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Gabriele Kuby
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Der Staat als Kinder- und Jugendverderber
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Im 14. Jahrhundert hatten die osmanischen Türken die Angewohnheit der Knabenlese: Sie verschleppten in den gewaltsam unterworfenen christlichen Ländern Jungen aus den christlichen Familien, erzogen sie zu fanatischen Muslimen und rekrutierten so ihre Elite-Kampftruppe, die Janitscharen.
Die rot-roten Kulturrevolutionäre in Berlin und anderswo tun eben dies: Durch schamlosen Missbrauch der staatlichen Macht über Schulcurricula werden Kinder und Jugendliche in ihrer Identität als Mädchen und Jungen verunsichert, sie werden durch Wort und Bild, Rollenspiele und Körperübungen sexuell aktiviert und in die die ganze „Vielfalt“ jenseits der Heterosexualität praktisch eingeführt. Es genügt nicht mehr, Neunjährige zu Verhütungsexperten auszubilden, indem sie im Klassenverband üben, Kondome über Plastikpenisse zu ziehen; jetzt sollen die Erstklässler auf queer getrimmt werden. Damit werden die Kinder aus den Familien herausgebrochen, welche kaum noch eine Chance haben, gegen den Zugriff von Schule und Medien die Werte zu vermitteln, welche Kinder zu bindungs- und leistungsfähigen Menschen machen. Sexualisierte Kinder verlieren das Interesse an der Entfaltung ihrer Fähigkeiten und der Entdeckung der Welt. Der Reifeprozess der Persönlichkeit kommt ins Stocken, das Sensorium für die Dimension des Glaubens verschwindet. Wie Sigmund Freud feststelle, „beeinträchtigt jede frühzeitige Sexualtätigkeit die Erziehbarkeit des Kindes“.
Nicht nur die Erziehbarkeit durch die Eltern, sondern auch durch die Schule. Nach dem pädagogischen Offenbarungseid der Neuköllner Rütli-Schule vor fünf Jahren erreichte wieder ein Brandbrief der Berliner Heinrich-Mann Schule den Bildungssenator Jürgen Zöllner: Das Lehrerkollegium stellt eine „zunehmende Respektlosigkeit, Gewaltbereitschaft und Gewaltausübung und geringe Lernbereitschaft“ fest.
In London brannten vor kurzem Straßenzüge. In einer Regierungserklärung sagte David Cameron: „Wenn wir irgendeine Hoffnung haben wollen, unsere zerbrochene Gesellschaft zu heilen, dann müssen wir mit der Familie und Elternschaft beginnen… Ich will, dass der Familien-Test an alle politischen Maßnahmen angelegt wird. Das muss unsere erste Priorität sein.“ Vom Gender-Mainstreaming zum Familien-Mainstreaming – dies ist eine Existenzfrage der europäischen Kultur.
• Stärkt man ein Kind, wenn man es zwingt daran zu zweifeln, ob es Junge oder Mädchen ist?
• Sollten Kinder nicht vor den erheblichen psychischen und physischen Risiken des homosexuellen Lebensstils gewarnt werden?
• Ist es im Interesse der Kinder und Jugendlichen, zu Anal- und Oralsex angeleitet und mit der örtlichen Schwulenszene verlinkt werden, wie das durch die „Handreichung zu lesbischen und schwulen Lebensweisen“ des Berliner Senats und die Schriften der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geschieht?
Ob es uns passt oder nicht: Familien beruhen auf Monogamie. Zerstört man mit politischer Strategie und Macht die moralische Basis, so zerstört man die Familie und damit das Fundament der europäischen Kultur. Richtig, Herr Wowereit, es ist in den letzten zweitausend Jahren gewachsen, weil sich unsere Vorfahren an den christlichen Geboten orientiert haben. Jetzt wird es im Interesse einer Minderheit, mit der Sie sich als Regierender Bürgermeister von Berlin gegen einen der größten Deutschen, Papst Benedikt XVI., verbünden, ruiniert.
Weil die Familie die Basis der Kultur ist, darum hat das Grundgesetz „Ehe und Familie unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung“ gestellt und „das natürliche Recht der Eltern auf Pflege und Erziehung der Kinder“ festgeschrieben. Aber gerade das ist den gewählten sexualpolitischen Kulturrevolutionären ein Dorn im Auge, denn sie wollen „weg von der Vater-Mutter-Kind-Familie“.
Die Änderung des Grundgesetzes betreiben Rote und Grüne und Gelbe mit aller Macht, in dem sie den völlig willkürlichen Begriff der „sexuellen Identität“ als Kriterium für Diskriminierungsschutz ins Grundgesetz bringen wollen, eine „Identität“, die man doch schon den Kleinsten zur „Wahl“ freistellen will. Wenn es gelingt, „sexuelle Identität“ als trojanisches Pferd ins Grundgesetz einzuführen, dann gute Nacht Demokratie. Dann kann jeder, der etwas dagegen hat, dass unsere Kinder nach dem Willen des Berliner Senats in den Schulen „Selbstbefriedigung“, „Orgasmus“, „Sado-Maso“ und „Darkroom“ pantomimisch darstellen sollen (so die oben genannte „Handreichung“ für Lehrer) wegen „Diskriminierung“ verurteilt werden.
Sie wollen das nicht? Dann lassen Sie es nicht zu.
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Kommentare (11)
gastelle, 07.10.2011 00:22
unser gesellschaftliches problem ist ein großes, denn in früheren kulturen (wie hier schon geschrieben..) sind traditionen und daraus abgeleitete praktiken und gesetze mit der zeit gewachsen- alles hatte sich entwickelt- wenn auf eine ordnung kein verlass mehr war, dann war da noch mindestens eine andere! und heute: wir haben keinen boden mehr unter den füßen.. nur noch eine erinnerung- wir haben uns schon lange nichts mehr erarbeitet- und wissen welche geistigen werte für uns wichtig sind und warum!!
es ist uns viel abtrainiert worden- wir müssen uns wieder bewegen- geistig wie körperlich-
grüße
Thomas Rießler, 05.10.2011 10:48
Die Zersetzungserscheinungen in unserer Gesellschaft, die Frau Kuby zu Recht kritisiert, scheinen darauf hinzuweisen, dass es in Europa mal wieder dunkel wird.
Rudi Gems, 03.10.2011 13:14
Liebe Frau Kuby!
Das Thema beschäftigt uns ja nicht das Erste mal. Auch in anderen Threads, habe ich hier mitgemacht, und meine Meinung gesagt. Auch ich stehe einigen beabsichtigten Curricula der Grundschulen skeptisch gegenüber. Trotzdem verwundert mich Ihre kurzschlussartige Problemlösungsvorstellung, indem Sie das Rad der Geschichte zurückdrehen wollen, bzw. wie Sie alte Zustände lobpreisen.
Ja, es ist wahr. Kinder wünschen sich nichts sehnlicher, als eine intakte Familie, am Besten noch mit Großeltern und Verwandten. Und auch umgekehrt, ist eine intakte Familie, immer noch der beste Platz, wo Kinder aufwachsen können.
Dies aber jetzt als Ursache für Probleme, einzig in dem Umstand zu sehen, das bestimmte Religionen an Einfluss verloren haben, dürfte doch wohl zu kurz gegriffen sein? Ich habe es selber noch erlebt, ich bin von 1951, wie sich Familien gerieren können, wenn sie allzusehr von Religionen bevormundet werden. Es ist nicht alles Sonnenschein, was bei Religionen abläuft.
Ganz extrem, wird es für mich, wenn Frauen, völlig das Wissen darüber verloren haben, was in christlichen Familien, von 1945 bis 1977, abgelaufen ist. Frauen durften nur arbeiten, wenn der Mann das erlaubte. Die Hoheit, über das Geld, hatte der Mann. Der Mann bestimmte den Aufenthalt, und bestimmte auch über die Kinder. Frauen waren damals Menschen, mit eingeschränkten Rechten. Sie Frau Kuby, hätten hier im Forum oder Blog, niemals mitmachen dürfen, wenn ihr Mann das nicht gewollt hätte. Wahrscheinlich wären Sie mit einem Mann verheiratet worden, den ihre Eltern „für gut befunden“ hätten.
Trotzdem, waren solche Zustände, noch Gold, gegen den Zuständen, wie sie die Bibel vorsieht. Das Christentum, ist übrigens keine 2000 Jahre hier in Deutschland alt, sondern etwa 1.200 Jahre. Die Vorstellungen in der Bibel, die heute noch darin stehen, über Frauen, Ehe, Kinder und Sex, dürften auch für Sie, Frau Kuby, eine Horrorvorstellung sein?
Möchten Sie wirklich, die Seite ihres Mannes, mit mehreren Frauen teilen? Möchten Sie wirklich, sofort nach der Menarche, als heiratsfähig gelten, und von ihrem Vater als Braut verkauft werden? Möchten Sie wirklich, das jeder Mann, sie vergewaltigen könnte, wenn er das nötige Silber dafür hat? Möchten Sie wirklich jederzeit, als Ehefrau verstoßen werden können, wenn ihr Mann, die Nase von Ihnen voll hat. Möchten Sie wirklich, das ihr Name, für Keinen Bedeutung hätte, weil sie ein Mädchen sind? Möchten Sie wirklich, ihren Mann, am Sabbat, bedienen müssen, weil der Sabbat für Ehefrauen nicht gilt?.........
Es mag sein, das es Familienkonstellationen gibt, in denen Kinder prächtig gedeihen? Ob diese Konstellationen, aber immer ihren Geschmack treffen würden, Frau Kuby, wage ich zu bezweifeln. Warum sollten die damaligen Ehen nach den Mosesbüchern, nicht „gut“ funktioniert haben?
Auch die Ausreden, das das heute nicht mehr gelte, ist nur die halbe Wahrheit. Fast alles, was die Thora hergibt, in Sachen Sex, hat bei religiösen Fundamentalisten, bis heute, seine Gültigkeit behalten. Insbesondere im Islam. Hier jetzt, auf der einen Seite, alles relativieren zu wollen, aber an andere Dinge, mit Zähnen und Klauen festhalten zu wollen, würde ich als Doppelmoral bezeichnen.
Auch in Sachen Sex, sollte man Wege finden, um in der Moderne anzukommen. Die Kinder und deren Wohl, sollten im Mittelpunkt stehen, dann kann man eigentlich nichts verkehrt machen. Ausschließlich am Rad der Historie drehen zu wollen, würde ich als dumm erachten.
Grüße, Rudi Gems
Klaus Kolbe, 02.10.2011 22:44
Diese widerliche Entwicklung anzuprangern sollte Pflicht eines jeden Elternpaares, das sich noch darüber im klaren ist, was Elternschaft bedeutet, sein.
Man muß nicht unbedingt katholisch und auch nicht unbedingt gläubig sein, um zu erkennen, was dieses menschenverachtende und zersetzende Gender mainstreaming anrichtet. Zerstörung der "bourgeoisen Familie" und damit der Gesellschaft ist schon das Ziel des Begründers des kommunistischen Manifests, Marx, gewesen. Seine Nachfolger im Geiste haben dieses Ziel nie aus den Augen verloren. Und sie sind, wie man sieht, schon weit fortgeschritten auf ihrem Weg. Auch dessen sollte man sich bewußt sein, wenn man über dieses Thema spricht.
Marx könnte man mit Fug und Recht auch als den Stammvater des modernen Völkermordes bezeichnen, wie nachstehendes Video zeigt: http://www.youtube.com/watch?v=XDZfOxGvcRo&feature=related
Wer, ohne sich zumindest zu wehren, als Eltern seine Kinder solchen kranken Hirnen ausliefert, der versündigt sich an den Schwächsten in unserer Gesellschaft.
Daß sich Frau Kuby dieser Themen annimmt, und das nicht erst seit gestern, ist ihr gar nicht hoch genug anzurechnen!
Deshalb: Lassen Sie sich nicht entmutigen, Frau Kuby! Die schweigende Mehrheit der Eltern steht hinter Ihnen!
Gast, 02.10.2011 12:45
Hallo Legolas,
die absolute Wahrheit gibt es zum Glück und sie ist eine Person: Jesus Christus. 700 Religionen lügen, Jesus ist keine Religion und lügt nie. Lesen Sie die Bibel, besonders den Römerbrief. Gott segne Sie!
Freigeist, 01.10.2011 23:22
@Legolas
Die absolute Wahrheit gibt es nicht. Sie sollten wenigstens eine Einführung in diese Thematik lesen. Und kommen Sie mir nicht mit einer Religion als Wahrheit, es gibt 700 weltweit davon.
Legolas, 01.10.2011 18:48
Es ist leider notwendig das sich Frau Kuby in ihren Artikeln wiederholt, und diesen abartigen Genderwahnsinn immer wieder mit knallharten Fakten anprangert. Es gibt absolute Wahrheit und die Möglichkeit sie zu erkaennen. Diese kruden Schulprogramme entbehren jeglicher demokratischer Legitimation, und sie unterwandern durch ihre Intransparenz weltweit die Gesellschaften.
Freigeist, 30.09.2011 00:30
@FDominicus
Wir hatten schon immer Kirche und Staat in den Schulen, in der Vergangenheit im schlimmsten Ausmaß.
Susanne, 29.09.2011 15:01
Ist dies nicht der zweite Aufguß von Kubys Artikel, mit dem der bereits der Abgeordnetenscheck vor der Berlinwahl, der leider erfolglos blieb, unterstützt wurde? Was soll jetzt geschehen?
FDominicus, 29.09.2011 10:48
Wir haben den "Staat" in den Schulen. Damit dürfte nur wenig zu retten sein.
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