Mann wird mehrheitlich gewählt, darf aber trotzdem nur auf den 2. Platz
Der Grünen-Politiker Robert Habeck wurde auf dem Parteitag der schleswig-holsteinischen Grünen mit 103 von 104 Stimmen zum alleinigen Spitzenkandidaten seiner Partei gewählt. Trotzdem darf er die Landesliste nicht anführen, denn die Quotenregelung besagt, dass dieser Platz von einer Frau besetzt werden muss. Die Frauenversammlung der Grünen hat beschlossen, die Quote zu erhalten. „Habeck ist damit zwar Zugpferd und Gesicht der Grünen, kann aber beim Listenparteitag, der für Januar geplant ist, bestenfalls auf Platz 2 gewählt werden“, berichtet die taz. Der Spitzenkandidat Habeck stehe eben „auf dem besten Platz, den ein Mann bei uns kriegen kann“, äußerte sich eine Grünen-Politikerin.
Zu dem Thema „Quoten und Demokratie“ habe ich mich schon in dem Artikel „Quoten verstoßen gegen Demokratie“ geäußert. Dort habe ich dargelegt, dass Quoten in politischen Parteien undemokratisch sind.