Nachtrag zu einer dreitägigen Albanien-Reise: Weltkirche ist offen, mutig, einfach, direkt, nicht verzagt, verkniffen und verzopft wie die deutsche, die sich für Weltkirche hält. Ein Beispiel.
Wenn man mal wieder "Urkirche" erleben will, folge man Bischof Augustini, dem Bischof von Sapes und Präsidenten der albanischen Malteser. Seine Visitationen bedeuten lange, strapaziöse Autofahrten in einem Rumpeljeep auf schottrigen Nichtstraßen, dann stundenlange Fußmärsche in abgelegene Dörfer, die seit Jahren keinen Priester mehr gesehen haben und ihrem Bischof im wahrsten Sinn des Wortes entgegenkommen. Der Bischof unternimmt diese Wanderungen immer im Talar, die Menschen sollen ihn erkennen als das, was er für sie ist. Er redet, betet, tauft, spendet die Kommunion und zieht weiter.
Das ist Urglaube und Seelsorge unter schwersten Bedingungen. Hier wähnt man den Heiligen Geist und also war Demut nie einfacher!
Und worüber reden wir hier? Über Weltkirche und wie sie an uns genesen soll. Aber Weltkirche ist anders, Weltkirche ist woanders!