Feministinnen drohen, Veranstaltungsleiter handeln: auf einem Kongress erhält ein Referent Personenschutz und Monate später überprüft ein Sicherheitsdienst die Identität der Teilnehmer einer Vortragsveranstaltung.
Ort der Handlung: Eine Bananenrepublik? Nein, Deutschland.
Zwei ausgewählte Beispiele, die eines gemeinsam haben: es ging um zwei z.T. feminimuskritische Veranstaltungen. Das war Grund genug für radikal-feministische Gruppierungen Wochen vorher eine Drohkulisse aufzubauen. Für die Veranstalter hieß das: Sicherung der freien Meinungsäußerung durch Sicherheitskräfte. Noch ein Schmankerl am Rande: in der Begrüßung zu obiger Kongressveranstaltung brüstete sich die Gleichstellungsbeauftragte in eigener Machtvollkommenheit, sie hätte sich „trotz der Drohungen“(!) für die Durchführung der Veranstaltung entschieden…
Zwei Beispiele, die ich selber miterlebt habe. Hätte ein Anderer mir die Geschehnisse erzählt, hätte ich es schlicht nicht geglaubt. Der Skandal wird noch dubioser: Für die Medien waren beide Fälle der Einsatz der Sicherungskräfte kein Thema. Und das bei den skandal-erfahrenen Redaktions-Gemütern mancher Blätter. „The rest is silence“. Kann es sein, dass gewisse Gruppierungen in den Redaktionen kein Interesse an einer Publizität der Folgen solcher Stärke-Tests durch die feministischen Gruppierungen haben? Dann gilt's lieber zu schweigen, man hätte ja einen Rückzieher eingestehen müssen.
Aber es gibt auch andere Reaktionen von Veranstaltern: das Redeverbot für Professor Martin van Creveld an der Uni Trier. Er bekam mit aller Macht die „Genderkeule“ (frei nach Martin Walsers „Ausschwitzkeule“) zu spüren. Auf Grund einer „falschen“ Wortwahl, Frauen betreffend, reagierten linke Hochschulgruppen und warfen ihm in einem Protestschreiben an die Universitätsleitung u.a. „Frauenfeindlichkeit“ vor. Die Universitätsleitung knickte kurzerhand ein und löste den Vertrag mit dem Gastprofessor auf.
Diese Reaktion der Universitätsleitung ist schlicht ein Skandal. Es ist ein Skandal, dass auf Grund der Beschwerde einer kleinen Gruppierung Meinungsfreiheit kein zu schützndes Gut war. Nur ein Wort in seiner Rede hatte ausgereicht, das Recht auf freie Rede zu unterbinden! Davon mal abgesehen: Wo bleibt die Lust auf dem Campus am akademischen Diskurs??
Die Medien haben in diesem Falle reagiert, vorzugsweise online. Sie wägen formale Argumente und die politische Korrektheit der kritisierten Wortwahl ab. Mehr nicht. Aber die Beschränkung der Meinungsfreiheit, das Kapitulieren der öffentlichen Institution "Universität" wird kaum thematisiert. Wo bleibt diie öffentliche Empörung?
Was lernen wir daraus? Der regierungsamtliche Feminismus gepaart mit politischer „Korrektheit“ hat inzwischen eine solche unwidersprochene Deutungsmacht erreicht, dass sich Entscheidungsträger gezwungen sehen, Sicherheitskräfte ein zu setzen, oder – wie in Trier - lieber zu kapitulieren, als sich der Gegenseite zu stellen. Und diese Gegenseite, in unserem Falle eine kampfstarke Minderheit, definiert folgerichtig den Wertekompass. Wie Mehltau legt sich die „Politische Korrektheit“ über unser Land. Trotzen und Stärke zeigen, diese männlichen Tugenden scheinen zu verblassen. Gender wirkt!
Das zum Thema „Macht des Patriarchats“….
Dieser Blog erschien auf www.agensev.de