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27.05.2012
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     Steffen Hentrich
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Das Ende für Kyoto
Weitere Themen: Wirtschaftspolitik

Die Klimaverhandlungen in Durban zeigen noch einmal, dass der Kyotoprozess an seinen inneren Widersprüchen zerbricht. Diese Erkenntnis ist alles andere als neu.

Bei den Klimaverhandlungen in Durban zeichnet sich wie zu erwarten war keine Lösung ab. Zu sehr weichen für die meisten Länder Nutzen und Kosten von Treibhausgasminderungen voneinander ab. Das der Kyoto-Prozesses in eine derartige Sackgasse gerät war indes schon lange abzusehen. Diesen Schluss hatte der Wissenschaftliche Beirat beim Finanzministerium bereits Anfang 2010 aus seinem Gutachten „Klimapolitik zwischen Anpassung und Vermeidung“ gezogen, war damit jedoch auf wenig Resonanz in Politik und Öffentlichkeit gestoßen. Weder haben die wirtschaftlich aufstrebenden Länder ein Interesse ihr Wachstum den unsicheren Erträgen einer globalen Klimpolitik zu opfern, noch liegt es im Interesse der wirtschaftlich starken Länder von sich aus einseitige und einschneidene Reduktionen zu leisten. Die Position des Vorreiters, obgleich von einem Teil der einheimischen Wirtschaft aufgrund subventionsgetriebener Gewinne begrüßt, trägt in dieser Situation nicht dazu bei die Bereitschaft zur internationalen Kooperation zu stärken. Ganz im Gegenteil, schafft doch die politisch gewollte Deindustrialisierung der Industrieländer aufstrebenden Staaten die Gelegenheit den Exodus der energieintensiven Branchen aus Ländern mit hohen klimapolitisch getriebenen Energiepreisen aufzufangen. Die klassische Klimapolitik ist am Ende, wie vor einem guten Jahr auch im Hartwell-Paper der London School of Economics (LSE) diagnostiziert wurde. Zwar liegen die Vorteile einer harmonisierten globalen Klimapolitik in der Theorie auf der Hand, so sie auf eine effiziente moderate finanzielle Belastung von Treibhausgasemissionen hinausläuft und dabei Anpassungsoptionen adäquat berücksichtigt, doch lässt sich angesichts der ideologisch verfestigten Festlegung auf bestimmte Maximalforderungen, wie etwa fixe Temperaturziele, Emissionsobergrenzen oder gar ein Emissionsbudget für jeden Erdenbürger, kein gemeinsamer Nenner erreichen. Hier verspricht nur ein Maßhalten der Forderungen im Bezug auf die Belastung der Energienutzung und eine Öffnung der Klimapolitik für bedarfsgerechte Anpassungsmaßnahmen Erfolg. Ein europäischer Alleingang mag in dieser Situation plakativ Willensstärke  demonstrieren, spricht aber weder für ein besonderes Verhandlungsgeschick, noch für ökonomische Rationalität.

Dieser Beitrag erschien auch auf "Denken für die Freiheit", dem Weblog des Liberalen Instituts der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Lesen Sie hierzu auch das neue Buch "Realitätscheck für den Klimaschutz" auf dem Kindle oder als pdf.



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Kommentare (3)




 
  Kommentare (3)

Klaus Ermecke, 04.12.2011 18:27
"Zu sehr weichen für die meisten Länder Nutzen und Kosten von Treibhausgasminderungen voneinander ab." So so! Was ist mit einem Erstklässler, der in sein Heft "2 + 2 = 5" kritzelt? Kritisieren wir den zuerst wegen seiner krakeligen Schrift, oder weil die Aufgabe falsch berechnet wurde? Der eigentliche Fehler am Kyoto-Prozeß ist doch wohl der, daß es überhaupt keinen CO2-Einfluß auf die Erdtemperaturen gibt. Das wurde vor allem von mehreren deutschen Wissenschaftlern mit unterschiedlichen aber miteinander kombinierbaren Ansätzen aufgezeigt: von Thieme sowie von Gerlich/Tscheuschner sowie in der weiteren Diskussion von Hebert, Kramm/Dlugi/Zelger und Thüne. So löblich die Kritik von Herrn Hentrich hier ist, greift sie doch viel zu kurz. Es gibt nicht nur keinen CO2-Klimawandel, sondern es handelt sich um eine Tatsache, die den in Deutschland handelnden Politikern und den von ihnen bezahlten Vorzeige-Klimatologen bestens bekannt ist.

Elmar Oberdörffer, 02.12.2011 16:09
"Zwar liegen die Vorteile einer harmonisierten globalen Klimapolitik in der Theorie auf der Hand, so sie auf eine effiziente moderate finanzielle Belastung von Treibhausgasemissionen hinausläuft.." Und was sollen diese Vorteile sein? Unter Treibhausgasemissionen wird ja wohl ausschließlich die Emission von CO2 verstanden. Das CO2 ist zwar ein IR-Strahlung absorbierendes Gas, aber daß es das Klima gefährden würde, diese unbewiesene Behauptung ist durch von der Politik unabhängige Wissenschaftler längst widerlegt. Der Versuch, die menschlichen Emissionen von CO2 durch eine finanzielle Belastung zu vermindern, bringt keinerlei Nutzen für das Klima, aber großen volkswirtschaftlichen Schaden. Man sollte sich endlich um die wirklichen Probleme kümmern, etwa die beschleunigte Abholzung der tropischen Regenwälder, die Beseitigung von Hunger und Mangelernährung, die Wasserversorgung in trockenen Ländern etc. Das Geld, das für die Rettung des Klimas ausgegeben wird, ist vergeudet und fehlt für die Bewältigung der wirklichen Probleme.

Klaus Ermecke, 02.12.2011 11:41
Die klassische "Klimapolitik" ist am Ende, weil sie auf einer ganzen Reihe von Hypothesen beruht, die allesamt unbezweifelbar widerlegt sind. Wer widerlegte Hypothesen gleich in einer Vielzahl weiterbenutzt, ist ein LÜGNER, und wer darauf mit dem Anspruch, ein Wissenschaftler zu sein, Empfehlungen an Politik und Bevölkerung gibt, ist ein Scharlatan! Aber: Als solcher wird man in Deutschland gut bezahlt!

Es ist heute genau zwei Jahre her, daß wir zum ersten Mal mit einem Grundsatzreport an die Öffentlichkeit getreten sind, der mit den physikalischen Märchen zum erderwärmenden "Treibhauseffekt" aufräumt. Hier ist der Link: www.ke-research.de/downloads/Klimaretter.pdf



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