!

caesar4441, 23.02.2012 21:17
Der ESM ist nicht das Ergebnis der Unfähigkeit der Politiker sondern das systematisch aufgestellte Schach einer anonymen -das ist ihre Stärke - im geheimen arbeitenden Verbrecherbande -wie sie noch nie in der Geschichte existiert hat ,um große Teile der Weltbevölkerung ganz "legal" auszurauben.Am Ende werden die Bevölkerungen als arme Sklaven dem totalen Überwachungsstaat nach Orwell ausgeliefert sein.
Die Politiker sind nur willige Erfüllungsgehilfen der Verbrecherbande.
Orwell konnte den Plan nur als Roman veröffentlichen,es ist aber kein Roman.Es ist übrigens 2 jahre nach Erscheinen mit 48 Jahren auf unbekannte Art ums Leben gekommen.Zufall?
Man kann die Wirkungen schon an jeder Ecke sehen.
Es ist eigentlich schon 5 nach 12.Trotzdem brauchen wir dringend eine Volksabstimmung über den ESM.Ich bin sicher er fällt mit Pauken und Trompeten durch.


bate, 27.01.2012 09:19
Mit Staat kann die OMF-BRD ja wohl nicht gemeint sein?!

Genial, 14.12.2011 01:27
Eine fantastische Zusammenfassung des gegenwärtig ablaufenden Irrsinns! Wann lädt denn der Herr Jauch Sie einmal ein, um den wirklichen Bildungsauftrag der zwangsfinanzierten Verdummungs- und Propagandamaschine zu erfüllen?
Wenn das jemals passieren sollte, dann muß unser geknechtetes Land der Dichter und Denker zurück auf dem Weg zur Freiheit sein!


Zusammenhänge verstehen!, 14.12.2011 00:40
http://www.youtube.com/watch?v=OLLkS-Gukdo

Menschenskind!, 12.12.2011 14:47
Liebe Frau Storch,
Ihre Aktivitäten schätze ich sehr, und gern lese ich Ihre Beiträge.
Aber wenn wir - und ich meine uns alle - nicht endlich damit beginnen, Politik als das zu erkennen, was es ist: nämlich ein Geschäftsmodell, eine induestriell betriebene Ausbeutung des dummen Volkes (der dummen Völker), dann werden wir niemals etwas ändern. Aus Sicht der Politiker läuft alles glänzend! Was vom Volk lauthals beklagt wird, ist politisch gewollt und keine Panne!
Politik ist ein knallhartes Geschäft, und das Volk spielt dabei nur die Rolle der Wasserträger. Glauben wir doch nicht all den propagandistischen Unsinn, der jeden Tag das Land medial überschwemmt!

Gottstehunsbei, wie naiv sind wir eigentlich?


Karin Weber, 12.12.2011 08:03
Wer mal die Ausführungen auf www.steuerboykott.org sich durchliest, der weiß, dass die Politik nicht versagt hat, sondern dass das eine regelrechte Gesetzmäßigkeit des Systems und der Wille der Machthaber ist.

Hans von Atzigen, 11.12.2011 12:10
Werter Mitkommentarschreiber
E.Oberdörffer.
Ihre Ausführungen sind ja zutreffend.
Grundsätzlich das können auch Sie nicht bestreiten leben wir alle von dem was die Wirtschaft uns für unseren Lebensunterhalt bietet.Kein einziger Mensch kann (Obwohl auch das bedeutungsvoll ist)von Träumen Wünschen usw.Leben von Luftschlössern schon gar nicht.
Doch ganau im für uns alle Tag für Tag überlebenswichtigen Bereich Wirtschaft, hat die EU Verheerend desaströs versagt.
Vorrangig in den innzwischen aussichtlos überschuldeten Staaten schlittern Milionen von Menschen jeder ein tragisches Einzelschiksal, in die Armut ab,ganz besonders die Jungen mit trübsten Aussichten, aber auch die Alten deren Beitrag in die jeweiligen Rentensisteme sich in Luft auflösen.
Uninvormiertheit zum Thema EU?
Haben Sie die Vollmundigen Versprechungen der 90 Jahre schon vergessen, haben Sie sich damls invormiert, womöglich auch kritisch?
Oder liessen auch Sie sich unkritisch vom Frieden Freude Eierkuchen süssholzgeraspel Leiten?
Wer sich aktuell scheuklappenfrei invormiertvor vor allem mit nüchternem Ökonomischem Sachverstand, dem präsentiert sich ein Verheerendes Desaster. Dies mit mehr als unerfreulichen Auswirkungen auf Millionen von Menschen, sowie ganzen Völkern und Nationen.
Die EU das können doch eigentlich nur noch Ideologisch verblendete übersehen ist ein Desastermodell.
Und das grausammste die letzten 20 Jahre haben wohl einmalige Chansen für eine massvoll positiv fernünftige, Entwicklung unwiederbringlich verbraten. Zeit kann man unmöglich zurückdrehen, desgleichen sind vertane Chansen unwiederbringlich verloren.
Das Ergebniss diese Grossmachtwahns Europa ist in seinen Volgen ein Verbrechen an den Menschen und Völkern des Kontinents, ein in seinen vor allem Dimensionen beispielloses Verbrechen.


Elmar Oberdörffer, 10.12.2011 22:46
Art. 20 Abs. 2 GG: "Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen
und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt." Abstimmungen ist hier völlig gleichberechtigt mit Wahlen und den besonderen Organen genannt. Es findet sich im GG auch keinerlei Einschränkung, über welche Fragen etwa nicht abgestimmt werden dürfe. Also, Bürger, fordern wir eine Volksabstimmung über die Frage, ob Deutschland sich dem ESM unterwerfen und damit für die Schulden anderer Länder haften will, und ob Deutschland weiterhin der untauglichen Währungsunion angehören will, oder ob es lieber austritt. Diese FRagen sind viel zu wichtig, als daß man sie allein den Politikern zur Entscheidung überlassen könnte. Wenn genügend viele Bürger eine Volksabstimmung fordern, wird sie auch stattfinden. Wenn wir uns einig sind, werden wir sie erzwingen!


Thomas Windhöfel, 10.12.2011 16:02
Wer von einem "Europa der 50" spricht, dieses dann vom Europa der 27 oder der 17 absetzt, sollte redlicherweise hinzufügen,
a) dass dabei mehrere Kleinstaaten miterfaßt sind, welche, ohne EU-Mitgliedschaftsrechte zu besitzen, zum EU-Wirtschaftsgebiet gehören (ohne bei den "siebzehn" mitgezählt zu werdenm) den Euro als einziges gesetzliches Zahlungsmittel haben: Andorra, Monaco, San Marino, Vatikanstadt; im weiteren Sinne zählen hierzu auch der EU-Kandidat Montenegro und das Kosovo, welche beide den EURo als Landeswährung haben:
b) dass das Europa der 27 seit der Aufnahme Kroatiens ein Europa der 28 ist und dass auch von den restlichen europäischen Staaten, soweit sie überhaupt wirtschaftlichj und politisch relevant sind, fast alle gern zur Eu gehören würden: Beitrittskandidaten mit jeweils unterschiedlichem Status und Verhandlungstand sind die Türkei, Albanien, Serbien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina, Island, die Ukraine;
c) es bleiben daher, bei Lichte besehen, aus dem angeblichen Europa der 50 nur die Rest-EFTA, also die Schweiz (mit Liechtenstein) und Norwegen - in beiden Ländern haben sich Volksabstimmungen gegen einen EU-Beitritt entschieden - sowie Weißrußland, für das eine Eu-Mitgliedschaft aus politischen Gründen derzeit nicht in Frage kommt.
Ohne sonst in dieser Sache Stellung nehmen zun wollen, bleibt auf hjeden Fall festzuhalten, daß ein Europa der 50 als Gegensatz zur EU nicht existiert. Es ist nuir eines mehr von vielen Beispielen für die erschreckende Uninformiertheit und Leichtgläubigkeit der Euro-Gegener.




Kommentar schreiben

*=Pflichtfelder

CAPTCHA*

Bitte Geben Sie für die Freischaltung das Ergebnis ein:

Click to reload image
 
 
 



Spruch des Tages
"Die guten Ratschläge verdanken ihren ausgezeichneten Ruf dem Umstand, dass sie niemals befolgt werden." Daniel Spitzer

ANZEIGE

ANZEIGE

Galerien

Europolis: Tagung zur Reform der europäischen Währungsordnung Europolis: Tagung zur Reform der europäischen Währungsordnung

Stuttgart: Anti-ESM-Demonstration des Aktionsbündnis Direkte Demokratie Stuttgart: Anti-ESM-Demonstration des Aktionsbündnis Direkte Demokratie

Südkongreß "ESM-Vertrag - der Weg in die Schulden- und Inflationsunion? Entdemokratisierung Europas?" Südkongreß \"ESM-Vertrag - der Weg in die Schulden- und Inflationsunion? Entdemokratisierung Europas?\"


Interviews

Steffen J. Roth Betreuungsgeld aus Zweifeln an anderen staatlichen Wohltaten geboren
Steffen J. Roth
Institut für Wirtschaftspolitik an der Kölner Universität

Dr. Albert Wunsch Wieso fehlt zu vielen Jugendlichen eine Gewalt-Bremse?
Dr. Albert Wunsch
Therapeut, Erziehungswissenschaftler

Dr. med. Rainer Böhm Betreuungsgeld ist sinnvoll und notwendig
Dr. med. Rainer Böhm
Kinder- und Jugendarzt

Alexander Ulfig »Gleichstellungspolitik führt zu Ungerechtigkeiten«
Alexander Ulfig
http://qualifikation-statt-quote.de/

Hedwig Beverfoerde, Birgit Kelle JA zum Betreuungsgeld!
Hedwig Beverfoerde, Birgit Kelle
Initiative Familienschutz, Frau2000plus

Mehr Interviews


Video

Zivile Koalition: Stoppt ESM-Vertrag - Stoppt Schulden- und Inflationsunion Zivile Koalition: Stoppt ESM-Vertrag - Stoppt Schulden- und Inflationsunion

Thilo Sarrazin: Europa braucht den Euro nicht Thilo Sarrazin: Europa braucht den Euro nicht

EU: Treaty of debt - stop it now! (engl. Version von EU: Treaty of debt - stop it now! (engl. Version von

Stoppt EU-Schuldenunion (ESM-Vertrag)! auf Abgeordneten-Check.de Stoppt EU-Schuldenunion (ESM-Vertrag)! auf Abgeordneten-Check.de

Hedwig Beverfoerde zum Betreuungsgeld Hedwig Beverfoerde zum Betreuungsgeld


Umfrage

Würden Sie sich für die Einführung eines "Nord-Euro" aussprechen?

Foto: Lupo / pixelio.de




Ergebnis

Meist gelesen
    Offener Brief an die Betreuungsgeld-Skeptiker der FDP

    Dr. Rainer Böhm: Betreuungsgeld ist sinnvoll und notwendig

    Rösler: Weniger Solarsubventionen

    Pressekonferenz: Anti-ESM-Großdemonstration in München

    EU-Ausschuss will Eurobonds

Empfohlene Blogs

author Beatrix von Storch
Ohne Euro bricht alles zusammen- und mit Euro???

author Prof. Dr. Hans-Olaf Henkel
Unsere Politiker verachten das eigene Volk

author Jürgen Liminski
Vom Pudding zum Präsidenten - Die Metamorphose des Francois Hollande

author Prof. Dr. Hans-Olaf Henkel
Die Deutschen haben die Wahlen verloren

author Birgit Kelle
Kinder statt Klappstühle

author Beatrix von Storch
Der sog. Fiskalpakt - oder wie man einen ganzen Kontinent verschaukelt

author Beatrix von Storch
Der finale ESM-Vertrag - Ende von Demokratie und Parlamentsvorbehalt


Reportage

Thilo Sarrazin: Buchvorstellung in Potsdam Thilo Sarrazin: Buchvorstellung in Potsdam

Die eigenartige Zurückhaltung des Westens Die eigenartige Zurückhaltung des Westens

Mit der Brechzange in die Familien Mit der Brechzange in die Familien

Wer errechnet eigentlich die Inflation? Wer errechnet eigentlich die Inflation?

Hans-Olaf Henkels Euro-Aufklärungstour: "Es gibt Alternativen." Hans-Olaf Henkels Euro-Aufklärungstour: "Es gibt Alternativen."

Mehr Reportagen


Empfohlene Beiträge

Offener Brief an die Betreuungsgeld-Skeptiker der FDP Offener Brief an die Betreuungsgeld-Skeptiker der FDP

Familienschutz startet Online-Initiative "JA zum Betreuungsgeld" Familienschutz startet Online-Initiative "JA zum Betreuungsgeld"

Und jetzt die Inflationsunion! Und jetzt die Inflationsunion!

FDP und ESM - Ein Beitrag von Prof. Vaubel FDP und ESM - Ein Beitrag von Prof. Vaubel


Aktueller Goldpreis


Aktueller Silberpreis


Schlagworte

Deutschland Wetter




Finanzkrisen
Börse setzt Handel mit Bankia-Aktien aus
Merkel plant EU-Sonderwirtschaftszonen
EU -Warnung an Griechenland
Nahost-Konflikt
Die Sorge um Syrien nimmt zu
Doch keine Neuwahlen in Israel
Pakistan testet erfolgreich Rakete
DDR-Unrecht
Vaatz prangert Heuchelei an
Stasi-Unterlagen: 20 Jahre - 2,8 Millionen Akten-Einsichten
"Von oben" verordneter EU-Unionsstaat birgt totalitäre Tendenzen
Allgemein
Betreuungsgeld aus Zweifeln an anderen staatlichen Wohltaten geboren - Interview mit Steffen J. Roth
Chef der Vatikanbank gefeuert
Muslim-Brüder liegen in Ägypten vorn
Bildung
Pressekonferenz: Anti-ESM-Großdemonstration in München
Offener Brief an die Betreuungsgeld-Skeptiker der FDP
Interview: JA zum Betreuungsgeld!
Reformen
Börse setzt Handel mit Bankia-Aktien aus
Merkel plant EU-Sonderwirtschaftszonen
Thilo Sarrazin: Buchvorstellung in Potsdam
Wirtschaftspolitik
Betreuungsgeld aus Zweifeln an anderen staatlichen Wohltaten geboren - Interview mit Steffen J. Roth
Börse setzt Handel mit Bankia-Aktien aus
Merkel plant EU-Sonderwirtschaftszonen
Familie
Betreuungsgeld aus Zweifeln an anderen staatlichen Wohltaten geboren - Interview mit Steffen J. Roth
Dr. Wunsch kritisiert Caritas und Diözese Rottenburg-Stuttgart
Württemberger Katholiken: Krippenausbau ist alternativlos
Autoindustrie
Opel in Bochum vor dem Aus?
Opel-Krise schwelt weiter
Neuer Schock für Opel
Wahlen
Betreuungsgeld aus Zweifeln an anderen staatlichen Wohltaten geboren - Interview mit Steffen J. Roth
Muslim-Brüder liegen in Ägypten vorn
Europäer diskutieren Eurobonds
1945-49/Verfassungsbruch1990
Ein politisch tatsächlich bedeutsames Plagiat: Der Verfassungsbruch von 1991
Demonstrative Einigkeit um Zentrum für Vertriebene
Deutscher Richter: Bananenrepublik in Sichtweite
Justiz
Stoiber-Tochter verliert Doktortitel endgültig
Terrorhelfer verliert Arbeitsplatz
»Blockupy« glimpflich verlaufen

Nach Oben  |  Impressum  |  Home  |  Politik  |  Wirtschaft  |  Lebenswelt  |  RSS RSS
© FreieWelt.net 2008