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17.05.2012
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     Stefan Fuchs
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Abschied von der Ehe: Alle schauen weg, auch die Kirchen
Weitere Themen: Justiz, Familie

Radikale Feministinnen stellten die ihnen verhasste Ehe schon immer auf eine Stufe mit der Prostitution; wie diese sei sie eine Institution des verhassten „Patriarchats" von der sich Frauen durch die „freie" Liebe emanzipieren müssten.

Trotz aller feministischen Kritik heiraten aber bis heute die meisten Frauen früher oder später - offensichtlich verbinden sie mit der Ehe als Rechtsform ihrer Partnerschaft weniger institutionalisierte "Repression" als Verlässlichkeit und Sicherheit. Dazu gehören Ansprüche auf das gemeinsame Vermögen als materielles Unterpfand des Eheversprechens.

Dieses Rechtsempfinden kümmerte Richter des Oberlandesgerichts Düsseldorf im folgenden Fall wenig: Ein Ehemann hatte vier Jahre vor seinem Tod seine Frau verlassen, um mit einer Prostituierten zusammenzuziehen, mit der er bereits seit Jahren ein "Verhältnis" hatte. In seinem Testament setzte er die Geliebte als Alleinerbin ein. In der Folge gehörte das Wohnhaus nunmehr einer "Miteigentümergemeinschaft" von Witwe und Geliebter, was zu einer Teilversteigerung führte. Ehefrau und Tochter des Erblassers klagten wegen "Sittenwidrigkeit des Geliebtentestaments" (§ 138) und beantragten je hälftig den Erbschein als gesetzliche Erben. Ihre Klage wiesen die Richter ab, da ein Erblasser weder durch moralische Pflichten gegenüber Personen, die ihm nahe standen und für ihn sorgten, noch durch das der gesetzlichen Erbfolge zugrunde liegende sittliche Prinzip beschränkt sei - der Wille des Erblassers gehe grundsätzlich vor. In der Quintessenz heißt das: "Privatautonomie" hat Vorrang vor ehelicher Solidarität.

Das Urteil ist symptomatisch für die sukzessive Ent-Privilegierung der Ehe durch Justiz und Politik. Ein Meilenstein auf diesem Weg war die Reform des Unterhaltsrechts (2008). Bis dato hatten geschiedene Mütter länger Anspruch auf Unterhalt ihres Ex-Mannes als nichteheliche Mütter auf Zahlungen des Kindsvaters. Parteiübergreifend hielten Rechtspolitiker diese Regelung für überholt. Sie passe nicht mehr zur heutigen "Lebenswirklichkeit" hoher Scheidungsraten und zahlreicher "Patchwork-Familien". Längere Unterhaltsansprüche seien antiquiert; an die Stelle der "nachehelichen Solidarität" durch Unterhalt habe die "Eigenverantwortung" geschiedener Mütter zu treten. Dem sekundierte das Bundesverfassungsgericht: Die Karlsruher Richter verwarfen jedwede Differenzierung von Unterhaltsansprüchen zugunsten verheirateter Mütter als Diskriminierung nichtehelicher Kinder. Den höchstrichterlichen Gleichbehandlungsauftrag setzte der Gesetzgeber auf seine Weise um: Er nivellierte den Betreuungsunterhalt geschiedener Mütter auf das niedrigere Niveau der ledigen Mütter hinunter. Maßgeblich für den Unterhaltsanspruch ist nun das Betreuen kleiner (unter dreijähriger) Kinder; geschiedene Mütter mit älteren Kindern haben deshalb im Zweifelsfall gegenüber der neuen Partnerin ihres Ex-Ehemannes das Nachsehen. So kann es "vorkommen, dass die Mutter eines aus einer einmaligen Begegnung hervorgegangenen Kindes vorrangig Betreuungsunterhalt erhält vor der Ehefrau des Vaters, die wegen der Betreuung von drei Kindern im Alter von vier, sechs und acht Jahren nicht erwerbstätig ist". Damit schießt das Unterhaltsrecht - wie eine Sozialrechtsexpertin resümiert - "weit über den Stand der gesellschaftlichen Entwicklung hinaus, indem es einer radikalen Individualisierung Vorschub leistet".

Den Individualismus-Advokaten gehen die Reformen indes noch nicht weit genug: Sie wollen auch die wenigen verbliebenen Vorrechte der Ehe entweder abschaffen (v. a. das Ehegattensplitting) oder (das Recht, Kinder zu adoptieren) auf nichteheliche Partnerschaften ausweiten. Noch vor wenigen Legislaturperioden lehnte die Bundesregierung solche Bestrebungen strikt ab, weil sie dem vom Grundgesetz in Art. 6 geforderten "besonderen Schutz" der Ehe zuwider liefen. In der Tat: Ein "besonderer" Schutz der Ehe ohne spezifische Rechte ist sinnentleert; ihn aus dem Grundgesetz zu streichen wäre konsequent und ehrlich. Viel effektiver als ein solcher radikaler Schnitt ist aber die praktizierte Salamitaktik, den besonderen Schutz von Ehe und Familie unter dem Label der "Modernisierung" Stück für Stück zu beschneiden und zur politisch-unverbindlichen Verfassungslyrik zu degradieren. Widerstand gegen diese Systemveränderung gibt es keinen; nicht einmal seitens der christlichen Kirchen in Deutschland, die der Ehe eigentlich doch eine besondere Bedeutung für das Wohl des Einzelnen wie des Gemeinwesens zuschreiben.

Dieser Beitrag erschien zuerst in einer ausführlicheren Version mit Anmerkungen beim Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie (IDAF).



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Kommentare (17)




 
  Kommentare (17)

Jens, 11.09.2011 00:09
Achja, die Bibel! Da steht doch auch -Röm 13,1 "Alle ohne Ausnahme müssen sich den Trägern der Staatsgewalt unterordnen. Denn es gibt keine staatliche Macht, die nicht von Gott kommt. ..." Also ist das Gerichtsurteil=staatliche Macht=Gotteswort. Kritik an Gott ist nicht vorgeshen in der Bibel und ich kann nicht verstehen, wie leichtfertig hier so mancher gegen einen Gerichtsentscheid argumentiert. Ist denn selbst unter den Gläubigen die Angst vor der:(Zitat geht weiter)"...Verurteilung im Gericht Gottes ..." und damit vor dem Fegefeuer verschwunden?

Dr. Wilhelm Tombrinck, 08.09.2011 15:13
Hallo,

Vielen Dank für den gelungenen Aufsatz. Es ist doch eigentlich gar nicht zu fassen, in welcher Verwirrung die Feministen leben. Ehe sei eine Form von Prostitution? Das Gegenteil ist wohl der Fall. Ist nicht viel eher die freie "Liebe" (mit Liebe hat das nichts zu tun) praktizierende Feministin eine Hure? So stehst jedenfalls in der Bibel. Diese Verwirrung steht im Einklang mit dem Werteverfalls der Gesellschaft. Würden sich die Menschen wieder mehr zu Gott bekennen, so würden sie nicht den Argumenten des Widersachers offen sein. Der Widersacher Gottes platziert vermeintlich richtige Argumente für das Falsche in den Verstand. Nur wer mit Gott geht, hat eine Chance, die Wahrheit zu erkennen; denn Gott ist Wahrheit.

Es ist auch eigentlich unverständlich, dass gerade die Partei der Grünen, den Feminismus besonders fördert, wollen sie doch die N a t u r schützen. Es ist aber unnatürlich, dass Frauen im “Chefsehsessel sitzen”. So lautet eine Werbekampagne der Grünen. Es ist dagegen natürlich, dass Frauen die Rolle Ihres Geschlechts wahrnehmen und den Haushalt gestalten, während die Männer das Brot verdienen. Das befand schon Aristoteles (Buch I Ökonomik) und ist auch im “Lob der tüchtigen Hausfrau”, einem Kapitel der Bibel nachzulesen.

Liebe Mitmenschen, fangen Sie an zu beten, und bitten Sie Gott um Orientierung. Dann erkennen Sie leichter die Wahrheit und sind weniger offen für die Verwirrung stiftenden Argumente, die Satan ins Gehirn produziert.

Schauen Sie mal hier: http://www.thewarningsecondcoming.com/

Herzlich

Ihr

Dr. Wilhelm Tombrinck


Rudi Gems, 17.08.2011 18:16
@ Kai Laubach

Wenn es ohne die Vokabeln wie "Blödsinn" ginge, wäre die Diskussion einfacher.

Wenn wie hier, in dem Fall, der Ehemann, eine Prostituierte kennen lernt, mit ihr jahrelang lebt, sich von seiner Frau trennt, und dann noch die Prostituierte, als Alleinerbin einsetzt, wird das kaum daran gelegen haben, das die Ehefrau, große Lust auf Sex hatte.

Natürlich, ist es eine alte Streitfrage, ob es zum Recht einer jeden Frau gehört, in der Ehe, nur nach "Lust", Sex zu machen. Das es bei Frauen, auch andere Antriebe zum Sex gibt, als die "Lust", dürfte bekannt sein. Prostituierte, machen es i.d.R., wegen der "Lust auf das Geld".

Natürlich machen Frauen, Entwicklungen im Leben, bezüglich des Sexes mit. Eine Frau, die sich verliebt hat, oder die unbedingt ein Kind haben will, verhällt sich im Sexualleben, natürlich ganz anders, als in Zeiten, wo der Sex zur Routine wird. Dies musste der Mann, worum es hier im Text geht, offensichtlich auch, schmerzlich erfahren.

Natürlich, kann es kaum eine Lösung sein, eine Frau unter Druck zu setzen, die nach Jahren einer Ehe, merkt, das ihr die "Lust", wie sie es aus Teenyzeiten kennt, abhanden gekommen ist. Da können natürlich, weder Kirchen, noch Gerichte, noch andere Hilfs- und Zwangsmittel, etwas dran ändern.

Profilaxe, wäre hier das Zauberwort. Wahrscheinlich, wäre ein sexueller Aufklärungsunterricht für Kinder, wo solche Probleme, besprochen würden, hilfsreich? Vielleicht, wäre eine Systemänderung sinnvoll, bei der versucht wird, die generelle Einstellung zum Sex, zu ändern?

Wenn es in Ehen, die über Jahrzehnte, bestehen, üblich ist, das ein großer Anteil an Ehefrauen, die Lust am Sex verliert, dann wäre es vielleicht sinnvoll, wenn man Mädchen, für ihr Leben, so vorbereitet, das sie die Lust eben nicht verlieren? Ich weis, das das ein heißes Eisen ist. Das wissen andere auch. Und deshalb, drückt man sich, und lässt regelmäßig, Menschen in ihr Unheil rennen. Nimmt es in Kauf, das Männer nach langen Ehejahren, zu Prostituierten gehen, und diesen Prostituierten, sogar ihr Haus vererben.

Intelligente Menschen, verhalten sich m.E. anders. Intelligente Menschen, würden versuchen, schon bei Kindern, Verhaltensänderungen zu erzeugen und Wissen aufzubauen. Und, intelligente Menschen wüssten, das solche Verhaltensänderungen und -einstellungen, nur bei Kindern erzeugt werden können. Wenn Menschen mal so alt sind, das der Mann zu Prostituierten geht, dürfte es in jedem Falle, zu spät sein, Verhaltensänderungen durchsetzen zu wollen.

Grüße, Rudi Gems


Kai Laubach, 16.08.2011 17:19
Wenn die sexuelle Liebe erkaltet ist, wie soll es dann funktionieren noch Sex miteinander zu haben? Wenn ich keine Lust mehr auf meine Frau habe, dann lasse ich wohl eher die Finger von ihr - et vice versa.
Was man/frau dann machen sollen? Sich genau darüber unterhalten und damit auseinandersetzen. Vernünftige Menschen werden sicher Lösungen finden.

Wieso sollte ich mein Kind hassen, weil meine Frau keine Lust mehr auf mich hat (häufig ist das doch eher anderserum?!)? - Das ist für mich ein sehr seltsamer Gedanke.

"Ich fürchte, ganz so einfach, wie es sich viele Frauen machen, das sie ab einem Zeitpunkt in der Ehe, nur noch Sex machen, wenn ihnen gerade mal danach ist [...]" - häh?, haben die Frauen Ihrer Meinung nach es vor Eheschließung von anderen Überlegungen abhängig gemacht als ihrer Lust ('wenn ihnen danach ist')?

Und wozu sowas dann wie im hier Einzelfall führt? Shit happens - deal with it!

Und vor allem: Was bewirkt denn eine sexuelle Bringschuld der Frau in der Ehe? - Pardon, imho absoluter Blödsinn.


Rudi Gems, 15.08.2011 04:18
@ Kai Laubach

Jetzt machen Sie mich aber stutzig. Wenn es in der Ehe keine Verpflichtung für Frauen gibt, sexuelle Dienstleistungen zu erbringen, wofür soll ein Mann denn da noch heiraten? Es muss ja keine Bringschuld sein, viele würden sich sicher mit einer Holschuld zufrieden geben.

Solche Einwände, können sicher nur von Menschen kommen, die so alt sind wie Sie, Herr Laubach? Ich bin übrigens von 1951. Wie bitte, sollte das funktionieren, in einer Gesellschaft, wenn in jeder Ehe, wo die sexuelle Liebe, erkaltet ist, sich die Männer aufs Masturbieren beschränken sollen? Haben Sie sich, schonmal darüber informiert, welche Verhaltenstörungen dadurch entstehen können? Haben Sie sich schonmal Gedanken darüber gemacht, wie Kinder leiden können, die im Schwung der ersten Jahre einer Ehe entstanden sind, die aber vom Vater vernachlässigt bis gehasst werden, weil er sich sexuell vernachlässigt fühlt?

Ich fürchte, ganz so einfach, wie es sich viele Frauen machen, das sie ab einem Zeitpunkt in der Ehe, nur noch Sex machen, wenn ihnen gerade mal danach ist, oder weil es sich beim besten Willen nicht mehr, vermeiden lässt, sollte man es sich vielleicht nicht machen. Was dabei rauskommen kann, ohne das ich im Detail, bei dem vorliegenden Fall, informiert bin, können wir vielleicht erkennen, wenn wir uns den Eingangstext nochmal durchlesen?

Grüße, Rudi Gems


Kai Laubach, 14.08.2011 11:30
@Rudi Gems

Ich stimme mit Ihnen in soweit überein, dass ich die Entscheidung des Gerichtes in dem hier geschilderten Fall nicht als ehefeindlich einschätzen würde (da stimme ich voll mit 'Ottokar Otto' überein. Von allem anderen was sie schreiben bin ich doch sehr verwundert.

"Frauen sollten sich schon darüber im Klaren sein, das sie mit einer Ehe, auch die Verpflichtung zu einer sexuellen Dienstleistung eingehen."
- Ich dachte bisher immer, die Ehe sei ein Gemeinschaft zur gemeinsamen Zeugung und Aufzucht von Nachkommen sowie der Schaffung eines Vertrautenkreises aus Sicherheitsstreben unter der Voraussetzung gemeinsamer Wertvorstellungen und überdurchschnittlicher Zuneigung der Ehepartner zueinander. Einer Ehefrau eine sexuelle Bringschuld abzufordern finde ich nicht nur wiederlich. Das Sie Ihr Konzept der Ehe, in dem es Ihnen offenbar nicht im geringsten um den Schutzraum zur Nachkommensförderung geht auch noch für staatlich Förderbar erachten ist für mich nicht nachvollziehbar. Mich würde Ihr Jahrgang interessieren - der Fairness halber - meiner ist 1982.

Und was außer der sexuellen Hörigkeitsklausel halten Sie denn für staatlich schützenswerte Ehebestnadteile?


Rudi Gems, 14.08.2011 08:55
Nun ja, das die Kirche wegschaut, hat vielleicht andere Gründe? Vielleicht, muss sie sich mit Themen beschäftigen, die ihr wichtiger sind, und hat einfach keine Zeit, sich um die Ehe zu kümmern.

Ja, die Religionen, haben die "Ehe" erfunden. Allerdings, hat die "Ehe", so wie Freigeist es angedeutet hat, schon die unterschiedlichsten Formen, im Laufe der Jahrhunderte, angenommen.

In den Mosesbüchern, wird eine "Ehe" propagiert, von der wir uns heute, nur noch angewidert abwenden. Dort wurden junde Mächen, sobald sie "heiratsfähig" waren, förmlich in die Ehe verkauft, und mussten sich den Platz an der Seite des Mannes, fast immer, mit mehreren anderen Frauen teilen. Rechte für Frauen, waren fast unbekannt. Selbst Namen von Mädchen, wurden bei der Geburt nicht erwähnt. Vorehelicher Geschlechtsverkehr war verboten. (Wäre auch ein Problem gewesen, bei den jungen Frauen, die verheiratet wurden.) Führte aber dazu, das viele Frauen in der Hochzeitsnacht, vergewaltigt wurden, bis das Blut lief, worauf man dann auch noch Stolz war.

Da hat sich dann, im Laufe der Jahrhunderte, einiges getan. Allerdings "Liebe", bei der Partnerwahl, das war bis vor 200 Jahren, reiner Luxus. Das gab es höchstens bei Hofe. Bis vor 200 Jahren, hatten Ehen, in erster Linie, ökonomische und politische Gründe.

Insofern, ist es auch gar nicht verwunderlich, wenn es hier im Text, um ökonomische Probleme geht. Traditionen, halten sich offensichtlich, wesentlich länger als man denkt.

Auch dieser Versuch, Prostituierte, zu diffamieren, ist eine reine Tradition die aus den Religionen stammt. Wer über diese Problematik nachdenkt, kommt schnell zu dem Schluss, das Huren, durchaus achtbare Menschen sind.

Huren, setzen sich Gefahren aus, wie ansteckbare Krankheiten, Vergewaltigung, Betrug, Verletzung, bis hin zu Mord. Sie übernehmen oft die Aufgaben, wofür eigentlich die Ehefrau zuständig wäre, und sie schützen die Gesellschaft, indem sie als Ventil herhalten, um sexuelle Spannungen abzubauen. Dabei üben sie einen Beruf aus, bei dem sie Menschen glücklich machen, wie es bei keinem anderen Beruf, möglich ist. Daneben, sind Huren preiswert. Schon die alten Griechen schrieben, " Bezahlter Sex, ist in jedem Falle billiger als heiraten." Solche Frauen, müssten eigentlich reihenweise in den Himmel kommen.

Insofern, ist die Problematik, gleich mehrfach unverständlich. Religionen, sollten sich über die Ehe, erstmal Gedanken machen, bevor sie was verteidigen wollen oder sollen. Ehefrauen, sollten sich Gedanken machen, über Sex, Partnerschaft und Gerechtigkeit. Und die Gesellschaft, sollte sich Gedanken machen, zu den Themen, Huren, Prostitution, Ehe und Gerechtigkeit. Dann ist es vielleicht möglich, vernünftige Einstellungen zu entwickeln?

Grüße, Rudi Gems


David Svoboda, 13.08.2011 14:11
also ich habe auch so meine Zweifel, ob eine Ehe heute noch vom Staat gefördert werden muss. Zwar denke ich, dass das Ehegattensplitting - entgegen der Meinung vom Autoren - keine " [finanzielle] Förderung" der Ehe ist, doch ich gglaube nicht, dass es bestrebenswert ist, eine Ehe im klasssichen Sinne zu "fördern". Nur mal als Fußnote so nebenbei: Das
Ehegattensplitting ist keine Leistung oder Begünstigung für Familien, es setzt
nicht einmal Kinder voraus. Ehegattensplitting bedeutet lediglich eine
Besteuerung nach Leistungsfähigkeit und trägt der Tatsache Rechnung, dass die
Ehe eine Wirtschaftsgemeinschaft ist – alle Einkommen werden rechtlich gesehen
gemeinsam erworben. Der Regelfall ist die sogenannte Zugewinngemeinschaft, in
der das Erworbene jedem Partner zur Hälfte gehört.Das habe ich auch schon in einem anderen Blog erwähnt. Manchmal ist sogar aus bestimmten Gründen die Splittingregelung eher nach-alsvorteilig für die Ehegaten (z.B. dann, wenn die Jahresgehälter von beiden Eheleuten um weniger als zehn Prozent auseinander liegen).

Ich denke, dass es viel wichtiger wäre, das die Erziehungsleistung von Eltern - egal ob diese von einem oder zwei Elternteilen übernommen wird - in Form eines Erziehunsgehaltes vom Staat honoriert werden muss. Schließlich ist die Kindererziehung der Anfang einer jeden Pdoduktionskette, d.h. ohne Erziehung keinen qualifizierten NAchwuchs für den Arbeitsmarkt, ohne qualifizierten NAchwuchs für den Arbeitsmarkt heisst wirtschaftlicher Ruin eines LAndes. Doch gerade (unverheiratete) Alleinerziehende schultern die Erziehungsarbeit ohne Hilfe eines Partners, damit ist die finanzielle Last doppelt so groß als bei Eheleuten! Die Nichtanerkennung auf die Erziehungsleistung von Eltern durch den Staat ist als auch der Grund, warum sich imer weniger junge Menschen für diese Lebensform der Ehe entscheiden. Und ich frage mal auch den Autoren an dieser Stelle: warum soll die Ehe heute noch gefördert werden, wenn die Kindererziehung - egal in Partnerschaft oder alleinerziehend - das größte Armutsrisikio durch das ungerechte staatliche Steuer-und Sozialabgabensystem in Deutschland ist? Hier muss etwas geändert werden, z.B. ein Erziehunsgehalt an unterhaltspflichtige Eltern gezahlt werden. Dieses gehalt sollte sich aber aus der elterlichen Erziehunsgleistung ergeben, welches auch unabhängig vom Familienstand ist.


Freigeist, 13.08.2011 00:07
@Jürgen Heinrich
Erkundigen Sie sich doch mal, wann der Mensch innerhalb der verschiedenen Religionen die jetzige Ehe in dieser Form erfunden hat, d.h. mit Hokus Pokus belegt hat. Sie werden staunen.


Jürgen Heinrich, 12.08.2011 19:58
NEIN! Wir als Mitarbeiter von Team-F schauen nicht weg. Uns liegt aber nicht die "Institution" sondern die Berufung zur EHE am Herzen. Die Ehe ist Gottes Erfindung und in dem Bund der Ehe und in dem Familienleben mit den Kindern spiegelt sich Gottes Liebe zu den Menschen. So sollte es sein und so ist der Plan. Gott möchte nur Gutes für die Menschen und das es ihnen gut geht. Er hat alles dafür getan. Wir müssen es nur wollen und seinen Gnade annehmen. Er hat seinen Sohn töten lassen für unsere Schuld.
Zahlreiche Menschen, deren Ehe durch die Arbeit von Team-F gerettet und erneuert wurden können dies bezeugen. Die Ehe ist deshalb staatstragend, sinnstiftend, übernatürlich gesegnet und ein helles Licht in diesen Zeiten der Finsternis.




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