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Almut Rosebrock
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Zur Krippenpolitik - Betreuungsgelddiskussion
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FamilieDer Mensch strebt im Innern zutiefst nach Sinn, Beständigkeit und Liebe. Die am tiefsten sinngebende, charakterformende und anspruchsvolle menschliche Aufgabe, die Erziehung des Nachwuchses, soll nach Willen heutiger Politiker zunehmend „outgesourct“ und von Professionellen erledigt werden. Anerkennung für ihre Leistung erhalten selbst Erziehende heute nicht, das widerspricht der „Emanzipation“. Die Mutterliebe muss „gezügelt“ werden und der „Vernunft“, Karrierestreben, finanziellen und Sicherheitsüberlegungen unterliegen.
Eine Frau im Dauerstress verliert zunehmend ihre besonderen weiblichen Kompetenzen der Intuition, des Einfühlungsvermögens, der Kreativität, auch für sinnvolle Zeit- und Umgebungsgestaltung. Sie kann somit auch den Stress des Partners bzw. der Kinder nicht mehr so gut abfangen und damit umgehen. Ehen zerbrechen leichter, Kinder erhalten nicht mehr die Aufmerksamkeit, die sie brauchen, müssen ihre „Krisen“ anderweitig bewältigen. Suchtmittelgebrauch, Aggression und psychische Erkrankungen können die Konsequenz unerfüllter Lebenssehnsucht sein.
Kann es sein, dass wir an dem Ast sägen, auf dem wir sitzen?
Hoffentlich schaffen und unternehmen es genug Menschen, aktiv und verantwortungsvoll gegen den Strom zu schwimmen! Unsere Kinder sind es Wert.
Almut Rosebrock, Rheinblick 1, 53343 Wachtberg
Aktionsbündnis „Gerne leben mit Kindern“
www.glmk.de
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Kommentare (25)
B. K., 17.11.2011 13:49
@Kerstin
Schön, wenn man ein so großes Herz hat wie Sie und darin alle Menschen gleichermaßen viel Anerkennung finden. Sie sind schon ein psychologisches Phänomen.
Waldemar k., 17.11.2011 13:26
Wenn's nach mir ginge, hielte sich der Staat grundsätzlich zurück mit irgendwelchen Zuschüssen, egal ob Familien-, Betreuungs- oder Fördergelder für eine Fremderziehung.
Von Kinder- und Elternliebe ist hier dauernd die Rede und doch geht es letztlich immer wieder nur ums liebe Geld.
Kerstin, 17.11.2011 10:34
Xerxes: Ich bin überzeugt, dass Elternglück hormonell messbar ist. Was den gesellschaftlichen Wert eines Menschen angeht, gibt es für mich persönlich keine Skala. Wo sollte die auch ansetzen? Beim Einkommen, der Ausbildung, dem Vermögen, der Kinderzahl, dem sozialen Umfeld - für mich alles eher unbedeutend. Auch der Preis vom Präsidenten beeindruckt mich nur mäßig, dieser wird ja nur für eine punktuelle oder Teilbereichsleistung vergeben.
Ich kenne Hartz 4 Familien ( Die in Ihrer Wertevorstellung sicherlich ganz unten angesiedelt sind.), deren Kinder wunderbar behütet aufwachsen, weil die Eltern Zeit für sie haben, und somit für mich wertvolles leisten, und ich kenne Akademikerfamilien (Die in Ihrer Wertevorstellung sicher ganz oben liegen.), die ihre Kinder eigentlich nur am Wochenende sehen und die Betreuung der eigenen Kinder einer Vielzahl von Institutionen und fremden Personen überlassen. Nehmen wir mal Frau von der Leyen, eine „gesellschaftlich wertvolle“ Politikerin, und was ist mir ihren sieben Kindern? Ich kann nur hoffen, dass sich zumindest ihr Ehemann um die Kinder kümmert, ansonsten wäre das für mich ein Lebensmodell, das ich keineswegs würdigen, wertschätzen oder gar haben wollte. Frau von der Leyen, die ja u. a. auch das fragwürdig, ungerechte Elterngeld eingeführt hat, in dem ein und dieselbe Leistung völlig unterschiedlich bewertet wird (300 – 1800 Euro Elterngeld je nach vorherigem Einkommen) und die Krippenplatzausbau forciert, obwohl ihr die nachteiligen Auswirkungen sicherlich bekannt sind, hat für mich eher eine negative gesellschaftliche Funktion.
Für mich haben - bis auf meine persönlichen Bezugspersonen, die mir natürlich sehr viel bedeuten - alle Menschen, solange sie versuchen respektvoll mit ihren Mitmenschen umzugehen, den gleichen Wert. Meine Meinung soll Sie aber gar nicht von Ihrer Sicht der Dinge abbringen.
Bettina B., 16.11.2011 16:24
@Kerstin
Alles, was Xerxes Ihnen geschrieben hat, kann ich nur dick unterstreichen.
So richtig das Bild vom grundsätzlichen Wert jedes Menschen ist, so sehr hat es doch seine Tücken, wenn man es wie Sie verabsolutiert und dazu benutzt, gute und schlechte menschliche Leistungen einzuebnen und folglich jeden Menschen als gleich wertvoll für eine Gesellschaft zu erklären. Auf gute und weniger gute Leistungen bezieht sich nun mal das Werturteil jeder Gemeinschaft, weil sie auf das Wohl aller achten und darum unterscheiden muss zwischen wertvollem und schädlichem Verhalten. Es hat natürlich Rückwirkung auf das Urteil über handelnde Personen.
Wenn Sie auf Kranke, Behinderte oder Kinder verweisen, so kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Sie missverstehen wollen. Von ihnen wird nichts verlangt, was zu leisten sie (noch) nicht imstande sind. Ihnen ist allerdings zu wünschen, dass sie auf möglichst viele "wertvolle" Helfer bauen können.
Ursula Prasuhn, 16.11.2011 11:43
@Freigeist
In dieser Weise mit Prozentzahlen zu jonglieren, halte ich für wenig sinnvoll.
Es genügt die Feststellung, dass allein die Geburt eines Menschen nicht ausreicht, um später mal ein tüchtiger, selbstverantwortlich lebender und zufriedener Erwachsener zu werden, der auch von seiner Umwelt (Gesellschaft) als solcher wahrgenommen und geschätzt wird.
Er muss - um es nochmal zu sagen - auch in einer gedeihlichen Atmosphäre aufwachsen, die meiner Meinung nach vor allem die Familie darstellt und nicht die Betreuung durch Fremde. Letztere können trotz allen Bemühens den Kindern nicht wirklich das geben, was sie für ein stabiles Seelenleben brauchen. Die Natur lässt sich nicht so einfach austricksen.
Xerxes, 16.11.2011 10:49
@Kerstin
Welche Werte sind schon messbar? Auch das Elternglück nicht, das Sie so oft und auch zu Recht erwähnen. Und nur, weil es nicht messbar ist, würde kein vernünftiger Mensch es in Frage stellen.
Da Sie aber so beharrlich auf Ihrer Meinung bestehen, möchte ich Sie fragen, ob z.B. ehrenamtliche Helfer in gemeinnützigen Einrichtungen für eine Gesellschaft nicht wertvoller sind als Leute, die nur das eigene Vorwärtskommen im Auge haben.
Immer wieder zeichnen unsere Bundespräsidenten Menschen aus, die sich mit dem, was sie für andere tun oder getan haben, besondere Verdienste erworben haben. Diese Taten stellen eben einen gesellschaftlichen Wert dar und mit ihnen auch derjenige, der sie erbringt, sonst würde man ihm nicht so feierlich danken.
Kerstin, 15.11.2011 16:11
Nach welchen Kriterien bemisst sich der gesellschaftliche Wert eines Menschen? Dieser ist doch gar nicht wirklich greifbar.
Xerxes, 15.11.2011 13:29
@Kerstin
Hört sich zwar edel und gut an, was Sie sagen, dennoch müssen bei einem funktionierenden Gemeinwesen tüchtige Menschen her. Wer soll sonst den Kranken, Pflegebedürftigen, Behinderten oder Kindern helfen?
Es gibt durchaus so etwas wie einen gesellschaftlichen Wert der Menschen, er ist allerdings nicht gleichzusetzen mit dem Wert an sich oder dem vor Gott. Dies hat Frau Prasuhn meiner Meinzng nach auch nicht getan. Ich teile ihre Meinung.
Freigeist, 15.11.2011 01:28
@Ursula Prasuhn
Sie greifen einen wichtigen Gedanken auf.
Ca. 10% der Kinder belasten die Gesellschaft lebenslang. Dies ist viel zu viel und kann vermutlich nicht geschultert werden von den restlichen 90%, denn diese müssen sich erst einmal selbst schützen. Vor allem hinsichtlich einer menschenwürdigen Altersversorgung und den anderen Lebensrisiken.
10/90 man kann es kaum glauben, rechnerisch ist es jedoch voll stimmig.
Kerstin, 14.11.2011 13:25
Ursula: Hängt der Wert eines Menschen von seiner Stüztfunktion ab? Nein - denken wir an die Kranken, Pflegebedürftigen, Behinderten, Kinder. Jeder sollte die Gesellschaft stützen soweit er dazu in der Lage ist und die anderen sollten aufgefangen werden. Unsere Kinder stützen - außer ihren Eltern, die mal mehr und mal weniger Kraft aus ihnen schöpfen können - noch niemanden und dennoch sind es wunderbare kleine Menschen, für die sich jeder Einsatz lohnt.
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