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Kommentare (6)
Ursula Prasuhn, 08.09.2011 18:58
Ich bin gegen alle Gleichmacherei und für jede besondere Förderung, wenn sie denn nötig ist.
Eins möchte ich aber doch noch zur Sprache bringen:
Als Lehrerin, die seit ca. 40 Jahren Schule und Schüler kennt, gibt mir die rasante Zunahme von Leistungsschwächen zu denken - wie etwa die im Lesen und Schreiben. Verglichen mit heute waren die Schüler vor Jahrzehnten topfit in diesen und anderen Disziplinen. Legastheniker gab es zwar auch schon, aber nur so vereinzelt, dass der Begriff „Legasthenie“ in den Schulen weitgehend ein Fremdwort war.
Wenn Schwächen oder gar Krankheiten so seuchenartig zunehmen, dass man ihnen schließlich einen Stempel aufdrücken muss, ist es mit Hilfe allein nicht getan. Auch die Ursachen müssen beseitigt werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Bei ihnen tappen wir allerdings noch immer weitgehend im Dunkeln.
Vielleicht ist das gewollt, weil nicht öffentlich werden soll, welchen Anteil unsere zunehmend ideologisierte Bildungspolitik hatte und noch immer hat.
Ein perfektes Vertuschungsmittel mag in diesem Zusammenhang die Inklusion sein, deren wissenschaftliche Fürsprecher sich wieder mal zu perfekten Helfershelfern der Politik machen. Indem sie alle Schüler über einen Kamm scheren, fällt keiner mehr auf, der aus dem Rahmen fällt und spezielle Hilfe braucht.
Lars-Michael Lehmann, 06.09.2011 12:04
@Ursula Prasuhn
Genau, Sie haben mein Anliegen richtig verstanden!
Ursula Prasuhn, 05.09.2011 18:35
@Yussuf K.
Da bin ich ganz Ihrer Meinung, verstehe Herrn Lehmanns Worte aber eher als Warnung vor einer Übertreibung des Integrationsgedankens.
Wenn wir im Zuge der Gleichmacherei Behinderungen nicht mehr als solche sehen und alles per Integration (Inklusion) regeln wollen, dann sind wir logischer Weise in Gefahr, die Augen zu verschließen vor jeglichem Bedarf an Sonderförderung. Wer nicht behindert ist, braucht auch keinen besonderen Unterricht, sondern die Einheitsschule, wie die Grünen sie fordern.
Lars-Michael Lehmann, 05.09.2011 14:12
Da haben Sie vielleicht meinen Arikel nicht ganz richtig verstanden. Es geht nicht um den Integarationswillen der Gesellschaft, sondern um die Inklusionsdebatte inder Fachwelt. In diesen Bereich herscht wenig Einigkeit. Denn Inklusion ist keine Integration, sondern gleichmacherrei.
ich, 05.09.2011 13:55
Man merkt es ja zu deutlich. Überall wird rumexperimentiert wie man Menschen mit Behinderung erst gar kein Recht auf eine Geburt geben will. Wenn ein Mensch nicht den Normen entspricht wird er eben abgetrieben. Und weil es nicht bestraft wird tut man so als ob es straffrei wäre. Oder mit PID wird solange rumexperimentiert bis man glaubt ein gesundes Kind gezeugt zu haben. Den Rest schmeißt man weg. Und die paar wenigen, die dann trotzdem überleben wird man in absehbarer Zeit dann auch noch irgendwie entsorgen. So tief ist unsere Gesellschaft gesunken. Aber die, die so denken, sind sich nicht bewußt, dass sie selber ganz schnell behindert sein können. Und dann erleben sie das gleiche Schicksal. Also VORSICHT welche Geister man ruft....
Yussuf K., 05.09.2011 11:37
Ich glaube nicht, dass die Integration von Menschen mit Behinderungen heute noch ein Problem ist. Das Thema ist in der Mitte der Gesellschaft längst angekommen und akzeptiert.
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