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27.05.2012
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     Hedwig v. Beverfoerde
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Offener Brief einer Katholikin an den Papst
Weitere Themen: Allgemein

An die Leser dieses Blogs: Sollten Sie diesen Brief unterstützen wollen, hinterlassen Sie bitte einen Kommentar, daß Sie mitunterzeichnen, und Ihren Namen.

 

Lieber Heiliger Vater!

Aufgeregt wie ein Kind und voll tiefer Freude bin ich gemeinsam mit tausenden Menschen darüber, daß Sie uns das wunderbare Geschenk Ihres Besuches machen – vier ganze Tage lang.  

Es ist ein Jahrtausend-Ereignis. Sie, der deutsche Papst, geistliches Oberhaupt von 1,2 Milliarden katholischen Christen, Staatsoberhaupt des Vatikans, kommen zu uns in Ihr Heimatland. Sie kommen zu uns katholischen wie evangelischen Christen, zu denen, die auf der Suche und zu allen, die guten Willens sind.

Sie kommen als Hirte, um uns die Frohe Botschaft zu bringen, daß wir keine „kosmischen Eintagsfliegen“ sind, wie ein deutscher Atheistenführer vor wenigen Tagen die Menschen bezeichnete, sondern daß jeder einzelne von uns von dem großen Gott, der alles erschaffen hat, ausdrücklich gewollt und unfasslicherweise innigst geliebt ist.

Und Sie kommen als Fels, auf den Jesus Christus seine Kirche gebaut hat, um uns Getaufte im Glauben zu stärken. Dies besonders, Ihre Weisung und Stärkung haben wir bitter nötig. Nach über 40jähriger Wanderung in der Wohlstandswüste stehen viele von uns auf schwankendem Grund, fühlen sich hin- und hergerissen zwischen den Geboten Gottes und den Geboten des Zeitgeistes. Wir haben Angst, uns klar zu entscheiden, und laufen allzugern denen nach, die uns mit Sirenenklängen zu einer falschen Harmonie mit allem und jedem verführen wollen, zu einer selbstgemachten  Wellness-Religion ohne Wahrheit, ohne Sünde, ohne Kreuz, ohne Erlösung und ohne die Verheißung des ewigen Lebens.

Sie kommen zu uns, um uns mit der Demut und Bescheidenheit eines Liebenden Jesus Christus zu verkünden, der sich mit jeder Faser seines Herzens danach sehnt, gehört und wiedergeliebt zu werden – von jedem einzelnen von uns.

Und was ist der Dank aus Ihrem Heimatland Deutschland? Seit Tagen mühen sich unsere öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Radiosender nach Kräften, in „kritischen“ Beiträgen und wohl-inszenierten Talk-Shows, die katholische Kirche und auch Sie ganz persönlich zu verleumden, lächerlich zu machen und Ihre Glaubwürdigkeit beim Publikum zu zerstören. Keine Anschuldigung gegen die Kirche ist zu absurd, um derzeit nicht öffentlich verhandelt zu werden. Gewählte Volksvertreter lassen die Maske des Anstands fallen und diverse Trieb-Lobbygruppen haben sich zu Anti-Papst-Demonstrationen verbündet. Es scheint, als ob die Mächte der Unterwelt sich aufbäumen vor Ihrem Besuch.

Bitte seien Sie gewiß, daß diese Fratze, die das öffentliche Deutschland Ihnen zeitweilig zeigt, nicht das wahre Gesicht der meisten Menschen ist, von denen viele fassungslos sind über diese Art des Empfangs für Sie, einen der größten Geister, die unser Land jüngst hervorgebracht hat, der in der ganzen Welt hoch geehrt wird für seine Glaubenstreue, Weisheit, Integrität, Bescheidenheit und Liebenswürdigkeit.  

Stellvertretend für viele, die nicht die Möglichkeit der Veröffentlichung haben, möchte ich Ihnen, verehrter Heiliger Vater, aus tiefstem Herzen Dank sagen, daß Sie die riesige Strapaze dieser Reise auf sich nehmen, um neben dem Staatsbesuch mit uns, Ihren Landsleuten, in Berlin, Erfurt und Freiburg die hl. Eucharistie und in Erfurt auch einen ökumenischen Gottesdienst zu feiern, sowie in Etzelsbach eine Vesper zu Ehren der Muttergottes und in Freiburg eine Vigil mit unserer Jugend.

Mit großer Vorfreude erwarten wir Ihre Ansprachen und Predigten und sind mit Ihnen fest verbunden im Gebet.

Ihre ergebene

Hedwig Beverfoerde



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Kommentare (73)




 
  Kommentare (73)

wahrer Christ, 01.11.2011 02:43
Es ist beschämend, wie viele Menschen immer noch auf die durchschaubaren Tricks dieser Kirche, dieses Papstes hereinfallen und so wenig bereit sind, selbst zu denken. Sie lassen lieber für sich denken und glauben unkritisch das von der Kirche Hervorgebrachte. Das aber ist Gefälschtes, Erlogenes, Verdummendes.
Leute, wacht auf! Benutzt euren Verstand! Schaut im Internet nach unter Papst +Lügen, katholische Kirche +Lügen und Verbrechen. Millionen von Hinweisen gibt es dort.


Horst Hoffmann, 28.09.2011 15:37
„Herr Jesus, danke für Deine heilige apostolische Kirche. Danke, dass Du Deinen Diener Benedikt zu uns gesandt hast und mit ihm Dein Wort und Deinen Geist. Schenke uns die Gnade zu verstehen und hilf uns so zu leben dass Du Freude an uns hast. Gelobt seiest Du mein Herr.“

Liebe Frau von Beverfoerde,
wer sich zur katholischen Kirche und zum Papst bekennt, muss mit Verfolgung rechnen. Danke für Ihren Mut, für Ihr Zeugnis und den Brief.


Carlomagno, 26.09.2011 11:05
Liebe Frau von Beverfoerde!Grazie! Ich DANKE Gott,daß es FRAUEN WIE SIE gibt!... Machen Sie bitte weiter so!Ich bin Italienerin. Molti cordialissimi saluti!

Gero Pischke, 25.09.2011 23:34
Vielen Dank, liebe Frau von Beverfoerde,

ich schließe mich Ihrem Brief gerne an und ich habe es genossen dem Papst zuzuhören, obwohl ich konfessionell nicht gebunden bin.

Gut, dass er die katholische Kirche deutlich unterscheidbar bewahren will und sie nicht in einer Ökumene unkenntlich machen will. Wie gut, dass er sich in seinen Predigten und Andachten nicht dem politisch korrektem Mainstream (z. B. CO2-Lüge) anschloss oder sich gar von den, von mir hoch geachteten, Pius-Brüdern distanzierte, wie es viele Kirchengegner gerne hätten.

Der Papst zeigte Rückgrat, hält sein Fähnchen nicht in den Wind, sondern steht zu seinen Überzeugungen. Von ihm kann die Politik noch was lernen.

Lieber Papst statt Käßmann!


Johanna Herrmann, 25.09.2011 22:05
Heute hatte ich Gelegenheit den Heiligen Vater aus nächster Nähe zu sehen und ich bin sehr dankbar dafür.
Gerne schließe ich mich Ihrem Brief an.
Die tiefe katholische Überzeugung, ebenso wie seine Güte und Weitsicht, die ihn als Papst und als Mensch kennzeichnen, sind für und von besonderem Wert - sapienti sat!


Mechthild von Branda, 25.09.2011 21:49
Zum Papstbesuch in Deutschland UNBEDINGT das erhellende Kurzvideo anschauen. Es lohnt sich!!!

http://www.youtube.com/watch?v=vxmuLXsWTOE


Hinweiser, 24.09.2011 16:41
Und was sagt der moderne "Agelus Silesius" in aller Offenheit zu diesem Thema?


O Mensch, lieb nur den Jesus Christ,
der arm, bescheiden blieben ist.
Schau Kardinäle, Päpste an,
die lieben Pomp und Glorian.


O Mensch, bleib wie Herr Jesus rein,
lass in dein Herz die Gier nicht ein.
Der Vatikan, die reichste Macht,
mit Waffenaktien Handel macht.


O Mensch, da sei dir ganz gewiss,
im Vatikan herrscht Antichrist,
durchschaust du nicht den großen Heuchel,
dienst du der Hölle und dem Teufel.


Der Papst spricht ständig von Vertrauen,
die Menschen soll’n auf Liebe bauen,
doch kann das Lügen er nicht lassen,
fährt schwer gepanzert durch die Gassen,
die Seele schwarz, das Kleid ist weiß,
die Schuhe rot, den Teufel freut’s.


Mehr Sprüche bei "Honigmann" = Suche: "Kirche"


Bernhard, 24.09.2011 16:38
Wenn der Papst, der sich in Selbsterhöhung "Heiliger" Vater nennen lässt, ehrlich wäre, würde er evangelisch-protestantisch werden (müssen). So aber...

Peter Janowitz, 23.09.2011 22:50
Sehr schöner Brief !
Ich finde Deutschland legt sich diese Tage ungewollt selber auf die Couch.
So genau wollte man es gar nicht wissen.
Eine gigantische Darbietung an Volkspädagogik. Die Ankündigung einer Ausweitung des öffentlich-rechtlichen Medienbudgets hätte nicht besser platziert werden können.

"Einer der größten Sklavenhalter auf diesem Planeten."
Das klingt aufgeklärt, sachlich und abgewogen, I.Bode.
Nennen Sie uns doch die anderen Übeltäter auch noch gleich, damit die Proportionen stimmen.


Stefan Neudorfer, 23.09.2011 21:13
Vielen Dank für den wunderschönen Brief. Meine 100%ige Unterstützung haben Sie.

@Bernhard
Herr Deschners Kriminalromane über die Kirche haben ein Problem: Schlechte recherchierte Beweise verbunden mit schon im Wortlaut deutlich erkennender Ausrichtung: Kathoikenhetze
Wissen Sie, Herr Deschner kann einen leid tun und alle Menschen die ihm auf den Leim gehen. Wer so voller Hass ist, hat wirklich große Probleme und da helfen nur gebete. Ich bete für Sie und für Herrn Deschner.




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